Empire of the Ants mit UE 5.4: Grafikkarten-Benchmarks und Fazit
Inhaltsverzeichnis
Empire of the Ants: Grafikkarten-Benchmarks
Empire of the Ants ist ein Spiel auf Basis der Unreal Engine 5, bei der seit jeher gilt: Man kann nicht genug GPU-Leistung haben. Inwiefern das auch für Empire of the Ants mit der gereiften UE 5.4 gilt, haben wir uns anhand von 24 Grafikkarten in den Auflösungen Full HD/1080p, WQHD/1440p sowie Ultra HD/2160p angesehen - inklusive eines kurzen, wenig erfolgreichen Auftritts der Moore Threads MTT S80.
Quelle: PCGH
Breitbild-Unterstützung bringt Empire of the Ants leider nicht mit (Shot einer 32:9-Auflösung).
Die Benchmarks erfolgen wie üblich via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software 24.10.1, der Intel Game On Driver 6130 und der Nvidia Game Ready Driver 566.03. Damit Sie die Ergebnisse bestmöglich nachvollziehen können, geben wir auch die während der Messungen durchschnittlich anliegenden Taktraten an und zeigen die Benchmarkszene im folgenden Video.
Als Benchmarkszene dient uns eine überdurchschnittlich anspruchsvolle Szene, welche bereits kurze Zeit nach Spielbeginn zugänglich ist. Wir befinden uns am Bau unserer Kolonie Bel-o-kan, bei der geschäftiges Treiben herrscht. Die Mischung aus enormen Polygonzahlen - jede einzelne Ameise hat laut den Entwicklern bis zu 50.000 Dreiecke - und feiner Beleuchtung sowie Schattierung führt zu geringeren Fps-Raten als in vielen anderen Bereichen des Spiels. Bei unseren Evaluierungstests zeigte Empire of the Ants trotz der vielen Technikschmankerl jedoch überraschend hohe Bildraten, weshalb wir dieses UE5-Spiel nicht mit Upsampling testen - das heißt, soweit wir wissen. Im Grafikmenü setzen wir das TSR-Upsampling auf die höchste Stufe und stellen sicherheitshalber auch den korrespondierenden Wert in der Konfigurationsdatei auf 100, sodass mit nativer Auflösung gerechnet werden sollte. Kommen wir zu den Ergebnissen:
Obwohl es eigentlich um Ameisen geht, steht bei den Benchmarks nicht nur ein Elefant im Raum, sondern gleich zwei. Der Erste: Das Spiel weist ein hartnäckiges Framelimit von 120 Fps auf, das sich derzeit nicht abschalten lässt (von den Entwicklern auf unsere Nachfrage bestätigt). Wir haben daher ausnahmsweise WQHD/1440p standardmäßig eingeblendet, um zumindest den Großteil der teilnehmenden Grafikkarten zu separieren. Der zweite Dickhäuter: Die Performance ist, für sich genommen und für UE5-Verhältnisse im Speziellen, sehr erfreulich. Tatsächlich führten wir die ersten Evaluierungsmessungen anhand einer Geforce GTX 1080 Ti durch und stellten mehr als ordentliche Bildraten bei guter Qualität fest. Wie sich in den umfassenden Messungen zeigt, läuft Empire of the Ants auf einer Vielzahl von Grafikkarten gut bis sehr gut. Spielbarkeit ist in fast jedem Fall garantiert, denn 30 Fps genügen im Grunde für das weitestgehend gemächliche Gameplay.
