Pimp my Chair mit Secretlab Accessoires: Bezug, Armlehnen und Beinauflage ausprobiert
Damit der Gaming-Stuhl nicht nach wenigen Jahren abgenutzt aussieht oder gar weggeworfen wird, setzt Secretlab auf allerlei Ersatzteile. Wir haben ausprobiert, wie gut das Aufpeppen des Stuhls klappt.
Auf dieser Seite
Ein Gaming-Stuhl muss in der Regel einiges aushalten. Da wird stundenlang gesessen, gewippt, angespannt vor und dann wieder zurückgerutscht, es wird geschwitzt, manchmal auch was verschüttet. Selbst hochwertige Stühle verlieren bei dieser intensiven Nutzung irgendwann den Charme ihrer frühen Tage, Armlehnen wirken abgewetzt oder schmalzig, Kunstleder fängt an zu bröckeln, Stoff wird dünner. Auch im Sinne der Nachhaltigkeit setzt Secretlab deswegen auf ersetzbare Teile. Im Wesentlichen sind das die Secretlab Skins, die Beinauflage und die wechselbaren Armlehnen, mit denen man die Stühle der Secretlab-Titan-Evo-Serie renovieren kann. Ich habe an unserem Secretlab Titan Evo Nanogen XL ausprobiert, wie einfach man damit den Gaming-Chair umstylen kann.
Flexibel dank Magnet: Armlehnen und Kopfkissen
Am einfachsten ist der Tausch von Kopfkissen und Armlehnen. Beides ist per Magnet am Gaming-Stuhl angebracht und kann einfach abgenommen werden. Die Armlehnen gibt es bei Secretlab in Plüsch- oder Kunstlederbezug. Die Plüsch-Armlehnenauflagen ("PlushCell") sind mit Memory Foam gefüllt und in drei Farben erhältlich: Rosa, Schwarz und Weiß. Die Kunstleder-Version ist schwarz und mit "Technogel" gefüllt. Das passt sich der Armform ebenfalls an und soll zudem einen kühlenden Effekt haben. Leider gibt's die Kunstleder-Version in keiner anderen Farbe.
Bildergalerie
Für 79 Euro (Plüsch) bzw. 89 Euro (Kunstleder) sind die Armlehnenauflagen preislich okay, dafür, dass man sich den Stuhl-Neukauf wegen alter, ranziger Armlehnen spart. Außerdem gibt's die Secretlab Accessoires regelmäßig während verschiedener Verkaufsaktionen günstiger.
Einfach umziehen mit den Secretlab Skins
Im nächsten Schritt habe ich mich dem neuen Bezug, also der Secretlab Skin gewidmet. Der Gedanke dahinter ist einfach und doch wirkungsvoll. Wenn Ihnen (oder vielleicht auch Ihrem Nachwuchs) der Gaming-Stuhl nicht mehr gefällt, brauchen Sie keinen neuen kompletten Stuhl zu kaufen, sondern ziehen ihn einfach um. Ob nun einfach die Optik des alten Bezugs nicht mehr taugt, man neue Farben möchte, sich ein Part abgesessen oder abgewetzt oder man beim Essen vor dem PC irgendeinen Fleck hinterlassen hat - die Secretlab Skin kann's richten. Der Preis dafür hängt von der gewählten Skin ab und beginnt bei 119 Euro für die Special Editions.
Wie gut klappt das Umziehen? Sehr gut. Der Bezug besteht aus zwei Teilen. Einer für die Lehne und einer für die Sitzfläche. Der Bezug für die Lehne ist mit Reißverschlüssen versehen, damit das Überziehen besonders gut gelingt. Am unteren Ende finden Sie zwei Schlaufen. Die dienen dazu, die Secretlab Skin unter der Lehne hindurch nach hinten zu holen, um sie dort final per Reißverschluss zu schließen. Damit man die Schlaufen bestmöglich erwischt, muss man die Sitzlehne nach vorne kippen.
