Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe

Techlands Dying Light 2 will das Survival-Horror-Genre mit rollenspieltypischen Entscheidungen und deren Auswirkungen bereichern. In einer der letzten Zufluchtsorte der Menschheit müssen Sie diverse Fraktionen bei Laune halten, ohne von den Infizierten gefressen zu werden. PC Games Hardware hat sich Dying Light 2 auf der E3 2018 näher angesehen.

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Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe
Quelle: Techland

Zombies haben es nicht leicht: Vor wenigen Jahren waren sie noch überall im Fernsehen und in Computerspielen präsent. Doch inzwischen scheint der Hype etwas abgeebbt zu sein - stattdessen geht es in diversen Weltkriegs-Shootern wieder klassisch gegen Nazis oder im Battle-Royal-Modus von PUBG, Fortnite und Co. direkt gegen menschliche Gegner.

Techland lässt sich davon nicht beeindrucken: Die Entwickler des polnischen Studios arbeiten mit Hochdruck an Dying Light 2 auf Basis der hauseigenen C-Engine, dem Nachfolger des 2015 erschienenen ersten Teils, der gekonnt die Genres 3D-Shooter, Survival Horror und Action-Adventure mixte - und den nach den Worten von Lead Level Designer Piotr Pawlaczyk wöchentlich noch immer rund 500.000 Spieler spielen. Auf der E3 2018 in Los Angeles gaben uns die Entwickler einen Einblick in den Stand der Dinge - selbst spielen durften wir allerdings noch nicht.

Endzeitliche Edelfedern

Dying Light 2 spielt 15 Jahre nach dem Krieg gegen die zombieartigen Infizierten. Europa ist erneut in ein dunkles Mittelalter zurückgefallen, ohne Regierung, Gesetze und Moral. Schauplatz des Spiels ist eine nur "The City" genannte Großstadt, die wir mit waghalsigen Parkour-Manövern unsicher machen. Jedenfalls bei Tag - bei Nacht erwachen die Infizierten aus ihrem Schönheitsschlaf und ziehen nun von der Sonne ungestört durch die Straßen der Stadt.

"Es liegt an euch, das Schicksal einer zerfallenden Metropole zu gestalten", orakelt Piotr Pawlaczyk. Und natürlich an den Autoren der Hintergrundgeschichte und Quests. Hier konnte Techland nicht nur den in Rollenspielkreisen bekannten Chris Avallone (Black Isle Studios, Obsidian Entertainment) gewinnen. Einige der Missionen sind sogar von den Autoren verfasst, die an The Witcher 3 mitgewirkt haben, etwa an der Geschichte um den Blutigen Baron.

Infizierten-Parkour

Wir sind in der namenlosen Stadt - die übrigens vier Mal so groß wie alle Karten des Vorgängers zusammen sein soll - derweil beschäftigt, einen Botschafter zu suchen. Der sollte mit den Besitzern eines Wasserturms darüber verhandeln, das Wasser für alle Bürger aufzudrehen. Auf dem Weg zum Turm passieren wir ein Kaufhaus, in dessen dunklen Verkaufsräumen die Infizierten auf den Abend warten.

Weil wir sie dennoch aufwecken könnten, schleichen wir uns vorsichtig an ihnen vorbei, klettern ein Regal hoch und dann an der Decke entlang zu einem Kronleuchter. Der saust natürlich nach unten und weckt die ganze Bande auf. Wir flitzen aus dem Kaufhaus und springen auf ein anderes Gebäude. "In Dying Light 2 gibt es doppelt so viele Parkour-Moves wie im ersten Teil", freut sich Piotr Pwalaczyk.

Ein Schlauer trimmt die Ausdauer

Unterwegs treffen wir außerdem auf ein paar Plünderer, die die Infizierten mit UV-Lampen fernhalten, während sie wertvolle Dinge aus einem Haus klauen. Wer die im modernen Mittelalter noch kaufen will, sei dahingestellt, die Gauner sind aber kein Stück froh, uns zu sehen. Wie in einem Martial-Arts-Film machen wir Kleinholz aus ihnen, doch dann bläst einer in ein Horn und ruft so Hilfe herbei. Wir fliehen einmal mehr über die Dächer der Stadt, bis wir schließlich den Wasserturm erreichen.

Der normale Zugang ist natürlich verschlossen, so dass wir mit etwas Akrobatik nach oben gelangen müssen. Doch unsere Ausdauer sinkt bei jedem Sprung: Wer nur drauflos rennt und hüpft, hat möglicherweise nicht mehr genug Kraft in den Händen, um an eine sichere Stelle zu gelangen und stürzt ab. Producer Kornel Jaskula hangelt, springt, klettert und schwingt sich empor, dass es eine wahre Freude ist - wir vermuten, dass wir dafür mehrere Anläufe benötigen werden.

