Dead Space Remake: CPU- und GPU-Benchmarks
Wie üblich folgen die CPU- und GPU-Benchmarks der PCGH-Redaktion. Wie schnell läuft das Dead Space Remake auf aktueller und älterer Hardware?
In diesem Artikel
In den recht übersichtlichen Grafikoptionen der 2023er-Version von Dead Space finden Sie die aus vielen anderen Frostbite-Titeln bereits bekannten Optionen, darunter Regler für Schatten-, Licht- und Reflexionsqualität sowie die Qualität der Umgebungsverdeckung. Bei Letzterer gibt es neben SSAO außerdem die optionale Raytracing-Umgebungsverdeckung à la Battlefield 2042 zur Auswahl. Viele andere Grafik- und Postprocessing-Effekte sind ärgerlicherweise unter den Sammeloptionen "Lichtqualität" und "Grafikqualität" vereint, können also nicht getrennt voneinander getunt werden. Dies gilt auch für die Texturdarstellung. Liebe Entwickler: Lasst uns doch unsere Schalter. Nicht immer ist Verzicht die beste Option.
Auf dieser Seite
Dead Space 2023: Tuning, DLSS und Treiber
Eine gute und effektive Tuning-Maßnahme bietet neben dem eher unauffälligen Raytracing-Extra außerdem der Regler für die volumetrische Auflösung, der Nebel ist aufgrund der komplexen Raymarching-Berechnungen und den Licht-und-Schatten-Interaktionen in Dead Space besonders anspruchsvoll und macht einen nicht unbeträchtlichen Teil der hohen GPU-Anforderungen aus. Das Dead-Space-Remake bietet im Grafikmenü obendrein Schalter für moderne Optimierungstechniken, darunter Variable Rate Shading und neben einer konfigurierbaren dynamischen Auflösungsskalierung außerdem Support für FSR 2.x sowie DLSS (2.5.0.0) - allerdings (bislang zumindest) nicht DLSS 3.0 samt Frame Generation. Das Remake von Dead Space nutzt offenkundig Nvidias Entwicklungsplattform Streamline, das Tools wirft offenbar beim Nutzen sämtliche DLLs der dort unterstützten Nvidia-Technologien in das Spiele-Root-Verzeichnis (darunter neben DLSS, außerdem NIS und Reflex), selbst wenn diese vom Spiel gar nicht genutzt werden. Entsprechende Optionen finden sich im Spiel selbst nicht, weder Reflex noch NIS stehen In-game zur Verfügung, die Dateien sind also zumindest aktuell eine Art Bloatware beziehungsweise aktuell überflüssig. Aber eventuell kommt mit einem späteren Patch noch Support für die nicht unterstützten, aber beigelegten Nvidia-Technologien, man kann ja nie wissen.
Im Hinblick auf die Performance ist das Dead-Space-Remake sehr grafiklastig und obendrein recht anspruchsvoll. Auffällig ist - trotz anfänglichem Shader-Compiling - obendrein, dass das Dead Space aus dem Jahre 2023 zwar generell gut und sauber läuft, mit allen getesteten Konfigurationen zu sporadischen Rucklern neigt. Es scheint sich dabei nicht - oder nicht direkt - um ein Problem mit dem Shading beziehungsweise Compiling zur Laufzeit zu handeln, die Stocker treten recht selten, dafür immer und immer wieder auf, nicht etwa nur, wenn neue Elemente erstmals geladen werden. Die Stocker sind außerdem selbst in den CPU-Messungen vertreten, dort vielleicht sogar besonders, obwohl die Grafikkarte bei diesen Messungen stark entlastet wurde. Es scheint sich unserer Einschätzung eher um CPU-Hänger oder Streaming-Probleme zu handeln, wobei natürlich ein gewisser Zusammenhang mit Zugriffszeiten ebenfalls eine Rolle spielen könnte. Ob z. B. Resizable BAR, also eine Methode, die Zugriffszeiten zu senken, für die Ruckler verantwortlich ist, wie in der Community theoretisiert wird, können wir nicht mit Bestimmtheit verifizieren. Einige Messungen scheinen eher gegen diese Idee zu sprechen - wo und warum genau die Hänger entstehen, könnten wir also (noch) nicht beantworten.
