Intel Core i9-7980XE: Erste Benchmarks des 18-Kerners geleakt
Auf einer südkoreanischen Webseite sind erste Benchmark-Ergebnisse des kommenden Intel Core i9-7980XE veröffentlicht worden. Der größte Prozessor der Skylake-X-Familie erweist sich demnach in allen Tests der Threadripper-Konkurrenz als überlegen und nimmt in jedem Test den ersten Platz ein.
AMD hat mit den Threadripper-Prozessoren einen Angriff auf den Enthusiastenmarkt gestartet, der in den vergangenen Jahren allein von Intel bedient wurde. Die Threadripper-CPUs sind mit bis zu 16 Kernen und 64 PCI-Express-Lanes der Konkurrenz in einigen Aspekten überlegen, denn bisher sind die neuen Core-i9-Prozessoren von Skylake-X nur mit bis zu zwölf Kernen erhältlich. Um sich wieder die Krone im HEDT-Marktsegment zu verdienen, hat Intel aber weitere Skylake-X-Produkte entwickelt, inklusive dem Intel Core i9-7980XE, der mit achtzehn Kernen das Topmodell darstellen soll.
Der Intel Core i9-7980XE wird voraussichtlich am 18. Oktober 2017 veröffentlicht, erste Benchmarks wurden aber schon auf der koreanischen Webseite CoolEnjoy.net geleakt. Demnach ist der Core i9-7980XE in allen durchgeführten Benchmarks schneller als AMDs Sechszehnkerner Ryzen Threadripper 1950X, was in Anbetracht der zwei zusätzlichen Kerne, der höheren Taktung und der höheren Pro-Takt-Leistung durchaus schlüssig erscheint. In dem etwas älteren wPrime-2.10-Benchmark braucht der Intel Core i9-7980XE bei 32 Millionen Integer-Berechnungen nur 2,111 Sekunden, der schnellste Threadripper braucht hingegen 3,667 Sekunden. Bei 1.024 Millionen Berechnungen benötigt der Achtzehnkerner 41,023 Sekunden, während der Ryzen Threadripper 1950X 53,133 Sekunden benötigt.
Im CPU-Z-Benchmark in der Version 1.80.0 erreicht der Core i9-7980XE im Single-Thread-Test einen Wert von 526, was knapp über dem Core i7-7820X mit 523,9 liegt. Der Ryzen Threadripper 1950X hingegen liegt bei nur 467,2 Punkten und damit hinter insgesamt vier Intel-Chips. Im Multicore-Betrieb steigt die Leistung der AMD-Prozessoren deutlich, hier liegt der Ryzen Threadripper 1950X auf dem zweiten Platz mit einer Wertung von 9.132,6 Punkten. Nur der Core i9-7980XE mit ganzen 11.323 Punkten liegt vor der schnellsten AMD-Consumer-CPU. Im 7-Zip-16.04-Benchmark liegt der Core i9-7980XE mit 102.681 MIPS ungeschlagen auf Platz 1, der schnellste Ryzen-basierte Prozessor liegt bei nur 71.092 MIPS. In Single-Core-Test des CineBench R15 erreicht der Core i9-7980XE 196 Punkte, was den Ergebnissen des i9-7900X und des i7-7820X entspricht. Die getesteten Threadripper-CPUs liegen nur bei 168 Punkten. Im Multicore-Test des CineBench R15 erreicht der i9-7980XE einen Wert von 4.204 Punkten, was etwa ein Drittel mehr als ein Threadripper 1950X mit nur 3.069 Punkten ist. Als letzter Benchmark wurde der 3DMark Fire Strike getestet, wobei das Physik-Ergebnis aufgelistet wurde. Hier erreichte der Core i9-7980XE eine Wertung von 32.201 Punkten, wohingegen der Ryzen Threadripper 1950X nur bei 27.579 Punkten lag.
Während der Core i9-7980XE durchweg mehr Leistung liefern konnte als die auf der Zen-Architektur basierende Konkurrenz, darf man natürlich den Preis nicht außer Acht lassen. Für einige potenzielle Käufer mag der Preis irrelevant sein, die meisten Menschen sind allerdings nicht Krösus. Die unverbindliche Preisempfehlung des Core i9-7980XE liegt bei 1,999 US-Dollar in den Vereinigten Staaten - also ohne Steuern. Hierzulande kann der Achtzehnkerner laut PCGH-Preisvergleich für 2.380 Euro vorbestellt werden. Die Threadripper-Prozessoren kosten nicht einmal halb soviel, zudem könnte AMD, falls gewollt, dank des Multi-Die-Aufbaus und des Infinity Fabrics auch einen Konter entwickeln.
