F1 2021 im TÜV: GPU- und CPU-Benchmarks
Auf Seite 2 unseres Technik-Tests von F1 2021 geht es ans Eingemachte: Wie läuft das Spiel mit und ohne Raytracing auf populären Grafikkarten und Prozessoren?
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F1 2021 im Techniktest: Benchmarks
Wie bei jedem PCGH-Techniktest üblich, haben sich vor den Messungen mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen mit dem Spiel vertraut gemacht. Das haben wir selbstverständlich auch bei F1 2021 getan - mit anderen Worten: Wir fuhren erneut alle Schauplätze sowohl bei trockener als auch nasser Witterung ab, um die forderndste Route zu finden. Als Testschlitten dient uns wie bei den Vorgängern (und PCGH-untypisch) der integrierte Benchmark des Spiels. Diese Entscheidung hat Komfort- und Präzisionsgründe: Wie bei früheren Codemasters-Spielen auch, lässt sich mit der Benchfunktion jede einzelne Strecke des Spiels automatisch von der KI abfahren. Der eigene Bolide startet und bleibt dabei stets am Ende des Fahrerfelds, womit maximale Grafiklast erzeugt wird. Außerdem fährt die KI sauberer als jeder Tester, sodass die Werte so akkurat wie möglich sind. Der folgende Benchmark zeigt alle Schauplätze in F1 2021 sowohl bei nasser als auch trockener Witterung:
Quelle: PC Games Hardware
F1 2021: Alle Schauplätze nass und trocken getestet. Die im Mittel niedrigsten Bildraten erwarten Sie in Aserbaidschan, gefolgt von Italien und Mexiko. Nasse Witterung eliminiert die Umgebungsschatten (wie schon in F1 2020), sodass das Spiel wesentlich besser läuft.
Benchmarks von 20 Grafikkarten
Am Ende alle Probefahrten entschieden wir uns dazu, Aserbaidschan (Azerbaijan) als Benchmark-Strecke für die Grafikkarten heranzuziehen. Der Schauplatz fordert GPUs mit aktivem Raytracing das Äußerste ab, da überdurchschnittlich viele Spiegelungen und Schattierung der Spielwelt vorliegen - man kann hier durchaus von einem Worstcase-Szenario sprechen. Kommt hingegen kein Raytracing zum Einsatz, ist die Strecke nur durchschnittlich anspruchsvoll, das im Rahmen der regulären Grafkkarten-Tests in F1 2020 verwendete Monaco erzielt geringere Bildraten. Da Raytracing zu den Haupt-Neuerungen von F1 2021 gehört und wir dessen Leistungskosten beziffern möchten, setzt wir auf Aserbaidschan als Grafikkarten-Testszene. Die genauen Einstellungen finden Sie im folgenden Video vor:
Bei allen Benchmarks kommen die zum Testzeitpunkt aktuellen Grafiktreiber von AMD und Nvidia zum Einsatz, in diesem Fall der Geforce GRD 471.68 WHQL und die Radeon Software 21.8.1. Alle Messungen werden mittels einer neuen Version von CapFrameX durchgeführt, die Messdauer pro Durchlauf beträgt ausnahmslos 20 Sekunden; Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei den PCGH-Benchmarks sei April standardmäßig aktiv.
Wie immer bieten wir Ihnen die Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. Beginnen wir mit den "klassischen" Rasterizing-Benchmarks von Geforce gegen Radeon - also ohne Raytracing:
Eines kann man F1 2021 wahrlich nicht vorwerfen: schlechte Performance. Im Gegenteil, Codemasters' nun konsequent auf DirectX 12 ausgelegte Engine läuft vorzüglich, sogar auf angestaubten Rechnern. Sogar die altehrwürdige Geforce GTX 980 von 2014 kann in Full HD beinahe konstant 60 Fps halten. Aktuelle Gaming-Grafikkarten liefern entsprechend mehr, wobei sich vor allem AMDs RDNA 2 in Szene setzen kann: Wie bei F1 2020, das sich im Grafikkarten-Leistungsindex befindet, harmonieren die RX-6000-Grafikkarten außerordentlich gut mit der Engine, auch dank Smart Access Memory. Nvidias Ampere-Modelle holen mit steigender Auflösung ein wenig auf, doch selbst in Ultra HD performen die Navi-21-basierten Modelle bemerkenswert gut und erzielen konstant flüssige Bildraten.
Randnotiz: Vor einigen Monaten hielt ein Problem mit Vega-GPUs Einzug in F1 2020, das in F1 2021 übertragen wurde. Die Performance aller Vega-basierten Grafikkarten (und nur derer) fiel gerade in geringen Auflösungen schwach aus, was auf ein Problem mit Asychronous Compute hindeutet. Seit Version 1.07 von F1 2021 ist dieses Problem endlich gefixt - aber nicht in F1 2020. Da wir von den Probe-Messungen mit Version 1.06 noch Ergebnisse vorliegen haben, können Sie die Performance der Radeon RX Vega 56 direkt vergleichen (der alte Wert ist standardmäßig ausgeblendet).
Die mit Raytracing erzielten Bildraten sind erwartungsgemäß deutlich geringer als bem Rasterizing, wie der folgende Benchmark offenbart. Die folgenden Daten bilden nicht nur optisch den Gegenpol zur hoch kompatiblen Rasterizing-Grafik - wir testen bewusst mit der maximal möglichen Raytracing-Qualität.
