Intel Raptor Lake Refresh offiziell: Alle Daten zu Core i9-14900K, i7-14700K und i5-14600K sowie die neuen Features
PCGH darf bereits drei brandneue CPUs als Kandidaten im hauseigenen Testlabor begrüßen, den Intel Core i9-14900K, Core i7-14700K und Core i5-14600K auf Basis der Produktpflege, dem sogenannten Refresh, der aktuellen Architektur Raptor Lake-S. Intel verspricht den schnellsten Desktop-Prozessor der Welt, ein neues OC-Feature mit KI-Support sowie Leistungssprünge von bis zu 18 Prozent im Bereich der Multi-Core-Performance.
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PCGH darf schon drei brandneue CPUs als Kandidaten in seinem hauseigenen Testlabor begrüßen und bereits einen Tag vor dem Ende des Embargos für Tests und Reviews bzw. dem Verkaufsstart über die vorerst sechs neuen Core-Prozessoren aus der mittlerweile 14. Generation berichten.
Neu im PCGH-Testlabor
Im hauseigenen PCGH-Testlabor eingefunden haben sich der ...
- Intel Core i9-14900K
- Intel Core i7-14700K
- Intel Core i5-14600K
... und werden zur Stunde von PCGH-Fachredakteur David Ney bereits vollumfänglich auf (Mega-)Her(t)z und Nieren getestet. Erste eigene Fotos der drei Core-CPUs, welche PCGH als Testsamples vorliegen, dürfen ebenfalls bereits geteilt werden.
Insgesamt hat Intel am heutigen Tag sechs "neue" Modelle unter der offiziellen Bezeichnung "Intel® Core™ 14th Gen Unlocked Desktop Processors" vorgestellt. Wie der Namen bereits verrät, handelt es sich hierbei um Core-Prozessoren mit dem bekannten K-Suffix, welche bekanntermaßen dank ihres offenen Multiplikators leicht übertaktet werden können.
Spezifikationen und Preise
Rein technisch tut sich bei diesem "Generationswechsel" von der 13. auf die 14. Core-Generation wenig bis nichts und so werden die neuen CPUs weiterhin in 10 nm++ ("Intel 7") produziert, wobei Intel von einer "optimierten Fertigung" spricht, und setzen weiterhin auf bis zu 8 P-Cores ("Raptor Cove") und bis zu 16 E-Cores ("Gracemont"). Die Taktfrequenzen sind sowohl beim Base- als auch Boost-Takt um 200 MHz angehoben worden, sodass das Spitzenmodell, der Core i9-14900K, mit Thermal Velocity Boost auf 6 GHz kommt.
Quelle: Intel
Die offiziellen Spezifikationen der ersten sechs Modelle der 14. Core-Generation ("Raptor Lake Refresh")
Abseits des nur sehr kurzzeitig und unter ganz bestimmten gewissen Rahmenbedingungen abrufbaren Thermal Velocity Boost ("TVB") erreicht der Core i9-14900K bis zu 5,8 GHz mit Turbo-Boost 3.0 sowie einen regulären Turbo-Boost von 5,6 GHz. Auch die thermischen Spezifikationen bleiben im Vergleich zur Core-Vorgängergeneration unverändert. Die sogenannte Thermal Design Power ("TDP") beträgt 125 Watt, die PL1 sowie PL2 entsprechend je nach Modell weiterhin bei hohen 253 respektive 181 Watt.
| TDP | PL1/PL2 | Tau | |
|---|---|---|---|
| Intel Core i9-14900K | 125 Watt | 253 Watt | 56 Sekunden |
| Intel Core i9-14900KF | 125 Watt | 253 Watt | 56 Sekunden |
| Intel Core i7-14700K | 125 Watt | 253 Watt | 56 Sekunden |
| Intel Core i7-14700KF | 125 Watt | 253 Watt | 56 Sekunden |
| Intel Core i5-14600K | 125 Watt | 181 Watt | 56 Sekunden |
| Intel Core i5-14600KF | 125 Watt | 181 Watt | 56 Sekunden |
Wie dem offiziellen Slide aus Intels Präsentation zu entnehmen ist, bleiben die Preise im direkten Vergleich mit der Core-Vorgängergeneration eins zu eins unverändert. Der genannte Manufacturer's Suggested Retail Price ("MSRP") von bis zu 589 US-Dollar (ohne Steuern) dürfte hierzulande in einem Preis von umgerechnet 700 bis 750 Euro resultieren.
