Geforce GTX 1070 Ti im Test: Benchmarks und Fazit
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Geforce GTX 1070 Ti im Test: Benchmarks und Fazit

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Nvidia Geforce GTX 1070 Ti im Test: Spiele-Leistung

Wie schlägt sich Nvidias Geforce GTX 1070 Ti in Spielen? Einen Einblick wollen wir Ihnen in diesem Online-Artikel bieten, die komplette Berichterstattung samt weiterer ausführlicher Tests, weiteren Vergleichs- und Overclocking-Resultaten, Lautheits- und Verbrauchsmessungen aller vorliegenden Designs finden Sie in der kommenden PCGH-Ausgabe 01/2018. An dieser Stelle können Sie die GTX 1070, GTX 1080, die Radeon RX Vega 64, RX Vega 56 sowie weitere Vergleichskarten dazuwählen sowie neben Ultra HD auch die 1440p-Auflösung anzeigen lassen. Weitere Details zu den dynamischen Benchmarks erläutern wir auch im Video.

Nvidia nennt einen mittleren GPU-Boost von 1.683 MHz für die Geforce GTX 1070 Ti Founder's Edition - wie bei der GTX 1070 auch. Dementsprechend testen wir die neue Nvidia-Grafikkarte, genau wie die Geschwister auch. Da immer wieder Stimmen laut werden, welche die offiziellen Nvidia-Angaben zu den GPU-Frequenzen in Frage stellen, möchten wir dazu noch ein paar Worte verlieren. PCGH-Tests über viele Monate haben ergeben, dass die Angabe des typischen Boosts durchaus valide anmutet. Die uns vorliegenden Referenzkarten bewegen sich bei anhaltender Last stets im Dunstkreis ihrer als typisch benannten Frequenzen. Dabei sind einige Punkte beachtenswert. Erstens interessiert beim Test einer Referenzkarte nur, was diese ohne Nutzereingriff leistet. Der Wechsel des Kühlers, das Anheben des Powerlimits oder das Verstärken der Belüftung entspricht nicht dem Werkszustand. Diese Optionen bestehen und jede Geforce kann durch die genannten Eingriffe optional schneller arbeiten als mit automatischer Regelung.

Je nach Spiel und Einstellungen kann der Boost einer Referenzkarte höher oder niedriger ausfallen als von Nvidia angegeben. Nimmt man sehr viele Proben, ist der typische Boost als Mittelwert plausibel.Üblicherweise fallen die Boosts im kalten Zustand und bei geringer Last deutlich höher aus als von Nvidia angegeben. Wer eine Grafikkarte wie die GTX 1070 Ti in dem für sie erdachten Einsatzgebiet rund um ein WQHD-Display verwendet, wird feststellen, dass die Frequenzen nach einiger Zeit des Spielens deutlich sinken. Unter Dauerlast sorgt die Telemetrie für eine Balance aus Temperatur und Strömen, um einereits Überhitzung zu vermeiden und andererseits innerhalb des abgesteckten Energieumschlags zu bleiben. Je nach Spiel und Einstellungen kann der Boost einer Founder's Edition respektive üblichen Referenzkarte höher oder niedriger ausfallen als von Nvidia angegeben. Nimmt man sehr viele Proben (Spiele/Anwendungen/Umgebungstemperaturen/Belüftungskonzepte), ist der typische Boost als Mittelwert plausibel.

Was niemand außerhalb der Nvidia-Labore nachprüfen kann, ist ein weiterer Faktor, den Nvidia in die Angabe des typischen Boosts einfließen lässt: schwankende Qualität der Bauteile. Was im Volksmund mittlerweile "GPU-Lotto" genannt wird, hat Auswirkungen auf die erreichten Boosts; scheinbar gleiche Modelle erreichen unterschiedliche Frequenzen. Das liegt in der Regel an unterschiedlichen elektrischen Eigenschaften rund um Leckströme, welche die Taktraten und Spannungen beeinflussen. Doch auch Abweichungen beim maschinellen Auftragen der Wärmeleitpaste können für Unterschiede sorgen. Am Ende hat man zehn Karten mit bis zu 50 MHz unterschiedlichen Boosts - und der "typische" liegt irgendwo in der Mitte.

