HdR: Gollum: Benchmarks, Leistung und Fazit
Quelle: Daedalic Entertainment
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HdR: Gollum: Benchmarks, Leistung und Fazit

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Auf dieser Seite beschäftigen wir uns mit der Leistung des Spiels und ziehen unser technisches Fazit.

Auf verschiedenen Systemen haben wir die Leistung von HdR: Gollum festgehalten. Wichtig war uns dabei die Nähe zu den Systemanforderungen, die folgenden Bilder und Zahlen sollen aber auch den persönlichen Eindruck vermitteln und vor allem die hohen CPU-Ansprüche des Titels aufzeigen. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass es sich hierbei um die Unreal Engine 4 handelt, die hervorragend dokumentiert ist und in anderen Titeln, wie etwa Hogwarts Legacy in der Lage ist, grafische Wunder zu bewirken.

Der Herr der Ringe: Gollum: Benchmarks und Leistungstests

Mit einem 20-sekündigen Lauf in Kapitel 2 prüfen wir die Leistung. Dazu haben wir uns an die Anforderungen der Entwickler gehalten. Interessant sind dabei der doch relativ geringe Anspruch an die Prozessoren.

Mindest Spec, 4770K, 1080, alles Mittel, 1080p

Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (15) Quelle: PCGH Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (15) Verbaut ist demnach ein Core i7-4770K, 16 GiByte DDR3-1600-Speicher und eine GTX 1080 - die Mindestanforderung laut Entwickler. Im Bild oben sehen Sie den kompletten aufgezeichneten Benchmark. Interessant ist hier das Verhältnis der orangen zur blauen Linie. Blau ist nämlich die GPU-Last, während orange die durchschnittliche Ausnutzung der CPU aufzeigt. Wie wir erkennen können, ist die Grafikkarte nicht vollständig ausgelastet, was ein Zeichen für ein CPU-Limit ist. Möglicherweise ist auch einfach nicht ausreichend Speicher vorhanden, wir haben demnach auf die Empfehlung von Daedalic Entertainment aufgerüstet: RTX 3080 mit Ryzen 5 2600.

Empfohlen Spec, R5 2600, RTX 3080, WQHD, Hoch, RT on, DLSS-Q

Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (12) Quelle: PCGH Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (12) Die Details steigen, Raytracing ist jetzt aktiviert, doch wir sind auch mit der leistungsfähigeren CPU nicht imstande, die Grafikkarte auszulasten. Im Gegenteil, die GPU-Last fällt oft sogar auf unter 50 Prozent. Wir können das nur mit einer stärkeren CPU umgehen, also haben wir einen Ryzen 7 3800XT eingebaut:

Empfohlen Spec, R7 3800XT, RTX 3080, WQHD, Hoch, RT on, DLSS-Q

Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (13) Quelle: PCGH Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (13) Wir erkennen deutlich, dass die blaue Linie nach oben gestiegen ist, während die orange Linie gefallen ist. Wir befinden uns allerdings immer noch im CPU-Limit, obwohl wir bereits auf eine viel stärkere CPU setzen, als der Entwickler uns empfohlen hat. Jetzt machen wir Ernst und bauen einen Ryzen 7 5800X3D ein, die schnellste Spiele-CPU für den Sockel AM4.

Empfohlen Spec, R7 5800X3D, RTX 3080, WQHD, Hoch, RT on, DLSS-Q

Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (14) Quelle: PCGH Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (14)

Die GPU-Last geht jetzt oft Richtung 100 Prozent, erreicht sie aber dennoch nicht ganz. Was soll uns dieser kurze Exkurs nun sagen? Es zeigt auf, wie CPU-lastig HdR: Gollum in Wahrheit ist. Mit keiner der vier verbauten Prozessoren waren wir in der Lage, die Grafikkarte vollständig auszulasten. Das ist ein großes Problem, denn viele Spieler können oder möchten nicht über 500 € für einen Prozessor ausgeben und stecken das Geld lieber in eine neue Grafikkarte. Diese wiederum können sie damit aber nicht auslasten, weil der Prozessor nicht hinterherkommt. Hier besteht dringend Bedarf an Optimierung. Es folgen jetzt noch einmal die Benchmarks, aufgrund des variablen Aufbaus als Bild:

Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (11) Quelle: PCGH Der Herr der Ringe: Gollum im Technik-Check: Die hohen Anforderungen geprüft (11) Sie können mit einer schnelleren CPU die Fps beinahe verdoppeln. Zumindest sind die Fps mit der Mindest-Empfehlung von i7-4770K und GTX 1080 auf einem angenehmen Niveau. Nach unten skaliert die Engine also gut, nur nicht nach oben, denn sobald die Grafikoptionen nach oben schnellen, kann die Hardware nicht leistungsfähig genug sein.

Der Herr der Ringe: Gollum: Das technische Fazit

Welche Zusammenfassung erwarten Sie nach der Lektüre eines solchen Artikels? Wir konnten festhalten, dass das Spiel sogar auf High-End-Maschinen heftige Nachladeruckler aufweist, Raytracing nur sehr sparsam dosiert integriert wurde, aber trotzdem 40 bis 50 Prozent der Framerate vernichtet und dass das Spiel in UHD über 17 GiByte Speicher belegt. Generell schleicht sich ein CPU-Limit ein, dass höchstens die schnellsten Prozessoren, wie Ryzen 7 7800X3D und Intel Core i9-13900KS umgehen können. Sähe das Spiel nun wirklich gut aus, könnte man darüber hinwegsehen. Doch das tut es leider nicht. Die Grafik, die Animationen, insbesondere die Beleuchtung wirken von "gestern". Die vorgerenderten Zwischensequenzen in Full HD oder niedriger bei 30 Fps wirken am PC völlig deplatziert und werden viel zu oft eingesetzt.

