Von wegen Fehler 37: Diablo 3 Test mit 30 Radeon- und Geforce-Grafikkarten plus 200 Maxed-Out-Bilder
Diablo 3 ist erschienen, auch wenn viele Zocker den Fehler 37 sehen. Wer noch nicht spielt, der fragt sich womöglich, ob die installierte Grafikkarte flink genug für das Hack & Slay ist. Unsere Benchmarks zeigen, dass Diablo 3 zwar nur wenig fordert, aber trotzdem sehr gut mit der vorhandenen Grafikleistung skaliert - und die lässt sich in Bildqualität (wie Downsampling) ummünzen.
Seit der Nacht vom 15. auf den 16. Mai ist Blizzards Diablo 3 spielbar – zumindest zeitweise, denn zur abendlichen Prime Time streiken die Login-Server nach wie vor mit dem berüchtigten Fehler 37. Auch PC Games Hardware musste sich diesem Problem beugen, eigentlich war das Benchmark-Feuerwerk schon für gestern geplant. Mittlerweile ist der Sturm auf die Blizzard-Server etwas abgeebbt, Wartezeiten beim Login existieren jedoch immer wieder. Doch zum eigentlichen Thema: der Grafikkarten-Leistung in Diablo 3.
Die Engine von Diablo 3 basiert auf DirectX 9, ist aber trotz ihres Alters mit einem Deferred Renderer ausgestattet und in Sachen Multi-Threading überraschend modern aufgestellt: Die Skalierung mit der Prozessorzahl und dessen Threads ist deutlich besser als bei Starcraft 2, welches mehr als zwei Kerne völlig ignoriert. Der Renderer zaubert eine hübsche Beleuchtung auf den Schirm, wurde von Blizzard jedoch nicht mit Multisampling-Fähigkeiten ausgestattet, mehr als Fast-Approximate-AA (FXAA) bietet das spieleigene Grafikmenü nicht an. Aufgrund des flimmerarmen Contents im Comic-Look stört das reine Postfilter-AA aber nur auf den ersten Blick, schon nach einiger Zeit wirkt die Grafik wie aus einem Guss – ansehnlich, glatt und handwerklich sauber, aber technisch keineswegs beeindruckend. Erfreulicherweise ist der Hardware-Hunger dazu passend winzig: Ein kleiner Dualcore-Prozessor nebst fünf Jahre alter Mittelklasse-Grafikkarte genügt für Diablo 3; auch aktuelle IGPs und Mobilchips stemmen die Anforderungen Diablos. Kein Wunder, dass Blizzard über eine Konsolenportierung nachdenkt. Soll es die volle Packung an Effekten und Pixelmenge sein, lohnt sich aber auch ein aktuelles Modell. Dazu gleich mehr.
Vorab in der Galerie: 200 Maxed-out-Screenshots aus den Akten 1-4
Bildergalerie
Grafikkarten-Benchmarks von Diablo 3: Benchmark-Sequenz
Unsere Test-Szene spielt direkt vor den Toren Neu-Tristrams zu Beginn des ersten Akts. Dort wehren wir zusammen mit den KI-gesteuerten Stadtwachen mehrere Wellen Untoter ab (30 Sekunden Benchmarkdauer). Abseits von dynamischen Schatten sind hier relativ viele Partikel zu sehen – diese Szene ist zwar fordernd, aber kein Worst-Case. Vor allem läuft das Geschehen reproduzierbar ab, was für akkurate Benchmark-Werte unabdinglich ist. Wie sich nach wenigen Spielstunden in Diablo 3 zeigt, sind im späteren Verlauf durchaus niedrigere Bildraten zu sehen, gerade Partikelorgien in Form von Flächenzaubern machen der Hardware - vor allem dem Prozessor - zu schaffen. Für aktuelle Systeme ist das nur ein theoretisches Problem, denn jeder Vierkerner mit mindestens 3 GHz stemmt in unserer Testszene dreistellige Fps und ist daher auch diesen Ernstfällen gewachsen: Diablo 3 im Test: CPU-Benchmarks von 20 Prozessoren - Athlon 64 X2 bis Ivy Bridge.
Grafikkarten-Benchmarks von Diablo 3: Einstellungen und Tücken
Für die Tests haben wir in unserem Hardware-Archiv gekramt und Grafikkarten von 2006 bis 2012 durch Diablo 3 gescheucht. Um gleichermaßen den alten Hasen eine Bewährungschance zu geben und die aktuellen Boliden trotzdem zu fordern, testen wir gleich drei Auflösungen: 1.280 x 720 (0,92 Megapixel), 1.920 x 1.080 (2,07 Megapixel) und 2.560 x 1.600 (4,1 Megapixel). Natürlich finden die GPU-Benchmarks mit maximalen Spieldetails und deaktivierten Fps-Limits statt. Richtig gelesen, Diablo 3 bietet im spieleigenen Grafikmenü die Option, die Bildrate zu begrenzen – beachten Sie dieses standardmäßig aktive Detail! Unser Tipp für Nutzer aktueller PCs: Schalten Sie diese Option ab und geben Sie der Vertikalen Synchronisierung (VSync) der Vorzug. Ohne diese Kopplung stockt Diablo 3 fühlbar, da das Streaming nicht hinterher kommt.