Die Partnerdesigns verfügen indes über stärkere Kühler, welche das Temperaturlimit aus der Rechnung nehmen und somit höhere Boosts erreichen. Welche Leistung sich dadurch ergibt, klären wir im Anschluss an die regulären Benchmarks. Letztere bestehen aus dem PCGH-Leistungsindex, welchen wir Ihnen hier auszugsweise zeigen, sowie einigen weiteren Tests. Beginnen wir mit den Index-Benchmarks:

Sie haben es vermutlich erwartet: Die Geforce GTX 1070 Ti platziert sich stets vor der GTX 1070 und immer hinter der GTX 1080, was perfekt zur eingangs ausgebreiteten Rohleistung passt. Man könnte auch sagen, dass die GTX 1070 Ti Founder's Edition in etwa so schnell ist wie hochgezüchtete Partnerdesigns der GTX 1070 (Non-Ti).

Im Vergleich mit der Radeon RX Vega 56 macht die GTX 1070 Ti eine gute Figur, in den meisten Fällen wird das AMD-Produkt geschlagen. Stattdessen duelliert sich die GTX 1070 Ti mit der RX Vega 64, geht dabei jedoch im Mittel als Verlierer aus dem Ring. Füttert man den PCGH-Leistungsindex mit den gewonnenen Daten, ergeben sich die folgenden Gesamt-Indizes (Titan Xp als 100-Prozent-Messlatte):

Geforce GTX 1080 FE: 80,1
Radeon RX Vega 64 LCE: 79,8
Radeon RX Vega 64 Air: 74,4
[COLOR=textColor6]Geforce GTX 1070 Ti FE: 72,7
Radeon RX Vega 56: 65,4
Geforce GTX 1070 FE: 65,3

Nvidia Geforce GTX 1070 Ti im Test: Spezialbenchmarks

Als Oberklasse-Grafikkarte muss sich die Geforce GTX 1070 Ti jeder anspruchsvollen Aufgabe stellen. Dazu zählen selbstverständlich auch neue Spiele mit besonders hohen Anforderungen. Viele Spiele des Jahres 2017 haben sich zu den Standardtests im Rahmen des PCGH-Index gesellt, um den Leistungshorizont zu erweitern. Eine Auswahl finden Sie im Folgenden.

Nvidia Geforce GTX 1070 Ti im Test: Partnerdesigns und Overclocking

Wie erwähnt, arbeiten alle Ti-Partnerdesigns mit den gleichen Parametern im BIOS. Den Basistakt von 1.607 MHz gibt's bei allen Modellen mindestens, das Energiebudget beträgt stets 180 Watt. Der unter Last gehaltene Boost ist hingegen vom Design und etwas Glück beim "GPU-Lotto" abhängig. Diese Modelle haben das PCGH-Testlabor bisher erreicht und erste Tests absolviert:

- Asus Geforce GTX 1070 Ti Strix Advanced
- MSI Geforce GTX 1070 Gaming 8G
- Palit GTX 1070 Ti Super Jetstream
- Zotac Geforce GTX 1070 Ti AMP! Extreme

Bei keiner der Karten handelt es sich um ein Einsteigerdesign, sondern um starke bis sehr starke Designs. Dennoch zeigen sie einen guten Querschnitt des Vorgehens: Zwei Hersteller verzichten auf OC-Profile in ihren Tuning-Tools (MSI & Palit), die anderen (Asus & Zotac) werben damit. Hinzu kommt, dass Nvidia aus der Not eine Tugend macht und die Geforce GTX 1070 Ti als Übertaktungsmonster anpreist. Welche Auswirkungen die Taktraten haben, zeigt der folgende Benchmark von Wolfenstein 2 in Ultra-HD-Auflösung. Die Asus Advanced und Zotac AMP! Extreme laufen dabei mit den von ihren Herstellern angebotenen OC-Profilen, welche sowohl einen Takt-Offset als auch ein erhöhtes Powerlimit einstellen:

