Neue Marvel-Serie Secret Invasion muss für KI-Intro harte Kritik einstecken
Disney hat mit Secret Invasion die nächste Marvel-Produktion auf ihrem Streaming-Dienst veröffentlicht. Die Community diskutiert allerdings weniger über die Inhalte als über das von einer KI erstellte Intro der Serie.
Marvel und Disney müssen sich schon seit einer ganzen Weile Kritik in Bezug auf die vielen Kinofilme und Fernsehserien rund um die Superhelden und -schurken anhören. Die Produktionen mit riesigen Budgets ziehen Ressourcen aus der Unterhaltungsindustrie und halten andere, vermeintlich kreativere, Unternehmungen klein. So zumindest der Vorwurf. Nun steigt die Diskussion auf eine neue Stufe, denn die neue Marvel-Serie Secret Invasion verwendet ein von einer KI erschaffenes Intro.
Marvel rechtfertigt Einsatz von KI durch Thema der Serie
In Secret Invasion, das ab sofort auf Disney Plus verfügbar ist, geht es um eine Alieninvasion. Samuel L. Jackson muss die sogenannten Skrull, die sich als Menschen tarnen können, ausfindig machen und eliminieren. Laut Director und Executive Producer Ali Selim war man bei Marvel der Meinung, das Thema passe gut zum Einsatz einer KI. Und so entstand das Intro, das ästhetisch bei den Fans nicht gut ankommt. Das größere Problem ist aber natürlich, dass die KI menschliche Arbeitskräfte vom Markt drängen kann.
"Ich bin am Boden zerstört", schreibt Jeff Simpson, der als Concept Artist an der Serie mitwirkt. "Ich glaube, dass KI unethisch und gefährlich ist und nur dazu dient, die Karrieren von Künstlern zu zerstören." Unterstützung bekommt Simpson unter anderem von Blizzard-Artist "Dekubrush": "Stellt euch das Mal vor, die entwickeln eine ganze Serie, in der es buchstäblich darum geht, dass Menschen imitiert werden, mit dem Ziel, sie letztlich zu entmachten und zu ersetzen, und dann tun die das. Was für eine Blamage. Ein absolutes Versagen höchsten Ausmaßes."
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Dass die Künstler es nicht gerne sehen, dass eine KI ihre Arbeit übernimmt, ist logisch. Aber auch die Community steht dem Vorgehen von Marvel größtenteils kritisch gegenüber. "Eine Beleidigung an den Konsumenten und die gesamte Kunstwelt", schreibt zum Beispiel "Spielenator" (via Twitter). "Erst werden die VFX-Arbeiter komplett ausgebeutet, und dann einfach ausgetauscht. Widerlich." Der Vorfall erinnert an die Verwendung einer Midjouney-Kreation in einem Tweet der Macher von System Shock. Auch hier war der Aufschrei groß.
Quelle: Polygon

Der Fortschritt hat zb. in Form von "dummen" Robotern bis heute (dutzende? hunderte?) Millionen Arbeitsplätze gekostet, das ist eben so. Jetzt kommt mit K.I. die nächst höhere "Klasse" eben auch mal dran.
Die Automatisierung hat auch fast immer einen Verlust an "Individualität" in der "normalen" Produktion bedeutet, die man von "Handmade" eben eher bekommen kann, als von einer Maschine. Dafür hat die Maschine die Preise (Herstellungskosten) gedrückt, und es Menschen damit ermöglicht, Dinge zu kaufen, die sie sich anders nicht (oder nicht in dem Maße) hätten leisten können.
Auch der "Künstler" kauft ja diese Dinge, die er sich handgefertigt nicht leisten will oder kann. Dann soll er auch nicht jammern, wenn er jetzt auf der Abschussliste steht. Mit seinem Konsum hat er ja auch zu genau dieser Entwicklung beigetragen. Und ich wette, 99% der Künstler haben sich (bisher?*fg*) auch nicht dafür interessiert, für welchen "Stellenabbau" sie mit ihrem Konsum beigetragen haben.
Aber klar, je weiter oben die Jobs, die "die Maschine" den Menschen wegnimmt, auf der Leiter sind, desto lauter werden die Stimmen derer, die es jetzt auch erwischt...
Das gibts schon mit Hilfe von Algorithmen in jedem dahergelaufenen roguelike/-lite. Und momentan besteht bei openAI momentan auch noch recht viel auf Algorithmen. Gerade bei Spielen wird sich das auch noch lange Zeit nicht ändern, falls überhaupt jemals.
Die Publisher, die KI verwenden, werden einfach ihre Leute, die sie dann nicht mehr brauchen, kündigen und das Produkt wird den Spielern hingerotzt. Man sieht doch eh, dass viel zu viele Leute jeden erdenklichen Müll kaufen, auch von Firmen wie activision blizzard, ubisoft und electronic arts, die ihre Käufer jedes Jahr aufs neue Verarschen.
KI ist für Publisher nicht interessant, damit ihre Entwickler ein Lotterleben führen können, sondern damit sie Leute entlassen und somit mehr Profit einfahren können.
"Ich bin am Boden zerstört", schreibt Jeff Simpson, der als Concept Artist an der Serie mitwirkt. "Ich glaube, dass KI unethisch und gefährlich ist und nur dazu dient, die Karrieren von Künstlern zu zerstören."
Von daher sollten Künstler sich damit meiner Meinung nach lieber ausgiebig beschäftigen, denn zurückerfinden kann man die aktuelle Technologie nicht mehr. Wer die KI beherrscht, der wird auch in Zukunft noch als Künstler Arbeit finden und seine Visionen umsetzen können, wenn auch auf andere Weise.
Denn letztendlich ist die KI auch nur ein Werkzeug, wenn auch ein sehr mächtiges.