Die neuen Features mit AI
Mit den neuen Features versucht Intel die 14. Core-Generation, die nach wie vor auf dem Sockel LGA1700 zu Hause ist und unverändert mit den Chipsätzen der 600er- und 700er-Serie zusammenarbeitet, ein wenig mehr von den ursprünglichen Raptor Lake-S abzuheben. Der Hersteller nennt die nachfolgenden neuen Funktionen, die Spielern den anstehenden Generationswechsel schmackhaft machen sollen.
Die neuen Features des Refreshs:
- Wi-Fi 6/6e (Gig+)
- Wi-Fi 7 (5 Gig)*
- Bluetooth 5.3
- Bluetooth 5.4*
- Thunderbolt 4 (40 Gbps)
- Thunderbolt 5 (80 Gbps)*
*) mit dedizierter Erweiterungskarte ("Add-in Card")
Im Hinblick auf die OC-Fähigkeiten der neuen CPUs möchte Intel mit einer Erweiterung seiner hauseigenen Intel Extreme Tuning Utility ("XTU") punkten, welche jetzt mit dem neuen Feature "AI Assist" auch KI-Support liefern soll. Das Feature wird aber exklusiv für die Spitzenmodelle Core i9-14900K und Core i9-14900KF angeboten, wie Intel bei der Vorstellung betont.
Quelle: Intel
Intel XTU mit AI Assist steht ausschließlich dem Core i9-14900K und Core i9-14900KF zur Verfügung
Allen sechs vorgestellten K-Modellen des Refreshs zur Verfügung steht hingegen die sogenannte Intel Application Optimization zur Verfügung, welche die CPU-Performance im Zusammenspiel mit dem nochmals verbesserten Intel Thread Director sowie dem optimierten Scheduler von Windows 11 22H2 (Build 22621.521) insbesondere auf Spiele optimieren soll.
Quelle: Intel
Intel Application Optimizer
Mit der Hilfe der Intel Dynamic Tuning Technology, eines Frameworks des Herstellers, soll sich damit die Leistung in Spielen im zweistelligen Prozentbereich verbessern lassen. Intel nennt hier Rainbow Six: Siege und Metro Exodus, die damit um 13 Prozent respektive 16 Prozent beschleunigt werden sollen. Ins Detail geht der Hersteller hierbei allerdings nicht.
Hersteller-Benchmarks
Intel verspricht nicht weniger als "den schnellsten Desktop-Prozessor der Welt" und meint damit den Core i9-14900K und Core i9-14900KF, für welche das Unternehmen gar eine bis zu 23 Prozent höhere Gaming-Leistung ausruft. Diese Aussage bezieht sich auf das absolute Maximum aus zwei handverlesenen Spielen, wie die nachfolgenden Hersteller-Benchmarks zeigen werden.
Quelle: Intel
Intel präsentiert die 14. Core-Generation äußerst selbstbewusst
Die größten Leistungssprünge dürfen vom Core i7-14700K und Core i7-14700KF, den heimlichen Stars des neuen Portfolios erwartet werden, da diese jetzt über vier zusätzlich E-Cores ("Gracemont") verfügen und sich im Hinblick auf die Multi-Core-Performance somit deutlich von einem Core i7-13700K und Core i7-13700KF absetzen können. Wie bereits lange vorher durchgesickert war, schafft es das neue Spitzenmodell, der Core i9-14900K, selbst in den eigenen handverlesenen Hersteller-Benchmarks durchschnittlich lediglich 2 Prozent schneller zu sein als der bisherige Gaming-König, der AMD Ryzen 9 7950X3D.
