Intel Core i9-9900KS: Laut Test extrem gut selektiert

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Intel Core i9-9900KS: Laut Test extrem gut selektiert (1)
Quelle: Intel

Noch vor seiner offiziellen Veröffentlichung wurde der Intel Core i9-9900KS zu einem Test zitiert. Im Vergleich zum Core i9-9900K bietet dieser 400 MHz mehr Basistakt und einen All-Core-Turbo von 5 GHz, verbraucht aber überraschend wenig Energie. Trotz höchster Gaming-Leistung bleibe der Ryzen 3900X jedoch das bessere Gesamtprodukt.

Intel hatte den Core i9-9900KS mit "echten 5 GHz" für Ende Oktober angekündigt. Echt bedeutet, dass die CPU einen All-Core-Turbo von 5 GHz bietet. Außerdem hat man die Basistaktrate von 3,6 auf 4,0 GHz erhöht. All das immer noch als Coffee Lake Refresh in "14 nm ++". Angesichts des Verbrauchs des Core i9-9900K sollte man annehmen, dass der Energiebedarf des scharf gemachten Chip mehr als nur marginal zulegt. Doch anscheinend hält sich das in Grenzen, wie Tom's Hardware berichtet. Tatsächlich soll der Core i9-9900KS bei gleichen Taktraten sehr viel sparsamer sein.

So will man auf Basis eines Pre-Production-Samples die Erkenntnis gewonnen haben, dass sich der Chip nur schwerlich simulieren lässt. Um mit einem übertakteten Core i9-9900K auf den Verbrauchswerten des Core i9-9900KS zu landen, brauche man schon ein erlesenes Exemplar. Offenkundig hat Intel die Chips besonders gut selektiert, was vermutlich auch den kolportieren Preis erklärt, der knapp 100 Dollar über dem des Core i9-9900K liegen soll.

Ryzen 3900X bleibt besseres Produkt

Dem Bericht nach kommt der Core i9-9900KS sogar, wenn man ihn auf 5,2 GHz übertaktet, noch relativ sparsam davon. Im AIDA-Test mit AVX genehmigt sich der Core i9-9900K mit 5 GHz 200 W, der Core i9-9900KS bei 5,2 GHz aber nur 180 W. Das eigentliche Taktpotenzial sei damit noch nicht mal ausgeschöpft. Da nur besagtes Pre-Production-Sample zur Verfügung stand und man auf den finalen Mainboard-Support wartet, habe man jedoch keinen kompletten Test erstellt. Endgültige Aussagen zum Taktpotenzial müssen also warten.

Mehr zum Thema: Intel Core i9-9900KS: Auch MSI bestätigt TDP des neuen Topmodells

Wenig überraschend stellt sich der Core i9-9900KS als schnellste Gaming-CPU heraus. Der Mehrwert hält sich allerdings in Grenzen. Das Ganze hat mehr einen symbolischen Charakter, mit dem man auf dem Papier wieder etwas Boden gegenüber AMD gutmacht. Im Fazit der Kollegen erweist sich der Ryzen 3900X dann auch als besseres Gesamtpaket - angesichts der deutlich höheren Leistung in Multi-Core-Anwendungen, des mutmaßlichen günstigeren Preises und der breiteren Feature-Palette. Dennoch sei Intels neues Mainstream-Flaggschiff bemerkenswert. Der Core i9-9900KS entspreche einem stark übertakten Core i9-9900K, sei dabei aber erheblich sparsamer unterwegs.

Quelle: Tom's Hardware

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    • Kommentare (65)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Solange der Kunde nicht übertakten möchte, sollte das eigentlich möglich sein – bei Intel mangels Übertaktungsmöglichkeit bei B&H natürlich etwas einfacher. Aber der 3600er ist genügsam, was die Board-Anforderungen angeht und in meinen Tests haben Asus, Biostar und MSI die Intel-Specs bei den B- und H-Modellen automatisch eingehalten; Gigabyte gab sich gewohnt genügsam knapp darüber. Das heißt solange man nicht Asrock verbaut, sollte man in dieser Preisklasse auch ohne die wenigen B365-Angebote keine Probleme erhalten und bei Asrock muss man halt einmal die TDP manuell festelegen. Kritischer sehe ich Anforderungen wie "9900K, es gibt doch da 50-Euro-Mainboards?", "kann ich den 3900X auf einer 100-Euro-Platine übertakten?" und eben "ich habe 130 Euro für einen 3600X-Unterbau, eine M.2-SSD und brauche die vollen 32 GBit/s Transferrate für meine neue Capture-Karte".

