Leistungsaufnahme & Effizienz
In diesem Artikel
Bei der Geforce RTX 3050 6GB handelt es sich um ein reines Partner-Produkt, eine "Founders Edition"-Referenzkarte von Nvidia existiert nicht. Daher ermitteln wir auch die Leistungsaufnahme und Energie-Effizienz anhand der Palit Geforce RTX 3050 6GB KalmX. Diese testen wir, wie auf Seite 2 erläutert, mit einem milden Luftstrom, welcher den rein passiven Kühler unterstützt. Der Hersteller rät auf der Verpackung dazu und wir möchten dies unterstreichen. "Grillt" die Grafikkarte stattdessen in ihrer eigenen Sauna, ohne Luftbewegung im Gehäuse, sinkt nicht nur der GPU-Boost und infolgedessen die Leistung, sondern auch die Lebenszeit der Grafikkarte.
Quelle: PCGH
Geforce RTX 3050 6GB im Test: Unser Muster von Palit setzt auf eine voll passive Kühlung und nimmt einen Luftzug daher dankend entgegen.
Leistungsaufnahme
PCGH misst die Leistungsaufnahme von Grafikkarten mithilfe des Power Capture Analysis Tool (PCAT). Wie immer bildet die folgende Tabelle die Maximalwerte aller Grafikkarten ab. Wer eine gute Belüftung im Gehäuse vorweisen kann, nur in Full HD spielt oder bevorzugt mit Framelimits unterwegs ist, wird sowohl eine geringere Leistungsaufnahme als auch geringere Lautheit zu Gesicht bekommen. Kommen wir nun zu den Werten der Geforce RTX 3050 6GB im Leerlauf, bei Niedriglast und vielfältigen Gaming-Workloads.
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| RTX 3050 8GB | RTX 3050 6GB | RX 7600 | RTX 4060 | Arc A580 | RX 6600 | RTX 3060 12GB | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Leerlauf (UHD-Desktop) | 10 Watt* | 8 - 10 Watt | 5,5 - 29 Watt | 11,5 - 13 Watt | 42 - 45 Watt | 6 Watt* | 11,5 Watt* |
| Dual-Display (UHD + FHD) | 13 Watt* | 10,5 - 12,5 Watt | 22,5 - 30 Watt | 16 - 20 Watt | 43 - 45 Watt | 22 Watt* | 18,5 Watt* |
| UHD-Youtube-Video | 13,5 Watt* | 11 - 17,5 Watt | 10 - 28 Watt | 14 - 16 Watt | 45 - 49 Watt | 23 Watt* | 17,5 Watt* |
| Gaming (MAXIMUM) | 136 Watt | 69 Watt | 164 Watt | 131 Watt | 199 Watt | 134 Watt | 171 Watt |
| Anno 1800 (Full HD) | 129 Watt | 68 Watt | 160 Watt | 125 Watt | 195 Watt | 133 Watt | 170 Watt |
| Control (WQHD + RT) | 128 Watt | 67 Watt | 158 Watt | 126 Watt | 196 Watt | 132 Watt | 170 Watt |
| Full-HD-Gaming @ 60 Fps | – | 64 Watt | 56 Watt | 55 Watt | 123 Watt | – | 69 Watt |
| CP2077 (Full HD, FSR/DLSS) | – | 67 Watt | 160 Watt | 125 Watt | 197 Watt | – | – |
| Metro Exodus EE (Full HD) | – | 67 Watt | 161 Watt | 127 Watt | 196 Watt | – | – |
Leistungsaufnahme abhängig von Display, Auflösung und Bildwiederholrate (angegeben ist die Spanne von 60 bis 144 Hertz, jeweils UHD). Freesync ist nicht aktiv. *Ausschließlich mit 4K60 (Ultra HD mit 60 Hz) gemessen.
Angesichts dieser Ergebnisse fällt Kritik schwer - die Geforce RTX 3050 6GB erweist sich nicht nur als sparsam, sondern sogar sparsamer als von uns erwartet. Im Leerlauf sind einstellige Verbrauchswerte die Regel, lediglich mit einem High-End-Bildschirm (oder mehreren kleineren) werden mehr als 10 Watt gezogen. Nimmt ein ordinäres Full-HD-Display mit 60 Hertz Kontakt auf, sinkt die Leistungsaufnahme sogar auf 5,5 Watt (von uns am Displayport getestet).
