96-TB-NAS mit 24 HDDs läuft zehn Jahre ohne Probleme - Besitzer gibt Tipps

16
News Valentin Sattler Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
96-TB-NAS mit 24 HDDs läuft zehn Jahre ohne Probleme - Besitzer gibt Tipps
Quelle: Youtube (louwrentius)

Der Besitzer eines DIY-NAS mit 96 TB Speicher blickt nach zehn Jahren ohne Ausfälle auf die Betriebszeit zurück. Als Grund für die ausfallfreie Nutzung vermutet er die Optimierung der Festplattenlaufzeiten.

Anfang August 2014 berichtete Louwrentius auf seinem Blog über die Fertigstellung seines neuen, selbstgebauten Netzwerkspeichers. Insgesamt 24 4-TB-Festplatten vom Typ HGST HDS724040ALE640 wurden zusammen mit zwei 120-GB-SSDs vom Typ Crucial M500 zu einem NAS kombiniert, um Backups und Mediendaten - vor allem Videos - zu speichern. Jetzt, etwas mehr als zehn Jahre später, wurde ein Rückblick auf die bisherige Betriebszeit veröffentlicht.

Lieber aus als an

Demnach hatte Louwrentius in der gesamten Zeit - glücklicherweise - keinen einzigen Laufwerksausfall. Lediglich das Mainboard und das Netzteil verweigerten unabhängig voneinander ihren Dienst und mussten ausgetauscht werden. Als vermutlicher Grund für den tadellosen Betrieb der Festplatten wird dabei die niedrige tatsächliche Betriebszeit des NAS genannt. Denn ebendieses wurde so konfiguriert, dass es nur bei Bedarf hochfährt. In den zehn Jahren kamen somit nur rund 6.000 Stunden Betriebszeit zusammen. Dadurch wurde der Verschleiß der Festplatten gering gehalten.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz Ihrer persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn Sie dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigen: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Zudem wurden die Festplatten im Betrieb durchgehend durch Lüfter kühl gehalten, was der Lebensdauer ebenso zugutekommen dürfte. Mit Blick auf den Energieverbrauch gab es außerdem eine weitere Optimierung: Das NAS schaltete sich nicht nur ab, sondern wurde durch ein Skript sogar komplett vom Netz getrennt.

Ebendiese Änderungen haben gegenüber einem System, das im Dauerbetrieb läuft, natürlich auch ihre Nachteile. Schließlich wird der erstmalige Datenzugriff dadurch deutlich langsamer. Und auch für einen kontinuierlichen Datenfluss - beispielsweise von einer Überwachungskamera - ist das NAS so nicht geeignet. Falls man auf die eigenen Daten aber nur vergleichsweise selten zugreifen will, ist ein Abschalten sowohl mit Blick auf die Effizienz als auch auf die Lebensdauer mit Sicherheit eine gute Idee.

Auch spannend: Festplatten mit über 30 TB: Toshiba dringt in neue HDD-Gefilde vor

Auch damit kann man aber natürlich nicht garantieren, dass alle genutzten Laufwerke zehn Jahre lang problemfrei laufen. Zumindest ein Stück weit hatte Louwrentius also Glück, dass er sein RAID-System nie wiederherstellen musste. Denn schließlich entstehen nur manche der Ausfälle durch den Verschleiß bei langer Betriebszeit - Stichwort Badewannenkurve. Auch mit solchen Optimierungen sollte man deshalb eine zusätzliche Sicherheit einbauen - beispielsweise durch eine komplette Datenkopie oder zumindest eine Ausfallkompensation für einzelne HDDs.

Speichern Sie Ihre Daten lokal, im NAS oder in der Cloud? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Zum Kommentieren müssten Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

Quelle: Louwrentius via Tom's Hardware

16
    • Kommentare (16)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von LudwigX
        Ich selbst hatte bisher noch keinen Festplattenausfall, auch bei über 10 Jahre alten Festplatten.

        Auf der Arbeit haben wir mal 2 Server ausgetauscht, die ~14 Jahre am Stück gelaufen sind. (2005 bis 2019)
        Krass,also ich hatte genau 1 x nen ausfall gehabt obwohl durgelaufen.Waren von Segate Festplatten.1 davon war ausgefallen.Seid dem mache ich nie mehr wieder ein misch betrieb aus 2x Segate und 2x WD Festplatten.Ich habe nur noch WD Red Festplatten.Sie mögen bei einer gewissen Völle etwas träger rüber kommen,aber defekt ist das nicht.Ich habe die seid 2016 am laufen und ein paar dazu getan um die kleineren zu ersetzen.Fallen können sie nicht da auf dem Boden.Sind nur Temperatur schwankungen ausgesetzt.Im Winter durchgehend in kälte und im Sommer durchgehend in mehr hitze.Die Kühlung ist allerdings super ausgerichtet.Das 10 Bay Nas hat ne gute Kühlung.Nur alles drum herum ist halt im Sommer heiß.Ist dennoch besser als direkt in der Sonne weil unter dem Dach.Naja mal sehen wie lange sie noch durchhalten.8 Jahre ist ja bisher schon mal ein gutes alter kann man so sagen.Wo stehen bei dir die Server die nun schon 14 Jahre alt sind?
      • Von latiose88 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von LudwigX
        Ich selbst hatte bisher noch keinen Festplattenausfall, auch bei über 10 Jahre alten Festplatten.

