PCGH Retro: Spielegeschichte von Diablo 1 bis Diablo 3
Die Videospielserie Diablo hat eine steile Karriere hinter sich: Vom Überraschungshit über einen der meistgespielten Multiplayer überhaupt. Was begeistert derartig viele Spieler an augenscheinlich monotonen Klickorgien und einem extrem bedrückenden Setting? PC Games Hardware geht zurück zu den Anfängen der Serie.
Hinweis: Der folgende Artikel stammt vom Januar 2012 und wagte einen Ausblick auf den dritten Teil der Serie. Von den Problemen zu Beginn des Starts ("Fehler 37") und der großen Empörung unter Spielern, beispielsweise hinsichtlich der Echtgeld-Auktionshauses, konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nichts ahnen. Auch das Thema PvP und Konsolenumsetzung lief schlussendlich doch ganz anders, als man dachte.
Diablo I (USA: Dezember 1996 / Europa: Januar 1997)
Die Anfänge waren noch sehr beschieden. Das Spiel wurde ursprünglich von der Firma Condor entwickelt und sollte ähnlich wie Might & Magic als rundenbasiertes Rollenspiel auf den Markt kommen. Kurz vor Release wurde Condor von Blizzard aufgekauft und in das neue Unternehmen in "Blizzard North" umbenannt. Mit der neuen Führung wurde das Konzept auf ein Echtzeitrollenspiel umgebaut. Heute definiert man das Genre als Hackn' Slay. Ziel des Spiels war es natürlich schon damals, Diablo zu vernichten. Der wahrscheinlich noch etwas fehlenden Rechenleistung war es geschuldet, dass Diablo I noch wesentlich mehr Rollenspielaspekte und weniger Monster als die Nachfolger enthielt. Die Klassen waren schon damals klar getrennt. Zauberer mit Fernkampf und Magier, Krieger mit schweren Waffen und Rüstungen im Nahkampf sowie der Schurke mit Bögen im Fernkampf, heute eher mit einem Jäger zu vergleichen. Das Setting war für damalige Verhältnisse ungemein düster und bedrückend. Die Jagd nach Dämonen erforderte natürlich ein solides Ausmaß an Gewalt. Dennoch bekam auch Diablo I eine USK-16-Freigabe. Die Grafik war auf eine Auflösung 640 x 480 begrenzt. Selbst beim Nachfolger kam die Unterstützung für 800 x 600 erst in einem späteren Patch.
Noch im Jahr 1997 wurde das Addon "Hellfire" für Diablo geplant und im selben Jahr auf den Markt gebracht. Die Produktion übernahm das Studio Sierra. Das Addon brachte zwei neue Ebenen und neue Klassen ins das Spiel. Erstmalig trafen Spieler auf den heute noch sehr beliebten Barbaren, der als Weiterentwicklung des Kriegers galt. Zusätzlich kamen Monk und Barde. Das gesamte Produkt wirkte durch den knappen Zeitrahmen allerdings recht unsausgegoren. Die neuen Klassen spielten sich nicht wirklich anders als die alten und gehäufte Spielabstürze verhagelten den Spielspaß. Der Multiplayer wurde damals noch in einem späteren Patch extra nachgeliefert. 1998 brachte EA sogar eine Konsolen-Version des Spiels auf den Markt. Es konnten sich jedoch nicht viele für das Spiel begeistern, da jeder Speicherpunkt satte 10 Blöcke auf einer Memorycard kostete.
Minimale Systemanforderungen: Diablo 1
Windows: Windows 95 oder besser
Prozessor: 60 MHz Pentium
Grafik: SVGA-compatible Graphikkarte,
2X CD-ROM drive, 8 MB RAM (16 MB Multiplayer)
Diablo II (Juni 2000) / Expansion Lord of Destruction (Juni 2001)
Das Spiel knüpft direkt an die Geschichte des Vorgängers an und dreht sich um die Jagd nach dem angeschlagenen, aber nicht völlig vernichteten Diablo. Zusätzlich kommen seine Brüder Mephisto und mit dem Addon Baal ins Spiel. Handlungsort ist natürlich auch hier wieder die fiktive Welt Sankturio. Das Spiel ist in vier Akte und drei Schwierigkeitsgrade plus Hardcore-Gameplay unterteilt. Mit der Expansion kam ein fünfter Akt für das Spiel hinzu. Wesentliche Gameplayneuerungen sind das Tragen einer sekundären Waffe und hilfreiche Gegenstände wie der Horadrimwürfel. Als regelrechter Kult gilt heute das geheime Kuhlevel, in dem Spieler große Mengen riesiger Kühe vernichten müssen. Das Besondere und das Reizvolle des Multiplayers war das ausgefeilte Itemsystem. Spieler mussten viel Zeit mit sogenannten "Farmruns" verbringen, um starke und besondere Gegenstände zu bekommen. Die exklusivsten unter ihnen wie den Windforce-Bogen oder das Grandfather-Schwert bekamen nur die Fleißigsten unter den Spielern zu Gesicht. Das Spiel bot also eine extreme Langzeitmotivation, auch wenn Spieler grundsätzlich immer auf die fünf Akte in verschiedenen Schwierigkeitsgraden beschränkt waren. Trotz des stark diskutierten Gewaltgrads bekam Diablo II und auch die Expansion eine ungeschnittene USK-16-Freigabe.
