Intel Core i9-14900K, i7-14700K und i5-14600K im Test: Diese Prozessoren hätte man sich sparen können [Update]

Der Refresh von Raptor Lake hat die PCGH-Redaktion erreicht und musste sich im Test vor allem gegen die baugleichen Prozessoren aus der 13. Core-Generation beweisen. Liefert Intel alten Wein in neuen Schläuchen oder verbirgt sich hinter dem Refresh doch das große Wunder? Das klärt unser Test im Vergleich mit AMD- und Intel-Prozessoren.

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Intel Core i9-14900K, i7-14700K und i5-14600K im Test: Diese Prozessoren hätte man sich sparen können
Quelle: PCGH

Aktualisierung: Der Fall des Test-Embargos für die neuen Intel-Prozessoren ist gleichzeitig auch der Verkaufsstart für den Core i5-14600K, den Core i7-14700K und den Core i9-14900K. Die Händerlistungen im Preisvergleich dürften in den nächsten Minuten und Stunden zunehmen, aktuell scheint der Proshop die besten Angebote zu haben. So steht der 14900K bei 640 Euro (offizielle RCP: 589 US-D), der 14700K bei 470 Euro (offizielle RCP: 409 US-D) und der 14600K bei 350 Euro (offizielle RCP: 319 US-D). Zur Erinnerung: Für Prozessoren veröffentlicht Intel keine UVP, sondern einen Recommended Customer Price (RCP). Den "empfohlenen Kundenpreis" gibt es nur für Intel-Produkte und er bezieht sich auf Preise, die für "direkte Kunden von Intel gelten" und die sich "in der Regel auf Kaufmengen von 1.000 Einheiten beziehen". Den RCP gibt es immer nur in US-Dollar, nicht in Euro. Bei Caseking gibt es das volle Programm an Refresh-CPUs, inklusive den KF-Versionen. Hier spart man sich gut 30 Euro, wenn man auf die interne Grafikeinheit verzichtet. Bei Alternate gibt es die neuen CPUs ebenfalls, aber durch die Bank etwas teuer im Moment (zum Beispiel den 14900K für 681 Euro).


Statt des modernen Meteor Lake schickt Intel uns den (alten) Raptor Lake Refresh (RPL-R) im Desktop ins Rennen. Die Gerüchte und Leaks und nicht zuletzt der offizielle Launch vor genau 24 Stunden haben im Vorfeld bereits offenbart, was uns erwartet: 100 bis 200 MHz mehr Takt und vier zusätzliche E-Cores beim Core i7-14700K. Dazu liefert die 14. Core-Generation Wi-Fi 7 und die neue "Intel Application Optimization", welche wir uns in einem gesonderten Artikel genauer ansehen werden. Wir bedanken uns bei Intel für die Bereitstellung der Samples des i9-14900K, i7-14700K und i5-14600K. Die Prozessoren entsprechen denen, die Sie im Handel erwerben können. Es sind keine "Special Editions", die extra für Redaktionen wie PCGH bereitgestellt werden. Wir haben die drei CPUs durch unseren Test-Parcours gejagt und schlüsseln den Test jetzt hinsichtlich der Übersicht, der Leistung, der Effizienz und dem Fazit auf. Wie üblich finden Sie auf Seite zwei die Leistung-Indizes zu Spielen und Anwendungen und auf Seite drei alles zur Leistungsaufnahme und Fps pro Watt. Des Weiteren führen wir mit diesem Artikel einen neuen Test ein, mehr dazu auf Seite drei, Sie dürfen gespannt sein.

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Raptor Lake Refresh im Test: Übersicht