Bildergalerie

Einen Teil der Performance-Probleme könnte man vielleicht auf unsere Vorschau-Version schieben, aber wir bezweifeln, dass die finale Version groß etwas daran ändert. Wir empfehlen Ihnen die stärkste Hardware zu nutzen, die Sie in die Finger bekommen können, falls Sie vorhaben, HdR: Gollum zur Aktuellen Stunde flüssig zu spielen. Ein Spiel in dieser Qualität 2023 auf den Markt zu bringen, ist unserer Meinung nach indiskutabel. Wir drücken Daedalic Entertainment die Daumen, dass sie zumindest die Nachladeruckler zügig mit einem Patch beseitigen oder zumindest stark minimieren können. Allein das würde das Spielgefühl schon immens aufwerten. In der Bildergalerie haben wir weitere Eindrücke für Sie festgehalten.

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    • Kommentare (154)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von JackTheHero
        Ich frage mich immernoch wer überhaupt Interesse daran hat, diesen Gnom zu spielen. Seriously. ^^
        Es könnte durchaus interessant sein, die bekannte Geschichte aus einer anderen Perspektive (eben aus Gollums) zu erleben. Dazu ist es nicht unbeding notwendig mit dem Spielcharakter zu sympatisieren.
      • Von Birdy84 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von JackTheHero
        Ich frage mich immernoch wer überhaupt Interesse daran hat, diesen Gnom zu spielen. Seriously. ^^
        Es könnte durchaus interessant sein, die bekannte Geschichte aus einer anderen Perspektive (eben aus Gollums) zu erleben. Dazu ist es nicht unbeding notwendig mit dem Spielcharakter zu sympatisieren.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von derneuemann
        Das findet man überall. 16GB reichen nicht für Texturmatsch. Aktuelle CPU liefern nur schlechte Leistung, obwohl 90% der CPU sich langweilen.
        Man findet das vor allem bei der Unreal Engine 4, doch es gibt Ausnahmen: Hogwarts Legacy skaliert hervorragend mit den Eigenschaften einer CPU, weshalb ich es in den CPU-Index aufgenommen habe. Vergleicht mal Gollum mit Hogwarts, da liegen (mehrere) Welten dazwischen und trotzdem läuft letzteres besser. Dahinter stecken eben fähige Entwickler, welche so lange an der Engine herumschrauben, bis sie das macht, was sie soll.
      • Von derneuemann Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von wr2champ
        Das ist meiner Meinung nach Unsinn. Spiele werden in der Regel für die breite Masse entwickelt, und nicht nur für die Käufer mit guter Hardware.
        Daher sollte ein Spiel auch auf älterer oder schwächerer Hardware gut laufen.
        Naja, da gibt es schon harte Grenzen, bezüglich ältere Hardware.

        Was ich aber nicht einsehe, ist das die verfügbare Hardware einfach unterirdisch schlecht genutzt wird. Auch bei Star Wars war die CPU Performance lächerlich.

        Das findet man überall. 16GB reichen nicht für Texturmatsch. Aktuelle CPU liefern nur schlechte Leistung, obwohl 90% der CPU sich langweilen.

        Das hat nichts damit zu tun, das man bessere Hardware nutzen sollte.
      • Von reishasser Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Zitat von AyC
        Das nächste "AAA" Spiel, was man wohl viel besser nach einigen Patches und für ein 10er in 1-2 Jahren erst spielt. Schade.
        Nein nein, einfach mehr VRAM das löst alle Probleme

        Eigentor?

        Zitat

        VRAM reicht nicht weil "Richtig gelesen, bereits in Full HD und sonst höchsten Details...."
        Zitat

        Einige Grafikoptionen scheinen dabei keine oder nur eine geringe Wirkung zu haben.
        Zitat

        Generell sind die Unterschiede nur schwer zu erkennen und abhängig von der Szene. Letztere zeigt sich bei uns mit weitem Blick auf das verzweigte Level, normalerweise huschen Sie mit Gollum eher durch schlauchige Höhlen, wo die Unterschiede noch weniger zur Geltung kommen.
        Also ein weiteres Spiel was nach patching ohne Probleme mit einer 8GB VRAM Karte laufen wird in 1080P mit wenigen - mittleren einstellungen.

        So wie Hogwarts

        Aber klar kaufen wir alle doch alle einfach Karten mit 48GB VRAM, dann kommen ganz sicher Spiele raus die ohne patching Top laufen, ganz sicher.

        Es wird wie so oft in der Qualitätskontrolle gespart und hat den schönen Nebeneffekt das man länger im Gespräch bleibt:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von Gast1719868203
        Das war auch nich abwertend gemeint gegenüber denen die es spielen. Ich bin einfach nur verblüfft, dass es Leute gibt die es wollen, aus welchen Gründen auch immer die alle legitim sind.

        Ich hätte einfach nie gedacht, dass da ein Markt ist. Faszinierend. Ich meine es ist ja nachvollziehbar und natürlich, dass man sich immer irgendwo auf eine gewisse Art identifiziert mit der Spielperson - sonst gäbe es customization ja gar nicht bei den Spielcharacteren.
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