Schaden am GPU-Kühler: Der8auer zeigt, was Flüssigmetall auf Aluminium anrichten kann

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Flüssigmetall beschädigt die Aluminiumstruktur.
Quelle: der8auer

In einem neuen Video auf dem Kanal des Youtubers der8auer befreit dieser eine ihm zugesendete Geforce RTX 2060 von einer Beschädigung des Aluminium-Kühlers, die durch den Kontakt mit Flüssigmetall zustande gekommen ist. Der Fan, der ihm die Karte zuschickte, klagte über zu hohe Temperaturen beim Betrieb.

Interessantes gibt es derweil beim Youtuber der8auer zu beobachten. In einem aktuelleren Video auf seinem Kanal hat der8auer eine Geforce RTX 2060 von einem Fan zugeschickt bekommen, der sich über zu hohe Temperaturen beim Gebrauch beklagte. So sollen unter Last 100 Grad Celsius erreicht worden sein, was die Grafikkarte dazu veranlasst habe, herunter zu takten. Der8auer hat sich die Problemkarte also ganz genau angesehen und festgestellt, dass auf die GPU Flüssigmetall auf Galliumbasis aufgetragen worden ist. Dies richtete bei der GPU weniger Schaden an - dank rotem Schutzlack und nur leicht verlaufenem Flüssigmetall - als beim Kühler, denn dieser besteht aus Aluminium, was in diesem Fall äußerst problematisch ist.

Korngrenzdiffusion mit dem Einsatz der CNC-Fräse aufgelöst

Der8auer erklärt, dass es beim Kontakt zwischen Gallium und Aluminium zu einer Korngrenzdiffusion kommt. Dabei reiche sich das Gallium zwischen zwei Körnern innerhalb der Aluminiumgitterstruktur an, was Risse hervorrufe und die Struktur beschädige. Außerdem sorge das Gallium beim Aluminium dafür, dass die sehr kleinen Körner in der Aluminiumstruktur teilweise bis zu drei Millimeter groß werden (Rekristallisierung), was auch einen deutlich sichtbaren Effekt hat, wie ein Video von Thermaltake anschaulich zeigt.

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Die GPU ließ sich mit Aceton und Isopropanol verhältnismäßig leicht reinigen, für den beschädigten Kühler hingegen musste der8auer andere Geschütze auffahren. Hierbei reichte eine einfache Politur nicht aus, weshalb der8auer den Kühler der RTX 2060 in die CNC-Fräse gespannt hat, um so die Gallium-Aluminium-Korrosion wegzufräsen. Um der dadurch modifizierten Höhe des GPU-Kühlers gerecht zu werden, brachte der8auer neue Wärmeleitpads auf den Speicherbausteinen und den Spannungswandlern mit den richtigen Maßen an sowie neue Wärmeleitpaste auf die GPU - diesmal ohne eine Spur von Flüssigmetall.

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Im darauffolgenden Test erreichte die Grafikkarte schließlich keine derart hohen Temperaturen mehr, wie dies noch mit angegriffenem Kühler der Fall gewesen ist. Der8auer weist zudem noch darauf hin, dass der Aluminium-Kühler wohl vernickelt gewesen sein muss, da ansonsten der Schaden bei Kontakt mit dem Flüssigmetall deutlich schlimmer ausgefallen wäre und auch die Reparatur in der Folge umso kniffliger.

Quelle: der8auer auf Youtube

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    • Kommentare (42)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von IICARUS
        Er wird sichtlich die WLP nicht mit dem Finger auftragen. Habe mir auch schonmal die Finger etwas verschmiert, weil ich versehentlich beim Reinigen oder auftragen an die WLP dran gekommen bin.
      • Von IICARUS
        Er wird sichtlich die WLP nicht mit dem Finger auftragen. Habe mir auch schonmal die Finger etwas verschmiert, weil ich versehentlich beim Reinigen oder auftragen an die WLP dran gekommen bin.
      • Von Gast1748380205
        Zitat von PCGH_Daniel_W
        Generell kann es nicht schaden, beim Auftragen von Wärmeleitpaste Einmalhandschuhe zu verwenden, damit die Substanzen nicht über die Haut aufgenommen und von der Leber "verarbeitet" werden müssen wie eine Hautcreme. Ich weiß gar nicht wie oft ich schon mühsam versuchen musste, Wärmeleitpaste von den Fingern beim Händewaschen wegzubekommen, das wäre mit Einmalhandschuhen vermeidbar gewesen.
        Plastikeisspatel aus der Eisdiele verwenden.
      • Von max310kc Freizeitschrauber(in)
        Deswegen hieß das Zeug auch im Familienbetrieb immer "Verfolgungspaste".
      • Von PCGH_Daniel_W Software-Overclocker(in)
        Generell kann es nicht schaden, beim Auftragen von Wärmeleitpaste Einmalhandschuhe zu verwenden, damit die Substanzen nicht über die Haut aufgenommen und von der Leber "verarbeitet" werden müssen wie eine Hautcreme. Ich weiß gar nicht wie oft ich schon mühsam versuchen musste, Wärmeleitpaste von den Fingern beim Händewaschen wegzubekommen, das wäre mit Einmalhandschuhen vermeidbar gewesen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Pokerclock
        Anbei die Sicherheitsdatenblätter für die TG Conductonaut. Der TG-Service hat die mir auf Anfrage innerhalb von 24h zur Verfügung stellen können. Leider sind diese nicht direkt auf der Webseite herunterzuladen.