Der Multiplayer von Diablo II gehört zu den meistgespielten in der Videospielgeschichte. Der kostenlose Zugang und das aufkommende flächendeckende Internet passten zeitlich perfekt zusammen. Die Problematik mit Cheatern hat Blizzard nur teilweise in den Griff bekommen. Besonders sogenannte "Map-Hacks" galten unter Spielern häufig als Kavaliersdelikt. Die Tatsache, dass Charaktere nicht lokal, sondern im Battle.net gespeichert werden, sorgte Anfang des Jahrtausends noch für eine ausgiebige Kontroverse und stellte sich im Nachhinein aber als wirksamer Schutz vor Charaktermanipulationen heraus.
Mit Patch 1.10 wurde das Modden für Diablo II deutlich vereinfacht. Einige Pakete wie Eastern Sun, Snej-Mod oder Sanctus Mod sind auch heute bei vielen Spielen sehr beliebt. Regelmäßige Updates hielten das Spiel immer auf einem aktuellen Stand und behebten diverse Bug. Der letzte Patch 1.13 kam knappe 10 Jahre nach dem Release des Spiels. Eine beeindruckende Langzeitpflege durch Blizzard.
Minimale Systemanforderungen: Diablo 2
Prozessor: 233 MHz / Expansion: Pentium III 500 MHz
Grafik: DirectX-kompatible Grafikkarte
32 MB RAM, 650 MB Festplattenspeicher / Expansion: 800 MB freier Festplattenspeicher
Diablo III (2012)
Über zehn Jahre nach der Expansion für Diablo 2 dürfen Spieler endlich erneut auf Dämonenjagd gehen. Im Rahmen der WWI in Paris im Jahr 2008 wurde die Entwicklung des Nachfolgers erstmalig bekannt gegeben. Mittlerweile läuft die Beta und nach Angaben von Blizzard sind die Resultate und das Feedback hervorragend. Man könne ein brilliantes Ergebnis erwarten. Erstmalig können Spieler in Diablo 3 das Geschlecht der favorisierten Klasse frei wählen und sind nicht mehr an Designervorgaben gebunden. Die Optik des Equipments ändert sich abhängig vom erspielten Schwierigkeitsgrad. Auch das war in den Vorgängern noch anders. Zudem können sich Spieler jetzt im Kampf über "droppende" Orbs heilen und Gegenstände sind jetzt direkt an Spieler gebunden. Das "Wettklicken" um die besten Gegenstände nach einem Kill hat also ein Ende. Für PVP-Spieler sollen spezielle Arenen kommen und der Erfahrungsverlust beim Tod fällt in Zukunft ebenfalls weg. Entgegen vieler Erwartungen wird auch Diablo 3 wieder eine ungeschnittene USK-16-Freigabe bekommen.
Die Grafik ist inklusive der Physik eine komplette Eigenentwicklung von Blizzard. Die Questmenge soll im Vergleich zu Diablo 2 deutlich erhöht werden und es wird auch klassenspezifische Aufgaben geben. Diese können sowohl im Singleplayer, also auch direkt mit Freunden im Multiplayer angegangen werden. Wie für Starcraft 2 dient die Battle.net-2-Plattform hierfür als Grundlage. Blizzard war von Anfang an stark daran interessiert, eine Konsolenversion des Spiels zu veröffentlichen. Einen festen Zeitplan gibt es hierfür aber immer noch nicht.
Minimale Systemanforderungen: Diablo 3
Bei den minimalen Anforderungen an Ihre Hardware stellt sich Diablo 3 als sehr genügsam heraus. Auf der Verkaufsverpackungen finden sich nun auch die offiziellen Systemanforderungen. Bereits ein Intel Pentium D mit 2,8 GHz oder ein AMD-Zweikerner wie der Athlon 64 X2 4400+ reichen als CPU-Basis. Mit 1 GiByte RAM unter Windows XP bzw. 1,5 GiByte unter Vista und Windows 7 sind sie ebenso auf der sicheren Seite. Bei den aktuell niedrigen RAM-Preisen dürfte aber eine nachträgliche Aufstockung kein Loch in Ihren Geldbeutel reißen. Für grafische Spielereien reichen Karten mit 256 MByte Videospeicher. Blizzard nennt hier als Mindestanforderung eine Geforce 7800 GT oder eine Radeon 1950 Pro. Auf ihrer Festplatte oder SSD sollten Sie mindestens 12 GiByte Speicher für die Installation des Spiels freischaufeln.