Dead Space 2023: Performance - GPU-Benchmarks in vier Auflösungen
Die Auswahl der Benchmarkszenen nimmt bei der PCGH viel Zeit in Anspruch, denn schließlich sollen die ermittelten Werte repräsentativ und hilfreich sein. Wie immer haben sich zunächst mehrere Redakteure an verschiedenen Systemen ein Bild vom Spiel verschafft. Wir haben diverse Örtlichkeiten auf der Ishimura besucht und die Performance damit umfassend kennengelernt. Dabei zeigt das Spiel eine weitestgehend konstante Grafikkarten-Last, wirklich markante Ernstfälle haben wir nicht beobachtet. Wenngleich es einfallslos wirkt, landeten wir am Ende doch bei einer Testszene direkt zu Spielstart: Direkt nach dem Andocken an die USG Ishimura, noch im Raumschiff, verzeichnen wir reproduzierbar die geringsten Bildraten im Spiel. Die Grafikkarten-Testszene, welche Sie im folgenden Video sehen, ist somit für jeden einwandfrei reproduzierbar.
Resizable BAR (rBAR) respektive Smart Access Memory (SAM) sind bei unseren GPU-Benchmarks aktiv. Wie immer bieten wir Ihnen die Grafikkarten-Ergebnisse in den vier verbreiteten Auflösungen Full HD, WQHD, UWQHD und Ultra HD, welche Sie im folgenden Benchmark auswählen können. Selbstverständlich entsprechen die Grafiktreiber den zum Testzeitpunkt aktuellen Versionen, in diesem Fall die AMD Software Adrenalin 23.1.2 (RX 7900)/22.11.2 (RX 6000), Intel Game On Driver 4091 WHQL und Nvidia Game Ready Driver 528.24 WHQL. Eine Messung dauert wie von PCGH gewohnt 20 Sekunden und erfolgt via CapFrameX; aus dem Durchschnitt von drei Messungen errechnen wir unsere Ergebnisse. Mittlerweile haben wir auch die Radeon RX 7900 XT und Geforce RTX 4080 nachgereicht.
Die Benchmark-Ergebnisse zeigen unmissverständlich, dass es sich um kein Remaster des alten 2008er-Materials handelt, sondern um ein modernes Spiel mit modernen Anforderungen. Unsere Benchmarkszene, welche als Worst-Case-Szenario angesehen werden kann, zieht optisch alle Register und fordert Grafikkarten daher alles ab. Scheitert Ihr Modell an spielbaren Bildraten, gibt es mehrere Stellschrauben, wobei die optionale Raytracing-Verschattung (ab Geforce RTX 2000 und Radeon RX 6000) die lohnenswerteste ist. Klassisches SSAO anstelle von RTAO reduziert die Qualität verhältnismäßig subtil, steigert die Bildrate aber um rund 15 Prozent. Reicht auch das nicht, helfen die temporalen Upsampling-Verfahren DLSS (Geforce RTX) oder FSR 2 (übrige Grafikkarten).
Das Dead Space Remake favorisiert tendenziell Geforce-Grafikkarten, die Mitbewerber AMD und Intel stehen jeweils vergleichbaren Modellen meist zurück. So unterliegt die Radeon RX 6800 XT der Geforce RTX 3080 ungewöhnlich deutlich, während die Radeon RX 7900 XTX erst mit steigender Auflösung an der Geforce RTX 4070 Ti vorbeiziehen kann. In Ultra HD macht das Radeon-Flaggschiff schließlich eine gute Figur, was sicher auch am aktuellen Treiber liegt - RX-6000-Grafikkarten müssen noch ein paar Tage mit der AMD Software 22.11.2 vorliebnehmen.
