Backblaze: Kurze Lebensdauer neuer Festplatten - oder doch nicht?

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Backblaze: Kurze Lebensdauer neuer Festplatten - oder doch nicht?
Quelle: PC Games Hardware

Das Unternehmen Backblaze hat eine neue Festplatten-Analyse veröffentlicht und damit auf einen älteren Bericht von Security Data Recovery reagiert. Neu ist eine Auflistung der durchschnittlichen Lebenszeit von ausgefallenen HDDs, die auf den ersten Blick erschreckend wirkt. Die Aussagekraft dieses Werts ist aber stark eingeschränkt.

Der Cloud-Speicher-Anbieter Backblaze veröffentlicht jedes Quartal eine Analyse der für die Speicherung genutzten Festplatten. Damit ermöglicht das Unternehmen unter anderem einen guten Einblick in die Haltbarkeit verschiedener Modelle, wenn sie im Server-Umfeld einem Dauerbetrieb ausgesetzt sind.

Lebensdauer von HDDs

In der aktuellen Ausgabe des Berichts bezieht sich Backblaze dabei auch auf einen Bericht von Security Data Recovery. Dieses Unternehmen hat im März einen Artikel veröffentlicht, laut dem Festplatten im Schnitt nach zwei Jahren und 10 Monaten Dauerbetrieb ausfielen. Zudem wurde offenbar ein Trend festgestellt, dass neuere Festplatten tendenziell kürzere Lebenszeiten haben.

Auf diese Aussagen hat Backblaze nun mit einer ähnlichen Analyse reagiert und eigene Ergebnisse präsentiert. Auf den ersten Blick erscheinen diese dabei erschreckend: Demnach leben neue Festplatten mit 16 oder 18 TB im Schnitt nicht einmal ein ganzes Jahr, bevor sie ausfallen. Besonders gut schlagen sich hingegen Modelle mit 1 TB Speicher, die im Schnitt erst nach vier Jahren und 7 Monaten ihren Dienst quittieren.

Bei der durchschnittlichen Ausfallzeit gibt es deutliche Abweichungen. Quelle: Backblaze Bei der durchschnittlichen Ausfallzeit gibt es deutliche Abweichungen. Backblaze betont aber explizit, dass dieser erste Blick irreführend ist. Denn die Modelle mit bis zu 5 TB waren lange im Betrieb und wurden bereits ausgemustert. Sie hatten dadurch die Gelegenheit, erst nach langer Zeit auszufallen und damit den Durchschnitt zu erhöhen. Neue Festplatten mit besonders hohen Kapazitäten sind hingegen erst seit Kurzem auf dem Markt, dadurch dominieren hier die bei allen Komponenten auftretenden Frühausfälle das Bild.

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Festplatten, die einfach endlos weiterlaufen, kommen in dieser Berechnungsmethode zudem überhaupt nicht vor. Ein Rückschluss auf die tatsächliche mittlere Lebenserwartung einer Festplatte ist damit also nicht möglich. Dafür sind andere Werte besser geeignet, wie beispielsweise die schon länger von Backblaze veröffentlichte, jährliche Ausfallrate der Modelle. Dort gibt es bei einzelnen HDDs zwar auch auffällige Ausreißer, doch ist nicht annähernd derselbe Trend wie in der Statistik der durchschnittlichen Ausfallzeit zu beobachten.

Quelle: Backblaze via Golem

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Frontline25 Software-Overclocker(in)
        Wäre es nicht sinnvoll einfach die Endlos laufenden Laufwerke mitzuzählen? Dadurch werden die Jahre ja mit nach oben gezogen.
        Dennoch kann man nur schwer vernünftige schlüsse drauß ziehen, da es alles verwaschen wird.
      • Von Frontline25 Software-Overclocker(in)
        Wäre es nicht sinnvoll einfach die Endlos laufenden Laufwerke mitzuzählen? Dadurch werden die Jahre ja mit nach oben gezogen.
        Dennoch kann man nur schwer vernünftige schlüsse drauß ziehen, da es alles verwaschen wird.
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