Quelle: DSOGaming, CoolEnjoy.net via Videocardz.com

How to Hack a Turned-Off Computer, or Running Unsigned Code in Intel Management Engine
Erstaunlich, hm?
Soweit ich weiß funktionieren in Threadripper-Mainboards aber nur bis zu 7 PCIe-Geräte.
- GPU = 16 Lanes
- 4x NVMe-SSD mit 4x-Anbindung = 16 Lanes
- 10G-NIC = 4 Lanes
- Soundkarte = 1 Lane
Macht 37 Lanes... Selbst wenn man jetzt noch eine zweite GPU nutzt bzw. nutzen könnte (was ja wegen dem abnehmenden Multi-GPU-Support Quark ist...), landet man bei nur 53/64 Lanes.
Breiter angebundene PCIe-SSDs passen wieder nicht in die M.2-Slots/U.2-Ports. Brauchts auch wieder Steckkarten...
So viel PCIe-Geraffel abseits von GPUs steckt sich kaum ein Privatanwender in den PC. Bisher hieß HEDT bloß: Fette CPU + viele GPUs... Und letzteres wird ja mittlerweile immer bedeutungsloser. In der Regel brauchts bloß eine NIC, ergo wird man praktisch immer nur vier Lanes für eine 10G-NIC opfern müssen (die früher oder später eh im PCH oder der CPU integriert werden).
Bleiben vielleicht noch PCIe-SSDs mit mehr wie vier Lanes... Aber bis die von einer Anzahl von Usern gebraucht werden, wo man schon von Prozent und nicht Promille im Nachkommabereich redet, gibts schon PCIe 4.0. Da brauchts für die 8GB/s brutto auch nur vier Lanes - weshalb sich PCIe 4.0 x4-SSDs schneller durchsetzen dürften wie PCIe 3.0 x8-SSDs. Passen noch in den M.2-Slot (= keine PCIe-Steckkarten notwendig) und fressen auf den Mainstream-Plattformen nicht zu viele Lanes.
Ohne Multi-GPU bringen einem Endanwender die vielen Lanes bei Threadripper aufgrund dieser sehr geringen Grenze an nutzbaren PCIe-Geräten einfach nichts. Im professionellen Bereich mit den vielen und breit angebundenen PCIe-Steckkarten sieht das etwas anders aus.
Vor 20 Jahren hast du für einen Röhrenfernseher 1000€ bezahlt. Heute kriegst du für 500€ eine 4k Flachbildkiste.
Guckst du dir aber heute Hardware an, gibt es überall extrem hohe Preise. Da gibt es eine Grafikkarte, die weit über 1000€ kostet. Ein Mainboard, das jenseits von 600€ kostet und eben CPUs, die extrem teuer sind.
Das gab es früher nicht.
RAM ist z.B. extrem günstig geworden, Was hast du früher für ein paar MB RAM bezahlt? 500 Mark?
Was hat eine 500MB Festplatte mal gekostet? 800 Mark?
Was ich aber nicht verstehe: Grad Intel-Besitzer, die sich über Preise wundern? Ihr ward doch bisher immer bereit ALLES zu bezahlen...
Nur so als Gedanke....
PS/EDIT: Ich hab mir n A10 7850K gekauft als Zwischenlösung bis Ryzen. Habs nicht bereut, bin nicht gestorben...
Vor 20 Jahren hast du für einen Röhrenfernseher 1000€ bezahlt. Heute kriegst du für 500€ eine 4k Flachbildkiste.
Guckst du dir aber heute Hardware an, gibt es überall extrem hohe Preise. Da gibt es eine Grafikkarte, die weit über 1000€ kostet. Ein Mainboard, das jenseits von 600€ kostet und eben CPUs, die extrem teuer sind.
Das gab es früher nicht.
RAM ist z.B. extrem günstig geworden, Was hast du früher für ein paar MB RAM bezahlt? 500 Mark?
Was hat eine 500MB Festplatte mal gekostet? 800 Mark?