Seagate: Auslieferung von Festplatten mit 16 TByte ohne HAMR hat begonnen

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Seagate: Auslieferung von Festplatten mit 16 GByte ohne HAMR hat begonnen
Quelle: Seagate

Seagate hat die bevorstehende Massenproduktion seiner neuen Exos-X16-Festplatten mit 16 TByte für den Enterprise-Bereich bekannt gegeben. Diese setzen wider Erwarten nicht auf die aktuelle HAMR-Technik, sondern arbeiten mit der herkömmlichen PMR-Technik.

Seagate hat im Rahmen der Bekanntgabe seiner aktuellen Geschäftszahlen kürzlich verlautbaren lassen, dass die vereinzelte Auslieferung neuer Festplatten mit 16 TByte auf PMR-Basis (Perpendicular Magnetic Recording) bereits Ende März in Vorbereitung auf die Massenproduktion begonnen hat. Letztere soll in der zweiten Jahreshälfte 2019 aufgenommen werden und die neuen Laufwerke sollen bis zum zweiten Quartal 2020 zu den umsatzstärksten Artikeln des Herstellers werden.

Bemerkenswert ist dabei, dass die Festplatten nicht auf Basis der aktuellen HAMR-Technologie (Heat Assisted Magnetic Recording) arbeiten, sondern mit der herkömmlichen PMR-Technik oder auch konventionellen Magnetaufzeichnung (CMR), unterstützt durch TDMR (Two Dimensional Magnetic Recording), wobei Seagate nun als zweiter Hersteller nach Toshiba zusätzlich auf ein Design mit neun statt acht Plattern im 3,5 Zoll-Format setzt. Zuvor war erwartet worden und dies auch so vom Hersteller impliziert, dass die neuen 16-TB-Festplatten auf Basis der HAMR-Technologie ausgeliefert werden, wobei der genaue Grund für den jetzigen Schritt im Dunkeln liegt.

Passend zum Thema: [PLUS] Festplattenspeicher-Technologien bis 100 TB erklärt

Zusätzlich zu den neuen Exos X16-Festplatten auf Basis von CMR und TDMR bereitet Seagate derweil auch 18 TByte-Modelle mit SMR-Technik vor (Shingled Magnetic Recording), die dann offenbar auch auf die durch Hitzeeinwirkung unterstützte Magnetaufzeichnung HAMR setzen sollen. Derweil wird laut der Roadmap von Seagate geplant, die Serienproduktion von HAMR-Laufwerken mit Kapazitäten von 20 TByte oder mehr im Jahr 2020 aufzunehmen.

Quelle: via anandtech.com

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    • Kommentare (10)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von Pu244
        Ihr einziger Vorteil sind momentan die Kosten. Wenn die eine Grenze von etwa 2:1, gegenüber SSDs, unterschreiten, dann werden die Vorteile der SSDs (weniger Stromverbrauch, schnell und vor allen Dingen weniger Platz pro TB, wodurch sich mehr Speicherplatz in einem Server unterbringen läßt) dominieren.
        Klar, Archivplatz (Backups offline), braucht keiner, sieht man ja immer wieder (wie kann ich meine Daten retten). Mag ja sein, dass SSDs mittlerweile um Welten besser sind wie sie nach JEDEC sein müssten. ob man sie aber viele Jahre stromlos im Schrank stehen lassen kann, wie das (meine) HDDs problemlos und ohne Datenfehler aushalten, wage ich derzeit zu bezweifeln. Samsung bezieht sich immer noch auf JESD218, womit SSDs die Daten ohne Stromzufuhr bei 30°C nur ein Jahr halten müssen.

        Welchen Privatanwender interssiert die mögliche Schreibrate der SSD? Sowas ist m.M.n. nur für riesige Datenbanken oder ESX-Server interessant. Ich werde selbst die "nur" 400 TBW meiner Intel 660p 2 TB niemals erreichen, obwohl ich derzeit dort anscheinend ca. doppelt so viele Daten schreibe wie auf den SSDs im alten Rechner. Trotzdem käme ich damit nicht auf mehr wie 9 TB pro Jahr. Damit würde die billige QLC SSD gut 44 Jahre halten. Da hoffe ich mal, dass nicht nur der Controller, sondern ich selber auch so lange "halte" und ich mit gut 90 noch in der Lage bin, das Ende der SSD zu erleben. Eine EVO 970 mit 2TB ist dann gleich mit der dreifache Menge spezifiziert (1,2 PBW).

        Zitat von Pu244
        Die HDD Hersteller dürfen nichtmehr so herumtrödeln, wie in den letzten 8 Jahren, wenn sie nicht aussterben wollen.
        Ich möchte mal bezeifeln, dass es Cloud-Anbieter gibt, die ihre EB an Daten auch nur ansartzweiose zeitnah in SSDs vorhalten möchten. Das macht auch in Sachen Energieverbrauch je TB keinen Sinn, mit passenden Kühlkonzelten noch nicht einmal, wenn man die Kühlkosten mit einbezieht.

