Dead Island 2 - Humoriges Zombie-Schnetzeln im Test mit Benchmarks
Dead Island 2, das kurzweilige Zombie-Splatterfest auf Basis der Unreal Engine 4, ist seit vielen Jahren und unter wechselnden Studios in Entwicklung. Trotz der turbulenten Entstehungsgeschichte ist die Zombiehatz kein Reinfall, sondern macht einen sauberen, technisch kompetenten Eindruck. PCGH lädt zum Technik-Test mit Benchmarks von 25 Grafikkarten seit 2015.
In diesem Artikel
Mit Dead Island 2 erschien jüngst ein unterhaltsamer Zombie-Schnetzler mit Koop-Funktion und hübschem Tropen-Szenario. Wer nun ein gewisses Déjà-vu erlebt: Das liegt nicht nur an dem etwas generisch klingenden Konzept, sondern eventuell auch daran, dass Sie bereits in der Vergangenheit mit Dead Island 2 in Berührung gekommen sind. Der erste Teil von Dead Island wurde ursprünglich von dem polnischen Studio Techland entwickelt und erschein im Jahr 2011. Das Spiel war erfolgreich genug, dass sich Publisher Deep Silver einen Nachfolger wünschte. Nun war der ursprüngliche Entwickler aber mit dem anderen Zombie-Spiel mit Nahkampf-Fokus beschäftigt: Dying Light, das schlussendlich 2015 erschien und obendrein vor rund einem Jahr mit Dying Light 2 einen Nachfolger bekam. Da Techland mit anderen Zombies beschäftigt war, beauftragte Deep Silver 2012 den deutschen Entwickler Yager Development (u. a. bekannt für Spec Ops: The Line oder jüngst The Cycle: Frontier). Von dieser Entwicklungsgeschichte existiert noch ein Leak mit Material aus dem Jahre 2015:
Doch auch Yager war nicht der richtige Entwickler für Dead Island 2 und so übernahm 2016 das britische Entwicklungsstudio Sumo Digital (u. a. Sonic & Sega Allstar Racing, Mitarbeit am Steam-Port von Forza Horizon 4) die Arbeit an Dead Island 2. Lange blieb es still um die tropische Zombie-Apokalypse, doch alle Jahre wieder betonte Publisher Deep Silver, dass die Arbeit fortlaufe. Im Jahre 2022 erblickten Gamescom-Besucher und auch Redakteure tatsächlich eine Präsentation des Spiels, nun entwickelt von dem britischen Deep-Silver-Inhouse-Studio Dambuster Studios. Letztere sind nicht irgendwer, sondern waren ursprünglich einmal als Fractal Design bekannt und haben unter anderem mit dem wohl besten reinen Konsolen-Shooter Timesplitters Geschichte geschrieben. Das war bevor sie von Crytek aufgekauft wurden und als Crytek UK an Homefront The Revolution werkelten. Doch dies war nicht das Ende, im Jahre 2014 wurde Crytek UK von dem österreicherischen Konzern Koch Media unter dem Markenlabel Deep Silver übernommen und in Deep Silver Dambuster Studios umgetauft, Homefront wurde unter diesem Studionamen fertiggestellt. Und hier sind sie nun wieder: Nachdem Dead Island 2 im Jahre 2022 aufgrund zu kurzer Entwicklungszeit noch ein weiteres Mal verschoben wurde, wurde das untot geglaubte Spiel am 21. April 2023 tatsächlich geboren. Und trotz des etwas turbulenten Entwicklungsgeschehen ist das Splatterfest Dead Island 2 erfreulich unterhaltsam und technisch kompetent geworden.
Dead Island 2 ist im Grunde schnell erklärt: Es ist ein kurzweiliges, humorvolles Splatterfest in First-Person-Perspektive, dem ein gelungener Spagat zwischen Hollywood-Trash, schwarzer Satire und Horror gelingt. "Saints Row meets Dying Light" fasst das Geschehen treffend zusammen. Zu Beginn treffen Sie eine Wahl aus sechs verschiedenen Charakteren, die neben leicht unterschiedlichen Charaktereigenschaften mit einem individuellen Satz erfreulich gut geschriebener, humorvolle Dialoge ausgestattet wurden. Anders, als der Name vermuten ließe, spielt Dead Island 2 nicht auf einer Insel, die Welt ist obendrein in einzelne lineare Level unterteilt. Dead Island 2 ist also kein Open-World-Szenario und verfügt auch über keinen dynamischen Tag-Nacht-Wechsel, sondern feste Tageszeiten (es existieren jedoch wechselnde Tageszeiten, diese sind aber szenarioabhängig und fest vorgegeben). Unter anderem durch diesen Punkt - und dem stärker betonten Humor - unterscheidet sich Dead Island 2 also von Dying Light 2 - dabei kann man ja schon mal ein wenig durcheinander kommen.
