Geforce RTX 3050 8GB im Test: Zusammenfassung mit Fazit
Wie schlägt sich die Geforce RTX 3050 8GB summa summarum? Fazit und Kaufempfehlungen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spezifikationen
- Seite 2 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spiele-Benchmarks (1)
- Seite 3 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Spiele-Benchmarks (2)
- Seite 4 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Leistungsindex & PCI-Express
- Seite 5 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Leistungsaufnahme und Effizienz
- Seite 6 Geforce RTX 3050 8GB im Test: Zusammenfassung mit Fazit
- Seite 7 Bildergalerie
Geforce RTX 3050: Fazit
Nvidias Geforce RTX 3050 ist bereits die dritte Grafikkarte des noch jungen Jahres 2022 - und hat uns positiv überrascht. Den "50ern" haftet zu Recht ein Billigheimer-Ruf an, einige Vorgänger der RTX 3050 lieferten nur das Nötigste zum Spielen und waren eher bessere Office-Karten beziehungsweise nur Casual-Games-tauglich. Mit Ampere ist vieles anders, Nvidia skaliert das gesamte Desktop-Portfolio anhand von drei Grafikprozessoren: Anstatt den kleinen GA107 heranzuziehen, welcher bislang nur im Mobile-Segment vorkommt, stattet Nvidia die Geforce RTX 3050 mit dem nächstgrößeren Chip aus und liefert damit die stärkste 50er-Grafikkarte bis dato. Die Kehrseite der Medaille ist, dass frühere Wattniveaus in weiter Ferne liegen. Rangierte die Geforce GTX 1050 Ti beispielsweise noch bei 75 Watt und war daher auch ohne Stromstecker nutzbar, werden für eine Geforce RTX 3050 mindestens 130 Watt fällig.
Die Geforce RTX 3050 erreicht in ihrem Einsatzgebiet Full HD ein Drittel der RTX-3090-Leistung, verfügt passenderweise über ein Drittel des Speichers und ist damit ein verlässlicher Spielpartner ohne Achillesferse. AMDs Radeon RX 6500 XT kann das nicht von sich behaupten, hier drückt der Schuh an mehreren Stellen und insgesamt spielt die Geforce RTX 3050 in einer anderen Liga - auch preislich, denn offiziell kostet die Nvidia-Karte 70 Euro oder 33 Prozent mehr. Nvidia platziert die UVP der RTX 3050 zwischen RX 6500 XT und RX 6600. Letztere schlägt offiziell mit 339 Euro zu Buche, verzichtet auf alle 6500-XT-Restriktionen und ist daher eine wesentlich mächtigere Grafikkarte. Tatsächlich schlägt sie die RTX 3050 bei gleicher Leistungsaufnahme um 30 Prozent, unterliegt ihr jedoch hoffnungslos beim Raytracing. Den Stellenwert der modernen Strahlverfolgung bei einer Grafikkarte dieses Preisbereichs muss jeder selbst gewichten, doch faktisch ist Raytracing auf einer Geforce RTX 3050 erstaunlich gut nutzbar, wenn man es mit der Auflösung oder Effektdichte nicht übertreibt. Das Geforce-exklusive Upsampling-Verfahren DLSS hilft, falls es doch mal eng wird. Es sind die Features (Raytracing, DLSS, HDMI 2.1, AV1-Decoding etc.), welche der RTX 3050 helfen, sich unter dem Strich doch von der GTX 1070 (Ti), Vega 56 und Konsorten abzusetzen, deren Performance sie bei "normalen" Rasterizing-Spielen erreicht.
Nvidia betont, dass es zum offiziellen Verkaufsstart am 27. Januar "am Nachmittag" Angebote zur offiziellen Preisempfehlung von 279 Euro geben wird. Diese werden vermutlich binnen weniger Minuten vergriffen sein und Angeboten irgendwo zwischen 400 und 500 Euro weichen. Ob die Geforce RTX 3050 derartige Summen wert ist, entscheidet eine Mischung aus Not, Bauchgefühl und finanzieller Lage. Käufer der neuen Nvidia-Grafikkarte machen wenig falsch, das Produkt hinterlässt im PCGH-Test einen ausgewogenen sowie zukunftstauglichen Eindruck. Was halten Sie von der Geforce RTX 3050? Planen Sie einen Kauf? Diskutieren Sie mit!
