Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X im Test: Preis-Leistung und Fazit
Auf Seite 3 werfen wir einen Blick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis aktueller Gaming-Grafikkarten und ziehen ein Fazit zur Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X.
In diesem Artikel
Preis-Leistungs-Verhältnis
Fast alle Grafikkarten wurden in den vergangenen Monaten günstiger, außerdem besteht durch die zahlreichen Neuerscheinungen eine größere Auswahl im High End - jetzt ist somit ein guter Zeitpunkt, um aufzurüsten. Doch welche Grafikkarten liefern wie viel Leistung pro Euro? Um diese naheliegende Frage zu beantworten, haben wir den aktuellen Marktpreis (Stand: 5. April 2023) ins Verhältnis zu den Leistungsindizes gesetzt. Der Fokus liegt natürlich auch hier auf der Grafikkarten-Mittel- bis Oberklasse.
Beachten Sie bitte, dass die Preise einem steten Wandel unterliegen, es handelt sich daher nur um eine Momentaufnahme respektive Stichprobe zum Testzeitpunkt. Zeitbegrenzte Einzelschnäppchen dienen nicht als Referenz, sondern der Mindestpreis bei mehreren seriösen Shops. Werfen wir einen Blick auf die Preis-Leistungs-Auswertung, beginnend beim Rasterizing (20 Spiele, 4 Auflösungen):
Die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X wechselt derzeit ab rund 440 Euro den Besitzer. Damit ist sie circa zehn Prozent teurer als die gleich schnelle Radeon RX 6700 XT - das bringt der AMD-Grafikkarte eine klare Führung ein. Auch hier gilt: Eine Radeon RX 6750 XT (beim Rasterizing nicht abgebildet) ist eine valide Option. Diese AMD-Karte ist um durchschnittlich fünf Prozent schneller als die RX 6700 XT und kostet zehn Prozent mehr. Das führt zwar zu einer etwas schlechteren Bewertung im Preis-Leistungs-Ranking, die RX 6750 XT schneidet aber trotzdem etwas besser als die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X ab. Sehen wir uns an, ob das auch auf das Raytracing zutrifft:
In diesem Chart finden Sie weitere Grafikkarten vor, da der Raytracing-Leistungsindex halb so zeitintensiv ist wie der reguläre und wir somit mehr Grafikkarten durchtesten konnten. Auffällig ist die deutlich veränderte Platzierung gegenüber dem Rasterizing: Da Radeon-Grafikkarten eine schwächere Raytracing-Leistung aufweisen als Arc- und Geforce-Modelle, büßt AMD hier trotz guter Preise einige Plätze ein. Geforce RTX 3070 und RTX 3060 Ti (beide Varianten) sind in dieser Selektion die schnellsten Grafikkarten und weisen beim Raytracing ein befriedigendes Preis-Leistungs-Verhältnis auf. Die Intel Arc A750 (260 Euro) sticht bezüglich Preis-Leistung zwar alle anderen Grafikkarten aus, agiert aber um 25 Prozent langsamer als die Geforce RTX 3060 Ti G6X (440 Euro) und Radeon RX 6800 (540 Euro).
Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X im Test: Fazit
Radeon RX 7000 und Geforce RTX 4000, die neuesten GPU-Architekturen von AMD und Nvidia, werden noch eine Weile den höherpreisigen Segmenten vorbehalten bleiben. Wer schon jetzt eine Gaming-Grafikkarte für maximal 500 Euro sucht, muss sich mit den Vorgänger-Produkten Radeon RX 6000 und Geforce RTX 3000 begnügen. Das klingt schlimmer, als es ist, denn dank stetiger Preissenkungen - begünstigt durch den erstarkten Euro - erhalten Käufer im April viel Leistung fürs Geld. Unser aktueller Proband, die Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X, wandert ab 440 Euro über die Theke. Das ist viel Geld und die Frage, ob sie das wert ist, muss jeder für sich selbst beantworten. Die Fakten liegen auf dem Tisch: Wer auf Raytracing verzichten kann, erhält durch den Kauf einer Radeon RX 6700 XT die gleiche Leistung, spart 40 Euro und muss keine Gedanken an Speichermangel verschwenden. Wer hingegen 450 Euro zusammenkratzen kann und dafür die maximale Raytracing-Leistung haben möchte, für den ist eine Geforce RTX 3060 Ti GDDR6X keine schlechte Option. Die Alternativen sind entweder langsamer (Intel Arc A770 16GB, ab 380 Euro) oder bei gleicher Leistung deutlich teurer (Radeon RX 6800, ab 540 Euro). Im Vergleich mit einer Geforce RTX 3070 weist eine RTX 3060 Ti G6X ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis auf, unterliegt der RTX 3060 Ti (Original) aber minimal. Auch bei der Energie-Effizienz lässt das neue Modell Federn, GDDR6X-Speicher beweist erneut, dass er energiehungrig ist. Allerdings trennen Geforce RTX 3060 Ti, Radeon RX 6700 XT und Geforce RTX 3060 Ti G6X höchstens 30 Watt - die Differenz lässt sich durch manuelles Undervolting richten.
Sie sehen, alle Angebote zwischen 400 und 450 Euro haben ihre Vor- und Nachteile. Die leistungsrelevanten Punkte werden sich in Zukunft klarer manifestieren. Entscheiden Sie sich für eine Radeon RX 67x0 XT, wird die Raytracing-Schwäche immer öfter zum Problem, sofern Sie nicht strikt darauf verzichten. Bei einer 8-GiByte-Grafikkarte jeder Art wird hingegen VRAM-Mangel immer öfter ein Thema. Auch hier hilft Verzicht - auf die höchsten Textur- oder Schattendetails. Da Raytracing auch zusätzlichen Grafikspeicher benötigt, kollidiert die eigentliche Geforce-Stärke in Einzelfällen mit der Speicherbestückung. Zwar können wir regelmäßig nachweisen, dass der Geforce-Treiber die beste Speicherverwaltung bietet, das clevere Haushalten schwächt die Probleme jedoch nur ab beziehungsweise zögert sie hinaus. Daneben bietet Nvidia mit DLSS das insgesamt beste Upsampling-Verfahren, was einen Pluspunkt gegenüber AMD und Intel darstellt. Da Sie nun wissen, wo Sie bei Problemen ansetzen können, fällt die Wahl der passenden Grafikkarte leichter. Wer warten und derweil weiter sparen kann, fährt mit einer Geforce RTX 4070 mit Sicherheit besser - allerdings ist davon auszugehen, dass die neueste Nvidia-Grafikkarte je nach Modell im Bereich von 700 Euro unterwegs sein wird.
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Du willst doch auch nicht dass die 7900XTX mit der 4090 verglichen wird, oder?
Zu mal die 4000er Serie bis 700€ ebenso an 8GB festhält.
PCGH kann nur das testen und empfehlen, was angeboten wird.
Aufschlussreich, dass im Test erwähnt wird, dass die Speicherverwaltung von Nvidia besser ist bevor das Auge den Mangel entdeckt.
Anscheinend nutzt Nvidia den vorhandenen Speicher um 10% effektiver als Intel oder AMD.
Du willst doch auch nicht dass die 7900XTX mit der 4090 verglichen wird, oder?
Die 6X ist auch nicht der Refresh der Non 6X. Sie hat einfach nur anderen Vram bekommen.
Und die Bedeutung von " " ist Dir klar ? Deshalb mein "Refresh".