        Äußerst interessant was da drin steht und ich bezweifle sehr, dass die Anwender mit Schutzbrille und Handschuhe wie empfohlen hantieren.

        Und wie zu erwarten ist es wegen seinen korrosiven Eigenschaften gegenüber Metallen mit einem Gefahrenhinweis versehen.
        Ich weiß nicht, wie vertraut du mit Sicherheitsdatenblättern hast. Aber es wird sehr schwer eins zu finden, dass nicht auf Handschuhe und Schutzbrille verweist. Z.B. der vor dem Auftragen von Wärmeleitpaste beliebte Einsatz von Isopropanol oder gar Aceton verlangt in der Regel (solche Datenblätter werden von Anbietern zusammengestellt) genau die gleiche Schutzkleidung.

        Zusätzlich zu diesen paar P-Hinweisen hast du da dann auch noch drei R-Sätze und drei H-Einstufungen zum Thema Schläfrigkeit/Benommenheit, leicht entzündbar und schwere Augenreizungen. Dementsprechend explizite Verhaltensregeln, Auflagen zur Lüftung, Entzündungsvorbeugung und Brandschutz bei Lagerung und Einsatz, zu überwachende toxikologischer Parameter nebst entsprechender Liste lethaler Dosen, etc.. Und wenn du ins Detail gehst, wird aus "Schutzhandschuhen" dann auf einmal spezifisch "chemikalienbeständig EN374" (Durchdringungszeit beachten und entsprechend regelmäßig austauschen!) und ans andere der Extremitäten "chemikalienbeständige Sicherheitsschuhe oder -stiefel", die Schutzbrille muss "dichtsitzend" seind und wenn "gute Raumbelüftung" oder ein Abzug nicht gegeben sind, erübrigt sie sich vermutlich sowieso, weil du einen Atemschutz mit Filter A-P1 tragen sollst.

        Und das ist noch simpler Reinigunsalkohol, guck dir besser nicht an was z.B. bei den gewässergefährdenden Zusätzen für Wasserkühlungen so alles zu beachten ist. Da fragt man sich wie die überhaupt kommerziell verbaut werden müssen, denn außerhalb des privaten Raums sollte man gut begründen können, warum man nicht alle Auflagen/Vorschläge perfekt umsetzt. Sonst steht man mit einem Bein im Knast und mit dem anderen im Armenhaus, sobald sich ein Mitarbeiter auch nur den Hauch eines körperlichen Schadens zuzieht.

        Ist Flüssigmetall deswegen Kinderspielzeug? Nein. Steht ja auch so im Sicherheitsdatenblatt. Insbesonder wer aus Alu besteht oder sich regelmäßig alles in Augen und Mund steckt, muss aufpassen. Aber verglichen mit vielen anderen Substanzen, mit denen Bastler tagtäglich sorglos hantieren, ist eine Substanz mit der Einstufung "Wenn die üblichen Regeln der Arbeitshygiene eingehalten werden, besteht kein signifikantes Risiko beim Umgang mit den Produkt.", der Gefahr "Wiederholter Kontakt kann zu spröder oder rissiger Haut führen." und der Notfallplanung "Keine besonderen Erste-Hilfe Maßnahmen erforderlich.", sicherlich nicht die bedenklichste. Mit großem Abstand gefährlicher (aber auch praktisch) sind auf alle Fälle die Spritzen mit Kanüle, in denen Coolaboratory und Alphacool ihre Variationen verkaufen/verkauft haben.
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