Steigende Preise: Schlechte Aussichten für RAM, SSDs und HDDs
Die Preise für Festplatten und Arbeitsspeicher befinden sich weiter im Aufwärtstrend. Nachdem bereits in den vergangenen Monaten ein Aufschwung zu beobachten war, sind nun auch die Spotpreise teils signifikant gestiegen - wohl mit Folgen für den Endverbraucher.
Rund ein halbes Jahr ist es her, da waren Preise für Festplatten und Arbeitsspeicher teilweise auf historischen Tiefstständen. Seit dem vergangenen Herbst waren jedoch einige Zeichen am Horizont, dass der freie Fall gestoppt wird und Anbieter die Zügel anziehen. Insbesondere Phison und Adata wurden im Oktober als Hersteller genannt, die die Produktion herunterdrosselten, um so die Verkaufspreise für den Endkunden wieder nach oben zu treiben. Zudem wurde schon damals ankündigt, dass Spotpreise für DRAM- und NAND-Chips um zehn bis fünfzehn Prozent steigen sollen - genau dieser Fall scheint nun eingetreten zu sein, wie das Portal Tom's Hardware unter Berufung auf die taiwanesische DigiTimes berichtet.
Laut der Webseite DRAMeXchange, welche die Spotpreise für DRAM und NAND verfolgt, fing der graduelle Preissturz bereits Anfang des Jahres 2023 an, ehe zwischen Juli und August die Tiefststände erreicht wurden. Seitdem kannten die Spotpreise nur eine Richtung: nach oben. Zwischen Juli und November haben sich diese Kosten teilweise verdoppelt, wie etwa beim 512-GB-TLC zu beobachten ist. Nicht ganz so hart, aber dennoch signifikant traf es in diesem Zeitraum die halbe Speichergröße, die um etwa 55 Prozent angestiegen ist.
| 2x8GB DDR4-3200 | 256 GB TLC | 512 GB TLC | |
|---|---|---|---|
| Januar | 3,984 | 1,032 | 1,774 |
| Juli | 2,99 | 0,88 | 1,3 |
| Oktober | 3,094 | 1,158 | 2,044 |
| November | 3,206 | 1,363 | 2,566 |
Beispielhaft für die steigenden Preise, die auch der Endkunde zu spüren bekommt, sei hier die 500 GB fassende Samsung-SSD 980 Pro genannt. Diese war im August teilweise für unter 25 Euro zu haben - mittlerweile gibt es den M.2-Riegel nicht mehr unter 40 Euro. Ähnliche Bilder zeichnen sich auch in höheren Kapazitäten ab; etwa die Western Digital SN850X mit 2 TB Fassung, im gleichen Zeitraum von rund 110 Euro auf 140 Euro angestiegen ist. Bei Arbeitsspeicher sieht die Lage immerhin geringfügig besser, wenn auch nicht ganz optimal aus: Standard-Kits wie die Corsair Vengeance 2x8-GiB-Riegel (DDR4-3200) sind "nur" rund zehn Prozent teurer geworden.
Verstärkt werden die Preisschwankungen durch den "Kollaps" eines nicht näher genannten Hersteller von HDD-Komponenten. Wie Tom's Hardware in einem weiteren Bericht ausführt, soll es sich hierbei um das Unternehmen Resonac handeln, welches bis zu 600 Mitarbeiter entlassen haben soll. Hierdurch werden weitere Produktionsstörungen vermutet, die ebenfalls ihren Teil zu steigenden Preisen beitragen könnten - doch selbst, wenn es sich hierbei nicht um Resonac handelt, wird der Bericht als schlechtes Indiz für die Zukunft des Festplattenmarkts gesehen.

Für die meisten Workloads ist problemlos genug CPU-Leistung da, egal mit welcher CPU. Nur der RAM oder Speicherplatz macht einem irgendwann einen Strich durch die Rechnung. Da ist also ein Kauf auf Vorrat am sinnvollsten, weil man ihn sowieso benötigt.
Es geht ja nicht nur darum das eine kaputt und oder zu langsamm ist sondern sie werden zusätzlich eingebaut oder sie ersetzen langsamm aber sicher die HDDs.
Für Windows dürfte es völlig egal sein ob man von einer ~ 120GB SATA SSD oder PCIe 5 M2 SSD bootet.