Bildergalerie
Der Bezug für die Sitzfläche kommt ohne Reißverschlüsse aus, dafür muss man links und rechts auf eine Sache achten. An den Seiten findet man nämlich ein längliches Plastikteil. Die Bedienungsanleitung ist da nur teilweise aufschlussreich, es wird aber klar, dass man das irgendwo hineinstopfen soll. Tatsächlich kann man die flache Plastikplatte zwischen eine Kunststoffabdeckung und den originalen Stoff schieben. Das sieht beim ersten Befühlen nicht so aus, aber man kommt da mit etwas liebevoller Gewalt dazwischen. Auf diese Weise wird der Stoff dann auch perfekt gespannt. Am Ende befestigt man den Sitzflächenbezug dann noch mit zwei Bändern unterhalb des Sitzes entlang. Voilà! Der Gaming-Stuhl sieht wie neu aus und hat jetzt auch einen waschbaren Bezug.
Die Secretlab Beinauflage
Wer gerne mal im Gaming-Stuhl entspannt, für den bietet sich die Montage der Secretlab Beinauflage an seinem Secretlab Titan Evo an. Was mich an der Beinauflage am meisten gefreut hat: Es war kein Werkzeug nötig. Den beiliegenden Schraubendreher braucht man nur, wenn man die Armlehnen entsprechend der Aufbauanleitung noch weiter nach außen schieben muss. Das Material ist auch hier PlushCell, also weiches Plüsch, gefüllt mit Memory-Schaumstoff. Das macht die Auflage schön weich, aber nur bedingt abwischbar. Die Kosten für das Upgrade liegen im UVP bei 199 Euro.
Im Wesentlichen zieht man zunächst die beiden Paddel von den Hebeln für das Einstellen des Sitzes ab. Danach schiebt man vier rote Gummiclips auf die Metallschienen an der Unterseite des Sitzpolsters. Da schiebt man dann den gesamten Beinauflagenmechanismus drauf und befestigt diesen durch Zudrücken der nicht zu übersehenden roten Kunststoffhebel. Paddel wieder dran und fertig ist die Auflage.
Bildergalerie
Das Schöne: Die Secretlab-Beinauflage ist stufenlos einstellbar. Betätigt man den Hebel, klappt sie theoretisch komplett auf und man kann sich bequem ausstrecken. Man kann die Aufwärtsbewegung aber auch direkt an der Stelle stoppen, die einem gerade am genehmsten ist.
Die Secretlab-Fußstütze ist eine gute Sache für jeden, der gerne mal eine Runde auf dem Gaming-Stuhl entspannt, von dort aus auch einfach mal Filme schaut oder gemütlich mit dem Gamepad im Liegen zockt. Ergonomisch ist es gerade in solchen Ruhepositionen sehr sinnvoll, eine Beinauflage zu nutzen, da dann die Blutzirkulation nicht durch die abgeknickten Beine behindert wird.
Secretlab Accessoires - lohnt sich das?
Zunächst in einfachen Zahlen gesprochen: Der normale Secretlab Titan Evo ist regulär ab 549 Euro erhältlich. Ist Ihr aktueller Titan Evo eigentlich noch gut, aber Armlehnen und Bezug sind abgenutzt, dann können Sie ab einem Preis von 198 Euro den Stuhl wieder auf Vordermann bringen. Kauft man sich die Ersatzteile während einer der Sales-Aktionen, kommt man sogar noch einmal günstiger weg.
Darüber hinaus ist es immer auch eine Frage des Umweltbewusstseins. Renoviert man den Secretlab Titan Evo sozusagen, landen nur die alten Armstützen im Müll + Verpackungsmaterial der neuen Teile. Das ist allemal weniger, als den Stuhl zu entsorgen + Verpackungsmaterial eines neuen Stuhls.
Die Beinauflage wiederum ist ein schönes Upgrade für den, der maximalen Komfort im Gaming-Stuhl wünscht. Das lohnt sich vor allem für jene, denen ihr Gaming-Chair eigentlich das liebste Möbelstück im Haus ist.
Ich persönlich finde das Konzept der Secretlab Accessoires gut. Nicht nur, dass man dabei auf längere Sicht Geld sparen kann, man hat auch die Möglichkeit, den Style einmal zu wechseln. Die PCGH-Ratgeber-Bewertungen: Secretlab Skins 5/5 Sterne, Secretlab-Armlehnen 4,5/5 Sterne, Secretlab-Beinauflage 4,5/5 Sterne.

Zb (nur als Beispiel) jemand hat zb einen Noblechairs Hero dann sollte doch (da der Unterbau fast gleich aussieht) die Beinauflage eigentlich passen (zumindest auf den Produktbilder beider Hersteller sehen die Stühle von unten zu 98% gleich aus außer die Paddel
edit: