Schluss mit dem Roller-Chaos: Nächste Stadt setzt Parkzonen-Konzept um

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Schluss mit dem Roller-Chaos: Nächste Stadt setzt Parkzonen-Konzept um
Quelle: Xiaomi

In Neuss werden jetzt feste E-Scooter-Parkzonen ausgewiesen und per Geofencing digital gesteuert. So soll das Wildparken auf Gehwegen verhindert, die Sicherheit erhöht und das Stadtbild wieder freigegeben werden.

E-Scooter gehören mittlerweile zum Stadtbild. Sie liegen in Gräben, in Gebüschen oder stehen mitten auf den Gehwegen und stellen für manche Fußgänger eine Gefahr dar. Die Stadt Neuss hat sich diesem Problem angenommen. Trotz vermehrter Beschwerden von Anwohnern und Fußgängern hat sich die Stadtverwaltung dazu entschieden, kein generelles Verbot für E-Scooter auszusprechen.

Mit dem gemeinsamen Antrag von SPD und Grünen im Stadtrat soll nun ein Mittelweg gefunden werden: Statt pauschal zu verbieten, werden in Neuss feste Parkzonen ausgewiesen. Bereits an der Erprather Straße nahe der Bushaltestelle Erasmusstraße sollen die ersten Markierungen sichtbar sein.

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Mindestens ebenso wichtig wie die Bodenmarkierungen ist die digitale Umsetzung in den Verleih-Apps. Nach dem Vorbild von Düsseldorf wird in Neuss Geofencing aktiviert: Nutzer können ihren Scooter künftig nur innerhalb der definierten Zonen abstellen und abschalten. Befindet man sich außerhalb des erlaubten Bereichs, unterbindet die App den Abstellvorgang. Ein entsprechender Testlauf mit den E-Scooter-Anbietern ist laut Verwaltung bereits in Vorbereitung.

Erfahrungen aus anderen Städten

Die Probleme sind nicht einzigartig oder betreffen nur Neuss. In Mainz wurden im Innenstadtbereich und am Rheinufer Parkverbotszonen eingerichtet, in denen die E-Roller weder abgestellt noch ausgeschaltet werden dürfen. Rüsselsheim setzt seit einiger Zeit auf 15 feste Parkzonen im Kernbereich der Stadt, die in den Verleih-Apps deutlich markiert sind. München erlaubt seit 2022 im Gebiet innerhalb des Altstadtrings nur 40 fest definierte Abstellflächen, womit die Zahl der falsch abgestellten Scooter drastisch gesunken sein soll.

In Bremen hingegen testen Anbieter seit einiger Zeit ein akustisches Warnsystem: Blinde und sehbehinderte Menschen können eine App auf ihrem Smartphone installieren. Sobald sie sich einem abgestellten Bolt-E-Scooter nähern, sendet die App ein Signal an das Fahrzeug, das daraufhin einen Orientierungston abgibt. Mit zunehmender Annäherung verstärkt sich der Ton.

Ob sich die Methode aus Neuss durchsetzt und das Ziel der Beseitigung des Scooter-Chaos erreicht, muss sich noch herausstellen. Fest steht jedoch, dass eine konsequente Regulierung des Abstellens dazu beitragen kann, Gehwege freizuhalten, die Sicherheit im Stadtraum zu erhöhen und den E-Scooter-Anbietern weiterhin einen verlässlichen Rahmen zu bieten.

Was halten Sie von den vorgeschlagenen Parkzonen und Geofencing-Lösungen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.