        @LMS: Der CPU-Hinweis bezog sich auf die Durchschnittsuser, denn um die sollte es hier gehen. Dein Nutzungsspektrum weicht vom 08/15-Heimanwender offensichtlich in eine Richtung ab, die ausschließlich mehr CPU-Kerne erfordert. Da passt eine Plattform, die in jeder Hinsicht nur "ausreichend" ist, zusätzlich aber jede Menge Kerne bietet, wie die Faust aufs Auge. Aber jeder, der irgend etwas anderes jenseits von "ausreichend" fordert, war mit dem letztjährigen AM4-Angebot sehr schnell am Ende. Egal ob 3.0, Lanes allgemein, pro-Kern-Leistung, RAM-Takt, viel USB 3.1 oder Kombinationen wie "Kerne und IGP", "low Power und Takt", etc.: Vieles ging mit Zen+ und Promontory einfach nicht.

        PCI-E-auf-M.2-Adapter gibt es übrigens in geringer Bauhöhe. Das sollte die Kühlung der Grafikkarte nicht übermäßig beeinträchtigen. Für M.2-Onboard zu Lasten der CPU bräuchtest du allerdings tatsächlich ein C7H.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Solange der Kunde nicht übertakten möchte, sollte das eigentlich möglich sein – bei Intel mangels Übertaktungsmöglichkeit bei B&H natürlich etwas einfacher. Aber der 3600er ist genügsam, was die Board-Anforderungen angeht und in meinen Tests haben Asus, Biostar und MSI die Intel-Specs bei den B- und H-Modellen automatisch eingehalten; Gigabyte gab sich gewohnt genügsam knapp darüber. Das heißt solange man nicht Asrock verbaut, sollte man in dieser Preisklasse auch ohne die wenigen B365-Angebote keine Probleme erhalten und bei Asrock muss man halt einmal die TDP manuell festelegen. Kritischer sehe ich Anforderungen wie "9900K, es gibt doch da 50-Euro-Mainboards?", "kann ich den 3900X auf einer 100-Euro-Platine übertakten?" und eben "ich habe 130 Euro für einen 3600X-Unterbau, eine M.2-SSD und brauche die vollen 32 GBit/s Transferrate für meine neue Capture-Karte".

        @LMS: Der CPU-Hinweis bezog sich auf die Durchschnittsuser, denn um die sollte es hier gehen. Dein Nutzungsspektrum weicht vom 08/15-Heimanwender offensichtlich in eine Richtung ab, die ausschließlich mehr CPU-Kerne erfordert. Da passt eine Plattform, die in jeder Hinsicht nur "ausreichend" ist, zusätzlich aber jede Menge Kerne bietet, wie die Faust aufs Auge. Aber jeder, der irgend etwas anderes jenseits von "ausreichend" fordert, war mit dem letztjährigen AM4-Angebot sehr schnell am Ende. Egal ob 3.0, Lanes allgemein, pro-Kern-Leistung, RAM-Takt, viel USB 3.1 oder Kombinationen wie "Kerne und IGP", "low Power und Takt", etc.: Vieles ging mit Zen+ und Promontory einfach nicht.

