Treiber und Apps, Kaufkriterien: Eigenschaften, Ergonomie, Leistung
Wie wichtig sind Treiber und Apps für Controller und was gibt es bei Eigenschaften, der Ergonomie und Leistung beim Kauf zu beachten?
Inhaltsverzeichnis
Wie wichtig sind Treiber und App?
Ob Sie für ein Gamepad zwingend Treiber benötigen, hängt vom Modelltyp ab. Grundsätzlich gibt es zwei Varianten: Plug-&-Play-Controller funktionieren nach dem Anschließen sofort und eignen sich für alle, die ohne Feintuning spielen möchten. Konfigurierbare Modelle wie der Microsoft Xbox Elite Wireless Controller Series 2, Razers Wolverine-Reihe oder Thrustmasters eSwap-Controller schöpfen ihren Funktionsumfang dagegen erst mit Treiber und App aus. Beides finden Sie in der Regel auf der Herstellerseite, genauer gesagt im jeweiligen Store. Wer also "einstecken und loslegen" will und auf Individualisierung verzichtet, fährt mit einem günstigeren Plug-&-Play-Gamepad meist stressfrei. Wenn Sie jedoch Wert auf Anpassungen legen, ist die App praktisch Pflicht.
Was Apps in der Praxis leisten
Viele Oberklasse-Gamepads kommen mit einer Begleit-App, die das Feintuning übernimmt - unabhängig davon, ob sie von Microsoft selbst (Xbox-Zubehör-App) oder von zertifizierten Partnern wie Razer, Turtle Beach, Bigbig Won und Thrustmaster stammt. Im Kern ähneln sich die wichtigsten Funktionen: Sie belegen Zusatztasten, genauer gesagt die Paddles neu (Mapping), legen Stick- und Trigger-Verhalten fest (Deadzones, Empfindlichkeit, Reaktionskurven, ggf. Trigger-Stopp/Trigger-Weg), passen die Vibrationsstärke an und speichern mehrere Profile direkt im Controller. Dazu kommen häufig Systemoptionen wie Energiesparfunktionen, Abschaltzeiten oder Helligkeitsregler. Ebenfalls typisch: Firmware-Updates, Kalibrierung und teils eine Übersichtsseite, welche die aktuellen Einstellungen zusammenfasst.
Quelle: PCGH
Microsoft-Xbox-Zubehör-App mit den Optionen "Zuordnung", "Linker Stick", "Trigger", "Vibration".
Razers Setup-App bündelt diese Grundlagen um klassische Punkte wie Mapping, Stick-Parameter, Vibrationsintensität und Stromsparoptionen; je nach Modell kommt Beleuchtungssteuerung hinzu. Turtle Beach erweitert das Paket zusätzlich um Audiofunktionen (Chat-Mix, Monitoring, Equalizer) und bietet umfangreiche Systemmodi samt Firmware-Verwaltung. Thrustmasters App setzt den Fokus auf präzises Mapping, getrennte Deadzone- und Kurvenanpassungen für Sticks und Trigger sowie detaillierte Vibrationsregler - inklusive Testmodus und der Möglichkeit, Einstellungen von links nach rechts zu spiegeln. Zusammengefasst gilt: Je mehr Sondertasten, Trigger-Optionen und Profile Ihr Gamepad bietet, desto wichtiger wird die App - erst damit nutzen Sie die Extras wirklich sinnvoll.
Eigenschaften, Ergonomie, Leistung - darauf sollten Sie beim Kauf achten!
Die Ausstattung eines Gamepads ist wichtig, aber nicht alles. Ebenso relevant sind Verbindungstechnik, Haptik und Ergonomie sowie die Frage, wie präzise Sticks, D-Pad, Trigger und Tasten im Spiel reagieren. Nur wenn das Gesamtpaket stimmt, spielt sich ein Controller auch nach Stunden noch angenehm.
Quelle: Scuf
Ein Gamepad, wie der Scuf Instict Pro, bei dem Sie die Optik des Gehäuses, der Knöpfe, der Trigger und der Bumper sowie der modularen Elemente selbst bestimmen können, ist ein neuer Trend.
Kabel oder Wireless: Welche Verbindung passt zu Ihrem Setup?
Gamepads gibt es kabelgebunden und kabellos. Mit USB-Kabel sind Controller meist günstiger und Sie müssen sich nicht um Akku oder Batterien kümmern. Wireless-Modelle funken je nach Bauart per 2,4 GHz, Bluetooth oder in beiden Modi; oft ist zusätzlich der Betrieb per USB-Kabel möglich. Bei 2,4 GHz kommt in der Regel ein USB-Receiver (Nano-Dongle) zum Einsatz. Die Stromversorgung übernimmt immer öfter ein Akku; Modelle, bei denen die Stromversorgung zwei AA/AAA-Batterien liefern, werden dagegen seltener.
Quelle: PCGH
Verbinden Sie den Xbox Wireless Controller der Xbox One/Series X/S per USB-Kabel mit dem PC, werden keine Batterien benötigt. Den 2,4-GHz-Empfänger für das auch mit Bluetooth kompatible Gamepad müssen Sie allerdings dazukaufen.