Erwartungsgemäß haben die Asus GTX 1070 Ti Strix Advanced und Zotac AMP! Extreme Vorteile durch ihre OC-Einstellungen, vor allem das Zotac-Modell ist rasend schnell, da es auf rund 2 GHz boostet (Asus: gute 1,9 GHz). Die MSI GTX 1070 Ti Gaming 8G und die Palit Super Jetstream können nicht auf ein Takt-Offset zurückgreifen und boosten daher geringer. Palit schlägt sich im Duell etwas besser, der Boost beträgt konstant 1.873 MHz, während die MSI-Karte teilweise unter 1.800 MHz fällt und entsprechend etwas geringere Bildraten erzielt. Was das absolute Overclocking angeht, verhalten sich die PCGH vorliegenden Karten sehr ähnlich. Rund 2.100 MHz Kerntakt stecken in jedem Muster, beim Speicher ist zwischen 4.600 und 4.700 MHz Schluss. Somit bleibt die Speichertransferrate auch beim manuellen Übertakten ein Limitfaktor bei der GTX 1070 Ti.

Wer eine Übersicht der angekündigten und verfügbaren Herstellerdesigns sucht, der wird hier fündig: Geforce GTX 1070 Ti: Custom-Designs in der Herstellerübersicht - Taktraten, Kühlung, Powerlimit. Außerdem finden Sie weitere Benchmarks der GTX 1070 Ti in den folgenden Techniktests zu neuen Spielen:

- Wolfenstein 2
- Assassin's Creed Origins
- Call of Duty WW2

Nvidia Geforce GTX 1070 Ti im Test: Fazit

Die Geforce GTX 1070 Ti platziert sich in der Referenzversion (Founder's Edition) genau dort, wo man sie anhand ihres Namens erwartet: zwischen der GTX 1070 und GTX 1080. Nvidias Entscheidung, seinen Partnern die werkseitige Übertaktung ihrer Eigendesigns zu untersagen, wirkt zunächst befremdlich, ergibt angesichts der vorliegenden Benchmarkwerte jedoch Sinn - eine GTX 1070 Ti mit moderater Übertaktung wird einer GTX 1080 Founder's Edition definitiv gefährlich. Energieeffizienz und Preisleistungsverhältnis sind bei allen genannten Karten vergleichbar, für welche der drei GP104-Schwestern Sie sich entscheiden, ist somit vollständig budgetabhängig.

Bildergalerie


Geforce GTX 1070 Ti oder Radeon RX Vega 56? In diesem Duell zieht AMD fast immer den Kürzeren. Die GTX 1070 Ti ist mit weniger Energie zufrieden, leiser, im Mittel ein paar Prozente schneller und somit ein guter Spielpartner für ein G-Sync-Display. Die RX Vega 56 ist zwar nur unfühlbar langsamer, verbraucht jedoch rund 40 Watt mehr Strom und ist nach wie vor nur in der 4,9 Sone lauten Referenzversion erhältlich. Wer einen Freesync-Monitor besitzt und vor manuellem Undervolting nicht zurückschreckt, der kann mit der zeitweise für 399 Euro erhältlichen AMD-Karte jedoch viel Spaß haben. Im preislichen Kontext der GTX 1070 Ti ist weiterhin die RX Vega 64 interessant. Sie ist im Mittel etwas schneller als die GTX 1070 Ti und somit auf Augenhöhe zu Ti-Partnerdesigns mit starker Kühlung, weist jedoch eine schwächere Energieeffizienz und ebenfalls den Mangel an Partnerdesigns auf.

