Glückstreffer: Von zehn gebrauchten GTX 1070 für knapp 100 Euro war nur eine defekt

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Glückstreffer: Von zehn gebrauchten GTX 1070 für knapp 100 Euro war nur eine defekt
Quelle: PC Games Hardware

Gebrauchte Grafikkarten aus Mining-Rigs haben einen schlechten Ruf, doch ein Video des Kanals "Tech Yes City" zeigt, dass so auch Schnäppchen möglich sind. Dazu gehört neben Geschick aber auch Glück.

Der Privatkauf von gebrauchter Hardware ist immer ein gewisses Glücksspiel: Es gibt weder Garantie noch Rückgaberecht und man kann sich natürlich nicht sicher sein, wie der Verkäufer mit der Technik umgegangen ist. Insbesondere bei Grafikkarten gibt es zudem ein weiteres Problem: Durch die zahlreichen Mining-Hypes der letzten Jahre kursieren unzählige entsprechende Modelle, die einen Dauerbetrieb unter oft miserablen Bedingungen hinter sich und damit eine hohe Ausfallwahrscheinlichkeit haben.

Schnäppchen mit Risiko

Ab und an lässt sich gebraucht aber natürlich auch ein Schnäppchen machen - und genau das ist dem Youtube-Kanal Tech Yes City gelungen. In einem neuen Video wird dort gezeigt, wie insgesamt zehn alte Mining-Grafikkarten vom Typ Geforce GTX 1070 gekauft und wieder instandgesetzt wurden. Der Preis war mit umgerechnet rund 93 Euro dabei auffallend niedrig, denn die verkauften Grafikkarten waren ungetestet. Offenbar hat der Verkäufer erwartet, dass die meisten GPUs nicht mehr lauffähig sind.

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Anscheinend war es aber schon ausreichend, die Grafikkarten einer ordentlichen Reinigung zu unterziehen. Dazu zerlegte Tech Yes City alle zehn Modelle und wusch sie ausführlich - unter anderem unter Wasser und in einem Ultraschallbad, um die starken Verschmutzungen durch den Dauerbetrieb zu entfernen. Zudem kam Essig zum Einsatz, um Roststellen loszuwerden. Darauf folgte die Trocknung, der Zusammenbau mit neuer Wärmeleitpaste und schließlich der Funktionstest - mit überraschendem Ergebnis. Denn neun der zehn getesteten Modelle liefen angeblich problemfrei. Lediglich eine Geforce GTX 1070 wollte nicht mehr richtig funktionieren: Sie lieferte nur über Displayport Bilder und war selbst dann nicht stabil. Weder eine Behandlung mit Heißluft noch ein BIOS-Update halfen hier weiter - Totalschaden.

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Mit einem verbleibenden Preis von rund zehn Euro pro funktionierender GTX 1070 war der Kauf damit ein echtes Schnäppchen. Natürlich hätte es aber auch ganz anders kommen können. Zudem ist der hohe Arbeitsaufwand zu beachten - die Reinigungsaktion dauerte mehrere Stunden. Angesichts ihres hohen Alters kann die GTX 1070 zudem natürlich nicht mehr wirklich mit moderner Hardware mithalten. Es gibt weder Raytracing noch DLSS, die Effizienz ist mäßig und auch die Rechenleistung wird vom modernen Einstiegssegment übertroffen. Für viele Kunden dürfte eine neue oder eine gebrauchte und getestete Grafikkarte deshalb die bessere Wahl sein. Falls man die Herausforderung sucht, kann ungetestete Hardware aber durchaus auch eine nette Herausforderung bieten - und sei es nur, um mal wieder an etwas herumzuschrauben.

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Quelle: via Tom's Hardware

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Ich hab meine 1080ti damals auch aus'm Mining Rig geholt.. hat bis letztes Jahr auch tadellos funktioniert
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Ich hab meine 1080ti damals auch aus'm Mining Rig geholt.. hat bis letztes Jahr auch tadellos funktioniert
      • Von BlueDragonLG PC-Selbstbauer(in)
        Ich freue mich in Kleinanzeigen AM4 1600 PC mit Wasserkühlung 16 GB Ram 370 Board und 1070 für 30 € bekommen
        Der Herr wollte nur die Platte behalten wegen seinen Daten war mir recht
      • Von Svenc Software-Overclocker(in)
        Generell grenzwertig, dass bald zehn Jahre alte Elektronik noch Geld kostet. Verschleiß gibts auch ohne Mining. Was natürlich damit zu tun hat, dass selbst einige aktuelle Einstiegs-GPUs bald zehn Jahre später noch auf GTX1060-1080-Niveau sind... und ihrerseits richtig Geld kosten. Der Begriff Schnäppchen ist hier also oft was relativ. Gleichzeitig hat man keine Probleme, ähnlich alte i5 6500er oder selbst Ryzen 5 1600 für Pfennige zu finden.

        Oder wie ein anderes Mag am Wochenende in seiner traditionellen Rückschau titelte: "Vor 15 Jahren: ATIs Radeon HD 5750 war trotz 115 Euro UVP zu teuer." Andere Zeiten, andere Benchmarks.
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      • Von PeaceTank Freizeitschrauber(in)
        Schön für Ihn, aber für mich nicht interessant.
      • Von AahhhFreshMeat Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Habe schon ein halbes Dutzend Karten gebraucht gekauft. Keine hatte wirkliche Probleme.
        Bei einer RX5600XT war sogar das BIOS schon mit dem MPT optimiert. Super gut! Wohl vom Vor-Vorbesitzer.

        Ansonsten gilt:
        Zuerst reinigen, Wärmeleitpaste und ggf. Pads erneuern.

        Die Preise lagen aber immer so um die 100 Euro. Mehr als 200 Euro würde ich für ne gebrauchte Karte nicht ausgeben. Sollte sie dann doch oder nach kurzer Zeit nicht mehr funktionieren würde ich mich ärgern.
      Direkt zum Diskussionsende
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