Geforce GTX 1070 im Rückblick: Titan-X-Leistung für 499 Euro
Vor zehn Jahren, am 31. Mai 2016, veröffentlichte PCGH den Test der Nvidia Geforce GTX 1070: Die Pascal-Grafikkarte erreichte Titan-X-Niveau für einen Preis von 499 Euro. Der Rückblick auf einen GP104-Klassiker.
Wer noch eine Nvidia Geforce GTX 1070 im Rechner oder in der Schublade hat, dürfte sich angesprochen fühlen: Die Pascal-Grafikkarte zählt zu den Modellen, an die sich PCGH-Leser besonders gern erinnern. Zum zehnten Jahrestag blicken wir deshalb gemeinsam auf unseren damaligen PCGH-Test der GTX 1070 zurück. Damals sahen 499 Euro entsprechend nach einem GPU-Schnäppchen aus und das waren sie auch.
Geforce GTX 1070: Pascal-Klassiker mit Titan-X-Niveau
Nvidia hatte die Geforce GTX 1070 am 10. Juni 2016 in den Handel gebracht, zwei Wochen nach dem Pascal-Flaggschiff Geforce GTX 1080. Beide Grafikkarten teilen sich denselben Grafikchip, die Pascal-GPU (GP104), gefertigt beim taiwanesischen Auftragsfertiger TSMC im 16-nm-FinFET-Verfahren. Für die Geforce GTX 1070 deaktivierte Nvidia einen der fünf Cluster, womit 1.920 der 2.560 ALUs vom Vollausbau des schnellen GP104-Grafikprozessors übrig blieben.
Quelle: Nvidia
Die technischen Spezifikationen der Geforce GTX 1070 mit GP104 (Pascal) aus dem Jahr 2016.
Geforce GTX 1070 im Test: Titan-X-Leistung für 499 Euro
Die Geforce GTX 1070 holte sich im PCGH-Test von 2016 die Note 1,6 und lag in Spielen auf Augenhöhe mit der Geforce GTX Titan X, die seinerzeit rund 1.150 Euro kostete. Getestet wurde die Founders Edition mit praxisnahen Messungen in Full HD, WQHD und Ultra HD. Die Geforce RTX 1070 trat unter anderem gegen die Titan X und die Geforce GTX 980 Ti an und setzte sich in den meisten Titeln knapp vor das alte Maxwell-Topmodell. Bemerkenswert war die Effizienz: Statt der 250 Watt einer energiehungrigen Titan X genügten der Geforce GTX 1070 rund 150 Watt.
GP104 und Pascal: Die Technik der Geforce GTX 1070
Der GP104-Grafikprozessor der Geforce GTX 1070 brachte 7,2 Milliarden Transistoren mit und markierte den Sprung von Maxwell mit 28 nm auf Pascal mit 16 nm. Von den 20 Streaming-Multiprozessoren (SMs) des Vollausbaus blieben bei der GTX 1070 derer 15 aktiv, was 1.920 Shader-Einheiten, 120 TMUs und 64 ROPs ergab.
| Modell | Geforce GTX 1080 | Geforce GTX 1070 | Geforce GTX Titan X | Geforce GTX 980 Ti | Geforce GTX 980 |
|---|---|---|---|---|---|
| Codename | GP104-400 | GP104-300 | GM200-400 | GM200-310 | GM204 |
| DX-12-Feature-Level | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_1 |
| Chipgröße (reiner Die) | 314 mm² | 314 mm² | 601 mm² | 601 mm² | 398 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 7.200 | 7.200 | 8.000 | 8.000 | 5.200 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 2.560/20/160 | 1.920/15/120 | 3.072/24/192 | 2.816/22/176 | 2.048/16/128 |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 64 | 64 | 96 | 96 | 64 |
| GPU-Basistakt (Megahertz) | 1.607 | 1.506 | 1.002 | 1.002 | 1.126 |
| GPU-Boost-Takt (Megahertz) | 1.733 | 1.683 | 1.075 | 1.075 | 1.216 |
| Rechenleistung SP/DP (Mrd./s)* | 8.873/277 | 6.463/202 | 6.605/206 | 6.054/189 | 4.981/156 |
| Durchsatz Pixel/Texel (Mrd./s)* | 110,9/277,3 | 101,0/202,0 | 103,2/206,4 | 94,6/189,2 | 77,8/155,6 |
| Speicheranbindung (Bit) | 256 | 256 | 384 | 384 | 256 |
| Geschw. Grafikspeicher (GT/s) | 10,0 | 8,0 | 7,0 | 7,0 | 7,0 |
| Speicherübertragung (GB/s) | 320 | 256 | 336,6 | 336,6 | 224,4 |
| Übliche Speichermenge (MiB) | 8.192 | 8.192 | 12.288 | 6.144 | 4.096 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 1 x 8-polig | 1 x 8-polig | je 1 x 6-/8-polig | je 1 x 6-/8-polig | 2 x 6-polig |
| Typische Leistungsaufnahme | 180 Watt | 150 Watt | 250 Watt | 250 Watt | 165 Watt |
Beim Speicher sparte Nvidia gegenüber der GTX 1080: Statt des schnelleren GDDR5X kam regulärer GDDR5 zum Einsatz, 8 GiB an einem 256 Bit breiten Speicher-Interface mit 256 GB/s. Der Basistakt lag bei 1.506 MHz, mittels GPU-Boost waren 1.683 MHz und mehr drin. Die niedrigere Strukturbreite erlaubte höhere Frequenzen bei deutlich geringerer Leistungsaufnahme: der eigentliche Hebel, mit dem die GTX 1070 als Mittelklasse-Grafikkarte die alten Flaggschiffe letztlich einholen konnte.
