RTX 3070 Ti im Test: Zusammenfassung mit Fazit
Wie schlägt sich die Geforce RTX 3070 Ti summa summarum? Fazit und Kaufempfehlungen.
In diesem Artikel
- Seite 1 RTX 3070 Ti im Test: Spezifikationen
-
Seite 2
RTX 3070 Ti im Test: Spiele-Benchmarks
- 2.1 GPU-Testsystem 2021 v1.1
-
2.2
Geforce RTX 3070 Ti: Spiele-Benchmarks
- 2.2.1 Anno 1800
- 2.2.2 Assassin's Creed Valhalla
- 2.2.3 Battlefield 5
- 2.2.4 Borderlands 3
- 2.2.5 Call of Duty BO Cold War
- 2.2.6 Control
- 2.2.7 Crysis Remastered
- 2.2.8 Cyberpunk 2077
- 2.2.9 Days Gone
- 2.2.10 Desperados 3
- 2.2.11 Doom Eternal Ancient Gods
- 2.2.12 F1 2020
- 2.2.13 Forza Horizon 4
- 2.2.14 Hitman 3
- 2.2.15 Horizon Zero Dawn
- 2.2.16 Metro Exodus
- 2.2.17 Red Dead Redemption 2
- 2.2.18 Resident Evil 8 Village
- 2.2.19 Serious Sam 4
- 2.2.20 The Witcher 3
- 2.3 RTX 3070 Ti im Leistungsindex
- 2.4 RTX 3070 Ti: Raytracing-Leistung
- Seite 3 RTX 3070 Ti im Test: Lautheit, Verbrauch, Effizienz
- Seite 4 RTX 3070 Ti im Test: Zusammenfassung mit Fazit
- Seite 5 Bildergalerie
Geforce RTX 3070 Ti: Fazit
Selten fiel es uns schwerer, die passenden Worte für ein Produkt zu finden, als bei der Geforce RTX 3070 Ti. Fangen wir bei den positiven Eigenschaften an: Die RTX 3070 Ti erreicht eine um gut zehn Prozent höhere Leistung als die bereits angenehm schnelle RTX 3070 und kann damit grundsätzlich fast alle Ansprüche befriedigen, sofern höchstens WQHD-Gaming das angestrebte Ziel ist. Zwar unterliegt die neue Ampere-Karte beim Rasterizing knapp der Radeon RX 6800, kann sie beim Raytracing jedoch um rund 21 Prozent abhängen. Psychologisch wertvoll ist außerdem das warme Gefühl in der Bauchgegend, mit der RTX 3070 Ti die besten, vollständig aktiven GA104-Chips sowie rasanten GDDR6X-Speicher zu erhalten. Dieses Gaming-Paket gibt es ab 619 Euro - angesichts von 519 Euro für eine RTX 3070 und 579 Euro für eine RX 6800 (jeweils UVP-Angaben) ein fairer, wenngleich nicht fantastischer Deal.
Problematisch ist die Leistungsaufnahme, welche zwar keine neuen Rekorde aufstellt, aber jeden Rahmen sprengt, den je eine "Siebziger" gesehen hat. Wer noch eine GTX 1070 oder gar GTX 970 nutzt, wird angesichts von 290 Watt mehr als bloß eine Augenbraue hochziehen. Tatsächlich fällt die Energieeffizenz der RTX 3070 Ti unterdurchschnittlich aus, während die RTX 3070 (Non-Ti) eine gute Bilanz erzielt. Aus der Leistungsaufnahme resultiert außerdem eine deutlich hörbare (aber nicht störende) Lautstärke unter Volllast, das sind physikalische Grundsätze. Zumindest dieses Problem können die Nvidia-Boardpartner mithilfe starker Eigendesigns aus der Welt schaffen. Passionierte PC-Tuner wissen sich außerdem mittels Undervolting, etwa einer handgeschnitzten Voltage/Frequency-Curve, zu helfen.
