Archivierung für 100 Jahre: Sony stellt Cartridge der dritten Generation vor
Der japanische Konzern Sony bietet Großkunden eine neue Archivierungsoption für Inhalte an. Mit der dritten Generation der Cartridge sollen sich bis zu 5,.5 Terabyte an Daten pro optischem Speichermedium für mehr als 100 Jahre archivieren lassen.
Die Archivierung von Inhalten ist eine Mammutaufgabe. Jüngst berichteten wir über eine neue Technologie, bei der Microsoft Quarzglas-Scheiben zur Langzeitspeicherung verwendet. Bis dies jedoch großflächig zum Einsatz kommt, müssen noch einige Tests absolviert werden. Schon heute verfügbar sind optische Datenträger zur Archivierung. Sony hat die neue Storage-Generation vorgestellt. Hierbei handelt es sich um die neue Cartridge ODC-5500R. Auf dieser Karte können bis zu 5,5 Terabyte an Daten gespeichert werden.
Auslesen mittels Archivlaufwerke
Um die Cartridge auslesen zu können, benötigen Museen und andere Großkunden Archivlaufwerke. Sony bietet zwei verschiedene Modelle an. Das ODS-D380U wird mittels USB 3.2 Gen 2 mit 10 Gbit/s an einen PC angeschlossen und verfügt über eine Lesegeschwindigkeit von 1,5 Gbit/s bei aktivierter Prüffunktion, sowie eine Schreibgeschwindigkeit von 3 Gbit/s. Wer ein Archivlaufwerk lieber mit der Schnittstelle namens Fibre Channel anbinden möchte, muss zum Sony ODS-D380F greifen. Beide Modelle sollen laut Sony eine Leserate von bis zu 375 MB/s und eine Schreibrate von 187,5 MB/s erreichen können. Die beiden Archivlaufwerke sollen im Januar 2020 auf den Markt kommen, der Preist ist noch unklar.
Jede Cartridge kann nur einmal beschrieben werden. So eignet sich das Optical Disc Archive eher für eine Langzeitarchivierung, denn für den Hausgebrauch. Es ist aber auch kompatibel zur skalierbaren Petaside-Bibilothek ODS-L30M, L30E und L100E. Sony verspricht eine Lebenserwartung von mehr als 100 Jahren für die Cartridges. Sie sollen unempfindlich gegenüber Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen sowie externen Umwelteinflüssen wie Wasser, Licht, Staub und elektromagnetische Impulse sein. Genau mit diesen Argumenten ist auch Microsoft mit der Archivierung auf Quarzglas unterwegs. Allerdings sollen die Scheiben weniger physischen Platz verbrauchen als Lösungen wie die Cartridges.
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Fakten zur Archivierung mittels Cartridges:
- Sony und Panasonic haben gemeinsam die neue Cartridges für die Langzeitarchivierung entwickelt. Die Catrtridge ODC-5500R kann bis zu 5,5 Terabyte an Daten speichern und einmalig beschrieben werden.
- Zum Auslesen ist ein Archivlaufwerk wie das Sony ODS-D380U notwendig. Die versprochene Lebenserwartung liegt bei über 100 Jahren für die Cartridges ODC-5500R.
- Die Archivlaufwerke ODS-D380U und ODS-D380F sollen im Januar 2020 verfügbar sein.

Ob meine Erben von den GeoWrite oder gar GeoPublish Dokumenten vom C64 noch etwas haben werden, ist unabhängig davon, ob sie die Originaldisketten in einem noch funktionsfähigen Laufwerk lesen können oder die schon vor 25 Jahren angelegte Kopie auf einem modernen Computer "öffnen" möchten. Wollen sie nicht nur den Text sondern das komplette Layout, müssen sie irgendwie das gesamte System ans Laufen bekommen. Ohne Doku oder Zeitzeugen wird das schwierig.
Das ist oft der Irrtum den wir unterliegen!
Nicht die Medien sind immer ein Problem sondern die Geräte die die Daten lesen oder verarbeiten, wenn diese Kaputt gehen und nicht mehr ersetzbar sind , helfen einem die 1000 QIC 3020 Bänder , IBM 726 Bänder , Zip Laufwerke , Jaz Laufwerke oder allein schon SmartMedia Karten die noch gar nicht so alt sind aber jetzt schon problematisch werden nur mal um ein paar Beispiele zu bringen.
Datenträger kann man gut und lange einlagern und wenn 1 bis 5 von bei 100 Kaputt gehen, meist verschmerzbar, aber wenn 1 von 1 Lesegerät Kaputt geht oder der Datenträger der das Programm/ Betriebssystem hochhält wird es zum Desaster.
Oder hat hier Jemand ein Lochkarten Leser zufällig parat ?
M-DISC – Wikipedia
Für den Kunststoff würde ich meine Hand nicht ins Feuer legen.
Das waren noch Zeiten, als ich immer eine Floppy in der Hemdtasche hatte ... .