Corsair-Headset HS1 im Test - Wie gut sind die Gamer-Lauscher?

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Test Daniel Möllendorf Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Neben dem Corsair HS1 (vorne) erreichten uns folgende 7.1-Testmuster: Logteich G930 Wireless, Plantronics Gamecom 777 7.1 und Raptor-Gaming H3 7.1.
Quelle: PCGH

Kurz vor dessen Veröffentlichung bekamen wir bereits ein finales Testmuster des ersten Headsets von Corsair: Das 100 Euro teure HS1 verfügt über große, weich gepolsterte Hörmuscheln und simuliert 7.1-Raumklang per Dolby Headphone und Pro Logix II. Statt Klinkenstecker gibt es ausschließlich einen USB-Anschluss.

Corsair HS1 02 Quelle: PCGH Corsair HS1 02 Corsair betonte im Gespräch, dass es sich bei dem HS1 um eine Eigenentwicklung handelt. Dabei waren unter anderem Techniker beteiligt, die ursprünglich für Logitech Headsets entwickelt haben. Besonders wichtig waren den Entwicklern guter Klang, der bei der Musikwiedergabe mit teureren Kopfhörern mithalten soll und hoher Tragekomfort auch über Stunden.

Daher hat man sich für große Hörmuscheln entschieden in denen jeweils ein Lautsprecher sitzt - die Techniken Dolby Headphone und Pro Logix II sollen für virtuellen 7.1-Klang und daher gute räumliche Ortung im Spiel sorgen. Corsair hat sich beim HS1 bewusst gegen mehrere Lautsprecher pro Hörmuschel entschieden, die beispielsweise beim Speed-Link Medusa NX 5.1 oder dem Roccat Kave zum Einsatz kommen und dort für 5.1-Raumklang sorgen sollen. Somit bleibt genug Platz für große Lautsprecher in den Hörmuscheln, die für einen besseren Klang sorgen können als viele kleine Speaker. Dementsprechend kommen beim HS1 50-Millimeter-Lautsprecher zum Einsatz - bei den meisten Spieler-Headsets sind es nur 35-mm- oder 40-mm-Modelle.

Corsair HS1: Klangtest
Wer ein günstigeres Headset gewohnt ist, dürfte sich beim Aufsetzen des HS1 zunächst wundern: Im Gegensatz zu den meisten Spiele-Headsets ist der Basspart hier relativ zurückhaltend. Dementsprechend krachten beispielsweise Explosionen bei unserer Proberunde mit Crysis nicht ganz so bedrohlich wie beispielsweise bei der Medusa-Reihe von Speed-Link. Auch Mündungsfeuer grollt nicht so unheilvoll. Dafür spielt das Corsair-Headset bei unseren bewährten Musikstücken, die wir für jeden Klangtest verwenden, Tieftonpassagen detailliert und mit feinen Abstufungen. Der vergleichsweise schwache Bass hat einen weiteren Vorteil: Da sich zu tiefe Töne ohnehin nicht räumlich zuordnen lassen, kann ein zu kräftiger Tieftöner bei einem Headset die räumliche Ortung erschweren - das ist beispielsweise bei Multiplayer-Shootern ein Problem.

Auch Höhen und Mitten gibt das Corsair HS1 in unseren Teststücken authentisch und präzise wieder. So ertönt beispielsweise der hervorragende Orchester-Soundtrack von Anno 1404 gut akzentuiert und natürlich. Bei dem Coldplay-Stück Clocks, das üblicherweise gnadenlos Schwächen bei der Wiedergabe aufdeckt, klingen Mitteltöne wie die feine Hintergrundmelodie (bei schwachen Headsets geht diese unter) deutlich und original. Klavierklänge wirken jedoch nicht ganz so filigran wie beim Steel-Series-Headset 7H (ca. € 75,-) oder dem PC360 von Sennheiser (ca. € 140), die wir beide in der Ausgabe 08/2010 getestet haben. Im Vergleich zum Speed-Link Medusa NX 5.1 liegt das HS1 in unserem Klangtest hingegen klar vorne. Damit eignet sich das HS1 für etwas ambitioniertere Musikhörer; sie werden bei Ihren Lieblingsstücken deutlich mehr Details heraushören als mit den meisten günstigen Headsets. Auch Fans von Multiplayer-Shootern profitieren von dem vergleichsweise zaghaft gestimmten Bass. Wer jedoch hauptsächlich Singleplayer-Titel spielt und sich dabei kräftig grollende Explosionen wünscht, sollte sich ein anderes Headset kaufen - beispielsweise das Speed-Link Medusa NX 5.1.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Corsair-Headset HS1 im Test - Einleitung und Klangtest
  2. Seite 2 Corsair-Headset HS1 im Test - Tragekomfort, Mikrofon und Kabelfernbedienung
  3. Seite 3 Corsair-Headset HS1 im Test - Fazit und Testtabelle
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von VVeisserRabe Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Daniel_M
        Siehe Text:
        oha, hab die folgenden seiten übersehn
      • Von VVeisserRabe Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Daniel_M
        Siehe Text:
        oha, hab die folgenden seiten übersehn
      • Von Daniel_M Freizeitschrauber(in)
        Zitat von VVeisserRabe
        btt: wie geräumig sind die ohrmuscheln? Die vom g35 sind mir leider zu klein, das kave ist von der größe optimal, hat aber leider keinen so guten klang wie das g35
        Siehe Text:

        In den Hörmuscheln des HS1 finden selbst große Ohren genug Platz - der Innendurchmesser beträgt 6,5 x 4,3 Zentimeter. Damit sind die Muscheln geräumiger als beim Medusa NX (6,1 x 4,3 Zentimeter) aber nicht ganz so großzügig dimensioniert wie bei Logitechs G35 (6,5 x 4,5 Zentimeter).
      • Von BigBubby Lötkolbengott/-göttin
        MP3 Player als Sononym für einen Player zur wiedergabe von Medien. Ob man da jetzt einen 15€ MP3 Player oder einen 200€ MP3 Player oder eine Anlage für tausende Euro ist, ist unerheblich. Es ging darum, dass man doch kein Gamingheadset an sowas anschließt, schließlich will man perfekten Ton bei diesen Geräten und keine optimale räumlichkeit mit abstrichen bei der Tonqualität und dazu ein Micro...
      • Von VVeisserRabe Software-Overclocker(in)
        Zitat von BigBubby
        Du benutzt doch wohl kuam ein headset mit Mic für deinen MP3 Player, oder? Da würde ich mir wirklich gute Kopfhörer kaufen und nicht gaming Zeug.

        Aber schade ist es auf jeden Fall. Ganz cool find ich die Lösung von manchen headsets, dass man die sowohl mit klinke, als auch mit USB anschließen kann. Da ist sozusagen eine kleine usb soundkarte dabei.
        lol , richtig gute kopfhöhrer und dann hängst nen mp3 player dran

        btt: wie geräumig sind die ohrmuscheln? Die vom g35 sind mir leider zu klein, das kave ist von der größe optimal, hat aber leider keinen so guten klang wie das g35

        Da schwächeln leider fast alle headsets unter 100€ am schlimmsten war bis jetzt das speedlink medusa mit seiner mickrigen polsterung taten mir die ohren schon nach einpaar minuten weh
      • Von violinista7000 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat
        Wünschen Sie sich einen Vergleichstest in einer der nächsten Ausgaben?
        ja bitte! Ich bin an das G930 besonders interessiert!
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