Doch die Geforce RTX 3070 Ti hat ein weiteres, aus unserer Sicht wesentlich größeres Problem: Speichermangel. Das galt bereits für die RTX 3070 und der RTX 3070 Ti ergeht es mit noch höherem Leistungspotenzial selbstverständlich nicht besser. Schneller Speicher ersetzt keine Kapazität, das wissen wir spätestens seit AMDs Fiji, welcher in den Monaten und Jahren nach dem Launch keine Chance gegen Nvidias Maxwell hatte - 4 statt 6 GiByte sind der Hauptgrund. "Traditionelle" Spiele laufen zwar mit 8 GiByte weitestgehend sauber, modernes Raytracing lässt jedoch so manche auf Kante genähte Naht platzen. Das ist insofern bedauerlich, als dass Nvidia bei allen Ampere-Grafikkarten reichlich Raytracing-Leistung liefert, diese jedoch bei 8-GiByte-Grafikkarten ständig durch Speichermangel torpediert wird. Praktisch muss man sich daher hin und wieder zwischen hübschen Texturen und realitätsnaher Beleuchtung inklusive Reflexionen entscheiden.
Nvidias Upsampling-Technik DLSS, die in immer mehr Spielen verfügbar ist, entschärft die Probleme und erhöht die Spielbarkeit massiv, am Ende handelt es sich aber nur um Symptombehandlung. Zwar hielt 2021 noch keine neuen "Speicherfresser" bereit, doch Spiele entwickeln sich grundsätzlich weiter: bessere Grafik, packendere Immersion, größerer Hardware-Hunger. Wie ernst es mittelfristig für 8-GiByte-Grafikkarten wird, lässt sich derzeit nicht seriös beantworten. Die langsam anrollende Unreal Engine 5 und Updates der anderen Spielmotoren werden den Next-Gen-Stein in den kommenden Monaten ins Rollen und somit neue Fakten zur Bewertung bringen.
Dennoch: Mit 16 GiByte wäre die Geforce RTX 3070 Ti ungleich attraktiver und uneingeschränkt für die Zukunft empfehlenswert. Möglicherweise sehen wir nach Entspannung der Liefersituation doch noch Modelle mit verdoppelter Kapazität. Für den Moment ergibt sich eine andere, interessante Perspektive. Wir wissen nicht, ob es Absicht ist, doch lenken die neuen Modelle RTX 3070 Ti und RTX 3080 Ti den Fokus zurück auf die Geforce RTX 3080: Sie hat für die allermeisten Fälle genügend Speicher (im Gegensatz zu 3070 Ti) und ist preislich nicht völlig abgehoben (im Gegensatz zur 3080 Ti) - stets die UVPs vor Augen und Scalper-Wahnsinn ausgenommen. Die RTX 3070 Ti sitzt mit ihrer hohen Leistungsaufnahme bei kaum erhöhter Leistung hingegen zwischen den Stühlen und hätte bei einer normalen Marktsituation kaum eine Daseinsberechtigung. Nichtsdestotrotz lässt sich mit einer Geforce RTX 3070 (Ti) viel Spaß haben, wenn man ihre Achillesferse kennt. PCGH drückt allen Interessenten die Daumen, ein Exemplar zur UVP oder zumindest ansatzweise in deren Nähe zu ergattern!

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Also ich messe definitiv etwa 10 Watt mehr wenn ich den GDDR6X übertakte.
3070TI Gamerock OC 1965Mhz Core 900mv Spannung, Mem +1000,offenes Powerlimit, Leistungsaufnahme ~210-220Watt
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3070 Suprim X 1965Mhz Core 900mv Spannung, Mem +1000,offenes Powerlimit, Leistungsaufnahme ~195-210Watt
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Differenz TS Extrem= 4,98%
Differenz TimeSpy=4,28%
Differenz Leistungsaufnahme= 4,87%
Testsystem jeweils identisch, Anschluss via TB an externem Monitor daher nicht 1:1 übertragbar auf einen Dektop,aber naja was sollman dazu sagen....