Wegen Coronakrise: Geringere Videoqualität auch bei Facebook und Instagram

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Geringere Videoqualität wegen Coronakrise auch bei Facebook (1)
Quelle: Areamobile

Wie die Webseite Engadget berichtet, reduziert auch Facebook die Bitraten bei Videos auf dem eigenen Portal und bei Instagram. So soll die Internetbandbreite gesichert werden.

Egal ob Youtube, Netflix oder Amazon Prime Video, alle drei Streaming-Services drosseln aktuell ihre Bandbreite. Grund ist das Coronavirus. Nun gesellt sich wohl auch Facebook hinzu, wie etwa die Webseite Engadget berichtet. So soll die Videoqualität ab sofort bei Facebook und Instagram in Europa geringer als bislang üblich ausfallen. Mit der Reduzierung der Bandbreite möchten die Anbieter die Internetleitung entlasten. Man befürchte eine Internetüberlastung und wolle sicherstellen, dass die Nutzer auch während der Covid-19-Pandemie Videos auf Facebook sehen können. Gerade in Europa und in Deutschland geht der Breitbandausbau nur sehr schleppend voran. Allerdings arbeiten aktuell immer mehr Menschen im Homeoffice und sind so auf eine stabile und performante Internetleitung angewiesen.

Breitbandausbau zu langsam - Internetbandbreite wichtig

Streaming von Videoinhalten sorgt jedoch für einiges an Datenverkehr. Alleine im letzten Jahr sind in Deutschland monatlich mehr als 137 GiByte an Daten nur über die stationäre Internetleitung zuhause. Zusätzlich kommen noch die Daten dazu, die Nutzer im Mobilfunknetz verbrauchen. Eigentlich sollten seit dem Jahr 2018 alle Haushalte über eine Internetleitung mit mindestens 50 Mbit/s verfügen, doch daraus wurde nichts. Die Genehmigungsverfahren ziehen sich in die Länge und gerade in ländlichen Regionen haben die Netzausbauer wie die Deutsche Telekom kein Interesse daran, einen Ausbau voranzutreiben. Es seien viel zu wenig potenzielle Kunden vor Ort, um die anfallenden Kosten zu decken.

Jetzt scheint sich diese zögerliche Haltung gegenüber dem Ausbau von schnellem Internet richtig deutlich zu machen. Schließlich gibt es im Homeoffice oft mal VoIP-Anrufe oder Videokonferenzen, die eine stabile Bandbreite benötigen. Auch der Zugriff via Remote Desktop auf den Arbeits-PC von der Ferne aus, erfordert eine bestimmte Internetgeschwindigkeit. Um die Internetbandbreite zu schonen, senken daher viele Streaminganbieter ihre Bitrate. So können zahlende Abonnenten bei Netflix aktuell für die nächsten 30 Tage nicht mehr in der maximalen Auflösung Videos ansehen. Von den Großen VoD-Diensten ist nur noch Sky Ticket übrig, die weiterhin in Full-HD ausstrahlen und ihre Datenrate nicht absenken.

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Ebenfalls lesenswert: Breitbandausbau: Viele Haushalte haben weniger als 50 Mbit/s

Fakten zur Drosselung bei Video-Streamingdiensten:

  • Nach Youtube, Netflix und Amazon Prime Video wird nun auch Facebook die Videoqualität absenken, so berichtet es die Webseite Engadget. Mit der Reduzierung der Bandbreite möchten die Anbieter die Internetleitung entlasten.
  • Schließlich benötigen die Arbeitnehmer, die Homeoffice machen, Internetbandbreite. In Deutschland beispielsweise jedoch lahmt der Breitbandausbau. Eigentlich sollten seit dem Jahr 2018 alle Haushalte über eine Internetleitung mit mindestens 50 Mbit/s.
  • Pro Monat haben die Haushalte in Deutschland im vergangenen Jahr gut 137 Gigabyte an Daten über die stationäre Internetleitung verbraucht.

Quellen: Engadget, Golem

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        AW: Wegen Coronakrise: Geringere Videoqualität auch bei Facebook und Instagram

        Bekommen fast jede Woche Werbung wegen Umstieg auf 1 Gbit Leitung.
        Wenn jetzt jeder Dienst gedrosselt wird, nützt mir die Mehrleistung auch nichts und verursacht nur Unkosten.
        Kupfer geht bis 500 Mbit. Auch die nutze ich niemals aus.
        Also habe ich bis jetzt alles richtrig gemacht und bleibe dem Edelmetall treu.
      • Von T-MAXX Volt-Modder(in)
        AW: Wegen Coronakrise: Geringere Videoqualität auch bei Facebook und Instagram

        Bekommen fast jede Woche Werbung wegen Umstieg auf 1 Gbit Leitung.
        Wenn jetzt jeder Dienst gedrosselt wird, nützt mir die Mehrleistung auch nichts und verursacht nur Unkosten.
        Kupfer geht bis 500 Mbit. Auch die nutze ich niemals aus.
        Also habe ich bis jetzt alles richtrig gemacht und bleibe dem Edelmetall treu.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Wegen Coronakrise: Geringere Videoqualität auch bei Facebook und Instagram

        Naja, sie würdens ja nicht machen wenns nicht funktionieren würde.