Intels Arc-Grafikkarten haben größere Probleme, deren Performance ist durchwachsen. Je nach Szene werden gute bis verheerende Bildraten erreicht, wobei Upsampling nur bedingt hilft; das sind klare Anzeichen für einen Bug. Höhere Auflösungen als Full HD sind verhältnismäßig günstig und die Arc A770 16GB kann - wie jedes Modell mit mehr als 8 GiB - spätestens in Ultra HD von ihrem großen Speicher profitieren, ordentliche Bildraten wird Arc Alchemist jedoch erst nach einem (Treiber-)Update erreichen. Wir empfehlen eine Grafikkarte mit mindestens 12 GiByte Speicher, um für alle Eventualitäten gerüstet und vor Nachladerucklern bestmöglich gefeit zu sein.
Dead Space 2023: CPU-Benchmarks inklusive Frametime-Vergleich
Bevor wir zur Leistungsbeurteilung kommen, möchten wir Ihnen unsere für Prozessor-Generationen aktualisierte Testmethodik vorstellen. Wir nutzen für die Ermittlung der Daten jeweils aktuelle Chipsätze und I/O-Hubs von AMD und Intel und gewährleisten ein CPU-Limit, das die Einhaltung der Herstellervorgaben beinhaltet. Zur Ermittlung, Auswertung und Überwachung der Daten werden folgende Programme verwendet: CapframeX, MSI Afterburner, Riva Tuner Statistics Server, Hwinfo x64, Elmorlabs EVC2 und Microsoft Excel 365. Die Zahlen begleitet die Analyse durch die Grafiktreiber von Nvidia. Des Weiteren erfolgt eine Effizienz-Angabe auf Basis eines externen Hardware-Tools, welches pro Test-Durchlauf bis zu 10.000 Datensätze erfasst. Alle Zahlen werden als Durchschnittswerte dargestellt. Die Konfiguration der einzelnen Prozessoren können Sie begleitend zu jedem Eintrag entnehmen. Für die Analyse der Effizienz-Daten mitteln wir die Verbrauchswerte der CPU über den gesamten Benchmark und gleichen sie dann mit der erreichten Prozessor-Leistung ab. Die Messungen beinhalten die Effizienz der Spannungswandler auf den Mainboards, die für die Benchmarks verwendet werden und sind abhängig von der Wahl der CPU, der Kühlung und der verwendeten Firmware. Alle Ergebnisse gelten als Richtwerte für ein CPU-Limit und sind unter der Prämisse entstanden, andere Limits bewusst auszuschließen. Rechnet man alle Messungen zusammen, welche ein Prozessor für einen Eintrag im CPU-Index benötigt, ergibt sich eine Summe von 131 Messungen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir die CPU-Test-Szene aufgrund der Gewalt- und Blutdarstellungen in Dead Space nicht ohne Altersbeschränkung freigeben können. Wichtig ist zudem, dass die Benchmarks erst nach dem Einruckeln entstehen, wir laufen die Szene also mehrmals ab, bis alle Shader kompiliert und geladen sind.
Neben den üblichen durchschnittlichen Fps und den P1-Fps, finden Sie jetzt auch die P0.2-Fps vor. Die sind bei Dead Space besonders wichtig, denn sie zeigen die häufigen Ruckler und die potenzielle Spielbarkeit auf. Nehmen wir uns die letzten drei Plätze vor, so erreichen wir maximal 25 P0.2-Fps. Das Spiel fühlt sich damit sehr zäh an und will zu keiner Zeit so richtig flüssig laufen, obwohl die durchschnittliche Framerate hier etwas anderes erzählt. Spannend wird es eigentlich erst ab Zen 2 und Alder Lake. Wie viele Kerne eine CPU besitzt, spielt im Remake keine Rolle, viel wichtiger ist es, dass diese möglichst hoch takten und eine hohe pro-MHz-Leistung aufweisen. Hervorragend läuft das Spiel beispielsweise auf einem AMD Ryzen 5 5600 oder Intel Core i5-13400F. Generell sollte Ihre Sorge eher den GPU-Anforderungen gelten. Aufgrund des Denuvo-Kopierschutzes waren wir in der Anzahl der CPU-Benchmarks leider begrenzt.

Das Spiel lief absolut glatt. Kein Fiasko wie bei Calisto