        PCI-E-auf-M.2-Adapter gibt es übrigens in geringer Bauhöhe. Das sollte die Kühlung der Grafikkarte nicht übermäßig beeinträchtigen. Für M.2-Onboard zu Lasten der CPU bräuchtest du allerdings tatsächlich ein C7H.
      • Von Gast1748380205
        Zitat von PCGH_Torsten
        Abgesehen von der künstlichen Mainboard-Aufrüstsperre für Ryzen-1000-CPU und -2000-APU-Besitzer gibt es bei AMD keinen Krampf, der auf die Kompatibilität zurückgeht. Dass die Zen2-CPUs immer noch nicht so laufen, wie man eigentlich will, sondern mit jeder AGESA-Version ein Stück weiter Richtung Fertigstellung reifen, trifft X570-3000-Kombinationen genauso wie älteres. Die Frage ob man allgemein aufrüstet oder neukauft, hat damit aber nichts zu tun. Für die viele PC-Käufer könnte der Prozessor auch direkt verlötet und das Gehäuse noch beim Hersteller zugeschweißt werden. So gesehen gibt es mit Käufern dieser Qualitätsklasse aber auch keine Probleme, wenn eine bestimmte Aufrüstung nicht funktioniert, also muss man keine künstlichen, allgemeinen Sperren für alle schaffen. Denn wie dieses Forum beweißt gibt es auch andere Anwender, die sehr wohl aufrüsten möchten und irgendwann ging es in diesem Thread ja auch mal um den 9900KS, nicht den 9100F.
        Wobei die Käufer eines 9900KS wohl auch nicht weinen, wenn sie für den 10900K ein neues Board brauchen. Und ich finde es ist schon Chaos bei AMD. Kommt der Kunde in den Laden und sagt "ich will einen Ryzen 3600 mit nem Board für 100 Euro auf dem die CPU läuft" ist das gar nicht so einfach. Nicht, dass es bei Intel mit B360/H370 und den 9X00 besser war, aber dafür rettet einen gerade der B365.
      • Von LastManStanding Volt-Modder(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Auslastung hat damit rein gar nichts zu tun. PCI-E-Lanes werden statisch zugewiesen. Wenn du irgendwann mal eine zweite 32-GBit/s-M.2-SSD einbauen möchtest und jede einzelne von diesen zu irgend einem Zeitpunkt ihre volle Leistung entfallten soll, dann gewöhnst du dich besser daran, dass deine Grafikkarte permanent mit ×8 angebunden wird – oder du nimmst kein X370/X470-Mainboard. Bei den meisten B450-Boards wird nicht einmal die Nachrüstung einer Sound- und einer USB-3.2-Controller- oder 10-GBit-LAN-Karte möglich sein. Von Thunderbolt, HHHL-SSDs (oder größer) und ähnlichem ganz zu schweigen, aber sowas liegt dann tatsächlicher außerhalb des Spektrums der von dir genannten "einfachen Gamern". Die gleiche Aussage könnte man aber auch über CPUs mit mehr als sechs Kernen treffen; ein "Normalanwender" ist heutzutage mit einem Quadcore unterwegs – und damit ebenso gut bedient, wie mit einem Board auf B450-Niveau.

        Leute, die auch einen 9900KS kaufen würden, haben aber in der Regel überdurchschnittliche Anforderungen.
        Ja das stimmt.
        Nur eine 2 M.2-SSD wird sowiso nicht gehen ohne Adapterkarte^^, die Definitiv quasi keine Luft mehr an meine 2,5 Slot GPU lässt da das C6H ja nur einen effektiv nutzbaren Port hat^^
        Der Schwindende Takt durch die Temperatur is wohl definitiv Gravierender als eine kaum bis gar nicht merkbare Reduzierung der Lanes auf 8
        Die Möglichkeiten bei den X300/X400 sind Sicherlich Begrenzt in dieser Hinsicht aber für die Meisten wohl noch gut Ausreichend.

        Die eventuell gewollte oder auch nicht gewollte Anspielung auf die CPU ist gut Ich Bearbeitet sehr oft sehr viele .RAW Bilder und ab und zu Videos. Zusätzlich werde ich durch die Rente des 8700K im 2. System sehr warscheinlich bald einige Renderaufgaben hier hin übertragen. Dafür kann ich die CPU ganz gut brauchen, die Lanes bremsen jetzt und in nächster Zeit noch nicht. Wenn AMD dann den Propeller auf DDR5-Boards weg hat, kaufe ich auch mehr Lanes..oder zu Intel der 9900K war keine Option für mich in anbtracht der Situation.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von LastManStanding
        Naja 43% wollten im schnitt 8 ungefähr ich habe 6 also 75% vom Durchschnitt. passt doch
        ja sicher wer 16 Lanes wärend des spielens benötig und nebenbei sehr lange die SSD vollauslastet kann unter umständen Probleme Bekommen wenn er mehr als 7.1 in bester Qualität hört über ne zusätzliche Soundkarte, zum Beispiel.
        Es sind nunmal alte aber vorallem Schlecht ausgestattete Boards. Aber ein krasses Defizit sehe ich jetzt nicht so.
        Die Auslastung hat damit rein gar nichts zu tun. PCI-E-Lanes werden statisch zugewiesen. Wenn du irgendwann mal eine zweite 32-GBit/s-M.2-SSD einbauen möchtest und jede einzelne von diesen zu irgend einem Zeitpunkt ihre volle Leistung entfallten soll, dann gewöhnst du dich besser daran, dass deine Grafikkarte permanent mit ×8 angebunden wird – oder du nimmst kein X370/X470-Mainboard. Bei den meisten B450-Boards wird nicht einmal die Nachrüstung einer Sound- und einer USB-3.2-Controller- oder 10-GBit-LAN-Karte möglich sein. Von Thunderbolt, HHHL-SSDs (oder größer) und ähnlichem ganz zu schweigen, aber sowas liegt dann tatsächlicher außerhalb des Spektrums der von dir genannten "einfachen Gamern". Die gleiche Aussage könnte man aber auch über CPUs mit mehr als sechs Kernen treffen; ein "Normalanwender" ist heutzutage mit einem Quadcore unterwegs – und damit ebenso gut bedient, wie mit einem Board auf B450-Niveau.

