HAMR-Platter von Showa Denko sollen bis zu 80-TB-Festplatten bringen
Showa Denko hat seine HAMR-Platter vorgestellt, die künftig Festplatten im 3,5-Zoll-Format bis 80 Terabyte erlauben sollen. Die Platter werden den eingesessenen Unternehmen zum Kauf angeboten - derzeit sind das die drei verbliebenen großen Teilnehmer Seagate, Toshiba und Western Digital.
Das japanische Unternehmen Showa Denko ist im Moment nicht nur wegen der geplanten Schließung eines Werks im schwäbischen Meitingen in den Nachrichten, sondern auch wegen der Vorstellung seiner ersten HAMR-Platter, die die Kapazitäten von Festplatten auf bis zu 80 Terabyte bringen sollen. HAMR steht für Heat Assisted Magnetic Recording. Bei dieser Schreibmethode lassen sich dank Wärmezufuhr via winzigem Laser die von den einzelnen Bits benötigten Magnetfelder deutlich verkleinern. Einziges Problem: Durch die Erhitzung nimmt der Schutzfilm, der die Platter überzieht, mit der Zeit ab.
Dem wirkt Showa Denk mittels Aluminium-Plattern und einem speziellen Film entgegen, der aus einer Eisen-Platin-Legierung besteht. Außerdem wurden neue Mechanismen zur kontrollierten Erhitzung entwickelt und eine neue Struktur magnetischer Lagen. So sollen in 3,5-Zoll-Laufwerken bis zu 80 Terabyte gespeichert werden können. Technisch gesehen es einfach gesprochen einfach darum, auf dem gegebenen Durchmesser der Platter möglichst viele Daten unterzubringen, mit allen Problemen, die damit einhergehen.
Wann entsprechende Laufwerke mit Technik von Showa Denko auf den Markt kommen, wie hoch die Dichte ist und wie die Zukunft generell aussieht, verrät man derweil nicht. Mit herkömmlicher Technik im CMR-Verfahren lässt sich eine Datendichte von etwa 1,15 Tb/in² erreichen. Man geht davon aus, dass hier auch nicht mehr viel Spielraum ist. Showa Denko glaubt, dass man mit der eigenen HAMR-Technik 5-6 Tb/in² unterbringt. Bis zu 9 Platter pro Laufwerk sind bei CMR mittlerweile üblich, um Modelle um 16 Terabyte zu realisieren.
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Generell verbleiben auf dem Markt ohnehin nur noch drei große Teilnehmer: Seagate, Toshiba und Western Digital, die auch ihre eigenen Platter fertigen. Wer also wo die Technik von Showa Denko einsetzen wird, die die Platter nur an HDD-Hersteller verkaufen, muss sich zeigen. Seagate beispielsweise hat bereits Festplatten mit HAMR-Technik (Microwave-Assisted Magnetic Recording) auf dem Markt, die 16 Terabyte fassen. Western Digital bietet mit MAMR-Technik 18 Terabyte an. Bei MAMR wird zusätzlich zur herkömmlichen Methode ein Magnetfeld mittels Mikrowellen erzeugt, wodurch die Speicherscheibe genauer magnetisiert werden kann - das Ergebnis ist ähnlich: Die Fläche pro gespeichertem Bit sinkt, die Packdichte der Daten und somit die Kapazität steigt.
Prognosen sagen, dass man bis 2030 Kapazitäten von 100 Terabyte realisieren will. Die Nachfrage wird sicher vorhanden sein, denn so erfolgreich der Vormarsch von SSD ist, um große Mengen an Daten auch sicher zu speichern, sind sie nicht zwingend die erste Wahl.

Im offenen USB3-Gehäuse auf dem Schreibtisch bei ca. 22° Zimmertemperatur kommt die EXOS nach zwei Stunden konstantem Lesen oder Schreiben nahe an die erlaubten 60 °C. Bei 54°C hab ich meinen Tischlüfter daneben gestellt, auf eine Selbstabschaltung bei 60°C wollte ich nicht vertrauen.
Ich hab zwei 14TB-Enterprise-Platten von Toshiba und vorher 12TB-Enterprise von Seagate. Beim Umbau gabs da auch Kopiervorgänge von 10+ Stunden am Stück. Waren die Platten intern verbaut (vor einem langsamen Gehäuselüfter) kamen sie so bei 35-38°C raus. Eine HDD wollte ich vollschreiben liegend neben dem Case auf dem Teppich (Heliumplatten sind ja dicht) - die war nach ein, zwei Stunden Dauerlast auch bei 55°C angekommen - die Isolation des Teppiches auf einer Seite ist da schon böse anscheinend. Ich hab die Platte dann angehoben und auf zwei Stücken Pappe abgelegt so dass zwischen teppich und Platte nen Zentimeter ruhende Luft war... das hat schon gereicht dass die Temperatur in wenigen Minuten auf unter 45°C gefallen ist.
Im offenen USB3-Gehäuse auf dem Schreibtisch bei ca. 22° Zimmertemperatur kommt die EXOS nach zwei Stunden konstantem Lesen oder Schreiben nahe an die erlaubten 60 °C. Bei 54°C hab ich meinen Tischlüfter daneben gestellt, auf eine Selbstabschaltung bei 60°C wollte ich nicht vertrauen.
Im PC bleibt sie mit leichter Luftbewegung bei max 42°C und damit kälter wie die WD Red 8TB (mit Luftfüllung). Bei der Red weiss WD, warum dieses bis zu 65°C im Betrieb aushalten darf, die ist in der Regel 2-3°C wärmer wie die EXOS.
Die alte WD Red 8TB mit Helium hatte bei identischem Einbau auch ohne Lüfter keine Probleme, eine uralte 4TB Toshiba friert im Betrieb bei gut 30°C.
Die Gehäusetemperatur gemäß Mainbaord dürfte bei 30-35°C liegen, u.U. auch weniger.
Im Heimbereich benötige ich kein RAID. Selbst für ein 10 GBit Netzwerk wäre bei meiner Nutzung eine große SSD als Schreibcache viel zielführender. Ich nmöchte mir aber sicher sein, exakt die Daten zu lesen, die seit dem Schreiben vor ein paar Jahren manuell nie wieder angefasst habe.
Die Frage ist nur, ob so eine Platte unter normalen Heimbedingungen mal eben 93 Stunden am Stück Lesezugriff verträgt, um die Dateninterität mit 250 MB/s prüfen zu können.
Die Frage ist nur, ob so eine Platte unter normalen Heimbedingungen mal eben 93 Stunden am Stück Lesezugriff verträgt, um die Dateninterität mit 250 MB/s prüfen zu können.