Abermals hat Intel den "schnellsten Desktop-Prozessor" im Gepäck - so wurde die Präsentation zu den neuen Core-Prozessoren aus der 14. Generation eingeläutet. Doch Intel erfindet das Rad nicht neu: Wurde in jüngster Vergangenheit Meteor Lake noch als erster 3D-Hybrid-Prozessor gefeiert, der in Intel 4 mitsamt vielen neuen Ansätzen gefertigt wird, spendiert Intel dem Desktop keine neuen Prozessoren, sondern Altbewährtes in neuer Verpackung. Die Rede ist vom Raptor Lake Refresh, den Intel als 14. Core-Generation verkauft, obwohl darin Technik aus der 13. Core-Generation steckt. Fast identisch erging es auch schon dem Alder Lake Refresh, etwa einem Core i5-13400F, der zwar die "13" im Namen trägt, mit der verbesserten Leistung von den echten Raptor-Lake-Prozessoren aber nichts gemeinsam hat. Zur Erinnerung und Einordnung: In Alder-Lake-CPUs arbeiten sogenannte Golden-Cove-Kerne, in Raptor Lake dagegen Raptor Coves. Letztere takten nicht nur deutlich höher, sondern bieten auch den besseren Speichercontoller für höhere RAM-Taktfrequenzen. Core i9-14900K, i7-14700K und i5-14600K setzen allesamt auf Raptor Cove, auch die E-Cores entsprechen derselben Ausbaustufe, wie beim "Vorgänger". Verändert hat Intel jedoch kleinere Details, um dem Kunden die neuen Prozessoren schmackhaft zu machen. Welche das sind, hat die Launch-News ja bereits offenbart, wir schauen uns die wichtigsten Folien jedoch noch einmal kurz an.

Intel schnürt mit der 14. Core-Generation ein ordentliches Paket im Desktop. Über mangelnde Features kann sich der Kunde jedenfalls nicht beschweren. Allerdings suggeriert die Folie mehr Neuerungen, als tatsächlich vorhanden sind. Quelle: Intel Intel schnürt mit der 14. Core-Generation ein ordentliches Paket im Desktop. Über mangelnde Features kann sich der Kunde jedenfalls nicht beschweren. Allerdings suggeriert die Folie mehr Neuerungen, als tatsächlich vorhanden sind.

Intel Core i9-14900K - Brechstange 2.0 Deluxe

Das neue Topmodell mit 8 P-Cores und 16 E-Cores, Intel Core i9-14900K, ist von den Spezifikationen her mit einem Core i9-13900KS zu vergleichen: Der Single-Core-Boost beträgt mit Thermal Velocity Boost 6 GHz, der All-Core-Boost wurde um jeweils 100 MHz nach oben geschraubt und liefert somit 5,7 GHz für die P-Cores und 4,4 GHz für die E-Cores. Das Taktplus gegenüber einem i9-13900K beträgt damit 200 bis 300 MHz und gegenüber einem i9-13900KS noch 100 MHz. Die TDP beträgt 125 Watt und das Power-Limit 2, welches Intel als Standard setzt, 253 Watt. Der 24-Kerner weist damit eine um 25 Watt geringere TDP auf, als sein alter Herr Core i9-13900KS, obwohl die Kerne höher takten, potenziell also eine höhere Abwärme abgeben, da Mehrtakt bei gleicher Architektur nur durch eine höhere Spannung erreicht werden kann, die wiederum eine höhere Leistungsaufnahme nach sich zieht. Unterstützt werden des Weiteren DDR5-5600 und DDR4-3200. Lauffähig ist die CPU sowohl auf Z690, als auch Z790. Auch andere Chipsätze sollten unterstützt werden, sofern ein BIOS-Update die Kompatibilität bereitstellt. Generell sollte der Raptor Lake Refresh auf jedem Mainboard lauffähig sein, welches mit Raptor Lake betrieben werden kann. Prüfen Sie in jedem Fall vorher die Kompatibilitätsliste, um nicht vor einem schwarzen Bildschirm zu sitzen.

Modell Kerne Takt (bis zu) RAM IGP L3-Cache PBP / MTP in Watt
Core i9-14900K 8p+16e/32t 6,0/4,4 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,65 GHz 36 MiByte 125/253
Core i9-13900KS 8p+16e/32t 6,0/4,3 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,65 GHz 36 MiByte 150/253
Core i9-13900K 8p+16e/32t 5,8/4,3 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,65 GHz 36 MiByte 125/253
Core i9-12900K 8p+8e/24t 5,2/3,9 GHz DDR5-4800 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,55 GHz 30 MiByte 125/241
Core i7-14700K 8p+12e/28t 5,5/4,3 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,55 GHz 33 MiByte 125/253
Core i7-13700K 8p+8e/24t 5,4/4,2 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,55 GHz 30 MiByte 125/253
Core i7-12700K 8p+4e/20t 5,0/3,8 GHz DDR5-4800 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,50 GHz 25 MiByte 125/190
Core i5-14600K 6p+8e/20t 5,3/4,0 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,50 GHz 24 MiByte 125/181
Core i5-13600K 6p+8e/20t 5,1/3,9 GHz DDR5-5600 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,50 GHz 24 MiByte 125/181
Core i5-12600K 6p+4e/16t 4,9/3,7 GHz DDR5-4800 G2/DDR4-3200 G1 UHD 770 @ 1,45 GHz 20 MiByte 125/150