Gnadenlose Friedensstifter

Schließlich sind wir oben auf dem Turm und damit in einer Art Wärterhaus, wo wir zwei miesen Typen begegnen. Sie geben unumwunden zu, den Botschafter umgehauen zu haben. "Jetzt könnt ihr wählen", sagt Piotr Pawlaczyk. "Entweder ihr rächt den Tod des Diplomaten oder ihr stellt euch auf ihre Seite." In einem ersten Durchgang lassen wir der Gerechtigkeit freien Lauf und erledigen die beiden. Ein paar Wochen bestimmen die Peacekeeper das Stadtbild. Zwar gibt es nun Trinkwasserbrunnen auf den Straßen, doch wer die Regeln der Peacekeeper bricht, auf den wartet der Tod. Dying Light 2 auf der E3 2018: Wer sich gegen die Peacekeeper auflehnt, muss mit einer Hinrichtung rechnen Quelle: Techland Dying Light 2 auf der E3 2018: Wer sich gegen die Peacekeeper auflehnt, muss mit einer Hinrichtung rechnen Beschließen wir allerdings, uns auf die Seite der zwei Turmbesitzer zu stellen, bleibt uns die Basis der Peacekeeper verwehrt. Auch Gesundheitsregeneration per Wasser gibt es nicht und obendrein treibt nun eine Gang namens La Puerta ihr Unwesen in der Stadt. Immerhin dürfen wir den Wasserturm als Stützpunkt nutzen. Ob das also wirklich so eine gute Wahl war? Das werden wir 2019 erfahren, wenn Dying Light 2 erscheint.

Gameplay-Auswirkungen auf "The City"
Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe (8)
Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe (8) Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe (9) Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe (10)

Fazit

Schon der erste Teil brachte frischen Wind ins etwas müffelnde Zombie-Genre. Mit noch mehr Parkour-Moves, einer neuen Spielwiese mit vielen Entscheidungsmöglichkeiten, Fraktionen und natürlich Infizierten macht Dying Light 2 einen prima Eindruck.

Wie schon im Vorgänger sind außerdem wieder Koop-Partien möglich: Bis zu vier Spieler dürfen zusammen auf Infizierten-Jagd beziehungsweise Stadtmissionen gehen. Dabei trifft dann immer der Spieler, der seine Freunde in "seine" Stadt einlädt, die Quest-Entscheidungen, weil diese sich ja auch auf seine Spielwelt auswirken - und nicht jene der Besucher.

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    • Kommentare (11)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ChrisMK72 Lötkolbengott/-göttin
        AW: Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe

        Aber nicht im Vollbild.

        Kann auch 5k 21:9 auf meinem laufen lassen.
        Aber die FPS machen dann schlapp.
        Also lass ich's lieber, wie's ist.
      • Von ChrisMK72 Lötkolbengott/-göttin
        AW: Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe

        Aber nicht im Vollbild.

        Kann auch 5k 21:9 auf meinem laufen lassen.
        Aber die FPS machen dann schlapp.
        Also lass ich's lieber, wie's ist.
      • Von blautemple Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe

        Zitat von ChrisMK72
        Haben will !

        Ach, lieber mit PC am Monitor auf Breitbild, 21:9, als 4k.

        Mehr Bild und mehr FPS auf einmal. UWQHD reicht dafür.

        Ich weiß gar nicht, was immer alle mit 4k/UHD wollen ?
        Schmalbild und frisst dafür noch mehr Leistung.
        Halt dich fest, ein 4K Monitor kann sogar beides. Benutzerdefinierte Auflösung lautet das Zauberwort, damit kann jeder 4K Fernseher/Monitor nativ UWQHD darstellen. Umgekehrt wird das nichts

        Gesendet von iPhone mit Tapatalk
      • Von Regenerator PC-Selbstbauer(in)
        AW: Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe

        Wird gekauft!

        Aber wo bleibt die VR-Ankündigung? Das Spiel ist wie geschaffen dafür!
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        AW: Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe

        Das Spiel weckt Aufrüstinstinkte, auch wenn dieses Jahr erst aufgerüstet wurde
      • Von Pladdaah Freizeitschrauber(in)
        AW: Dying Light 2 auf der E3 2018: Untote, Parkour und kernige Kämpfe

        !!VORFREUDE!!
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