Bluetooth ist praktisch für Notebooks, kann am Desktop aber Zusatzhardware erfordern, wenn kein Bluetooth-Modul auf dem Mainboard vorhanden ist. Je nach Controller ist dann ein passender Funkadapter nötig. Wie wir festgestellt haben, reicht für die Gamepads, die wie Microsofts Modelle für die Xbox One/Series X/S ohne Receiver ausgeliefert werden, ein Bluetooth-Dongle von der Stange wie der Asus USB-BT540 Bluetooth 5.4 Dongle Adapter. Ein besonderer Wireless Adapter für die Xbox der mit 25 Euro zu Buche schlägt, wird dagegen nicht zwingend benötigt. Für die Reichweite gilt übrigens: Am stabilsten ist die Verbindung, wenn zwischen Controller und Empfänger kein Hindernis steht; in der Praxis sind dann oft bis zu rund acht Meter möglich.
Haptik und Ergonomie: Griff, Größe und Tasten-Erreichbarkeit
Ein Gamepad sollte griffig sein, zur Handgröße passen und auch nach längeren Sitzungen keine Ermüdung provozieren. Zwar ähneln sich viele Controller bei der Grundform mit zwei Griffhörnern, spürbare Unterschiede gibt es aber bei deren Kontur sowie bei der Oberfläche des Chassis. Achten Sie auch auf Kanten und Spaltmaße: Drückt eine Naht in die Hand, stört das beim Dauereinsatz. Sinnvoll sind matte Kunststoffe, die nicht schmieren und kaum Fingerabdrücke sammeln - über Stunden. Idealerweise sind Griffhörner und Gehäuse gummiert oder zumindest angeraut, damit der Halt auch mit feuchten Händen nicht nachlässt.
Beim Gewicht gilt: Wireless-Modelle sind wegen Akku oder Batterien oft schwerer, was je nach Vorliebe positiv oder störend sein kann. Entscheidend ist außerdem die Erreichbarkeit aller Bedienelemente: D-Pad, Analog-Sticks und Action-Buttons müssen sich intuitiv mit dem Daumen bedienen lassen, Trigger und Bumper sollten unter den Zeigefingern sitzen, ohne dass Sie die Finger unnatürlich beugen oder strecken müssen.
Leistung im Spiel prüfen: Reaktion, Druckpunkte und Trigger-Weg
Die Praxis entscheidet: Reagieren Sticks und Trigger ohne spürbare Verzögerung, sind Druckpunkte klar und reproduzierbar? Actiontitel wie The Witcher 3 oder Red Dead Redemption 2 eignen sich, um schnelle Richtungswechsel, Umschauen und die Druckpunkte von Action- und Schultertasten sowie D-Pad zu prüfen, weil nahezu jede Taste belegt ist. Der Druckpunkt sollte knackig und deutlich spürbar sein, nicht schwammig.
Quelle: PCGH
Forza Motorsport ist eines der Rennspiele, die sich sehr gut mit einem Controller spielen lassen. In der Cockpit-Ansicht können Sie die Trigger testen, indem Sie deren Reaktion mit dem Drehzahlmesser überprüfen.
Wichtig sind außerdem Auslöse- und Anschlagswege. Tasten sollten kurz auslösen, damit Sie sofort reagieren können; abseits sehr günstiger Modelle helfen dabei oft Mikroschalter mit klarer Rückmeldung und moderatem Kraftaufwand. Trigger testen Sie in Rennspielen wie Project Motor Racing, Forza Motorsport oder Forza Horizon 5: Entscheidend sind saubere Abstufung, ein passender Widerstand für fein dosiertes Gasgeben und Bremsen sowie ein ausreichend langer Weg. Den prüfen Sie im Stand, indem Sie den Trigger langsam ziehen und die Reaktion im Spiel, etwa am Drehzahlmesser, beobachten.

Spiele eh selten mehr als 4 Stunden am Stück und das höchstens am Wochenende.
Danach gehts zurück auf die Ladeschale.
Wesentlich angenehmer als mit Kabel, vor allem an der Xbox.
Meiner muss auch mal 10 Jahre in der Ecke liegen können, nachdem man sich gefragt hat:"Funktioniert der Xbox Controller wohl auch auf Windows 7 am PC?" und dann steckt man den in den USB-Anschluss, startet sein Tennisspiel auf Linux CachyOS und hat Freude damit, ohne Probleme.
Er war sehr, sehr teuer! Von daher hoffe ich mal, dass er ewig hält.
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Es gab auch viele für 15 €, oder so. Von daher fand ich es schon sehr luxuriös das doppelte für ein Markengerät auszugeben. Ich erwarte also mindestens eine Nutzungszeit von 25 Jahren.
PS: Er liegt hier gerade vor mir und wartet auf die nächste Runde "Tennis Elbow 4".
Aber leider werde ich wohl Nightingale weiter zocken, heute Abend und er muss mal wieder warten.
Aufladen? Nix für mich.
Der alte XBOX Controller hatte Batterien/Akkus, da hiess es dann das wäre schädlich für die Umwelt weil viele Batterien benutzen würden statt Akkus also viel Müll enstehen würde.
Wenn nicht noch ein Argument für verbaute Akkus kommts, seh ich da nichmal ne Diskussionsgrundlage.