EVGA RTX 2060 KO mit TU104: Bis zu 48 Prozent mehr Leistung in einigen Szenarien

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EVGA Geforce RTX 2060 KO mit TU104: Bis zu 48 Prozent mehr Leistung in einigen Szenarien (1)
Quelle: EVGA

Die Geforce RTX 2060 wird normalerweise mit TU106 ausgeliefert, aber es kommen auch Modelle auf Basis des TU104 für die RTX 2070 Super oder RTX 2080 in Umlauf, die da die Validierung nicht schaffen. Das macht in Spielen keinen Unterschied, aber durchaus in ein paar einzelnen Szenarien - und das deutlich.

EVGA schickte Anfang des Jahres neue Custom-Modelle der Geforce RTX 2060 in den Ring und verpasst ihnen die dazu passende Bezeichnung "KO". Neben einer normalen Geforce RTX 2060 KO erscheint auch eine Geforce RTX 2060 KO Ultra im Handel. Einziger Unterschied ist der Werkstakt. Im Falle der RTX 2060 KO ohne "Ultra"-Namenszusatz hält sich EVGA an die Referenzvorgaben. 1.680 MHz im Boost sind somit geboten. Die Ultra-Variante liefert ab Werk 75 MHz mehr und somit 1.755 MHz.

Das war aber noch nicht alles, wie Gamers Nexus an einem physisch vorhandenen Modell ermittelt hat. Auf dem 20 Zentimeter kurzen PCB soll die GPU der RTX 2080 verbaut sein. Das bringt nicht viel in Spielen, schlägt aber wohl bei spezifischen Lasten durch - bis zu 50 Prozent, immerhin noch 26 Prozent in Blender. Vornehmlich dann, wenn CUDA-Processing gefordert wird.

Am Ende bringt diese nette Anomalie aber wenig, da es sich in Spielen nicht lohnt und die Karte auch sonst keinen Nutzen aus dem Umstand schlagen kann. Technisch ist sie ausgereizt, weshalb trotz der GPU keine weiteren nennenswerten Leistungssteigerungen möglich sind. Wer aber einen sehr speziellen Anwendungsfall hat, der kriegt beispielsweise in Blender 26 Prozent mehr Leistung als vergleichbare Karten. Ob sich das finanziell auch lohnt, kommt auf den Kaufpreis der EVGA-Karte an.

Auch lesenswert: EVGA: Neue Custom-Modelle RTX 2060 KO und RTX 2060 KO Ultra ab sofort erhältlich

Wer sich für die Karte interessiert, sollte sie also weiter in ihrem gewohnten Umfeld als Kaufoption betrachten. Einzige Ausnahme sind spezielle Szenarien, wo sie über ihrer Gewichtsklasse boxt. Generell kann man sich wohl darauf einstellen, dass 2060er hier und da mit TU104 auftauchen. Die Chips werden mutmaßlich die Validierung für eine RTX 2070 Super oder RTX 2080 nicht geschafft haben und können so zweitverwertet werden - anstatt sie zu entsorgen.

Ganz witzig ist, dass nicht mal EVGA wusste, dass durch den Einsatz des TU104 statt des TU106 die Ausreißer in Benchmarks entstehen. Da vermutete man eine normale RTX 2060 mit entsprechenden Ergebnissen - trotz besserer GPU. Nvidia hat die Sache so bestätigt - wer eine TU104-2060 kauft, hat entsprechend mehr Leistung in ein paar CUDA-Szenarien.

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    • Kommentare (26)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von FanboyOfMySelf
        schade das gamernexus nicht versucht hat ein 2080 BIOS auf die Karte zu flashen
        vielleicht könnte man damit auch die Spiele Leistung raus kitzeln und nicht nur mehr Leistung in Blender.
        Auch wenn man damit vielleicht nur die RT Cores freischaltet, hätte man mehr ray tracing performance
        Den Versuch kannst du dir sparen, oder hast du schon was von einer 2070 Super gehört die man zu einer 2080 flashen konnte? Nvidia beschneidet die GPUs per Laser. Da ist absolut gar nichts zu machen.

        Gesendet von iPhone mit Tapatalk
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von FanboyOfMySelf
        schade das gamernexus nicht versucht hat ein 2080 BIOS auf die Karte zu flashen
        vielleicht könnte man damit auch die Spiele Leistung raus kitzeln und nicht nur mehr Leistung in Blender.
        Auch wenn man damit vielleicht nur die RT Cores freischaltet, hätte man mehr ray tracing performance
        Den Versuch kannst du dir sparen, oder hast du schon was von einer 2070 Super gehört die man zu einer 2080 flashen konnte? Nvidia beschneidet die GPUs per Laser. Da ist absolut gar nichts zu machen.

