"Möglicherweise Fälschungen": Intel-Kunde berichtet über Erfahrungen beim CPU-Austauschprozess
Auf Reddit hat der Nutzer "jerubedo" über seine Erfahrungen mit dem Austauschprozess von Intel berichtet. Er wollte zwei instabile Core i9-14900K zurückgeben, die von Intel aber für Fälschungen gehalten wurden.
Intel hat weiterhin mit instabilen Core-CPUs der 13. und 14. Generation zu kämpfen. Wie das Unternehmen kürzlich angab, wird es keinen Fix für die Modelle "Raptor Lake-S" und "Raptor Lake Refresh", die die CPUs Core 13000 und Core 14000 umfassen, geben. Über die Schwierigkeiten mit der Rückgabe solcher CPUs berichtete auf Reddit unlängst der Nutzer "jerubedo". Wie der Nutzer angab, hielt Intel seine beiden 14900K-Prozessoren für Fälschungen.
Rückgabe-Alptraum mit gutem Ende
Wie "jerubedo" angab, wandte er sich an Intel wegen den Instabilitätsproblemen mit zwei Core i9-14900K. Die erste CPU wurde am 16. Oktober 2023 über Amazon gekauft, während das zweite Modell am 11. Februar 2024 im Einzelhandel erstanden wurde. Beides waren brandneue, ungeöffnete Geräte, die jedoch nach kurzer Zeit unter den entsprechenden Fehlern litten.
Im Gespräch mit dem Kundendienst wurde dem Nutzer bestätigt, dass die Chips durchaus fehlerhaft seien. Nachdem "jerubedo" Intel jedoch weitere Fotos und Unterlagen zusandte, teilte das Unternehmen mit, dass der Chip aus dem Einzelhandel neu markiert worden sei. Bei der CPU von Amazon soll es sich um einen Tray-Prozessor handeln, der nicht unter die Einzelhandelsgarantie fällt. Intel bot dem Nutzer an, die Chips einzusenden, die dann einem Validierungsprozess unterzogen würden. Würde dieser Prozess nicht bestanden, hätte Intel die CPUs einbehalten und beschlagnahmt und es gebe weder Ersatz noch eine Rückerstattung.
"jerubedo" gab die Chips stattdessen bei Amazon und dem Einzelhändler zurück, bei dem er sie gekauft hatte. Beide Geschäfte akzeptierten die Rückgabe und der Einzelhändler versicherte dem Nutzer, dass der Chip keine Zeichen von Manipulation aufweisen würde. Nachdem der Beitrag des Nutzers große Wellen schlug, hat sich auch Intel noch einmal bei "jerubedo" gemeldet. Nach einer "zweiten Überprüfung" gab das Unternehmen zu, dass die beiden Chips doch legitim waren.
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Quelle: Reddit, Tom's Hardware

auf einen Shitstorm zu warten
Genau so einen Mist hat auch Asus abgezogen falls du die GN-Berichterstattung dazu nicht gesehen hast.
Das geschieht dann ja nicht bei "ein paar Chips" sondern bei jedem möglichen RMA. Das läppert sich. Wenn Intel selbst sagt, man soll ein RMA bei Ablehnung neu einreichen scheint das durchaus ein systematisches Problem zu sein.
Da bekommt in der Regeil ein kleiner Manager im vorgegeben, dass er die Kosten in seiner Abteilung senken muss, sonst bekommt seinen Job jemand, der es hinkriegt. Seine Abteilung bewilligt nämlich viel höhere RMA-Quoten als man für die Preisgestaltung kalkuliert hat. Wie das geschieht bleibt besagtem kleinem Manager überlassen. "Plausible deniability" und man braucht im Fall der Fälle einen Sündenbock, siehe VW.
Die Nutzer Richtung Händler drängen ist eine elegante Maßnahme. Denn wenn die Händler die Retoure abwickeln kommt das aus einem anderen Budgetbereich bei Intel (Budget und Logik gehen selten Hand in Hand) oder bleiben idealerweise beim Händler selbst hängen.
Entweder gibt der Kunde klein bei (gar nicht selten der Fall), oder er bekommt eh eine Entschädigung aber eben von wo anders und verfolgt das nicht weiter. Selbst wenn er sich beschwert ist die Chance gering, dass das viel Beachtung findet bzw. nicht sogar von Fanboys als BS abgetan wird.
Nur hat Intel es nun eben schon etwas zu lange zu bunt getrieben und das wirkt sich auf alle Bereiche negativ aus. Wie gesagt. Es ist unwahrscheinlich, aber möglich, dass das wirklich nur ein paar inkometente Angestellte waren. Aber wie Boeing eben für mangelnde Wartung seitens Airlines negative Schlagzeilen bekam, bekommt Intel sie hier selbst wenn sie nichts dafür können.
Wenn er sich explosionsartig selbst zerstört, werde ich a: natürlich davon berichten und b: Pat einen "Liebesbrief" schreiben
Gruß