Unter Last zeigt die Geforce RTX 3050 6GB dann, wofür sie konstruiert wurde. Mit einer maximalen Leistungsaufnahme von 69 Watt (rund 5,75 Ampere) bewegt sich die KalmX zwar bereits im Toleranzbereich des Steckplatzes, reizt den Spielraum aber nicht vollkommen aus. Gegenüber der originalen Geforce RTX 3050 8GB mit AD106-GPU sinkt die Leistungsaufnahme um sagenhafte 49 Prozent und damit auf ein Niveau, das Passivkühlung erst möglich macht. Jede andere Grafikkarte sieht neben diesem eisernen Asketen aus wie ein hemmungsloser Schluckspecht - verzeihen Sie dieses Bild, aber es passt einfach zu gut. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Palit Geforce RTX 3050 6GB KalmX die leiseste Grafikkarte ist, welche wir in den letzten fünf Jahren auf dem Teststand hatten. Mangels Lüftergeräusch und begünstigt durch die sehr niedrigen Ströme ist lediglich ein minimales Spulengeräusch unter Last zu hören, das aber niemals störend wird.
Energie-Effizienz
Leistung ist Arbeit pro Zeit, das wissen wir spätestens seit dem Physik-Unterricht. Da wir nun sowohl die Bildraten (Fps) als auch den Verbrauch (Watt) durchgekaut haben, können wir die Energie-Effizienz berechnen. Dafür setzen wir den Leistungsindex in Relation zur Leistungsaufnahme. Da sich beide Metriken als Durchschnittswerte über zahlreiche Messungen verstehen, ist die Betrachtung ausreichend präzise. Für maximale Aussagekraft haben wir die Berechnung sowohl für das Rasterizing als auch Raytracing getrennt vorgenommen. Sehen wir uns an, wie es um die Effizienz der Geforce RTX 3050 6GB bestellt ist:
Es war abzusehen, erstaunlich ist das Ergebnis der Geforce RTX 3050 6GB dennoch. Nvidias Ampere-Architektur wird dank dieser Grafikkarte nicht nur für einen vorläufigen Höhepunkt der Leistungsaufnahme in die Geschichtsbücher eingehen (die Geforce RTX 3090 Ti lässt grüßen), sondern auch für eines der sparsamsten Modelle der letzten Jahre. Die Telemetrie setzt das straffe Powerlimit optimal um und lässt den Kern mit ungewohnt niedrigen Spannungen im 0,8-Volt-Bereich arbeiten - so, wie es Extrem-Undervolter seit jeher manuell tun. Dadurch, dass die Leistungsaufnahme gegenüber der 8-GiByte-Variante halbiert wird, ergibt sich trotz antiquierter Fertigung eine Leistungsaufnahme, die sich kaum hinter Ada Lovelace verstecken muss. Sehen wir uns der Vollständigkeit halber an, wie es beim Raytracing aussieht:
Im Leistungsindex wächst der Abstand zwischen Geforce RTX 3050 6GB und RTX 3050 8GB, beim Fps/Watt-Ranking schmilzt er aus dem gleichen Grund. Die Geforce RTX 4060 ist zwar die unangefochtene Effizienzkönigin bis 300 Euro, der ULV-Ampere macht dennoch eine hervorragende Figur. Auf der folgenden Seite ziehen wir ein Fazit.

Der Sprung zur GTX 650Ti war da schon krass.
Bei der 3050 KalmX ist dies sicher ähnlich. Die RTX A4000 im LP Formfaktor finde ich hier aber interessanter.
MfG
Raff
Das ist Hardware die kann man bis zum nimmerleins Tag verwenden kann solange noch nicht defekt ist.
sowas kann wohl einer der immer das neuste verwendet nicht verstehen. wobei ihr von der Redaktion seid da nicht so drauf sondern auch offen. Spätestens nach weiteren 20 Jahren später wird es wohl nicht mehr möglich sein sowas altes zu bekommen oder ab wann ist denn maximal noch möglich?
Auf meinen MSI Z-390 Gaming Rechner hier wird eine RTX3050/6Gb oder die RTX4060 nicht erkannt. Im Handbuch steht auch nur was von 16 Lanes. Im Bios hab ich nur 2 Optionen, einmal für das CrossLink und 2. für die interne Bildausgabe für die CPU etwas hierzu gefunden.
Vollkommen unabhängig davon kann es vorkommen, dass ältere Mainboard-UEFIs neue Grafikarten respektive deren Firmware nicht als Medium zur Grafikausgabe erkennen oder sich bei dem Versuch aufhängen. Das ist dann aber ein Versagen des Mainboard- oder Grafikkarten-Herstellers. Die von diesen verbauten Chips für Software-Fehler zu beschuldigen, insbesondere wenn man nur jeweils eine Implementation der Hardware ausprobieren konnte, ist schlicht eine Irreführung anderer Nutzer.
So hat man halt ne Karte die RT kann, nutzen kann man es aber im Prinzip so gut wie gar nicht. Außer man spielt in 720p. Gut das mit dem RT gilt auch für meine RX68 haha
Aber....
Schönes Wochenende