Ein weiteres beachtenswertes Detail betrifft die Schatten in Diablo 3. Das Spiel lädt bei jedem Grafikkartenwechsel ein von Blizzard festgelegtes Preset, das die Details einstellt. Das logische Schema: Älteren Grafikkarten werden nur geringe bis mittlere Details aufgebürdet, neueren entsprechend höhere Stufen – "alles hoch" traute Diablo 3 aber selbst einer Geforce GTX 680 oder Radeon HD 7970 nicht zu. Das Problem: Zwar dürfen Sie selbst auf einer Geforce 8600 GTS und Radeon HD 2600 XT alle Details auf "hoch" setzen, ein Element wird dann aber trotzdem nicht bestmöglich dargestellt: die Schatten. Wie wir im Rahmen der Tests feststellten, ist es per Grafikmenü nicht möglich, einer alten Grafikkarte weiche Schatten (Soft Shadows) zu entlocken. Dieser realistische "Weichspüler" kostet ordentlich Leistung, wie sich im Direktvergleich der heruntergestuften Karten mit ihren schnelleren Kollegen zeigt. Welche Grafikkarten nur harte (aber relativ hochauflösende) Schatten darstellen, haben wir in den nachfolgenden Benchmarks gekennzeichnet. Vermutlich lässt sich die Filterung der Schatten in Kürze anderweitig einstellen.
Sie vermissen eine Grafikkarte? Wie immer gilt: Die Radeon HD 6950 rangiert auf dem Niveau der mitgetesteten Radeon HD 5870 (HD 6970 knapp darüber); die Geforce GTX 560 Ti-448 steht der GTX 570 nur um etwa fünf Prozent nach und duelliert sich mit der GTX 480. Die Radeon HD 3870 liegt auf dem Niveau der HD 2900 XT, während die Geforce GTX 260 mit 192 ALUs (erste Version der Karte) knapp unter der 216er-Version und Radeon HD 4870 rangiert. Die Geforce GTX 280 und GTX 275 liegen zwischen der GTX 260-216 und GTX 285. Last but not least. Die Radeon HD 4890 läuft der HD 4870/1G um etwa 12 Prozent davon und kann so die GTX 260-216 schlagen.
Grafikkarten-Benchmarks von Diablo 3: Resultate und Empfehlungen
Unsere Benchmark-Werte zeigen unmissverständlich, dass Diablo 3 auf jedem PC der letzten fünf Jahre läuft. Falls Sie sich mit "konsoliger" Grafik abgeben (1.280 x 720 mit FXAA), genügen Mainstream-Grafikkarten von 2007 (Geforce 8600 GTS, Radeon HD 3650) für weitgehend spielbare 30 Fps. Die aktuelle Mittelklasse in Form der Radeon HD 6870 und Geforce GTX 560 hat selbst in 1.920 x 1.080 keinerlei Probleme mit geschmeidigen Bildraten um 70 Fps. Einzig die 30-Zoll-Auflösung 2.560 x 1.600 (vergleichbar mit Downsampling @ 2.880 x 1.620) verlangt den Grafikkarten etwas Arbeit ab, hier stemmen nur die schnellsten Modelle knapp dreistellige Bildraten. Betreiben Sie ein solches Modell an einem 120-Hz-/1080p-LCD, dann dürfen Sie 120 Hz bei konstanten 120 Fps per Vsync genießen – Diablo 3 fühlt sich so am besten an.
Interessant ist einerseits das relativ schwache Abschneiden der Fermi-Flaggschiffe GTX 580/570 als auch das umso bessere Performance-Bild auf der Nachfolgegeneration GTX 680/670: Letztere reihen sich in Abhängigkeit zur Auflösung weit vor oder knapp hinter AMDs Radeon HD 7970 ein – letztere trumpft wie so oft bei höheren Pixelmengen auf, kann sich aber in geringen Auflösungen nicht in Szene setzen.

Ähm..... ein Kumpel von mir kann Diablo III mit nem Dual Core und ner HD5770 perfekt Flüssig in Full HD zocken, worüber macht ihr euch solche Sorgen?
Das stimmt leider und das erzwingen des TB über den Treiber bewirkt scheinbar nicht wirklich viel. Zwar sehe ich nicht nur 60/30/20...fps, sondern auch mal Werte etwas oberhalb 20fps oder 50 fps, aber im Prinzip ist es schon ein sehr wechselhaftes Geruckel wie ohne TB.
Ohne VSync ist leider auch keine Alternative, sieht grauenvoll aus .
Ernsthaft, was geht nur in den Köpfen der Entwickler vor, VSync OHNE Tripple Buffering zu implementieren, ich verstehs nicht??
Hi,
hier meine Daten:
1.)
AMD965@3,8 + ATI57701GB -> D3, 1680x1050, Antialising, 150fps limit -> 80-100fps
2.)
INTELQ6600@2,4 + ATI57701GB -> D3, 1680x1050, Antialising, 150fps limit -> 50-115fps
Wenn ich bei beiden PC's das voreingestellte 150fps limit ausschalte, ändern sich die fps nicht, jedoch wird es auf beiden PC's spürbar ungemütlicher zum Spielen.
Grüße
Also wie die GTX 680 soviele Fps bei Diablo 3 schaffen soll, ist mir immer noch nen Rätsel. Ich habe ja grade mal 60-115 fps
Aber das witzige ist, auch wenn Diablo 3 offiezell kein DX 11 hat. So merkt man aber sehr deutlich es liegt an der Grafikkarte den das Stottern aufn Server, kann nicht am internet liegen. Spielt man arleine ist der ping voll hoch, Spielt man mit andren geht der ping auf 20 ms runter. Irgendwie finde ich das der netz code nicht der Beste ist, oder warum braucht man ne GTX 680 für so nen altes game ???
Weill seit dem ich sie habe, ist das stottern weniger geworden... Vielleicht liegt es wirklich nur an der Tages Zeit wo man Zockt hmm... heute Abend mal testen.
ich bin ja mal gespannt wie es bei mir läuft wenn ich aus New York zurück bin. ich hoffe es ruckelt nicht. bin bei den benchmarks echt erschrocken.
hab nur ne gtx580 und nen 2600k.