        Leute, die auch einen 9900KS kaufen würden, haben aber in der Regel überdurchschnittliche Anforderungen.

        Zitat von seahawk
        Das stimmt schon, nur glaube ich aus Erfahrung, dass das den typischen i3 Käufer (und die meisten i5 Käufer) null interessiert. Der kauft (leider wenn man an de Ressourcenverbrauch denkt) einen neuen Rechner, wenn der alte zu langsam wird. Und ehrlich gesagt, wenn ich mir gerade den Krampf bei Ryzen ansehe, bin ich da auch froh drüber, dass Intel das nicht zu lässt.
        Abgesehen von der künstlichen Mainboard-Aufrüstsperre für Ryzen-1000-CPU und -2000-APU-Besitzer gibt es bei AMD keinen Krampf, der auf die Kompatibilität zurückgeht. Dass die Zen2-CPUs immer noch nicht so laufen, wie man eigentlich will, sondern mit jeder AGESA-Version ein Stück weiter Richtung Fertigstellung reifen, trifft X570-3000-Kombinationen genauso wie älteres. Die Frage ob man allgemein aufrüstet oder neukauft, hat damit aber nichts zu tun. Für die viele PC-Käufer könnte der Prozessor auch direkt verlötet und das Gehäuse noch beim Hersteller zugeschweißt werden. So gesehen gibt es mit Käufern dieser Qualitätsklasse aber auch keine Probleme, wenn eine bestimmte Aufrüstung nicht funktioniert, also muss man keine künstlichen, allgemeinen Sperren für alle schaffen. Denn wie dieses Forum beweißt gibt es auch andere Anwender, die sehr wohl aufrüsten möchten und irgendwann ging es in diesem Thread ja auch mal um den 9900KS, nicht den 9100F.
      • Von Gast1748380205
        Zitat von PCGH_Torsten
        In der Tat: 2 Monate nach Launch hat der i5-6600 keine 200 Euro gekostet. Sondern 225 Euro
        Intel im Preisvergleich
        Und das ist jetzt !vier! Jahre her. Vor zwei Jahren ist Coffee Lake erschienen.

        Natürlich hast du recht, dass man nicht jedes Low-End-Office-OEM-System mit einem 9900K bestücken könnte. Aber das sind dann auch PCs die von Leuten genutzt werden, die lieber eine USB-Festplatte nutzen als den Rechner aufzuschrauben und die ganz offensichtlich keine 500-Euro-CPUs kaufen. Aber quasi jeder, der mehr als circa 100 Euro in ein Sockel-1151-(SKL)-Mainboard investiert hat, sollte damit einen 9900K @Spec betreiben können und ab 150 Euro ist unlocked/oc drin. Falls es über die lange 14-nm-Periode oder in Anbetracht heutiger X570-Preise vergessen wurde: Als Skylake erschien, hat man für 180 Euro noch ein Asus ROG bekommen. Platinen dieser Klasse sind für (potenzielle) Käufer eines i9 vollkommen normal. Umgekehrt wird in 1151-(SKL)-Möhren oft ein Dual-Core oder maximal ein sehr niedrig taktender Quadcore sitzen. Mit einem aktuellen Core i3 bestückt würden diese Rechner ein 100-Prozent-Kern- oder zumindest ein 30-Prozent-Takt-Upgrade erhalten, was weitaus mehr als der Leistungs-Unterschied zwischen den Top-Modellen zweier aufeinanderfolgender Generationen ist. Mit einem 65-W-Core-i5 gäbe es für extra lahme Skylake-Möhren eine wahre Leistungsexplosion, ohne dass man sich viel Gedanken um Überlastung machen muss.

        "Gäbe", "würde", "hätte" – wenn Intel auf Abwärtskompatiblität achten würde, statt sie künstlich einzuschränken.
        Das stimmt schon, nur glaube ich aus Erfahrung, dass das den typischen i3 Käufer (und die meisten i5 Käufer) null interessiert. Der kauft (leider wenn man an de Ressourcenverbrauch denkt) einen neuen Rechner, wenn der alte zu langsam wird. Und ehrlich gesagt, wenn ich mir gerade den Krampf bei Ryzen ansehe, bin ich da auch froh drüber, dass Intel das nicht zu lässt.
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