[19/09/2014] AMD FidelityFX Super Resolution ... hat mich dafür, dass ein temporaler Ansatz samt Bewegungsvektoren und Clamping nicht enthalten ist, sehr positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass es AMD gelingt, mit einem solch wenig invasiven Ansatz eine doch sehr vorzeigbare Qualität zu bieten. Das Positivste an FSR ist meines Erachtens die beinahe uneingeschränkte Kompatibilität, die den Einsatz von FSR mit einer Vielzahl Grafikkarten und sogar auf unterschiedlichen Plattformen ermöglicht. Letzteres ist besonders wichtig und interessant, da dies den Gebrauch von FSR auch für die Konsolen möglich macht. Ein weiterer wichtiger Punkt bei FSR ist obendrein, dass es laut Entwickleraussagen sehr einfach zu implementieren ist und keine invasiven Eingriffe an der Render-Pipeline voraussetzt. Dazu kommt der Open-Source-Ansatz, der es Entwicklern ermöglicht, FSR spezifisch auf das jeweilige Spiel anzupassen – eventuell sind in näherer Zukunft auch temporale Verrechnungen machbar, sollte es den Entwicklern gelingen FSR in die zeitlichen Verrechnungen ihrer Spiele miteinzubeziehen. Ich gehe davon aus, dass sich FSR sehr zügig verbreiten und analog zu FidelityFX CAS schon bald in vielen Grafikmenüs zu finden sein wird. Dass Microsoft die Technik obendrein sofort adaptiert hat und FSR von nun an Bestandteil des Xbox Game Developer Kits ist, dürfte die Verbreitung zusätzlich ankurbeln. Generell könnte die Qualität wohl noch etwa besser sein, insbesondere in geringen Auflösungen oder mit niedrigen FSR-Qualitätsstufen. Aber ich gehe schwer davon aus, dass an dieser Stelle in den kommenden Wochen und Monaten Verbesserungen einfließen werden, die Versionsnummer 1.0 suggeriert jedenfalls schon einmal einen noch zu erwartenden Fortschritt. Ob FSR jemals an die Qualität von DLSS herankommen wird, welches mit ziemlicher Gewissheit ebenfalls weiterhin Verbesserungen erhalten wird (nun ob der Konkurrenz eventuell sogar nochmals betonter), sei mal dahingestellt – doch einen unbestreitbaren, von DLSS in seiner jetzigen Form nahezu unerreichbaren Vorteil hat die Technik: Sie ist herstelleragnostisch und kann mit prinzipiell jeder Hardware genutzt werden. Und breit aufgestellte Techniken setzten sich aller Erfahrung über kurz oder lang gegenüber proprietären durch – nicht zuletzt, weil es für Entwickler effizienter und kostengünstiger und ob der größeren Basis praxisorientierter und gewinnversprechender ist, auf weitverbreitete Standards zu setzen. (Philipp "Just a tiny wall of text this time" Reuther)