Geforce RTX 2080 Super im Test: Unser Fazit
Auf der letzten Seite unseres Tests zur Geforce RTX 2080 Super ziehen wir ein Fazit: Wie gut ist die neue High-End-Grafikkarte von Nvidia?
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Geforce RTX 2080 Super im Test: Fazit
Betrachtet man die Geforce RTX 2080 Super im luftleeren Raum, gibt es nur wenig auszusetzen. Die 739-Euro-Grafikkarte erreicht rund 80 Prozent der Leistung des 2.700-Euro-Modells Titan RTX. Letztere ist etwa fünf Prozent schneller als die Geforce RTX 2080 Ti, welche unverändert am Markt bleibt und vereinzelt für unter 1.000 Euro erhältlich ist. Die RTX 2080 Ti weist die gleiche Boardpower auf wie die RTX 2080 Super und ist somit eindeutig das effizientere Modell - preislich vergleichbar ist sie jedoch nicht. Besser passt da die Geforce RTX 2080, welche im "End Of Life"-Status (EOL) angekommen ist und somit abverkauft wird. Diverse Varianten sind um 640 Euro zu haben, 100 Euro weniger als für die RTX 2080S fällig werden. Da Letztere im Mittel nur fünf Prozent schneller rechnet, stellt eine "alte" RTX 2080 das etwas bessere Angebot dar. Falls Sie zu jenen Zeitgenossen gehören, welche für einen vollständig aktiven Chip - und in diesem Fall auch den "weltschnellsten GDDR6-Speicher" - gerne etwas tiefer in die Tasche greifen, bietet die RTX 2080 Super einen Mehrwert. Sofern das Overclocking-Potenzial in Serie ähnlich gut ausfällt wie bei unserem Muster, werden Tuner ihre helle Freude mit der RTX 2080S haben.
Unter dem Strich gilt für die Geforce RTX 2080 Super das Gleiche wie für die RTX 2070 Super und RTX 2060 Super: Sie sind schnell und für Neukäufer attraktiv, im Grunde jedoch nur aufgewärmte Varianten von 2018er-Grafikkarten. Damals, im Test der Geforce RTX 2080, kritisierten wir die Speicherkapazität von nur 8 GiByte. Diese genügt in 99,9 Prozent der Fälle, selbst in Ultra HD, allerdings gab und gibt es Grenzsituationen, wo mehr besser wäre. Interessant ist unsere jüngste Beobachtung, dass Turing-Grafikkarten mit aktuellen Treibern unter Windows 10 1903 besser mit Speichermangel zurecht kommen als noch vor einigen Monaten. Ob das am Windows-Treibermodell WDDM 2.6 oder einer verfeinerten Eviction Policy des Treibers liegt, konnten wir bisher nicht in Erfahrung bringen. Da Raytracing zu den größten Speicher- und Leistungsfressern von heute und morgen gehört, verdient dennoch nur die Geforce RTX 2080 Ti das Prädikat "raytracingtauglich" (neben der Titan RTX natürlich) - und selbst hier muss man mit Einschränkungen leben. Das Verhältnis aus Rechenleistung und Speicherkapazität ist bei der RTX 2080 Super unausgewogen, sprichwörtlich auf Kante genäht. Unsere kühne Vorhersage lautet, dass alle 8-GiByte-Grafikkarten spätestens Ende 2020, mit dem Release der neuen Konsolengeneration, große Probleme bekommen werden. Wer bis dahin relativ günstig spielen möchte, kann den Schritt wagen. Zukunftssicherer ist jedoch, sich auf dem Gebrauchtmarkt nach einer RTX 2080 Ti (ab ca. 800 Euro) umzusehen.
Derzeit erhalten Käufer einer beliebigen Geforce-RTX-Grafikkarte Game-Codes für Wolfensten: Youngblood sowie Control dazu. Diese müssen über Nvidias Geforce-Experience-Software eingelöst werden. Beide Spiele im Gesamtwert von 90 Euro erschienen in Kürze und werden mit Raytracing-Effekten aufgewertet. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Turing-Grafikkarten fällt somit zeitweise etwas besser aus. Wer mit einem Weiterverkauf der Codes liebäugelt, sollte beachten, dass sich zum Einlösen eine Geforce-RTX-Grafikkarte im PC befinden muss.


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Jetzt haben wir September 2023 und die 2080 Super ist immer noch eine gute Karte für WQHD. Habe gerade eine EVGA für 188€ ersteigert!