Geforce RTX 3050: Bildergalerie
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Dat is zumindest "akzeptabler".
Man muss als Tester einfach eine Baseline ziehen. Einen Kompromiss eingehen, der für die allermeisten Szenarien bzw. Produkte funktioniert. Dieser liegt im Leistungsindex, welcher darauf ausgelegt ist, selbst die Leistung der schnellsten Grafikkarten aufzuzeigen, also eine Skalierung mit der GPU-Leistung zu erlauben. Das erreichen wir mit großem Aufwand bei den Settings und Szenen - soweit ich weiß, ist die PCGH-Aufstellung mit 20 Spielen in 4 Auflösungen nicht nur einer der aufwendigsten Indizes weltweit, sondern auch einer mit der besten Skalierung (Abstand 3080 vs. 3090 beispielsweise). Dass dabei Mittelklasse-Grafikkarten zu kämpfen haben und alle zwei- bis dreifach beschnittenen Modelle sowie alte Karten einknicken, liegt in der Natur der Sache. Da wir alle Fortschritt wollen, sehe ich hier auch nichts verwerfliches.
Die Idee, bei jedem Produkt irgendeine andere Methodik zu erfinden, ist nicht nur anfechtbar, sondern auch furchtbar aufwendig und insgesamt nicht praktikabel. Am Ende hat jedes Produkt einen eigenen "Index", es gibt null Vergleichbarkeit, sondern nur Inseln. Die Alternative, beispielsweise zehn "Index-Szenarien" (Enthusiast, Mittelklasse, Low-End, Speicherkrüppel, Superaltmetall etc.) aufzubauen und aktuell zu halten: völlig unmöglich, selbst bei meinen völlig wahnsinnigen Arbeitszeiten vor Launches. Es geht einfach nicht. Denn, das sieht man von außen nicht, ein Redakteur hat mehr zu tun, als 24/7 zu benchen. Dann ist noch nichts anderes gemessen, es gibt weder Fotos noch ein Video. Und am Ende muss das alles noch in einen Artikel gegossen werden, Benchmarks wollen gebaut und Texte geschrieben werden, was auch noch Recherche-Zeit braucht. Vom Tagesgeschäft drumherum gar nicht erst zu reden.
Insofern bleiben wir bei der Regel: Alles, was das Prädikat "Gaming-Grafikkarte" verdient bzw. sich verdienen will, kämpft sich mehr oder minder erfolgreich durch den PCGH-Leistungsindex. Was daran zerschellt, ist eben keine ernsthafte Gaming-Grafikkarte. Dass der Einstellungstest machbar ist, zeigen schließlich genug Grafikkarten und Full HD sollte zumindest drin sein. Ergänzt wird das anlassgetrieben durch Spezialmessreihen - wie eben bei der Radeon RX 6500 XT. Nachschlag inklusive der Geforce RTX 3050 ist übrigens in Arbeit.
Spaßfakt am Rande: Ich spielte schon mehrfach mit dem Gedanken, Full HD aus dem Index zu streichen, da sich hier ein CPU-Limit nie ganz vermeiden lässt, aber angesichts der Immer-noch-Verbreitung (global/Steam) wäre das nicht gut. Insofern bleibt das, aber fiese Szenen und bewusste Grafiklast sind das Mindeste.
MfG
Raff
Der neue Parcour steht ja schon in den Startlöchern. Bin schon gespannt drauf.
Zu der Debatte hier vorher kann man eigentlich nicht viel sagen. Die 3050 ist im Markt viel zu teuer geworden und damit unbrauchbar. Die 6500 ist ein ein Schrottprodukt das seines gleichen sucht.
Gibt ne 6600 auch für 475€ incl.
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Bei den 8GB-Grakas gibts inzwischen die 6600 für 489€. (falls Jemand "unbedingt" mehr Vram möchte)
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