Geforce GTX 1070 heute: Treiber-Support und Pascal-Erbe
Für die Geforce GTX 1070 liefert Nvidia seit Oktober 2025 keine Game-Ready-Treiber mehr, sondern nur noch quartalsweise Sicherheitsupdates. Mit dem Wechsel auf die neue RTX-Generation und die Turing-Architektur verlor Pascal allmählich den Anschluss; trotzdem hielten sich die GTX 1070, GTX 1060 und GTX 1080 Ti über mehrere Jahre ganz weit oben in der Gunst der Spieler und den Steam-Charts.
Den Schlussstrich zog Nvidia indes im Sommer 2025, um Ressourcen auf die KI- und Raytracing-lastigen Architekturen zu verlagern. Der letzte echte Game-Ready-Treiber erschien im Oktober 2025, zeitgleich mit dem Support-Ende für Windows 10: Für Besitzer einer GTX 1070 in Deutschland bedeutet das, dass neue Spiele zwar uneingeschränkt laufen, offizielle Optimierungen aber ausbleiben. Sicherheitsrelevante Patches sind bis 2028 angekündigt.
Wer noch einmal in Erinnerungen an die Geforce RTX 1070 schwelgen möchte, dem sei der ausführliche PCGH-Test vom 31. Mai 2016 ans Herz gelegt.
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Quelle: PCGH

Danach kam die RTX 2080 Ti.
Wer sie sich für die UVP oder etwas darüber gekauft hat, ist absolut gut duurch den MIningboom gekommen. Wer Kasse machen wollte, der konnte sie zwischen drin fü 3900€ verkaufen und hat über 2000€ gewinn gemacht. Am Ende der Generation gab es die Karte für 950€. Für die RTX 4070Ti aka 4080 12GB, durfte man dann für die Leistung mehr hinblättern, zwar mit FG, dafür nur halb soviel VRAM. Auch heute zahlt man für die Leistung, bei der RTX 5070, knapp 600€ und das gut 6 Jahre später, bei halben VRAM.
Rückblickend wäre die beste Entscheidung für mich gewesen: Am Anfang RTX 3090, mit der EVGA 10 Jahresgarantie, kaufen und glücklich werden, statt auf die RTX 3080 20GB zu warten, die nie kam.
Preistechnisch hat sich nicht viel getan in der Klasse, nur dass nvidia die Karten immer mehr beschnitten hat.
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Die Geforce GTX 1070 holte sich im PCGH-Test von 2016 die Note 1,6 und lag in Spielen auf Augenhöhe mit der Geforce GTX Titan X, die seinerzeit rund 1.150 Euro kostete. Getestet wurde die Founders Edition mit praxisnahen Messungen in Full HD, WQHD und Ultra HD. Die Geforce RTX 1070 trat unter anderem gegen die Titan X und die Geforce GTX 980 Ti an und setzte sich in den meisten Titeln knapp vor das alte Maxwell-Topmodell. Bemerkenswert war die Effizienz: Statt der 250 Watt einer energiehungrigen Titan X genügten der Geforce GTX 1070 rund 150 Watt
Den Schlussstrich zog Nvidia indes im Sommer 2025, um Ressourcen auf die KI- und Raytracing-lastigen Architekturen zu verlagern. Der letzte echte Game-Ready-Treiber erschien im Oktober 2025, zeitgleich mit dem Support-Ende für Windows 10: Für Besitzer einer GTX 1070 in Deutschland bedeutet das, dass neue Spiele zwar uneingeschränkt laufen, offizielle Optimierungen aber ausbleiben.
Allerdings schließe ich mich an, dass der Preissprung damals auf 500€ schon ordentlich war. Heutzutage kostet eine 70er 600€, was inflationsbereinigt (rund 10 Jahre später) schon noch okay ist. Aber die 70er Karten sind auch leider nicht annähernd mehr auf dem Niveau der ehemaligen Topmodelle, wo man merkt, dass die Sprünge einfach kleiner geworden sind. Das war schon krass, wie gut die 1070 mit der 980ti (ohne OC) konkurrieren konnte, mehr VRAM hatte und das bei einem deutlich geringeren Verbrauch.
Preistechnisch hat sich nicht viel getan in der Klasse, nur dass nvidia die Karten immer mehr beschnitten hat.
Die 1070 war schneller als die GTX980Ti. Seit dem verschiebt sich das Verhältnis immer mehr zu Ungunsten jeder neuen 70er. Die 5070 ist nunmehr schon deutlich langsamer als die 4080.
Man konnte / kann mit einem Auge sehen, wie die 70er im Vergleich zu den Spitzenmodellen der Vorgänger oder auch der gleichen Generation, immer mehr ins Hintertreffen geraten.
Die 70er rutschten quasi von der Oberklasse in die Mittellasse.
Das hat Nvidia schon echt gewitzt gemacht, indem sie die Produktpalette nach oben (mit extrem teuren Karten) erweitert haben und damit die 70er immer noch "günstig" wirken ließen. Ohne das Vielen bewusst war / ist, dass die 70er nicht mehr oben mitspielen.