Cyberpunk 2077: Raytracing und erste Performance-Eindrücke
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Cyberpunk 2077: Raytracing und erste Performance-Eindrücke

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Wie gut lief die Preview-Version von Cyberpunk 2077 auf unserem PC mit RTX 3090 und Raytracing?

Raytracing und erste Performance-Eindrücke

An der beeindruckenden Grafik hat natürlich auch Raytracing einen Anteil. Die edle Strahlverfolgung wird in Cyberpunk 2077 so divers und vielseitig eingesetzt, wie in kaum einem anderen aktuellen Titel und beinhaltet Schatten, Spiegelungen und darüber hinaus eine per Raytracing umgesetzte Umgebungsverdeckung sowie Globale Beleuchtung. Dabei ist offensichtlich viel Arbeit in die Umsetzung der Effekte und die Optimierung für die Performance geflossen, denn erstens verhalten sich die Raytracing-Effekte abseits ihrer durchaus sichtbaren Pracht in praktisch allen Fällen unauffällig - neigen also weder zu Fehldarstellungen noch drastischen Performance-Auffälligkeiten - auf der anderen Seite wirken die Raytracing-Effekte auffallend sauber und gut integriert. Die Spiegelungen insbesondere stechen dadurch hervor, dass sie nur selten unrealistisch glasklar und scharf dargestellt werden, selbst in Pfützen wird der widergespiegelte Inhalt leicht diffus und verschwommen dargestellt. Ein Teil dieser Unschärfe geht offenbar auch auf Optimierungen und eine je nach Entfernung unterschiedlich hohe Raytracing-Auflösung zurück. Darüber hinaus sind auch Spiegelungen auf stärker streuenden Oberflächen weniger hoch aufgelöst als jene auf glatten. Augenkundig werden die Reflexionen obendrein recht aufwendig gefiltert. Die leicht diffusen Spiegelungen etwa in Pfützen wirken so optisch obendrein gefälliger und glaubwürdiger. In vielen anderen Spielen mit Raytracing-Reflexionen werden diese oft und insbesondere in Pfützen viel zu scharf und klar dargestellt, sodass die Pfützen eher wie polierte Silberspiegel wirken.

Bei den schicken Raytracing-Reflexionen kommen allerdings neben einer offenbar entfernungsabhängigen Auflösung auch einige andere Tricksereien zum Einsatz, soviel ist schnell klar. Dies ist auch nicht verwunderlich, schließlich gehören die Raytracing-Spiegelungen zu den anspruchsvollsten Effekten einer generell schon anspruchsvollen Technik. Und muss dann auch noch eine komplexe Open-World wiedergespiegelt werden und dies dann bitte auch noch diffus - Letzteres bedarf gegenüber glatten Spiegelungen zusätzliche Rays, da diese beim Auftreffen auf eine raue Oberfläche stärker gestreut werden als bei einer glatten - dann erscheint erst recht logisch, dass insbesondere die Spiegelungen einige Optimierungen benötigen.
Cyberpunk 2077 (40) Quelle: PC Games Hardware Cyberpunk 2077 (40)
Ein Teil der Spiegelungen wird etwa durch Screen-Space-Reflections unterstützt. Offenbar betrifft dies die Färbung beziehungsweise die Ausleuchtung etwas entfernterer oder - in Innenräumen - in einem angrenzenden Raum befindlicher Strukturen und Objekte. Deren Geometrie ist in der Raytracing-Spiegelung zwar enthalten, doch unter anderem deren Ausleuchtung und Verschattung wird mittels über die eigentliche Raytracing-Spiegelung gelegte Screen-Space-Reflections umgesetzt - wohl um Strahlen- und Rechenlast etwa in Form von zusätzlichen Shaderabfragen und -Berechnungen zu vermeiden. Interessant: Die eigene Spielfigur ist nicht in den Raytracing-Spiegelungen zu sehen, jedenfalls nicht in Ego-Perspektive. Denn in dieser Ansicht existiert Ihre Figur nicht als solche, Sie steuern eine fliegende Kamera (mit einem sehr überzeugenden First-Person-Modell für Ihren Körper, wenn Sie im Spiel an sich heruntersehen). Die Spiegel im Spiel, in denen Sie Ihren Charakter bewundern können - beispielsweise in V's Appartement - werden nicht durch Raytracing, sondern Planar Reflections umgesetzt; irgendwie logisch, denn schließlich sollen Sie ja auch auf den Konsolen, auf PCs ohne Raytracing-Support oder mit deaktivierten Effekten Ihren Protagonisten im Spiegel bewundern können. Auf der anderen Seite zeigt sich Ihre Figur in den überall aufzufindenden Raytracing-Spiegelungen nur dann, wenn Sie den Photo-Mode öffnen und mit diesem Ihren tatsächlichen Third-Person-Charakter spawnen.
Mit dem Photomode lassen sich schicke Aufnahmen der Umgebung und Ihres Alter Egos in diversen Posen schießen. In den kommenden Wochen und Monaten erwarten wir geradezu eine Schwemme toller User-Screenshots. <br> <br> Die Bilder in unserer Galerie wurden - soweit nicht anders gekenntzeichnet - mit Ultra Details samt Ultra-Raytracing und deaktiviertem DLSS in Ultra HD geschossen. Quelle: PC Games Hardware Mit dem Photomode lassen sich schicke Aufnahmen der Umgebung und Ihres Alter Egos in diversen Posen schießen. In den kommenden Wochen und Monaten erwarten wir geradezu eine Schwemme toller User-Screenshots.