        Auf der Arbeit haben wir mal 2 Server ausgetauscht, die ~14 Jahre am Stück gelaufen sind. (2005 bis 2019)
        Krass,also ich hatte genau 1 x nen ausfall gehabt obwohl durgelaufen.Waren von Segate Festplatten.1 davon war ausgefallen.Seid dem mache ich nie mehr wieder ein misch betrieb aus 2x Segate und 2x WD Festplatten.Ich habe nur noch WD Red Festplatten.Sie mögen bei einer gewissen Völle etwas träger rüber kommen,aber defekt ist das nicht.Ich habe die seid 2016 am laufen und ein paar dazu getan um die kleineren zu ersetzen.Fallen können sie nicht da auf dem Boden.Sind nur Temperatur schwankungen ausgesetzt.Im Winter durchgehend in kälte und im Sommer durchgehend in mehr hitze.Die Kühlung ist allerdings super ausgerichtet.Das 10 Bay Nas hat ne gute Kühlung.Nur alles drum herum ist halt im Sommer heiß.Ist dennoch besser als direkt in der Sonne weil unter dem Dach.Naja mal sehen wie lange sie noch durchhalten.8 Jahre ist ja bisher schon mal ein gutes alter kann man so sagen.Wo stehen bei dir die Server die nun schon 14 Jahre alt sind?
      • Von takan BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von fuma.san
        Naja, wirkliche Belege gibt es dazu nicht. Google hat vor ner Weile einmal eine Studie zur HDD Lebensdauer veröffentlicht. Da war die Rede von 2% erhöhter Ausfallrate bei sehr häufigen Power Cycles nach 3+ Jahren Nutzung.
        Da ist aber die Rede von 100k+ Cycles.
        1x Reboot pro Tag macht da keinen Großen Unterschied.

        So was erreicht man nur mit einem aggressiven Power Management - und ja, da ist es besser die Platten einfach in den Spin Down zu schicken und die nicht auszuschalten. Verbraucht kaum weniger Energie und auf die Platten kann auch schneller wieder zugegriffen werden.
        backblaze veröffentlicht auch dazu berichte. scheint als wenn es gewisse margen gibt die eine höhere ausfallrate zugrunde legen. auf der anderen seite werden die festplatten bis zur io-kante benutzt. ich weiß echt nicht wie deren system aufgebaut ist, ob die blöcke wild umhergeworfen werden bzw. stark fragmentiert sind.

        zu den cycles, wenn man darüber nachliest, gibt es nur uralt wissen und die zahlen 10k-200k für schaltzyklen. viele gehen von aus das die hersteller es extra geheim-halten, sodass die leute zur "nas festplatte" greifen und die ein verkaufsargument haben. ist quasi wie die kb/kibibyte debatte oder mhz/mega-transfers bei ram. ne art kognegtive dissonanz.
      • Von fuma.san Freizeitschrauber(in)
        Naja, wirkliche Belege gibt es dazu nicht. Google hat vor ner Weile einmal eine Studie zur HDD Lebensdauer veröffentlicht. Da war die Rede von 2% erhöhter Ausfallrate bei sehr häufigen Power Cycles nach 3+ Jahren Nutzung.
        Da ist aber die Rede von 100k+ Cycles.
        1x Reboot pro Tag macht da keinen Großen Unterschied.

        So was erreicht man nur mit einem aggressiven Power Management - und ja, da ist es besser die Platten einfach in den Spin Down zu schicken und die nicht auszuschalten. Verbraucht kaum weniger Energie und auf die Platten kann auch schneller wieder zugegriffen werden.
      • Von DarkWing13 BIOS-Overclocker(in)
        Dachte immer, bei NAS-HDDs ist eher das häufige einschalten/hochfahren das Problem und nicht der Dauerbetrieb, wo doch gängige NAS-Systeme die Platten bei längeren Nicht-Gebrauch sowieso in den Schlaf schicken.
      • Von PHuV PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von hrIntelNvidia
        Also lief der Server bei weitem keine 10 Jahre! Und Festplatten runterzufahren ist einfach nicht smart. Das Hochfahren ist für die Festplatten das Schädlichste was man tun kann.
        Nicht ganz, hängt auch davon ab, ob Enterprise oder Consumer HDD. Aber wie Du sehen kannst, läufts ja trotzdem bei dem Kollegen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk