Dead Space 3: Der PCGH-Test - Weniger Horror als früher, dafür schneller und mit mehr Action

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Erste Tests zur Konsolen-Version von Dead Space 3 machen ja schon seit ein paar Tagen die Runde. Die Meinungen gehen dabei recht weit auseinander. Wie sieht es mit der PC-Version aus? Wie macht sich die Grafik des Konsolenports und wie funktioniert der Koop-Modus? Wir haben den kompletten Test gemacht.

Ein paar Tage nach den Konsolen-Tests, gibt es nun auch endlich spielbare PC-Versionen von Dead Space 3. Im Vorfeld wurde ja schon ausführlich über Konsolenportierung, Micropayment, Koop-Modus und reduzierte Schockmomente diskutiert. Wir haben dem dritten Teil der Science-Fiction-Reihe deshalb ganz genau auf den Zahn gefühlt.

Die Story: Schicker Start, aber mehr nicht

Der Start ist für Neueinsteiger und hartgesottene Fans gleichermaßen interessant. Zum Anfang werden kurz alle wichtigen Informationen erzählt, so dass Sie die Vorgänger nicht kennen müssen, um die Handlung zu verstehen - das klappt wunderbar. Danach zeigt ein Prolog, wie der Protagonist Isaac wieder in die Geschichte verstrickt wird und warum John Carver als Koop-Begleiter an ihrer Seite ist. Kurz darauf finden Sie sich schon in der viel gezeigten Schwerelosigkeit, auf einem großen Raumschifffriedhof wieder. Hier kommt die echte Dead-Space-Atmosphäre der Vorgänger auf. Erst knappe 3-4 Stunden Spielzeit und vier Raumschiffe später nehmen Sie Kurs auf den Planeten im Hintergrund. Der Landeanflug erreicht dabei problemlos den Actiongrad einer Call-of-Duty-Inszenierung.
Mit der Landung auf dem Eisplaneten Tau Volantis verliert das Spiel Stück für Stück an Fahrt. Nicht weil die Abläufe langsamer werden, sondern weil sich vergleichbare Situationen zu häufig wiederholen und das Spiel enorm vorhersehbar wird. Stellenweise motiviert die Jagt nach einer besseren Waffe eher, als die Neugier auf das Ende der Handlung. Etwas mehr Gegner und wesentlich mehr Abwechslung beim Spielverlauf hätten hier gut getan. Selbst an Stellen, die auf den ersten Blick neu wirken, wird der Spieler durch direkte Hinweise oder Objekte wie Stasebatterien förmlich auf die Lösung der Situation gedrängt und muss sie nur noch reproduzieren - nachdenken fördert in solchen Fällen gelegentlich auch den Spielspaß.

Einen etwas kritischen Kommentar muss man zur USK-18-Freigabe des Titels loswerden. Das chirurgisch korrekte Abtrennen von Gliedmaßen der Necromorphs via Plasma-Cutter ist elementare Spielmechanik und auf Grund der übertriebenen Hässlichkeit der Biester sicher auch zu vertreten. Zwischendurch rennen einem allerdings auch explizit Menschen vor die Waffe und auch diese lassen sich präzise in ihre Bestandteile zerlegen. In der Vergangenheit hat die USK hier immer eine klare Grenze beim erlaubten Grad der Gewalt gezogen und auf den ersten Blick ist nicht ersichtlich, warum das im Fall von Dead Space 3 anders sein sollte. Es könnte also sein, dass das letzte Wort bei der Altersfreigabe noch nicht gesprochen ist.

In der Galerie finden Sie einige Impressionen aus den ersten zwei Stunden Dead Space 3.

Bildergalerie

Koop-Modus: Ein gelungene Neuerung

Die Person John Carver ist aber in jedem Fall eine positive Veränderung. Als Koop-Partner können Freunde oder wahlweise zufällig gesuchte Spieler in die Rolle Ihres Partner schlüpfen. Gemeinsam bekommt die Handlung auch noch ein wenig andere Nuancen, als wenn Sie mit Isaac alleine Necromorphe jagen: Stellenweise bekommen Sie getrennte Nachrichten oder einer hat kurzzeitig eine Vision und muss vom Anderen derweil vor anstürmenden Necromorphs beschützt werden. Mit einem Freund kommt so im Voicechat gleich eine ganz andere Stimmung auf, wenn man irritiert nachfragt, was denn grade los sei.

Koop ist allerdings weiterhin keine Pflicht. Wenn Sie alleine spielen wird Carver auch nicht von einer KI übernommen, sondern ist schlichtweg nicht anwesend. Im Einzelspieler taucht Ihr neuer Partner nur in Video- oder Audiosequenzen auf und bereichert so die Story.

Spaßig ist auch, dass Sie Freunden beim späteren Einstieg helfen können. Sie dürfen mit Ihrem erspielten Charakter in seine aktuelle Handlung einsteigen, auch wenn diese vielleicht grade ganz am Anfang ist. Ihr starkes Equipment macht die Sache im Team dann natürlich besonders einfach und als zusätzlichen Bnous gibt es Waffenupgrades, von denen Ihr gesamtes Team profitiert. Bei Bedarf können Sie auch Blaupausen Ihrer Waffen an Ihren Partner weitergeben.

Das Crafting-System: Der neue Dead-Space-Sammelwahn

Speziell Spieler mit einem leichten Hang zu Rollenspielen, werden ihre Freude am neuen Sammelwahn in Dead Space 3 haben. Neben der Waffe kann natürlich auch der Anzug wieder mit diversen Upgrades ausgestattet werden. Egal welchem Ausrüstungsgegenstand Sie zuerst Ihre Aufmerksamkeit witmen, die Rohstoffe bleiben die selben: Von Altmetall bis Wolfram gibt es mehrere Gegenstände, die Sie in Kisten oder den Überresten von Necromorphs finden, mit denen Sie in der Bank oder alternativ am Anzug-Depot auf- und umrüsten können. Für Waffen benötigen Sie allerdings noch etwas mehr: Für Waffen benötigen Sie einen Waffenrahmen, den Sie in vier Größen finden oder kaufen können. Die Schadensart bestimmen Sie mit einem Energiemodul wie Plasma- oder Teslagenerator. Insgesamt können Sie zwei Motoren für verschiedene Feuermodi auf einen Rahmen bauen. Weitere Aufsätze verbessern oder verändern die Grundart. Aus einem Granatwerfer wird so ein etwas praktischerer Raketenwerfer. Die Aufsätze können Sie finden oder teilweise selber mit den anfangs erwähnten Materialien bauen.

Wenn Ihnen selber bauen zu anstrengend ist, gibt es eine ganze Reihe an Blaupausen, die Sie mit passenden Rohstoffen nachbauen können. Die Rahmen oder Energiemodule brauchen Sie dann nicht. Zu Beginn kommen Sie um selber bauen oder kaufen aber nicht herum. Es dauert eine Zeit, bis Sie die nötigen Materialien zusammen haben.

Hintergrund zu Dead Space 3

Die Reise in Dead Space 3 geht durchs All, die Sie auf einen feindseligen neuen Planeten führt: Tau Volantis. Glücklicherweise sind Sie aber diesmal nicht allein. Mit einer voll integrierten Drop-in/Drop-out-Koop-Funktion hat man die Möglichkeit, entweder alleine zu spielen oder sich jederzeit mit einem Freund zusammenzutun. Spieler, die sich für den gemeinsamen Kampf gegen das Böse entscheiden, erleben zusätzliche Story-Details, Nebenmissionen und Spielmechanismen, die nur verfügbar sind, wenn ein Spieler in die Rolle von John Carver schlüpft, der Isaac Clarke auf seiner Mission beisteht. Mehr zu Dead Space 3 gibt es auf unserer Themenseite.