Die Bilder in unserer Galerie wurden - soweit nicht anders gekenntzeichnet - mit Ultra Details samt Ultra-Raytracing und deaktiviertem DLSS in Ultra HD geschossen.

Die Raytracing-Schatten, die Umgebungsverdeckung und die Globale Beleuchtung sind weniger Faust-Ins-Auge-Effekte als die glänzenden Raytracing-Spiegelungen und untermalen die Authentizität und den Flair der Umgebungen eher subtil. Die Globale Beleuchtung erfasst das gesamte Bild und leuchtet es gemäß der vorherrschenden Lichtverhältnisse deutlich glaubwürdiger aus. Die Raytracing-GI beinhaltet außerdem Farbübertragungen, die in dem häufig zwischen düster, hell, grau und bunt wechselnden Stimmungen in Night City oft prominent in Szene gesetzt werden. Obendrein leuchtet die Raytracing-Beleuchtung von Cyberpunk die Charaktere und deren Gesichter feiner und glaubwürdiger aus und akzentuiert feine Details wie Hauptporen und Fältchen, was insbesondere bei Charakteren offenkundig ist, die eine wichtigere Rolle in der Handlung von Cyberpunk einnehmen und mit besonderer Sorgfalt designt und gestaltet wurden. Die Raytracing-Schatten und -Umgebungsverdeckung fallen ebenfalls durch ihre hohe Feinheit auf und dadurch, dass sie sehr sanft und organisch ausfallen und wie ein Teil des Bildes wirken - was nicht immer von pixeligen Shadow-Mapping-Schatten oder dick und blobförmig auftragender Umgebungsverdeckung behauptet werden kann. Auch diese Raytracing-Effekte wirken überzeugend umgesetzt und bringen ein recht bedeutsames grafisches Plus - insbesondere die per Raytracing dargestellte Globale Beleuchtung macht in einigen Szenen einen außerordentlich großen Impact, wie in der Barszene im Vergleich etwa.

Das Raytracing in Cyberpunk 2077 ist also sehr ansehnlich - und das mehr als ein wenig prominente Rollenspiel von CD Projekt RED eignet sich natürlich auch vorzüglich als Zugpferd für die Technologie. Wir werden uns daher in näherer Zukunft nicht nur ausführlich mit Cyberpunk im Generellen, sondern auch mit dessen Raytracing-Umsetzung im Spezifischen beschäftigen. Da es sich bei unserer Preview-Version noch nicht um die finale Launchversion inklusive Day-0-Patch handelt und CD Projekt RED obendrein bereits verlauten ließ, dass sie unter anderem noch immer an den Raytracing-Reflexionen schrauben, wollen wir an dieser Stelle nicht allzu viel in die Performance lesen, doch:

