Laifen Wave Spezial im Praxistest: Stilsichere Zahnpflege mit Verstand

Die Laifen Wave Spezial ist eine schick designte elektrische Zahnbürste, die mit einer eigenen App daherkommt. Doch braucht es die wirklich? Ich habe sie getestet und erzähle in meinem Praxistest, was sie drauf hat.

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Laifen Wave Spezial im Praxistest: Stilsichere Zahnpflege mit Verstand
Quelle: PCGH-Ratgeber

Nachfolgend finden Sie einen Hands-on-Praxistest unseres Redakteurs Chris. Um persönliche Erfahrungen und Einschätzungen zur Laifen Wave Spezial authentisch wiedergeben zu können, ist der Testbericht in der Ich-Form verfasst.

Was smarte Gadgets angeht, gibt es gefühlt zwei Lager. Da sind diejenigen, die sich verständlicherweise fragen, wozu eine Zahnbürste eine App braucht. Und auf der anderen Seite sind die, die sich gerne in die neueste Technik reinfuchsen und alles, vom Toaster bis zum Saugroboter, bis ins kleinste Detail individualisieren. Dabei gibt es wenige Themen, die die Menschen so grundsätzlich betreffen wie die Zahnpflege. Und hier sieht wohl auch Laifen Potenzial, die sich bisher vor allem mit Haartrocknern einen Namen gemacht haben. Ob die neue Laifen Wave Spezial dieses Potenzial ausnutzt oder nur ein Gimmick bleibt, klärt mein Praxistest.

  • Leistung: 26.000 Vibrationen, 60°-Schwingungen
  • Akkulaufzeit: 50 Tage bei zweimal täglicher Nutzung
  • Lademethode: USB-C
  • Maße (mm)/ Gewicht (g): 31,6 × 28,2 × 142,7/ 155

Wozu eine smarte Zahnbürste?

Fangen wir also gleich mal mit dem Elefanten im Mundraum an: der Laifen-App. Ja, auch mir ist es unbegreiflich, wozu eine Zahnbürste einer Kontoregistrierung bedarf. Immerhin kann ich auch meine Klimaanlage ohne extra Account verwenden. Ich kann jeden vollkommen verstehen, dem das langsam zu viel wird. Dazu kann ich schon einmal sagen, dass sich die Laifen Wave Spezial klar an die zweite der eingangs genannten Gruppen wendet. Zwar kann man sie auch ganz ohne App verwenden; dafür gibt es allerdings deutlich günstigere Produkte.

Laifen App Quelle: Laifen Laifen App

Wer hingegen Freude daran hat, sich alles nach den eigenen Mundhygienevorstellungen einzurichten, kommt hier voll auf seine Kosten. Sobald ich die Zahnbürste durch Halten der Power-Taste aus dem Flugmodus geholt hatte, war sie direkt bereit zum Koppeln. Also hieß es zunächst einmal, wie in den meisten Fällen, Bluetooth- und Standort-Freigabe erteilen, woraufhin die Bürste nach wenigen Sekunden verbunden war. Dabei fand ich übrigens witzig, dass Umlaute nicht möglich waren. Ich kann meine Zahnbürste als nicht "Zahnbürste" nennen.

In der App kann ich nun etwa die Schwingungsbreite der Borsten - die sich nicht drehen, sondern hin und her bewegen -, die Schwingungsamplitude des Bürstenkopfs und die Geschwindigkeit justieren. Hierzu stehen drei anpassbare Profile zur Verfügung, die alternativ auch per Doppelklick auf die Power-Taste gewechselt werden können. Je nach individuellen Ansprüchen gibt es dadurch unzählige Kombinationsmöglichkeiten zur optimalen Zahnpflege.

Das steckt in der Laifen Wave Spezial

Ob aber mit oder ohne App, in jedem Fall reinigt die Laifen Wave Spezial die Zähne dank 26.000 Vibrationen pro Minute zuverlässig. In reinen Zahlen mag es deutlich leistungsfähigere Alternativen geben. Einen signifikanten Unterschied im Ergebnis bedeutet das allerdings nicht zwingend. Und gerade durch die anpassbaren Vibrationsstufen sowie die angenehmen Borsten fühlt es sich auch auf dem Zahnfleisch gut an. Von Kratzen und Reizungen war hier keine Spur.

Laut Hersteller soll der Akku dabei bis zu 50 Tage durchhalten. Diese Angabe bezieht sich allerdings auf das Standardprogramm bei zweimal täglicher Nutzung. Geladen wird die Bürste statt über eine Station mittels USB-C-Kabel, das unten hinter einer Gummiabdeckung eingesteckt wird. Stehendes Laden geht damit zwar nicht; dafür ist man etwa bei Reisen aber flexibler, was die Kabelwahl angeht. Den Akkustand zeigen dann sowohl die App als auch eine kleine LED am rutschfesten Griff an.

Die Laifen Wave Spezial in edler Verpackung
Laifen spart nicht an der Präsentation
Laifen spart nicht an der Präsentation Die Laifen Wave Spezial ist deutlich kleiner als herkömmliche Zahnbürsten

Sieht gut aus, fühlt sich gut an

Womit wir auch schon beim letzten, aber nicht minder erwähnenswerten Punkt wären: dem Design. Und das beginnt nicht erst bei dem schmeichelnden Griff, sondern bereits bei der überaus edlen und hübschen Verpackung. Darin befinden sich neben der Zahnbürste, der Anleitung und dem passenden Kabel samt Netzteil noch zwei weiche Bürstenköpfe. Die sind deutlich kleiner als herkömmliche Zahnbürsten und werden ganz einfach aufgesteckt, woraufhin die Laifen Wave Spezial auch schon einsatzbereit ist. Und zu guter Letzt sind im Shop nicht nur alternative Bürstenköpfe, sondern zudem verschiedene Farben erhältlich. Dazu zählen das sanfte Wiesengrün, in der ich sie erhalten habe, sowie Lila, Gelb, Rosa, Weiß und Grau.

Laifen Wave Spezial: Fazit

Die Laifen Wave Spezial ist ein Paradebeispiel dafür, wie sehr sich selbst alltägliche Dinge wie das Zähneputzen inzwischen individualisieren lassen. Das heißt, sofern man das möchte. Denn rein technisch überzeugt die Zahnbürste auch ohne App: Sie reinigt gründlich, lässt sich angenehm führen und macht dank ihrer weichen Borsten einen sanften, aber effektiven Eindruck. Die Akkulaufzeit ist mit bis zu 50 Tagen ebenfalls vorbildlich, und die flexible Kabelwahl gleicht die fehlende Ladestation gut aus.

Für alle, die hingegen einfach nur eine gute elektrische Zahnbürste suchen, wird der Kontozwang in der App vermutlich ein vermeidbares Hindernis sein - immerhin gibt es ja bereits Produkte, die auch ohne Konto nutzbar sind. Hier verschenkt Laifen potenziell eine breitere Zielgruppe. Auf der anderen Seite richtet sich das Gerät ganz klar an Technikbegeisterte, die Spaß daran haben, selbst die Zahnpflege bis ins kleinste Detail zu konfigurieren. Wer sich in dieser Gruppe wiederfindet, bekommt mit der Wave Spezial definitiv ein hochwertiges, vielseitiges und schön gestaltetes Gadget fürs Badezimmer.

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