Der Wechsel auf Raytracing-Schatten und -Spiegelungen setzt allen Grafikkarten deutlich zu, wenngleich der prozentuale Einbruch nicht ganz so heftig ausfällt wie beim Cyberpunk-Hingucker The Ascent. Je nach Grafikkarte bricht die Bildrate um mindestens 50, teilweise sogar um gut 70 Prozent ein. Besonders tief fallen die Radeon-Modelle, wenngleich deren Performance relativ gut ausfällt, wenn man sie beispielsweise mit The Ascent oder Cyberpunk 2077 vergleicht. Angesichts der enormen Leistungskosten bietet sich der Wechsel auf die Raytracing-Qualitätsstufe "Normal" an, allerdings müssen Sie dann mit flimmrigen Reflexionen und wabernden Schatten leben (siehe vorherige Artikelseite).
Prozessor-Benchmarks
Sie kennen uns, Prozessor-Benchmarks gehören bei den PCGH-Techniktests zum Programm. Je nach Spiel und dessen Neigungen testen wir mal mehr und mal weniger Prozessoren. Waren es bei The Ascent satte 44 Prozessoren, lassen wir es bei F1 2021 langsamer angehen - eine gute Hand voll CPUs soll diesmal genügen. Die Engine des Spiels skaliert ordentlich mit den bereitgestellten Kernen und Threads und die DirectX-12-API erlaubt eine effiziente Abarbeitung.
In den Optionen von F1 2021 findet sich der Punkt "Audiosimulationsqualität". Diese wird abhängig vom erkannten Prozessor eingestellt und das Spiel warnt davor, die höchste Einstellung zu verwenden, da diese Leistung kostet. In unserem Test zeigt sich, dass F1 2021 ab einem Sechskerner mit SMT die höchste Stufe aktiviert - so schlimm kann es also nicht sein. Auf einem Ryzen 5 1400 (4C/8T) wird hingegen "Hoch" eingestellt. Tatsächlich kostet die höchste Tonqualität bei unserer Stichprobe mit ebendiesem Prozessor kaum Leistung, zwischen Ultraniedrig und Ultrahoch liegen rund drei Prozent. Wir führen die Prozessor-Benchmarks folgerichtig mit maximaler Audio-Qualität durch - den Ohren zuliebe.
Mehr noch, wir testen außerdem mit maximalem Raytracing. Zu den weniger bekannten Fakten zählt die Tatsache, dass Raytracing nicht nur Grafikchips zusätzliche Arbeit abverlangt, sondern auch Prozessoren. In F1 2021 führt das zu einem messbaren Rückgang der Bildrate - in unseren Stichproben rund mindestens 25 Prozent, bei den Perzentilen ("Min-Fps") sogar um 50 Prozent. Dennoch erzielen die allermeisten Prozessoren der letzten fünf Jahre flüssige Bildraten. Die CPU-Benchmarks finden abweichend von den Grafikkarten in Catalunya (Spanien) statt. Wir verwenden die gleichen Einstellungen wie in F1 2020, das wir im Rahmen des Leistungsindex Prozessoren testen: nasse Strecke, Verfolgerkamera weit, nur eben mit aktive Raytracing. Nach- und Mittesten ist, wie immer, ausdrücklich erwünscht - die genauen Einstellungen sehen Sie im eingebetteten Video.
F1 2021 im Techniktest: Fazit
F1 2021 bietet erstmals Raytracing-Effekte und ist damit auf dem richtigen Weg. Gegenüber der am 16. Juli veröffentlichten Version haben die Entwickler einige Patches und Verbesserungen einfließen lassen, welche auch PCGH-Feedback enthalten. Die ehemals starre, zu bröseligen Ergebnissen führende Raytracing-Auflösung für Schatten und Spiegelungen ist Geschichte, nun dürfen Sie die Qualität in drei Stufen regeln. Mehr noch, auch das zuvor nicht konfigurierbare DLSS-Upsampling lässt sich nun dem eigenen Geschmack und Rechner anpassen - sogar ein Schärfe-Regler ist nun an Bord. Somit ist F1 2021 das hübscheste Rennspiel rund um die rasanten Boliden. Die Pracht gibt es jedoch nicht kostenlos, wie bei allen anderen Spielen senkt Raytracing die Bildrate fühlbar, in hohen Auflösungen sogar bedrohlich für Bestzeiten. Wem das zu viel des Guten ist, kann auf die immer noch hübsche und dabei wesentlich flüssigere Rasterizing-Grafik zurückgreifen.


War ja ein langer Weg bis DLSS sauber implementiert wurde...
Den CPU Test habe ich mit dem optimierten 10900K mal durchlaufen lassen:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Mit OC kommt das GPU Limit dann aber gefährlich nahe:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
MfG
Raff
Lächerlich, eine Grafikkarte als Referenz heranzuziehen die nur als OEM-Produkt in einem Komplettsystem zu bekommen ist.
Oder hat sich an diesem Zustand etwas geändert?
Ansonsten schöner Test und klasse Update.
Lächerlich, eine Grafikkarte als Referenz heranzuziehen die nur als OEM-Produkt in einem Komplettsystem zu bekommen ist.
Oder hat sich an diesem Zustand etwas geändert?
Ansonsten schöner Test und klasse Update.
Kleine Frage:
Wird die 6600XT noch in den RT Benchmarks auftauchen?
Ist nicht extrem schlimm, wenn die fehlt, würde das Testfeld nur abrunden, da sie die neueste Karte ist und auch in den normalen Benchmarks auftaucht.
MfG
Raff
Kleine Frage:
Wird die 6600XT noch in den RT Benchmarks auftauchen?
Ist nicht extrem schlimm, wenn die fehlt, würde das Testfeld nur abrunden, da sie die neueste Karte ist und auch in den normalen Benchmarks auftaucht.