HDDs: Neues Verfahren ermöglicht effizientere, günstigere HAMR-Festplatten
Der Speicherhunger wächst immer weiter, ab voraussichtlich 2018 sollen mit der HAMR-Technologie HDDs deutlich mehr Datenspeicher bieten als bisher. Als größter Nachteil gelten jedoch die teils hohen Temperaturen, die diese Technik benötigt. Forscher des Helmholtz Zentrum Berlin stellten nun eine neues Verfahren vor, das für deutlich effizientere, kostengünstigere und vor allem kühlere HAMR-HDDs sorgen soll.
In den letzten Jahren stieg die Kapazität von Festplatten stetig an. Aktuell darf sich Samsung als Hersteller der größten SSD mit der PM1633a, die insgesamt 16 Terabyte bietet, bezeichnen. Die größte HDD hingegen, kommt von der Western Digital-Tochter HGST. Dank Helium-Füllung und Shingled-Magnetic-Recording (SMR), finden auf der HGST Ultrastar Archive Ha10 ganze 10 Terabyte an Daten Platz. Dennoch sind die möglichen Kapazitäten begrenzt. Das Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR) gilt bis dato als jenes Verfahren, welches diese Kapazitätsgrenzen aufbrechen und deutlich höhere Datendichten ermöglichen soll.
Bisher ist es dazu nötig, entsprechende nanometergroße Bereiche auf mehrere hundert Grad Celsius zu erhitzen, sodass sich diese nach Abkühlung entsprechend neu ausrichten lassen. Dabei kommt eine Legierung von Eisen und Platin zum Einsatz. Problematisch ist dabei jedoch vor allem die Ineffizienz, geringe Schnelligkeit, hohe Hitzeentwicklung und Kosten sowie ein langer, komplexer Herstellungsprozess. Forscher des Helmholtz Zentrums Berlin, haben nun ein neues Verfahren vorgestellt, welches diese negativen Faktoren ausmerzen und damit einhergehend auch die Kosten deutlich senken soll.
Statt wie bisher auf Eisen und Platin, setzt man nun auf Dysprosium und Kobalt, welche auf eine nanostrukturierte, wabenförmige Membran via Kathodenzerstäubung (sputtern) aufgetragen werden. Die durch die Membran gegebenen Nanoporen, wirken dabei stabilisierend für die magnetischen Domänen und schützen gleichzeitig vor externen Magnetfeldern. Der größte Vorteil jedoch ist die benötigte Hitze der wärmeunterstützten Datenspeicherung mit diesem Verfahren. Lediglich 80 Grad Celsius reichen aus, was gleichzeitig in einer deutlich höheren Geschwindigkeit, noch höheren Kapazitäten und einer vergleichsweise hohen Energieeffizienz resultieren soll.
Ob und wann diese Technik zum Einsatz kommt, steht noch in den Sternen. Aktuell arbeiten Festplatten-Hersteller bereits an HAMR-Speichern. Die ersten marktreifen Exemplare werden für 2018 erwartet.

Bei den meisten größerem Storagelösungen geht es vor allem auch um I/O. Dies kannst du mit den HDDs nur über Masse realisieren. Dafür brauchst du entsprechend Shelfs, Platz und Strom.
Gerade große SSDs werden hier immer öfter eingesetzt, da die selbe I/O mit wesentlich weniger Platten realisiert werden kann.
In 20 Jahren wird es sicherlich nur noch rudimentär drehende Platten geben. Spätestens in 10 Jahren reden wir nur noch über Flash.
Selbst aktuell ist die Nachfrage an Flash-Storage sehr groß.
Diese vereinen hohe IO Leistung mit Kapazität, geringen Stromkosten, kleinen Höheneinheiten und deutlich geringeren Anschaffungskosten als All-Flash SANs. Die Software regelt dann die Hot-Blocks und Cold-Blocks oder du hast ein Hersteller, der das noch intelligenter macht. Damit sind alle Daten schnell (IOPS) die das auch müssen, Daten die wenig oder nur sequenziell angefasst werden brauchen nicht Flash-Beschleunigt sein.
Wenn ich hingegen eine 100 TB Datenbank(en) habe die auch 100 TB mit voller IO Leistung braucht, dann komme ich nicht um ein All-Flash SAN drumrum. Das sind aber eher extreme Ausnahmen.
Okay. Dann scheint das Mißverständnis bereits bei IronAngel zu bestehen. Dann mal ein dickes Sorry meinerseits, ich dachte das war als Antwort auf meinen ursprünglichen Beitrag gedacht
Wie du siehst, ging es um SLC. Alles klar jetzt?
Nur weil in zwei Kommentaren hintereinander vom Stromverbrauch die Rede ist, muß das noch lange nicht bedeuten das beide zusammengehören: Du hast von "SLC vs TLC" geredet, er offenbar von "HDD vs SSD".