        Gesendet von iPhone mit Tapatalk
      • Von Casurin BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von yingtao
        Die RT Cores machen aber nicht die eigentliche RT Berechnung, sondern beschleunigen diese nur in gewissem Maße.
        Semantik. Die RT-Cores berechnen die Strahlen vollständig, die Shader entscheiden dann was mit den fertig berechneten Strahlen geschieht - zB neue Strahlen aussenden oder die Daten verwerten. Und genau der Teil des Schnittstellen-suchens ist logisch einfach aber Rechenaufwendig.
        Die RT-Cores selbst sind auch bei einer RTX 2080 Ti ein limitierender Faktor - je nach implementierung.
        Leider wird bei den AAA-Titeln das Raytracing an sich auf einen sehr kurzen intervall beschränkt - nur für den Bruchteil eines Frames laufen sie, dort aber ins Powerlimit. Ist so natürlich deutlich einfacher zu programmieren, nebenbei und langsamer laufen lassen wäre aber energietechnisch effizienter, was insgesamt eine höhere Leistung ermöglichen würde.
      • Von empy Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wuchzael
        Das wird dann die 2060 KO Super
        Warum nicht Super KO?

        Zitat von Khabarak
        Es ist nicht das erste Mal, dass man die ganz dicken Nvidia Chips in deutlich günstigeren Produkten sieht.
        Ja, bei der GTX 560 Ti 448 z.B. AMD hat das aber auch schon gemacht. War die 5830 nicht auch so eine Karte? Wenn sich das ergibt, spricht ja auch nichts dagegen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von 4B11T
        nene, ich glaube er hat schon recht. So einfach ist das mit "Teildefekt" nicht, die "vielen" Fehler müssten in gemeinsam deaktvierbaren Arrays liegen. Das es für eine 2070 nicht mehr reicht, aber für eine 2060 noch reicht, halte ich für fast unmöglich. Bei so einer erheblichen Defektrate von RT Cores oder was auch immer, ist der gesamte Chip Schrott. Es geht hier ja nicht um CPUs, in denen (in sich abgeschlossene) Kerne komplett deaktiviert werden können. Die Cores in einer GPU sind viel komplexer angeordnet und verknüpft.

        Zu testen, die Fehler zu lokalisieren und zu "deaktivieren" wäre viel zu aufwendig und zu teuer. Man würde den ohnehin schon sehr teuren Chip durch noch teurere Nachbehandlung gänzlich unprofitabel machen.

        Ich denke auch, dass hier an sich einwandfreie Überproduktion aus der Oberklasse in der deutlich absatzstärkeren Mittelklasse verwurstet wird.
        Getestet werden müssen die Chips sowieso und auch die einzelnen Funktionseinheiten einer GPU lassen sich getrennt deaktivieren. Was aber stimmt: Um 1/3 des Chips lahmzulegen müssen entweder einige sehr kleine, zentrale Steuerungsbereiche defekt sein oder gleich eine ganze Reihe von Fehlern über den Chip verteilt vorliegen. Beides ist eher unwahrscheinlich, zumal Nvidia mit einem sehr ausgereiften Fertigungsprozess arbeitet, und es gäbe eine ganze Reihe höherpreisiger Modellreihen, in denen man TU 104 mit geringen Schäden verwerten könnte.

        Also hat Nvidia entweder deutlich mehr gute TU 104 auf Lager, als sie bis zur Einführung der 3000er als RTX 2070S/2080/2080S abverkaufen können oder sie haben in den letzten 18 Monaten einen Haufen Ausschuss angesammelt, der jetzt weg soll. Ersteres halte ich für unwahrscheinlich; die RTX 2070 Super ist schließlich schon ein Reaktion auf die Konkurrenz, um in einem umkämpften Markt besser dazustehen. Eine kleine Preissenkung in dieser Klasse würde den Abverkauf von TU 104 deutlich beschleunigen und AMD unter Druck setzen – Win Win für Nvidia. Aber auch der zweite Erklärungsansatz spricht für eine baldige Ablöse der aktuellen Modelle: Normalerweise wird der Ausschuss gesammelt, bis man genug Exemplare für ein eigenes, auf die spezifischen Möglichkeiten optimiertes Modell hat. So kam es zum Beispiel zur GTX 660 Ti und auch diesmal wäre ein 256-Bit-Salavage-Produkt eine saubere Breitseite auf AMD gewesen. Nvidia hat aber offensichtlich nicht genug teildefekte TU 104, um eine weitere Karte zu rechtfertigen. Und sie können bereits absehen, dass sie auch nicht mehr genug zusammenbekommen. Da der Abverkauf einer kleinen Charge recht schnell über die Bühne geht, spricht die Existenz dieser Karten in meinen Augen dafür, dass die Produktion des TU 104 bereits eingestellt wurde.
      • Von Khabarak Volt-Modder(in)
        Zitat von DKK007
        Worin genau unterschieden sich denn die beiden Chips wäre nun interessant.
        Die offensichtlichsten Punkte sollten die freigeschalteten SMs und der beschnittene Speicherbus sein.
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