Quellen: RP Online, Mainz, Süddeutsche, Rüsselsheim

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    • Kommentare (48)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        Nehme ich als Sehbehinderte nicht als solchen wahr. Ich wäre tatsächlich recht froh, wenn es gerade des Nachtens etwas in der Art auch in Nürnberg geben würde. Klar wird damit die Verantwortung auf mich an gewälzt. Andererseits ist das besser als ständig Gefahr zu laufen, mich fährt auf die Nase zu legen. Problematisch wird es nur, wenn das nicht nur als Übergangslösung gilt. In den anderen Punkten stimm ich dir allerdings zu.
        Okay, das ist offenbar auch eine Frage von Perspektive, Anspruch, Erwartung, Abwägung, Betonung, schätze ich. Ich habe da primär die idealistische (Menschenrechts!?) Perspektive aufgegriffen.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        Nehme ich als Sehbehinderte nicht als solchen wahr. Ich wäre tatsächlich recht froh, wenn es gerade des Nachtens etwas in der Art auch in Nürnberg geben würde. Klar wird damit die Verantwortung auf mich an gewälzt. Andererseits ist das besser als ständig Gefahr zu laufen, mich fährt auf die Nase zu legen. Problematisch wird es nur, wenn das nicht nur als Übergangslösung gilt. In den anderen Punkten stimm ich dir allerdings zu.
        Okay, das ist offenbar auch eine Frage von Perspektive, Anspruch, Erwartung, Abwägung, Betonung, schätze ich. Ich habe da primär die idealistische (Menschenrechts!?) Perspektive aufgegriffen.
      • Von PCGH_Jacky Software-Overclocker(in)
        Zitat von inhuman_nature
        Was für ein Hohn gegenüber sehbeeinträchtigen Menschen!
        Nehme ich als Sehbehinderte nicht als solchen wahr. Ich wäre tatsächlich recht froh, wenn es gerade des Nachtens etwas in der Art auch in Nürnberg geben würde. Klar wird damit die Verantwortung auf mich an gewälzt. Andererseits ist das besser als ständig Gefahr zu laufen, mich fährt auf die Nase zu legen. Problematisch wird es nur, wenn das nicht nur als Übergangslösung gilt. In den anderen Punkten stimm ich dir allerdings zu.
      • Von inhuman_nature Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Jacky
        In Bremen hingegen testen Anbieter seit einiger Zeit ein akustisches Warnsystem: Blinde und sehbehinderte Menschen können eine App auf ihrem Smartphone installieren. Sobald sie sich einem abgestellten Bolt-E-Scooter nähern, sendet die App ein Signal an das Fahrzeug, das daraufhin einen Orientierungston abgibt. Mit zunehmender Annäherung verstärkt sich der Ton.
        Was für ein Hohn gegenüber sehbeeinträchtigten Menschen! So eine Warn-APP kann und darf nicht mehr als ein kurzweiliger Notbehelf sein, finde ich. Die Verantwortung an Betroffene abzuwälzen, ist eine Zumutung und Diskriminierung. Das Problem ist das Verhalten der E-Scooter-Nutzer:innen, die den Roller gedankenlos/rücksichtslos irgendwo abstellen. In Verantwortung sind die Anbieter, so einen Missbrauch zu verhindern. Wenn die Anbieter das nicht mit Service-Beginn hinkriegen, so müssen die verboten werden bzw. dürfen die nicht zugelassen werden. Eigentlich sehr einfach. Es ist schon sehr verwunderlich, dass diesbezüglich nur vereinzelte Städte meist noch verzögert, etwas gegen diesen Misstand unternommen haben - zumal bei der Bürokratie, die sonst so vorherrscht.
        Zumal es nicht nur seheingeschränke Menschen betrifft. Mitten auf dem Gehweg an Engstellen, Übergängen und so weiter abgestellt, versperren sie allen Fußgänger:innen den Weg bzw. schweren das Vorankommen.

        Zitat von G4mest3r
        Ja schon. Aber der "Schmutz" ist ja nicht dem Gerät geschuldet, das an sich ganz brauchbar und pragmatisch ist, sondern dem Sozialverhalten der Nutzer. DAS ist der eigentliche Schmutz.
        Das ist wohl eine Frage der Perspektive. Schmutz im Sinne von Verschwendung kann/sollte mensch schon bezüglich E-Scooter diskutieren. Was ist der Mehrwert bezogen auf den Ressourceneinsatz für die Herstellung eines E-Scooters? Die Dinger wiegen ja einiges und enthalten Elektronik, Akku ...
      • Von BiTbUrGeR Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Und ich hab mich auch verlesen und mich gerade gefragt, warum man mir mein geliebtes Rollercoaster (Tycoon) wegnehmen will.

        Zum Thema:
        Wenn sich die Leute auf den Rollern wenigstens an die Regeln auf der Straße halten würden, dann wäre die Sache halb so schlimm. Erst heute morgen hätte ich fast einen überfahren, kein Witz. War auf der Vorfahrtsstraße unterwegs und dort befand ich sich eine Verkehrsinsel, die auf eine andere Straße führt (geradeaus weiter beginnt eine Bus-Spur).

        Von links kam ein Roller, fährt auf die Insel zu und ihr wisst, was jetzt kommt: Seelenlos wird über die Insel einfach auf die Straße eingebogen, auf der ich gerade mit einem fast zwei Tonnen schweren Audi fahre, blinke und gut 30 Sachen drauf habe – ohne (!) zu gucken, ob überhaupt ein Fahrzeug kommt. Wäre ich ne Sekunde schneller gewesen... nunja, meinem Auto wäre nicht viel passiert, aber Leute auf Rollern denken offenbar, dass sie unsterblich wären. Auf mein Hupen wurde gar nicht mehr reagiert, möglicherweise Lautsprecher in den Ohren (wozu auch auf Gefahren achten, wenn man eh unsterblich ist?). Was soll ich dazu noch sagen?
        Verantwortung muss man erst einmal lernen, und wie sollen junge Menschen sie lernen oder übernehmen wenn ihre Eltern schon nicht mal mehr wissen wie man das Wort Buchstabiert?

        Ich hoffe das du ihm das Leben gerettet hast trägt Früchte, sonst wünsche ich dir viel Taubenkacke auf deinem Audi!

        Wie soll sich der Genpool so jemals wieder zum Guten wenden?

        Ach eine Idee hätte ich aber fürs nächste Mal damit er dich hört!
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von ruyven_macaran
        (Während ich Leihräder in Deutschland ehrlich gesagt äußerst selten sehe. Obwohl ich seit den 0er Jahren in Städten mit entsprechendem Angebot lebe.
        Naja, muss man das wirklich erklären? Menschen sind faul. E-Roller fahren von selbst. Fahrräder muss man selbst antreiben. Da wundert mich die Beliebtheit der Roller ggü. Rädern nicht.
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