Unsichtbarer Gaming-PC: Bastler versteckt komplettes System in dünner Tischplatte
Der Youtube-Kanal DIY Perks hat ein neues Projekt vorgestellt: Einen Gaming-PC, der komplett in einer Tischplatte untergebracht ist. Das gilt neben der Hardware auch für den Monitor und die Eingabegeräte.
Der Youtube-Kanal DIY Perks ist bereits mehrere Male durch außergewöhnliche PC-Kreationen aufgefallen. 2021 wurde beispielsweise eine gigantische Wasserkühlung mit Blasebalg und 2023 ein Gaming-PC mit Tauchkühlung gezeigt. Die neueste Kreation fokussiert sich hingegen auf einen ungewöhnlichen Formfaktor: Die gesamte Hardware verschwindet, mitsamt der Tastatur, Maus und eines Curved-Monitors, in einer dünnen Tischplatte.
Außergewöhnliche Konstruktion
Dass Rechenhardware in der Tischplatte verschwindet, ist dabei nichts Neues - entsprechende Produkte werden immer wieder auch von Gehäuseherstellern angeboten. Neu ist hingegen, dass auch sämtliche Eingabegeräte in der Tischplatte verschwinden können. Dafür wurde zentral in der Tischplatte ein Bereich vorgesehen, der mit einem Magneten angehoben werden kann. Dadurch wird der Bildschirm ausgeklappt und die entstehende Lücke selbstständig von einer weiteren Platte geschlossen, auf der sich die Tastatur und Maus befinden.
Quelle: DIY Perks
Mit einem Handgriff können das Display und die Peripherie ausgeklappt werden.
Der entsprechende Mechanismus wird im Video gezeigt - er besteht aus unsichtbaren Scharnieren, Linearführungen, Spannfedern und Gasdruckdämpfern. Der Einsatz eines Curved-Monitors in dem vergleichsweise flachen Bauraum wird dabei durch einen biegbaren OLED-Monitor - den Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 - ermöglicht. Ebendieser kann im Betrieb gebogen werden und benötigt damit - im flachen Zustand - nur wenig Platz.
Viel Aufwand wurde auch bei der verbauten Hardware betrieben. Das gesamte "Innengehäuse" besteht aus Aluminium, in dem ein Intel Core 19-13900K, eine Geforce RTX 4090 und ein Flash-NAS mit zwölf M.2-SSDs mit je 4 TB Speicher verbaut sind. Dieser Aufbau wird später durch aufgeklebte, geölte Eichenholzbretter kaschiert. Offen bleibt lediglich die Rückseite, an der - über die gesamte Breite - das Kühlsystem untergebracht ist. Dort sind zahlreiche Aluminiumkühler aus dem Serverbereich sowie passende Axiallüftern - die unten aus der Tischplatte hervorstehen - verbaut. Dadurch bleibt der verbaute Wasserkreislauf angeblich ohne nennenswertes Betriebsgeräusch auf Temperatur bleibt.
Auch interessant: Acemagic M2A Starship Mini-PC: Hersteller wirbt mit "vierdimensionaler Kühlung"
Am Ende entsteht somit eine außergewöhnliche Konstruktion, die den gesamten PC bei Bedarf aus dem Blickfeld entfernt und nur eine glatte Tischplatte zurücklässt. Angesichts des betriebenen Aufwands dürfte der unsichtbare Gaming-PC aber wohl ein Einzelstück bleiben. Zudem gibt es zumindest beim Soundsystem wohl eine Schwachstelle. Denn der Ton wird nur durch eine flache Soundbar abgespielt, die mangels Volumen im Tieftonbereich schwächeln wird.
Was halten Sie von dem ungewöhnlichen Gaming-PC? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.
Quelle: DIY Perks via Tom's Hardware

Neben der erwähnten Bildschirmergonomie fallen mir noch 2 potentielle Verbesserungspunkte ein:
Statt dem Magneten wären wohl Tip-On Scharniere toll gewesen (die Teile für grifflose Kästen) die mit der Schiene entsprechend "verschwinden"
Und beim Kühler bin ich mir nicht sicher, ob eine Mischung von Metall (Messing+reguläre Kühlerteile) so langlebig ist.
Für den Tisch wäre ich bereit ein paar Tausender locker zu machen, obwohl der bei mir eh immer ausgeklappt wäre.
Das Detail ist beeindruckend, die Hälfte der Lüfter und Kühlkörper hätte es jedoch wohl auch getan und, dass die Lüfter am Ende halb freistehen ist auch nicht optimal.
Persönlich hätte ich dann jedoch das Hochziehen des Monitors nicht manuell mit einem Magneten, sondern gleich vollautomatisch per Knopfdruck bevorzugt.
Mit einem hellen Tisch nur mit Ölbeschichtung habe ich jedoch schlechte Erfahrungen gemacht. Da gibt es schnell dunkle Flächen, wenn man den Tisch nicht lackiert, was hässlich ausieht.