Intel Core i7-14700K - die einzige CPU mit spannenden Neuerungen

Der Nachfolger des beliebten Core i7-13700K setzt als große Neuerung auf 12 statt 8 E-Cores und sichert sich laut Intel damit eine um fast 20 Prozent höhere Multi-Core-Performance. Wie groß die Mehrleistung tatsächlich ausfällt, klären wir auf Seite zwei dieses Artikels. Die Taktraten wurden ebenfalls angehoben und bewegen sich jetzt auf einstigem i9-13900K-Niveau: 5,5 GHz bei den P-Cores und 4,3 GHz bei den E-Cores. Die Menge des L3-Cache wächst durch die zusätzlichen E-Cores auf 33 MiByte an, ein i7-13700K bietet "nur" 30 MiByte. Die TDP beträgt wie beim großen Bruder 125 Watt, bei einem 253 Watt Power-Limit für alle Kerne. Unterstützt werden ebenfalls DDR5-5600 und DDR4-3200 und für die Mainboard-Kompatibilität gilt das gleiche, wie für den i9-14900K, das wichtigste ist ein UEFI-Update.

Intel Core i7-14700K Detail Quelle: PCGH Intel Core i7-14700K Detail

Intel Core i5-14600K - ein 13600K mit 200 MHz mehr Takt

Der Vorgänger, i5-13600K, genießt seit Release das Ansehen und den Ruhm des PCGH-Preis-Leistungstipps für Intel-Prozessoren. Der Nachfolger, i5-14600K ist die gleiche CPU, mit dem einzigen Unterschied, dass die P-Cores 200 MHz und die E-Cores 100 MHz höher takten. Es gibt ansonsten keine Änderungen. Die TDP beträgt 125 Watt bei einem Power-Limit von 181 Watt für alle Kerne. Auch sonst entsprechen alle anderen technischen Daten einem Core i5-13600K. Der Raptor Lake Refresh wird daher Schwierigkeiten haben, sich merklich abzusetzen, wie wir bald sehen werden. Daher gilt für den i5-14600K das gleiche, wie für den i5-13600K: Im Bereich um 300 Euro ist die CPU einen Blick wert, da man hier etwas mehr Leistung gegenüber einem etwa gleich teurem Ryzen 7 5800X3D bekommt.

Neuerungen der Plattformen mit Core-Prozessoren der 14. Generation

Mit den neuen Features versucht Intel die 14. Core-Generation, die nach wie vor auf dem Sockel LGA1700 zu Hause ist, ein wenig mehr von den ursprünglichen <a href='www.pcgameshardware.de/Raptor-Lake-S-Codename-278677/'>Raptor Lake-S</a> abzuheben. Quelle: Intel Mit den neuen Features versucht Intel die 14. Core-Generation, die nach wie vor auf dem Sockel LGA1700 zu Hause ist, ein wenig mehr von den ursprünglichen Raptor Lake-S abzuheben. Wer auf die neueste Hardware mitsamt 14. Core-Generation und Z790 Refresh setzt, erhält bis zu Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 und die Unterstützung für Thunderbolt 4. Intel meldet zudem, dass Thunderbolt 5 bald erscheint, mit der doppelten Bandbreite gegenüber dem Vorgänger. Insgesamt erhalten Sie damit eine Fülle an den aktuellen Schnittstellen, auf den Desktop bezogen. Natürlich sollte das Mainboard ebenfalls eine Unterstützung für die Features mitbringen, die CPU allein reicht dafür nicht.