Besonders die Splattereffekte haben von den Entwicklern viel Hingabe erhalten, es kommt eine speziell für Dead Island 2 entwickelte Technik namens FLESH (Fully Locational Evisceration System for Humanoids) zum Einsatz. Trotz der etwas abenteuerlichen Entwicklungsgeschichte macht Dead Island 2 einen technisch erfreulich sauberen Eindruck. Wir werden uns im Folgenden ausschließlich mit der technischen Umsetzung, Güte der grafischen Präsentation sowie der Performance des Unreal-Engine-4-Schlachtfests beschäftigen. Dazu sei angemerkt, dass Dead Island 2 in Deutschland (leicht) zensiert erscheint - weitere Informationen zum Gameplay erfahren Sie bei den Kollegen der PC Games.
Dead Island 2 - Systemanforderungen
Dead Island 2 nutzt wie bereits erwähnt die Unreal Engine 4, wurde in Kooperation mit AMD geschaffen (im Gegensatz zu Dying Light 2, das mit Nvidia-Sponsoring aufwartet), nutzt die DirectX-12-Schnittstelle und bietet unter anderem Support für Alexa Game Control, mithilfe dessen Sie mit Stimmkommandos Waffen wechseln, Wegpunkte für Mitstreiter setzen, Zombies anlocken oder den untoten Gesellen ein Ständchen vorsingen können. Die offiziellen Systemanforderungen fallen gehoben aus, tatsächlich erweist sich Dead Island 2 jedoch als performant - mehr dazu bei den Benchmarks von 25 Grafikkarten auf der übernächsten Seite.
| Minimale Hardware | Empfohlene Hardware | |
|---|---|---|
| Windows | Windows 10 x64 | Windows 10 x64 |
| API | Direct X 12 | Direct X 12 |
| CPU | AMD FX-9590 oder Intel Core i7-7700HQ | AMD Ryzen 5 5600X oder Intel Core i9-9900K |
| RAM | 10 GiByte RAM | 10 GiByte RAM |
| Grafikkarte | AMD Radeon R9 390X/8G oder Nvidia Geforce GTX 1060/6G | AMD Radeon RX 6800 XT/16G oder Nvidia Geforce RTX 2070S/8G |
| Festplatte | 70 GiByte | 70 |
Zwecks Upsampling steht AMDs FSR 2 zur Verfügung, sowohl Nvidias DLSS als auch Intels XeSS werden nicht angeboten - möglicherweise beseitigt ein kommendes Update diesen Missstand. Weitere Leistung können Sie durch Variable Rate Shading (VRS) gewinnen, welches ebenfalls aus AMDs FidelityFX-Bibliothek stammt. Raytracing wird nicht unterstützt, wenngleich Dead Island 2 diese Aufwertung gut zu Gesicht stehen würde - dazu gleich mehr. Dead Island 2 erscheint auf dem PC (zeit)exklusiv für den Epic Store und ist dort ab 59,99 Euro in Standard- bis hin zur 79,99 Euro kostenden Gold Edition erhältlich, welche den bereits angekündigten Season-Pass enthält.

Ich habe auf meiner 4090 einfach zu starke FPS Schwankungen, wie hier schon erwähnt, geht's manchmal sogar in den 80er Bereich, je nach Level und Effekt-Gegneraufkommen.
Ich habe auf meiner 4090 einfach zu starke FPS Schwankungen, wie hier schon erwähnt, geht's manchmal sogar in den 80er Bereich, je nach Level und Effekt-Gegneraufkommen.
@PCGH: Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung was ihr da getestet habt. Bin jetzt die gleichen Stellen im Spiel abgelaufen wie bei euch im Video und habe mit meiner 7900XTX locker 30 FPS mehr als euer Test ausgibt. Die 108 Low-FPS hab ich noch an keiner Stelle gesehen, Min-FPS liegen bei mir bei 130. Gepaart ist die 7900XTX (MBA Design) mit einem 5800X3D, installiert war der Treiber 23.4.2
Die ziehen sich das Uncut aus dem Netz, das wird passieren, die Cut Version will und brauch keiner!
Uncut oder garnicht, ich hasse Zensur auch bei Filmen.
Wir sind meist die einzigen die sowas noch machen, Deutschland halt, wird nicht besser.
1. Exe mit Resource Hacker öffnen. (\DeadIsland2\DeadIsland\Binaries\Win 64)
2. Ordner RCData Wert auf {6F25E1B9-A759-40CC-84E9-8BD415305942} ändern
{E73AE21F-9D45-4EC0-A87B-E43C95AADA74} = censored
{6F25E1B9-A759-40CC-84E9-8BD415305942} = uncensored
3. Im Resource Hacker auf compile gehen (grüner "Play"-button in der Symbolleiste)
4. Speichern
5. Fertig
Ich habe auf meiner 4090 einfach zu starke FPS Schwankungen, wie hier schon erwähnt, geht's manchmal sogar in den 80er Bereich, je nach Level und Effekt-Gegneraufkommen.
MfG
Raff
und ausser dem Clown an der Bay und noch zwei anderen waren doch wenige schräge Figuren dabei, wie das grillen oder filetieren eben, repetetive deluxe.
Bissl anspruchsvollere (Story)quests hätten dem Spiel gut getan.