Quelle: Intel
Intel Core i9-14900K vs. AMD Ryzen 9 7950X3D in den Hersteller-Benchmarks
In den Gaming-Benchmarks, die in Full HD ("1080p") und in 25 Spielen erhoben wurden, ist der Intel Core i9-14900K einmal 23 Prozent schneller ("Metro Exodus") und einmal 23 Prozent langsamer ("DOTA 2") als AMDs Spitzenmodell mit 3D V-Cache.
- DOTA 2: 77%
- Fortnite: 82%
- Cyberpunk 2077: 89%
- League of Legends: 94%
- Horizon Zero Dawn: 94%
- Final Fantasy 14: 95%
- Red Dead Redemption 2: 96%
- Forza Horizon 5: 98%
- Assassin's Creed Valhalla: 99%
- Galaxy Breaker: 99%
- Company of Heroes 3: 100%
- Far Cry 6: 103%
- Mount & Blade II: Bannerlord: 103%
- COD: MW2: 103%
- GTA5: 105%
- Hitman 3: 106%
- Rainbow Six Siege: 107%
- World of Tanks Encore RT: 108%
- Serious Sam 4: 108%
- Civilization 6: 109%
- Counter Strike Global Offensive: 114%
- Ashes of the Singularity: 115%
- Total War Warhammer 3: 122%
- Starfield: 123%
- Metro Exodus: 123%
- Durchschnittlich: ~ 102%
Hier wird deutlich, dass der Architektur trotz Frischzellenkur langsam die Luft ausgeht. Die Benchmarks von PCGH werden zeigen, zu welchen Spieleleistungen der Raptor Lake Refresh wirklich fähig ist. Eine echte Überraschung ist indes nicht zu erwarten, MSI beispielsweise hatte die rund 3 Prozent Mehrleistung ebenfalls bereits bestätigt. Der heimliche Star ist, wie zu erwarten war, der Core i7-14700K, der kräftig zulegt.
Quelle: Intel
Der Core i7-14700K und der Core i7-14700KF legen dank vier zusätzlicher E-Cores bei der Multi-Core-Performance deutlich zu
Auch im Hinblick auf die Konsistenz der Frametimes in Spielen sowie der Eignung für Content Creator und der Verarbeitung von KI-Workflows sieht Intel seine neuen Core-Prozessoren in der Führungsposition, was sich in den unabhängigen Benchmarks der PCGH-Redaktion ebenfalls noch bestätigen muss.
Was die Community aus dem PCGHX-Forum von den Core-Prozessoren der 14. Generation erwartet, zeigen die vorläufigen Ergebnisse der Umfragen aus der neuesten Folge des Formats "PCGH fragt die Community".
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Nur so Sachen wie Effizienz, Gaming-Leistung, Preis-Leistungsverhältnis, da macht Intel lieber was eigenes anstatt abzukupfern.
Aber das verkauft sich halt viel schlechter.
Wenn Intel das konsequent durchgezogen hätte, dann wären sie sogar immer noch vierstellig und hätten nächstens Jahr somit einen richtig guten Grund, nach "Core i-9x70" mit "Core Ultra" wieder bei 1000 anzufangen:
Kaby Lake als 6x50 => CFL als 7xxx => CFL-R als 7x50. Der "9900K" hätte dabei zum "7850K" geworden. => CML 7x70 hätte bis 7970K skaliert werden können => RKL als 8xxx => ADL als 9x0x, RPL als 9x5x und RPL-R jetzt als 9x7x. Aber hey – AMD hat seit "1000" anno 2017 ein Refresh und drei Überarbeitungen gebracht, ist aber dennoch nicht bei "4000", sondern bei "7000" und will alles, was in den nächsten Monaten auf Basis der gleichen Technik noch vorgestellt wird, sogar "8000" nennen.
Die Effizients folie von UHD und Cyberpunk 2077 v2. Finde ich sehr interesannt. Ein Danke an die Redatkon der PCGH für diese Arbeit und das ihr das so um gesetzt habt.