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  1. Seite 1 Das Gameplay: Starker Auftakt - eintönig gegen Ende
  2. Seite 2 Die Technik: Nur kleine Schwächen im Reich von Licht und Schatten
  3. Seite 3 Das Fazit: Ein kleines bisschen Horrorschau
    • Kommentare (47)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Fornax Schraubenverwechsler(in)
        AW: Dead Space 3: Der PCGH-Test - Weniger Horror als früher, dafür schneller und mit mehr Action

        Zitat von Tiz92
        Die Technik: Ja die Beleuchtung ist toll, aber die Texturen sind echt schlecht, wenn man gerade die Crysis 3 Beta oder BF3 gespielt hat dann verwandeln sich auch die eigenen Augen in Nekromorphs. Lieber hätte ich noch einen Monat gewartet dafür aber HD Texturen gehabt für den PC, aber naja, jetzt kommen ja bald die neuen Konsolen.
        Äh,HD Texturen kann man dann ja auch via DLC anbieten.Zum Glück muss man den Schnee odeer die Schiffstrümmer nicht via DLC kaufen.
        Ach Mist,wäre ich nur ruhig gewesen
      • Von Fornax Schraubenverwechsler(in)
        AW: Dead Space 3: Der PCGH-Test - Weniger Horror als früher, dafür schneller und mit mehr Action

        Zitat von Tiz92
        Die Technik: Ja die Beleuchtung ist toll, aber die Texturen sind echt schlecht, wenn man gerade die Crysis 3 Beta oder BF3 gespielt hat dann verwandeln sich auch die eigenen Augen in Nekromorphs. Lieber hätte ich noch einen Monat gewartet dafür aber HD Texturen gehabt für den PC, aber naja, jetzt kommen ja bald die neuen Konsolen.
        Äh,HD Texturen kann man dann ja auch via DLC anbieten.Zum Glück muss man den Schnee odeer die Schiffstrümmer nicht via DLC kaufen.
        Ach Mist,wäre ich nur ruhig gewesen
      • Von Seven Freizeitschrauber(in)
        AW: Dead Space 3: Der PCGH-Test - Weniger Horror als früher, dafür schneller und mit mehr Action

        Zitat von DaStash
        Der inputlag war xtrem nervig. Wurde das bei den folgenden Teilen korrigiert?

        MfG

        Einfach VSync anschalten. Dann ist der Inputlag weg. Das Selbe hat auch beim 2. Teil geholfen. Im dritten Teil gibt es den nicht mehr.

        Kp was ihr alle macht, aber nen Inputlag hatte ich nie! (In den ersten Teilen war er wie oben geschrieben weg.)
      • Von Tripleh84 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Dead Space 3: Der PCGH-Test - Weniger Horror als früher, dafür schneller und mit mehr Action

        Ich weiß.. Erwzinge es ja mit dem D3DOverrider, sonst hätte ich nur 30 FPS, wenn ich Vsync im Spiel anmache. Inputlag merkt man trotzdem, ich jedenfalls
      • Von Murdoch BIOS-Overclocker(in)
        AW: Dead Space 3: Der PCGH-Test - Weniger Horror als früher, dafür schneller und mit mehr Action

        Zitat von Tripleh84
        Mit Erzwungenem Vsync und 60FPS, ist der Inputlag Deutlich. Aber Spielbar.

        Vsynch durftest du schon im 1. Teil nicht im Spiel anmachen.

        Vsynch lasse ich durch den Treiber forcen, dann habe ich keine probs.
      • Von Tripleh84 BIOS-Overclocker(in)
        AW: Dead Space 3: Der PCGH-Test - Weniger Horror als früher, dafür schneller und mit mehr Action

        Mit Erzwungenem Vsync und 60FPS, ist der Inputlag Deutlich. Aber Spielbar.
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