Empfohlene Systemanforderungen: Diablo 3
Die Empfehlungen von Blizzard bei den Systemanforderungen sind ebenfalls überschaubar anspruchsvoll. Ein Core 2 Duo mit 2,4 GHz bzw. ein Athlon 64 X2 5600+ genügen demnach, dazu kommen 2 GiB RAM sowie eine Geforce GTX 260 oder eine Radeon HD 4870.
Tristram:
Die Stadt Tristram gehört zum Spiel wie Diablo selbst. Im ersten Teil war es noch eine sichere Zuflucht für Spieler. Im zweiten Teil wurde die Stadt dann von Dämonen überrannt und Spieler besuchen sie, um Cain zu retten und das Artefakt für den Zugang zum Kuhlevel zu bekommen. Im dritten Teil ist von Alt-Tristram nur noch eine Ebene von Ruinen übrig und Spieler suchen Zuflucht in Neu-Tristram, was in sicherer Entfernung neu gebaut wurde.
Fazit: Je länger das Spiel auf sich warten lässt, umso mehr Zeit verbringen die Spieler, um sich über Nebensächlichkeiten wie Online-Zwang, Battle.net-Währung oder Ähnliches aufzuregen. Dennoch dürften nur wenige daran zweifeln, dass Diablo 3 ein herausragendes Spiel und eines der wichtigsten Releases im Jahr 2012 werden wird. Die Erwartungen in Form von herausfordernden Dungeons, riesigen Horden von Dämonen und brilliantem Multiplayer-Gameplay sind hoch. Blizzard nimmt sich viel Zeit, um alle Punkte zu erfüllen. Wir dürfen gespannt sein, wie gut das Ergebnis wirklich wird und ob Fans der Serie sich auch im neuen Teil wiederfinden.

Damals war der Schwierigkeitsgrad noch interessant, man musste aufpassen und konnte nicht immer einfach so in Gegnerhorden reinspringen - nicht ohne vorher brauchbare bis gute Ausrüstung gefarmt zu haben. Der "resistance patch" hat es für mich gekillt, weil die meisten Skill-builds danach wertlos waren. Außer dem Hastedin (Paladin mit Eisaura und auf Geschwindigkeit ausgelegt), hat keine Klasse mehr allein funktioniert, was auch beim Onlinegaming ein Killer ist, wenn man den Boss nichts tun kann, beim allein Spielen jedoch alles zerstört hat.
D3 war nur noch durchlaufen, weil man sowieso OP war und die Onlinecommunity war seltsam. Spieler sind einfach in Spiele gekommen und alleine zu den Bossen gelaufen, weil alles zu leicht war, während ich gerne alle Quests mache.
Der Totengräber oder wie er hieß, war sowieso ein 1-shot-pony. Jedesmal, wenn einer im Spiel war, wurde es noch langweiliger. Mit dem Monk "teleportierte" ich mich zu den Gegnern und da angekommen waren sie schon weg, weil der TG nur einen Zauber für eine ganze Gruppe benötigt hat und dieser scheinbar keinen cooldown hatte.
Heutzutage halten mich derartige Spiele kaum noch, obwohl ich mir immer wieder welche gekauft habe. Ev. habe ich das Genre totgespielt
Für mich persönlich ist die Spielmechanik von Hack‑&‑Slash-Spielen einfach zu seicht für eine Langzeitmotivation (geht mir bei allen Actionrollenspielen dieser Art so, also z.B. Grim Dawn, Titan Quest, Dungeon Siege oder Sacred). Interessanterweise habe ich mir aber die meisten tatsächlich gekauft und immer zumindest angespielt.
Aber von dauerhaft gefesselt war ich bei jedem dieser Spiele dann doch immer meilenweit entfernt...
Eigentlich schade.....
Ich konnte den riesen Hype um Diablo 4 auch nicht nachvollziehen. Gamestar als Diablo Magazin hat es natürlich in den Himmel gehypt. Zudem war Blizzard nicht mehr das Blizzard von damals. Ja, es ist düsterer als das quietschbunte Diablo 3. Aber ansonsten ? Und wieso heißt das Game überhaupt noch DIablo ? Meines Wissens nach kommt der legendäre Obermotz in dem ganzen Game überhaupt nicht mehr vor. Meiner Meinung nach auch ein Riesenfail. Und Diablo 4 hat zudem noch ein weiteres Problem. Und das heißt Path of Exile. Das F2P Game macht vieles besser als DIablo 4 und bietet die bessere Langzeitmotivation.
Diablo 1+2 stehen hier im Regal und auf dem Retro-Rechner ist Diablo 2 auch installiert. Macht immer noch einen Heidenspaß. Zudem kann man es zocken Wann und Wo man will. So einn Schmarrn wie Online-Zwang gab es seinerzeit halt noch nicht. Aber wohl auch nur, weil es damals noch kein bezahlbares Internet flächendeckend gab.
Teil 1+2 hatten was und machen selbst heute noch Laune.
Teil 3 einmal durchgespielt und es hatte gereicht.
Diablo Immortals fast man lieber nicht an.
Teil 4 nur die Demo angespielt und ich fand es nur langweilig.