96-TB-NAS mit 24 HDDs läuft zehn Jahre ohne Probleme - Besitzer gibt Tipps
Der Besitzer eines DIY-NAS mit 96 TB Speicher blickt nach zehn Jahren ohne Ausfälle auf die Betriebszeit zurück. Als Grund für die ausfallfreie Nutzung vermutet er die Optimierung der Festplattenlaufzeiten.
Anfang August 2014 berichtete Louwrentius auf seinem Blog über die Fertigstellung seines neuen, selbstgebauten Netzwerkspeichers. Insgesamt 24 4-TB-Festplatten vom Typ HGST HDS724040ALE640 wurden zusammen mit zwei 120-GB-SSDs vom Typ Crucial M500 zu einem NAS kombiniert, um Backups und Mediendaten - vor allem Videos - zu speichern. Jetzt, etwas mehr als zehn Jahre später, wurde ein Rückblick auf die bisherige Betriebszeit veröffentlicht.
Lieber aus als an
Demnach hatte Louwrentius in der gesamten Zeit - glücklicherweise - keinen einzigen Laufwerksausfall. Lediglich das Mainboard und das Netzteil verweigerten unabhängig voneinander ihren Dienst und mussten ausgetauscht werden. Als vermutlicher Grund für den tadellosen Betrieb der Festplatten wird dabei die niedrige tatsächliche Betriebszeit des NAS genannt. Denn ebendieses wurde so konfiguriert, dass es nur bei Bedarf hochfährt. In den zehn Jahren kamen somit nur rund 6.000 Stunden Betriebszeit zusammen. Dadurch wurde der Verschleiß der Festplatten gering gehalten.
Zudem wurden die Festplatten im Betrieb durchgehend durch Lüfter kühl gehalten, was der Lebensdauer ebenso zugutekommen dürfte. Mit Blick auf den Energieverbrauch gab es außerdem eine weitere Optimierung: Das NAS schaltete sich nicht nur ab, sondern wurde durch ein Skript sogar komplett vom Netz getrennt.
Ebendiese Änderungen haben gegenüber einem System, das im Dauerbetrieb läuft, natürlich auch ihre Nachteile. Schließlich wird der erstmalige Datenzugriff dadurch deutlich langsamer. Und auch für einen kontinuierlichen Datenfluss - beispielsweise von einer Überwachungskamera - ist das NAS so nicht geeignet. Falls man auf die eigenen Daten aber nur vergleichsweise selten zugreifen will, ist ein Abschalten sowohl mit Blick auf die Effizienz als auch auf die Lebensdauer mit Sicherheit eine gute Idee.
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Auch damit kann man aber natürlich nicht garantieren, dass alle genutzten Laufwerke zehn Jahre lang problemfrei laufen. Zumindest ein Stück weit hatte Louwrentius also Glück, dass er sein RAID-System nie wiederherstellen musste. Denn schließlich entstehen nur manche der Ausfälle durch den Verschleiß bei langer Betriebszeit - Stichwort Badewannenkurve. Auch mit solchen Optimierungen sollte man deshalb eine zusätzliche Sicherheit einbauen - beispielsweise durch eine komplette Datenkopie oder zumindest eine Ausfallkompensation für einzelne HDDs.
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Quelle: Louwrentius via Tom's Hardware

Auf der Arbeit haben wir mal 2 Server ausgetauscht, die ~14 Jahre am Stück gelaufen sind. (2005 bis 2019)
Da ist aber die Rede von 100k+ Cycles.
1x Reboot pro Tag macht da keinen Großen Unterschied.
So was erreicht man nur mit einem aggressiven Power Management - und ja, da ist es besser die Platten einfach in den Spin Down zu schicken und die nicht auszuschalten. Verbraucht kaum weniger Energie und auf die Platten kann auch schneller wieder zugegriffen werden.
zu den cycles, wenn man darüber nachliest, gibt es nur uralt wissen und die zahlen 10k-200k für schaltzyklen. viele gehen von aus das die hersteller es extra geheim-halten, sodass die leute zur "nas festplatte" greifen und die ein verkaufsargument haben. ist quasi wie die kb/kibibyte debatte oder mhz/mega-transfers bei ram. ne art kognegtive dissonanz.
Da ist aber die Rede von 100k+ Cycles.
1x Reboot pro Tag macht da keinen Großen Unterschied.
So was erreicht man nur mit einem aggressiven Power Management - und ja, da ist es besser die Platten einfach in den Spin Down zu schicken und die nicht auszuschalten. Verbraucht kaum weniger Energie und auf die Platten kann auch schneller wieder zugegriffen werden.