Intel Application Performance Optimization

Diese Funktion ist spannend und bedarf weiterer Tests. Es sollen bald mehr Spiele unterstützt werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Quelle: Intel Diese Funktion ist spannend und bedarf weiterer Tests. Es sollen bald mehr Spiele unterstützt werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden. Die mit in der Intel Dynamic Tuning Technologie inkludierte Application Optimization soll Spiele gezielt beschleunigen können. Es ist eine Art erweiterter Thread Director, der den vorhandenen Kernen exakte Instruktionen gibt, wie die Last verteilt werden soll. Bisher werden nur zwei Spiele unterstützt, Rainbow Six: Siege und Metro Exodus. Die Folie nennt leider nicht, ob es sich bei Metro Exodus um die Standard- oder die Enhanced-Edition handelt. Laut Intel sollen bis zu 16 Prozent mehr Fps möglich sein. PCGH wird sich diese Funktion zu späterer Stunde genauer anschauen, sobald mehr Spiele unterstützt werden. Die Application Optimization wird nur von der 14. Core-Generation unterstützt und damit künstlich auf die aktuelle Prozessor-Generation beschnitten.

Leistungsfähigerer Speichercontroller (IMC) und mehr OC-Optionen

Mehr OC-Möglichkeiten nimmt der Kunde dankend entgegen. Gerade schnellerer Arbeitsspeicher ist spannend. Wir schauen uns das bereits an, bald lesen Sie mehr dazu. Quelle: Intel Mehr OC-Möglichkeiten nimmt der Kunde dankend entgegen. Gerade schnellerer Arbeitsspeicher ist spannend. Wir schauen uns das bereits an, bald lesen Sie mehr dazu.

Laut Intel sollen sich die neuen K-Prozessoren noch besser übertakten lassen, als die Vorgänger. Begleitet wird das mit einem mächtigeren Speichercontroller, der in der Lage sein soll, "DDR5-8000 und mehr" zu ermöglichen. Warum Intel dann weiterhin am Standard mit DDR5-5600 festhält, überlassen wir Ihrer Fantasie. Des Weiteren kann sich nun jeder Kern einzeln gegen eine Überhitzung schützen, sodass nicht mehr alle Kerne heruntergetaktet werden müssen, wenn die CPU-Kerne zu heiß werden. Intel verspricht des Weiteren ein neues OC-Feature, welches im hauseigenen Übertaktungs-Tool Extreme Utility als AI Assist sein Debüt feiert. Nutzer sollen hier mit einem Klick die CPU auf die bestmöglichen Parameter einstellen können. PCGH wird sich diese Funktion zu späterer Stunde genauer anschauen.

Jetzt kommen wir aber zum Kern dieses Artikels, nämlich der Leistung und der Effizienz der neuen Prozessoren i9-14900K, i7-14700K und i5-14600K. Zu diesem Zweck haben wir auch den Vorgänger Raptor Lake neu eingemessen, damit die Werte möglichst präzise und vergleichbar sind. Sie finden die Daten auf Seite zwei und drei.

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  1. Seite 1 RPL-R: Übersicht und technische Daten
  2. Seite 2 Benchmarks und Performance
  3. Seite 3 Leistungsaufnahme und Fps pro Watt
  4. Seite 4 Fazit und Wertung
    • Kommentare (126)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von lucky1levin BIOS-Overclocker(in)
        Die Ocer im Luxx scheinen auch enttäuscht zu sein
      • Von lucky1levin BIOS-Overclocker(in)
        Die Ocer im Luxx scheinen auch enttäuscht zu sein
      • Von soulstyle Lötkolbengott/-göttin
        Schon komisch das keine oder kaum Unterschiede sind.
      • Von Tolotos66 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Blechdesigner
        Bekommt man irgendwo raus wie Igor die Spiele testet, also irgendeine Szene oder der integrierte Benchmark?
        Für genaue Angaben, würde ich ihn selbst fragen. er ist da sehr detailiert
        Gruß T.
      • Von Blechdesigner Volt-Modder(in)
        Zitat von Tolotos66
        Für Interessierte noch mal als Ergänzung zu Daves sehr schönen Test: https://www.igorslab.de/r...
        Viel Spaß beim Lesen.
        Gruß T.
        Bekommt man irgendwo raus wie Igor die Spiele testet, also irgendeine Szene oder der integrierte Benchmark?
      • Von rum BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Wäre dir "vernichtet" lieber? ^^ So etwas peppt den Text etwas auf. Ich mag nicht immer das Gleiche schreiben, das wäre langweilig.
        Haddu recht .. ich mags nur immer gern etwas dezenter.
        In dem Fall hätte "mir" ein einfaches "überholen" sehr gut gefallen.
        Auf der anderen Seite verstehe ich "starke" Formulierungen, vor allem, wenn man für die Sache "brennt".
      Direkt zum Diskussionsende
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