Die unverbindliche Preisempfehlung der Geforce GTX 1070 Ti liegt bei 469 Euro. Das gilt sowohl für Nvidias hauseigene Founder's Edition (FE) als auch für die Custom-Designs der Boardpartner, wobei die aufwändigeren Varianten erfahrungsgemäß etwas mehr kosten. Für Nvidia ergibt das Preisgefüge durchaus Sinn, denn eine GTX 1070 FE kostet 429 Euro, die GTX 1080 FE 599 Euro. Im Handel sieht die Situation jedoch anders aus: Während ein Custom-Design einer GTX 1070 bei 400 Euro beginnt, gibt es die günstigsten GTX 1080 schon für 480 Euro. Der neuesten Geforce-Grafikkarte bleibt damit nicht viel Luft zum Atmen - für Spieler könnte der große Bruder für einen geringen Aufpreis schnell das attraktivere Angebot sein. Aufrüstwillige sollten die Preisentwicklung im Auge behalten, bei der sich in den kommenden Tagen und Wochen so manches Schnäppchen ergeben könnte. Bereits jetzt sind erste Ti-Varianten ab 459 Euro im Handel.

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    • Kommentare (167)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Geforce GTX 1070 Ti im Test: Mut zur Lücke - mit Erfolg?

        Zitat von h4ckneyed
        Du Kunde solltest dir in diesem Fall ein komplett System kaufen was von Leuten zusammengebaut wurde die Ahnung haben.
        Dafür hast du dich extra angemeldet?
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Geforce GTX 1070 Ti im Test: Mut zur Lücke - mit Erfolg?

        Zitat von h4ckneyed
        Du Kunde solltest dir in diesem Fall ein komplett System kaufen was von Leuten zusammengebaut wurde die Ahnung haben.
        Dafür hast du dich extra angemeldet?
      • Von Gelöschtes Mitglied 23535
        AW: Geforce GTX 1070 Ti im Test: Mut zur Lücke - mit Erfolg?

        Die 1070Ti ist aufgrund Ihres geringen Strombedarfes, eine sehr, sehr gute Karte für den Equihash Algorithmus.
        Ich bin Hobbyminer seit dem Februar 2013. Mimimi kann man bei der Freundin machen, oder bei Mami. Aber bitte nicht wegen Pc´s^^
        Diese werden die Jahre über, immens teuer werden. Das hat vielerlei Gründe. Einer ist das Mining, ein viel größerer ist das immer weniger Menschen PCs kaufen, geschweige denn für mehr als ein paar Minuten Aktion beim Zocken so viel Leistung brauchen. Ich hoffe man versteht das einfach ein wenig Weitsichtigkeit wichtig wird. Gerade wenn man leidenschaftlicher Zocker und Bastler ist, sollten wir doch wissen wohin die Reise geht?! Ich denke die Sache wird, wie man bereits früher erwähnte,irgendwann zu heiß werden.
      • Von h4ckneyed Schraubenverwechsler(in)
        AW: Geforce GTX 1070 Ti im Test: Mut zur Lücke - mit Erfolg?

        Zitat von JoM79
        Vergleichst du echt ne optimierte Karte mit nem Test out of the box?
        Du hast deine Amp so optimiert, dass die Probleme die sie hat umgangen werden.
        Ich als Kunde erwarte aber eine gute Karte out of the box.
        Du Kunde solltest dir in diesem Fall ein komplett System kaufen was von Leuten zusammengebaut wurde die Ahnung haben.
      • Von reddevil66693
        AW: Geforce GTX 1070 Ti im Test: Mut zur Lücke - mit Erfolg?

        Hab mich jetzt ehr für die Msi Version entschieden kostet nen 10 ner mehr aber besserer Kühler.
      • Von Chris-W201-Fan Lötkolbengott/-göttin
        AW: Geforce GTX 1070 Ti im Test: Mut zur Lücke - mit Erfolg?

        Auf ner 1060 ist der Kühler gut, auf der 1070Ti wird er hörbar sein.
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