Betrug mit Festplatten: Seagate äußert sich zu "betrügerischen Praktiken" [Update]
Jetzt aktualisiert: Der Betrug mit den Seagate-Festplatten scheint weitere Kreise zu ziehen. Nun sollen mehr Modelle betroffen sein und auch die Methoden raffinierter werden.
Update
Original-Artikel vom 20. Februar 2025: Vor einigen Wochen haben wir schon über den Betrug mit gebrauchten Seagate-Festplatten in Deutschland berichtet. Dabei handelt es sich um eindeutig gebrauchte Geräte, die bei verschiedenen Händlern erworben wurden und als Neuware deklariert waren. Nach Ungereimtheiten gab eine Abfrage der FARM-Werte der Laufwerke jedoch an, dass die Geräte bereits zwischen 15.000 und 50.000 Stunden in Betrieb waren. Nun scheint sich der Betrug auszuweiten.
Nun auch Ironwolf-Modelle betroffen
Wie die Kollegen von Heise berichten, sollen neben den Exos-Modellen von Seagate nun auch Ironwolf-Festplatten von dem Betrug betroffen sein. Dabei soll es sich um NAS-Laufwerke der Marke Ironwolf und Ironwolf Pro mit 8 und 16 Terabyte Speicher handeln. Viele der Ungereimtheiten bei diesen Modellen weisen die bereits bekannten Hinweise auf, durch die schon die Exos-Modelle aufgefallen sind. So wurden die SMART-Werte gelöscht und das Gerät neu verpackt.
Bei den jetzt entdeckten Festplatten scheinen die Betrüger jedoch raffinierter vorgegangen zu sein. So erscheint das Produktionsdatum auf dem Aufkleber des jeweiligen Modells aktuell, die SMART-Werte sind unauffällig und eine Garantieabfrage weist noch einen Restzeitraum bis 2029 aus. Doch auch hier kommt man dem Betrug durch das Auslesen der FARM-Werte auf die Spur.
Auch scheinen bei den Modellen erneut Abschürfungen und Dellen aufzutreten. Ebenfalls sei der Aufkleber zu weit unten angebracht. Die Kollegen von Heise vermuten, dass die Betrüger in der Lage sind, die Seriennummer der Festplatten zu modifizieren. Auch das Garantiedatum sei auffällig: So würden Hersteller immer ein paar Monate auf die Garantie drauflegen, um die Lagerzeit zu kompensieren. Bei den betroffenen Geräten würde die Garantie aber genau fünf Jahre Garantie ab dem aufgedruckten Produktionsdatum betragen.
Seagate bezieht Stellung
Update vom 21. Februar 2025: Seagate hat nun eine öffentliche Stellungnahme zur Betrugsmasche mit seinen Festplatten abgegeben, in der das Unternehmen erklärt, die Untersuchungen über die Machenschaften aufgenommen zu haben. Die Stellungnahme im Wortlaut:
"Wir sind uns dieses Problems bewusst. Betrug im Zusammenhang mit Ironwolf ist nichts Neues; er ist Teil bestehender betrügerischer Praktiken. Seagate untersucht diese Praktiken."
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2: man darf da seine Daten dann selbst irgendwo zwischenspeichern. Wenn man sich einen Satz neue HDDs gekauft hat, dann haben sowohl die Platten mit den Daten, als auch das Back Up ein Problem. Also darf man sich einen weiteren Satz HDDs kaufen, die Daten dann darauf evakuieren und wenn der Händler einem dann andere HDDs als Ersatz zuschickt, dann hat man zwei Sätze an HDDs.
Für mich wäre alleine das umkopieren der Daten ein Ärgernis.
Crystaldisk
Die Dinger haben hunderte Euro gekostet.
Und wo zeigt chrystaldisk das an? Geht nur mit dem komischen Tool das weiter oben empfohlen wird - und da nur umständlich.
Und bei meinem NAS wohl garnicht, muss ich die Platten wohl erst komplett platt machen und mir extra noch einen USB Adapter zum Auslesen kaufen.
Wie man da von „ein bisschen ärgerlich“ sprechen kann ist mir unbegreiflich.