        Zitat von sam10k
        die 15GB ssd kostet mind. 3000€ und die 14TB HD 500€.
        Da "bastelt" man aus 8*2 TB Intel 660p eine 16 TB "SSD" zusammen und ist bei höchstens 1800€ (inkl. zwei PCIe Controllern für jeweils 4 SSDs). Bevor ich mir als Arbeitsplatte einen HDD in den Rechner einbaue, würde ich zu sowas greifen. HDDs gehörne nur noch ins NAS (in der Besenkammen), wenn man die Datenmenge zum Arbeiten benötigt halöt mit 10 GBit (oder mehr) angebunden. hauptsache, es ist im Arbeitszimmer garantiert leise.
      • Von fotoman Volt-Modder(in)
        Zitat von Pu244
        Ihr einziger Vorteil sind momentan die Kosten. Wenn die eine Grenze von etwa 2:1, gegenüber SSDs, unterschreiten, dann werden die Vorteile der SSDs (weniger Stromverbrauch, schnell und vor allen Dingen weniger Platz pro TB, wodurch sich mehr Speicherplatz in einem Server unterbringen läßt) dominieren.
        Klar, Archivplatz (Backups offline), braucht keiner, sieht man ja immer wieder (wie kann ich meine Daten retten). Mag ja sein, dass SSDs mittlerweile um Welten besser sind wie sie nach JEDEC sein müssten. ob man sie aber viele Jahre stromlos im Schrank stehen lassen kann, wie das (meine) HDDs problemlos und ohne Datenfehler aushalten, wage ich derzeit zu bezweifeln. Samsung bezieht sich immer noch auf JESD218, womit SSDs die Daten ohne Stromzufuhr bei 30°C nur ein Jahr halten müssen.

        Welchen Privatanwender interssiert die mögliche Schreibrate der SSD? Sowas ist m.M.n. nur für riesige Datenbanken oder ESX-Server interessant. Ich werde selbst die "nur" 400 TBW meiner Intel 660p 2 TB niemals erreichen, obwohl ich derzeit dort anscheinend ca. doppelt so viele Daten schreibe wie auf den SSDs im alten Rechner. Trotzdem käme ich damit nicht auf mehr wie 9 TB pro Jahr. Damit würde die billige QLC SSD gut 44 Jahre halten. Da hoffe ich mal, dass nicht nur der Controller, sondern ich selber auch so lange "halte" und ich mit gut 90 noch in der Lage bin, das Ende der SSD zu erleben. Eine EVO 970 mit 2TB ist dann gleich mit der dreifache Menge spezifiziert (1,2 PBW).

        Zitat von Pu244
        Die HDD Hersteller dürfen nichtmehr so herumtrödeln, wie in den letzten 8 Jahren, wenn sie nicht aussterben wollen.
        Ich möchte mal bezeifeln, dass es Cloud-Anbieter gibt, die ihre EB an Daten auch nur ansartzweiose zeitnah in SSDs vorhalten möchten. Das macht auch in Sachen Energieverbrauch je TB keinen Sinn, mit passenden Kühlkonzelten noch nicht einmal, wenn man die Kühlkosten mit einbezieht.

        Zitat von sam10k
        die 15GB ssd kostet mind. 3000€ und die 14TB HD 500€.
        Da "bastelt" man aus 8*2 TB Intel 660p eine 16 TB "SSD" zusammen und ist bei höchstens 1800€ (inkl. zwei PCIe Controllern für jeweils 4 SSDs). Bevor ich mir als Arbeitsplatte einen HDD in den Rechner einbaue, würde ich zu sowas greifen. HDDs gehörne nur noch ins NAS (in der Besenkammen), wenn man die Datenmenge zum Arbeiten benötigt halöt mit 10 GBit (oder mehr) angebunden. hauptsache, es ist im Arbeitszimmer garantiert leise.
      • Von sam10k
        die 15GB ssd kostet mind. 3000€ und die 14TB HD 500€.
        quasi 6 mal so teuer. da werden sich festplatten noch sehr lange halten.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Also für mich bleibt der Witz so lange aktuell bis ich eine HAMR-HDD lagernd beim Händler im Preisvergleich sehe. Als Witz hab ich das eigentlich auch nie angesehen - es ist nunmal leider seit über 10 Jahren Realität.
        Für mich ist der entscheidende Punkt, dass die Dinger im größeren Stil die Fabriken verlassen und das ist geschehen . Es gibt vieles, dass nicht im Preisvergleich gelistet ist und dennoch existiert.

        In jedem Fall war das ein wichtiger Schritt, im Rennen gegen den Flashspeicher. Ich bin gespannt, wann der Flash an der Grenze der Anforderungen für Privatleute (etwa 10 Jahre Datenhaltbarkeit und pi mal Daumen 200 Schreibzyklen) ankommt, QLC scheint nicht mehr so weit entfernt zu sein.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Also für mich bleibt der Witz so lange aktuell bis ich eine HAMR-HDD lagernd beim Händler im Preisvergleich sehe. Als Witz hab ich das eigentlich auch nie angesehen - es ist nunmal leider seit über 10 Jahren Realität.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Laforma666
        und alle jahre wieder kommen irgendwelche, die den totgesang der festplatte einleiten - und siehe, sie lebt immer noch und gedeiht.
        Hier wurde 2016 vorhergesagt:
        http://www.pcgameshardwar...

        Wobei die HDD Hersteller, wie gesagt, aufpassen müssen. Aus den damaligen 30:1, bei 2TB, ist ein 4:1 geworden, das ist extrem bedrohlich. Selbst wenn man eine 8TB HDD, im Sonderangebot (130€), mit den regulären Preisen von QLC SSDs, vergleicht, dann kommt man auch nur auf 6,25:1.

        Wenn die HDD Hersteller weiterhin so trödeln, dann könnte ihr Ende bevorstehen.

        Zitat von Incredible Alk
        Die HAMR-Konstante der letzten 10 Jahre ("nächstes Jahr sind HAMR-HDDs serienreif. Ganz bestimmt. Wirklich!") hat also weiterhin bestand.
        Soweit ich weiß hat Seagate die ersten 16 TB HAMR HDDs letztes Jahr an diverse Partner ausgeliefert, von daher ist der Witz nicht mehr aktuell. Jetzt müssen die Dinger nurnoch regulär in den Laden wandern, wobei ich erst einmal 1-2 Jahre abwarte, ob die Dinger keine Macken haben.
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