Besonders freuen können sich Radeon-Nutzer, denn Empire of the Ants läuft überdurchschnittlich gut auf allen getesteten AMD-GPUs. Man merkt an dieser Stelle deutlich, dass die Unreal Engine 5 ein bewegliches Ziel ist, kein Spiel läuft wie das andere. Die hier anzutreffende Mischung aus hohen Polygonzahlen, verhältnismäßig seichtem Software-Raytracing, hübschen Virtual Shadow Maps sowie dem offenkundig weiter optimierten TSR-Upsampling schmeckt Radeon-Grafikkarten hervorragend. Inwiefern dies ein Wegweiser für künftige UE5-Spiele ist, bleibt abzuwarten, wobei es immer darauf ankommt, welche Features Entwickler nutzen. Komplexes Hardware-Raytracing wird stets auf Geforce-GPUs besser laufen, bis AMD mit der nächsten GPU-Generation die Flaschenhälse weitet. Apropos Flaschenhals:
Empire of the Ants lässt sich zwar mit 6-GiByte-Grafikkarten spielen, das Streaming-System stellt dann jedoch die Bildrate über die Bildqualität. Aufgrund von Speichermangel werden nicht die maximalen Oberflächendetails geladen, weshalb wir zu einer Grafikkarte mit mindestens 8 GiByte Speicher raten. Wer in Ultra HD und/oder Frame Generation spielen möchte, dem raten wir gar zu 12 GiByte, um stets ein hübsches Bild zu sehen.
Empire of the Ants: Fazit
Empire of the Ants ist eine angenehme Abwechslung, ein liebenswerter Lichtblick, ein prächtiger Perspektivwechsel. Die Idee, dass uns das Spiel in die Rolle einer Ameise versetzt, ist dabei nur die halbe Miete - die detailverliebte Umsetzung ergibt den Rest. Man muss kein Entomologe sein, um dem Charme des Spiels zu erliegen. Neben dem ausgeprägten Wusel-Faktor punktet das Insekten-Abenteuer mit großartiger Grafik, welche mit etwas Abstand tatsächlich so aussieht, als sähe man dem geschäftigen Treiben auf dem Waldboden zu. Damit nicht genug, das Spiel überrascht mit flüssigen Bildraten auf einer Vielzahl von Grafikkarten und lässt damit hoffen, dass die Unreal Engine 5 nun ihre Kinderschuhe ablegt und flügge wird. Selbstverständlich gibt es auch Schattenseiten, unter anderem die stark schwankende Texturqualität, welche knackige Oberflächen direkt neben Pixelbrei stellt. Oder der Mangel an Upsampling-Vielfalt; derzeit stehen nur Epics TSR sowie Nvidias DLSS 3.7 (inklusive DLAA sowie Frame Generation für RTX-4000-GPUs) zur Verfügung. FSR und XeSS werden laut den Entwicklern mit künftigen Updates nachgereicht. Falls Sie sich schon jetzt ins Getümmel stürzen möchten: Empire of the Ants erscheint am 7. November DRM-frei bei GOG, klassisch bei Steam und Epic Games Store sowie für die aktuellen Konsolen. Wer Empire of the Ants vorbestellt, erhält das Original aus dem Jahr 2000 gratis dazu.
Empire of the Ants "maxed out" (UHD + DLAA)
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Der Treiber schreibt was von nicht unterstützter API, UE 5.4 sollte aber DX12 sein.
Vielleicht richtet es der nächste Treiber.
Die Leute beschweren sich immer, wenn der x-te CoD, BF oder Fifa-Aufguss serviert wird. Hier macht ein Entwickler mal etwas anderes. Auch falsch?
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MfG
Raff
Ich würde mich abseits dieses Spiels (es bietet sich aber dafür an), gern mal eine aktualisierte Bestandsaufnahme diesbezüglich sehen. Früher war das ja recht häufig zu beobachten, dass diese Einstellung tatsächlich auch Auswirkungen sichtbar zeigte. Die letzten zwei Jahre allerdings, hatte ich nicht das Gefühl. Also bei den wenigen Stichproben, die ich da getätigt habe, war kein Unterschied zu sehen, so dass ich schon mehr als einmal gedacht habe, diese Einstellung könnte inzwischen überholt sein.
Beim AF siehts anders aus. Da kam es mir mehrfach so vor als wenn der treiberseitige Zwang hilft.
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MfG
Raff