Mit der RTX 3090 läuft Cyberpunk bei WQHD-Auflösung und Ultra-Details samt Ultra-Raytracing flüssig - so richtig allerdings erst unter dem Einsatz von DLSS auf der Stufe "Qualität". Bei diesen Settings ist das Spiel sehr geschmeidig und läuft nahezu ruckel- und Slowdown-frei, das Aiming geht gut von der Hand, die flotten Kämpfe und Schusswechsel gelingen spielend. Eine ähnliche Performance erhalten wir bei Ultra HD unter Verwendung von DLSS "Performance", allerdings wirkt das Bild mit einer solch aggressiven DLSS-Stufe relativ grob. Ultra HD samt Ultra-Raytracing ohne DLSS - jene Settings, mit denen wir unsere Screenshots gefertigt haben - drücken die Bildraten mit der RTX 3090 dann in Gefilde, die für Grafiknerds nicht wirklich als angenehm zu bezeichnen sind. Doch auch ganz ohne Raytracing ist Cyberpunk ein anspruchsvolles Spiel, für volle Ultra-Details ohne Raytracing bei nativer Darstellung in WQHD sollte es unser Meinung schon eine Grafikkkarte mit dem Kaliber einer RTX 2080 Ti oder RX 6800 sein, wenn Sie flüssige Bildraten um 60 Fps im Auge haben.
Cyberpunk 2077 (22) Quelle: PC Games Hardware Cyberpunk 2077 (22)

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    • Kommentare (128)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von ElGantho
        Ich weiß nicht, ob das hier schon gefragt wurde oder jemandem aufgefallen ist, aber kann mir einer erklären, warum auf folgendem Bild quasi keine Umgebungsverdeckung vorhanden ist? Das kann doch nicht der Normalzustand sein, wenn kein RTX an ist

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Entweder ist es ein Versehen oder es wurde gemacht damit RTX besser glänzt. Auf dem Shot ist in der Tat keinerlei Umgebungsverdeckung aktiviert. Sieht man sehr gut am Rohr über dem Automaten.
      • Von restX3 BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von ElGantho
        Ich weiß nicht, ob das hier schon gefragt wurde oder jemandem aufgefallen ist, aber kann mir einer erklären, warum auf folgendem Bild quasi keine Umgebungsverdeckung vorhanden ist? Das kann doch nicht der Normalzustand sein, wenn kein RTX an ist

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Entweder ist es ein Versehen oder es wurde gemacht damit RTX besser glänzt. Auf dem Shot ist in der Tat keinerlei Umgebungsverdeckung aktiviert. Sieht man sehr gut am Rohr über dem Automaten.
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Zitat von hohoho2021
        ja mehr TFLOPS bedeutet aber noch lange nicht - mehr leistung in der praxis.
        die ps5 kann man eher mit einer 2070/2080 vergleichen und das schon zu release.
        in nem jahr, sobald die ersten echten next-gen spiele erscheinen wird die ps5 und auch series x noch einen drauflegen.

        mit nem mix aus medium-high und low schafft die 1080ti gerade mal 60 fps in valhalla in 4k.
        mit durchgehenden high bzw. ultra settings ist die 1080ti bereits überfordert.

        und in nem jahr kann man die 1080ti knicken. valhalla ist nämlich noch nicht mal ein reines next-gen spiel.
        die kommen erst noch.

        cyberpunk läuft auf dem pc ähnlich mies wie valhalla.
        erste benchmarks zeigen, das cyberpunk auf der ps5 nämlich tatsächlich fast durchgehend, day one, solid 60 fps erreicht, genauso wie das auch bei valhalla der fall war.

        wer gibt da was auf tflops?

        damit du in 4k 60 fps erreichst, benötigst du eine 3090 und keine 1080ti krücke.
        Schön, das du nur den letzten Satz zitierst. Denn was ich vor dem Satz geschrieben hatte, würde deinen Kommentar nutzlos machen.
        Ich schreibe es gerne nochmal:
        CP2077 auf der PS5 läuft mit Einstellungen die auf einer PS4 laufen müssen, und die hat nur 1,84Tflops, kein RT..etc.. NOCH gibt es kein Ps5-Upgrade.
        Ps5 kann man mit einer durchaus mit einer 2080 vergleichen, nur das die 1080Ti mind genausoviel Leistung hat wie eine 2080. Rein von den Tflops ist die 1080Ti sogar 10% besser. Der Rest ist Treiberoptimierung...