        Ich meine man schaue sich mal an was tatsächlich gemacht wird: Die Streamingportale, teilweise kostenpflichtige wie Netflix, reduzieren ihre Bandbreite was ihnen effektiv Betriebskosten (Serverkapazitäten, Uptimes, Energieverbrauch, Wartungen usw.) einspart ohne dabei irgendwelche Umsätze zu gefährden. Das ist betriebswirtschaftlich eine reine Margenerhöhung zum Nulltarif und das wird dann auch noch medienwirksam als "wir helfen durch die Krise" verkauft.

        Es ist unglaublich, mit welchen abstrusen Sachen man heute durchkommt und der Mob noch applaudiert.

        Man stelle sich mal vor was WIRKLICH helfen würde, wenn die Internetkapatizäten WIRKLICH knapp wären. Alle ISPs werden vom Staat dazu gezwungen, ggf. unter passender Entschädigung, alle Internetanschlüsse im Land temporär auf maximal 10 MBit/s zu begrenzen. Als Beispiel. Das wäre tatsächlich effektiv in einem solchen Fall und für nötige Dinge wie Informationsbeschaffung, Onlineshoppen, Banking, Homeoffice usw. reicht das aus.
        Aber das kann man doch do schlecht verkaufen!
      • Von Gast1681636201
        AW: Wegen Coronakrise: Geringere Videoqualität auch bei Facebook und Instagram

        Zitat von Incredible Alk
        Wenn das so weiter geht mit der "Hey seht uns an wir sind auch ganz toll und reduzieren Bandbreite!!" - Werbung können die ganzen ISPs so langsam in den Stromsparmodus wechseln - spätestens wenn die ganzen Pr0n-Seiten mitziehen.

        In das ganze System müsste man gar nicht eingreifen weils selbstregulierend ist - wenn es tatsächlich so wäre dass die Bandbreite zu knapp wird in Coronazeiten (was ich bezweifle) ruckeln HQ-Streams sich zu Tode und entweder der Algorithmus bemerkts und schaltet dynamisch runter (was die in 99% der Fälle SOWIESO machen!) oder der Nutzer merkts und schaltet ab weils nicht läuft oder es ihm nicht gefällt.

        Aber jetzt hat irgendeiner nen Furz gelassen, die Masse die von der Technik dahinter null Peilung hat findets voll dufte wie eine Firma sich da "engagieren" kann und schon haut eine Seite nach der anderen irgend so nen Quatsch raus und freut sich über Gratis-Renommee.

        Ists nicht schön? Ja, es ist nicht schön.
        In Zeiten wo man weder Informationen noch Quellen verifiziert und bei einer Gesellschaft die mehr auf Glauben statt auf Wissen setzt, ja da muss man sich nicht mehr wundern.

        btt

        Seis drum...
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Wegen Coronakrise: Geringere Videoqualität auch bei Facebook und Instagram

        Wenn das so weiter geht mit der "Hey seht uns an wir sind auch ganz toll und reduzieren Bandbreite!!" - Werbung können die ganzen ISPs so langsam in den Stromsparmodus wechseln - spätestens wenn die ganzen Pr0n-Seiten mitziehen.

        In das ganze System müsste man gar nicht eingreifen weils selbstregulierend ist - wenn es tatsächlich so wäre dass die Bandbreite zu knapp wird in Coronazeiten (was ich bezweifle) ruckeln HQ-Streams sich zu Tode und entweder der Algorithmus bemerkts und schaltet dynamisch runter (was die in 99% der Fälle SOWIESO machen!) oder der Nutzer merkts und schaltet ab weils nicht läuft oder es ihm nicht gefällt.

        Aber jetzt hat irgendeiner nen Furz gelassen, die Masse die von der Technik dahinter null Peilung hat findets voll dufte wie eine Firma sich da "engagieren" kann und schon haut eine Seite nach der anderen irgend so nen Quatsch raus und freut sich über Gratis-Renommee.

        Ists nicht schön? Ja, es ist nicht schön.
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