        Treiberoptimierung ist auf der Konsole einfach, da es nur 1-2 Systeme gibt. Daher hat eine Konsole IMMER einen Vorteil mit einem PC der die selbe Leistung hat. Aber auch die neuen Konsolen haben schon beim Release nicht mehr die schnellste Hardware, da das Preislich für die Masse nicht machbar ist.

        Ich empfehle dir mal den Youtube Channel Digital Foundry.

        Außerdem ECHTE Next Gen Spiele für der Konsole wird es für PC nicht geben, z.b. Demon's Souls, weil diese die proprietäre Hardware der Konsolen nutzen. Aber wo sind diese Spiele überhaupt? Wenn die ersten RICHTIGEN NEXT-Gen Spiele rauskommen, sind die Konsolen bereits ein Schritt in Richtung Last Gen. Aber keine Sorge Sony und MS bringen bestimmt dann die Pro Versionen der Konsolen raus...
      • Von hohoho2021 Kabelverknoter(in)
        Zitat von theGucky
        Das hat gar nichts mit einer 1080Ti zu tun, welche übrigends immernoch mehr TFLOPS hat als eine PS5...
        ja mehr TFLOPS bedeutet aber noch lange nicht - mehr leistung in der praxis.
        die ps5 kann man eher mit einer 2070/2080 vergleichen und das schon zu release.
        in nem jahr, sobald die ersten echten next-gen spiele erscheinen wird die ps5 und auch series x noch einen drauflegen.

        mit nem mix aus medium-high und low schafft die 1080ti gerade mal 60 fps in valhalla in 4k.
        mit durchgehenden high bzw. ultra settings ist die 1080ti bereits überfordert.

        und in nem jahr kann man die 1080ti knicken. valhalla ist nämlich noch nicht mal ein reines next-gen spiel.
        die kommen erst noch.

        cyberpunk läuft auf dem pc ähnlich mies wie valhalla.
        erste benchmarks zeigen, das cyberpunk auf der ps5 nämlich tatsächlich fast durchgehend, day one, solid 60 fps erreicht, genauso wie das auch bei valhalla der fall war.

        wer gibt da was auf tflops?

        damit du in 4k 60 fps erreichst, benötigst du eine 3090 und keine 1080ti krücke.

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
      • Von theGucky Volt-Modder(in)
        Zitat von hohoho2021
        auf der PS5 ist cyberpunk mit 60 fps bestätigt und da läuft es nur im "kompatibilitätsmodus", da es nie für die ps5/xbox series x entwickelt wurde.
        die next-gen cyberpunk fassung für die ps5/series x erscheint 2021 - ggf. dann auch mit einem gratis-update der ps4/xbox one fassung.

        die grafik von cyberpunk ist jetzt nicht wirklich ein meilenstein. in diesem punkt hätte man sich mehr erwarten können.
        es sieht bestenfalls aus wie ein spiel von 2016.

        bin mir ziemlich sicher das die ps5 nahezu zur gänze 4k bei 60 fps schaufelt und die next-gen fassung dann ggf. grafisch noch einen drauflegt.
        vermutlich wird man dann auch zwei modi bei der ps5/series x zur auswahl haben.
        Hab ich eine Konsole erwähnt? Die Konsolen-Version hat keine Ultra Einstellung. Man musste eine Custom Config für Ps4/XBO erstellen damit es passable läuft. Denk daran das ist 7 Jahre alte Hardware...
        Auf den neuen Konsolen ist die Config nur mit höherer Auflösung/FPS. Das hat gar nichts mit einer 1080Ti zu tun, welche übrigends immernoch mehr TFLOPS hat als eine PS5...
      • Von hohoho2021 Kabelverknoter(in)
        laut ersten benchmarks langt eine RTX3060ti gerade mal für 1440p medium.
        und das game sieht aus wie ein titel von 2016.
        ganz großes kino, mal wieder absolut keine entwickler-ressourcen in ne pc optimierung gesteckt.
        RDR2 (PC) und horizon zero dawn (PC) lässt grüßen.

        ganz nach dem motto: hauptsache, es läuft!
        was ne technische krücke.
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