Core i9-13900KS im Test: Effizienz und Fps pro Watt
Quelle: PCGH
Seite 3:

Core i9-13900KS im Test: Effizienz und Fps pro Watt

92
Test David Krausbauer Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Diese Seite beschäftigt sich mit der Leistungsaufnahme aller Prozessoren im Test. Mithilfe eines Hardware-Tools messen wir die Leistungsaufnahme der CPU allein, mit Einflussnahme der Spannungswandler auf dem Mainboard. Dazu geben wir die "rohen Watt" im Schnitt als Fps pro Watt an.

Die CPU-Architekten aus Santa Clara geben eine TDP an. Dies beschreibt jedoch anders als beim Konkurrenten die dauerhafte Leistungsaufnahme, die unter Last anliegen darf. Der Chipriese nennt die TDP daher auch Processor Base Power, oder PL1 (Power Limit 1). Für den Turbo-Modus gelten andere Regeln. Die Maximum Turbo Power, oder auch PL2, konfiguriert Intel bei jeder CPU anders. Für den Zeitraum, den Intel "Tau" nennt, darf eine CPU das Power Limit 2 anlegen. Nach dieser Zeitspanne wird das Limit fest bei PL1 gesetzt. Alder und Raptor Lake bieten gegenüber den Vorgängern eine vereinfachte Boost-Mechanik. Die einzelnen Kerne verfügen über eine "bis zu" Angabe, die in der Regel für eine Belastung bis maximal zwei Kerne vorgesehen ist (Single-Core-Boost). Gerade für die K-Prozessoren gibt Intel großzügige PL2-Polster frei, die für solche Boosts genutzt werden, um die Leistung zu steigern. Leider halten sich die Mainboard-Hersteller oft nicht an diese Vorgaben und geben einfach ein unbegrenztes Limit frei, was die Prozessoren dazu verleitet, weit mehr als die angegebene TDP (=PL1) zu verbrauchen. Bei einem Core i9-13900KS hat Intel die PBP auf 150 und den Boost auf 253 Watt gesetzt.

Intel Core i9-13900KS im Test: Leistungsaufnahme und Fps pro Watt

Hinweis: Dank RAM-OC ist die CPU beim Spielen sogar etwas sparsamer, allerdings wurde für diese Messung ein anderes Mainboard verwendet. Die Werte sind daher nicht eins zu eins vergleichbar. Wenn es um die Effizienz geht, muss sich der Core i9-13900KS gegen mehrere Konkurrenten geschlagen geben. Mit den durchschnittlichen 163 Watt, die ein i9-13900KS beim Spielen benötigt, haben Sie hoffentlich in einen mächtigen Kühler investiert, sollten Sie mit der CPU liebäugeln. Da wirkt sogar ein Ryzen 9 7950X dagegen sparsam. Allerdings sind bei Anwendungen 279 Watt und 322 Watt mit der Übertaktung am oberen Ende der Verbrauchs-Skala - das ist schon AMD-Ryzen-Threadripper-Niveau, welche ab Werk mit einer TDP von 280 Watt aufwarten, jedoch auf 64 Kerne mit 128 Threads verteilt. Bleiben zum Schluss noch die Fps pro Watt. Wie effizient läuft hier der Core i9-13900KS? Tatsächlich sind die Werte ziemlich vergleichbar mit den anderen aktuellen CPUs: etwa 0,85 Fps pro Watt erzielt das neue Flaggschiff in unserem Spiele-Parcous und sticht damit einen Core i9-13900K und einen Core i7-13700K knapp aus. AMDs Ryzen 9 7950X sowie der Core i5-13600K sind allerdings effizienter unterwegs und siedeln sich rund um einen Fps pro Watt an. AMD hat gemeinhin die Nase vorn, mit dem Ryzen 7 5800X3D wenig überraschend an der Spitze, der 1,86 Fps pro Watt ausspuckt. Ryzen 7000X3D könnte hier neue, spannende Werte liefern.

Als Bonus haben wir einen Benchmark erstellt, der auf dem Cinebench-R23-Single-Core-Benchmark basiert und die Leistungsaufnahme der CPU anzeigt, die beim Boosten auf maximal zwei Kernen erreicht wird. Die Messungen dauern dabei über den gesamten Benchmark an. Wenig überraschend genehmigt sich ein Core i9-13900KS hier extrem hohe Werte von bis zu 77 Watt. Das ist mehr, als ein AMD Ryzen 7 7700X unter gewöhnlicher Spiele-Last bei vollem Boost für alle Kerne benötigt.

Intel Core i9-13900KS: Für wen sich der Kauf lohnt und wer lieber sparen sollte

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis zeigt sich jedoch, wo es beim Core i9-13900KS am meisten hakt. Die UVP der 6-GHz-CPU wurde von Intel mit 699 US-Dollar (Boxed) beziffert, deutlich günstiger, als ein Core i9-12900KS seinerzeit. Europreise gibt der Chiphersteller für gewöhnlich nicht heraus, da der i9-13900KS aber auch schon hierzulande im Handel verweilt, ist klar, wie teuer die CPU aktuell ist. Derzeit kann man das Modell für etwa 780 Euro erwerben. Den Core i9-13900K, dessen Listenpreis 100 US-Dollar unter dem 13900KS liegt, gab es zum selben Zeitpunkt für mindestens ungefähr 630 Euro. Der Vergleich zwischen diesen beiden CPUs ist der einzig Sinnvolle, denn ein Enthusiast entscheidet sich nicht grundlos für das Topmodell, sondern möchte das Beste vom Besten. Allerdings erkennen wir keinen Grund, der den Aufpreis des "KS" rechtfertigt. Die CPU liegt im Gesamt-Index 2,67 Prozentpunkte vor einem "K(F)", 1,42 Prozent entfallen dabei auf den Unterschied in unseren elf Spiele-Benchmarks, 4,49 Prozent, die zu 40 Prozent gewertet werden, auf Anwendungen.

Der Unterschied ist so gering, dass wir manche Benchmarks mehrfach wiederholen mussten, um dem i9-13900KS überhaupt Mehrleistung attestieren zu können (das liegt an der natürlichen Schwankung der Benchmarks, da diese niemals zu 100 Prozent nachgestellt werden können). Natürlich ist es schön, die "6,0 GHz" im On-Screen-Display zu erblicken, doch ganz ehrlich, die packt auch jeder i9-13900K oder sogar i7-13700K. Wir können daher keine Kaufempfehlung aussprechen, generell tut es zum Zocken auch ein i5-13600K oder AMD Ryzen 7 5800X3D. Allenfalls als Vorteil könnte sich der Wiederverkaufswert in einigen Jahren entpuppen, immerhin zahlen Nutzer, die erst Jahre später ihren PC aufrüsten möchten, etwas mehr für das Topmodell, wie ehemalige Prozessoren, etwa ein Core i9-9900K immer wieder aufzeigen. Generell sollte der 24-Kerner so viel Leistung bieten, dass Sie locker fünf Jahre oder länger damit arbeiten können, selbst als Content Creator. Das gilt jedoch auch für den Core i9-13900K.

92
  1. Seite 1 Core i9-13900KS im Test: Übersicht
  2. Seite 2 Core i9-13900KS im Test: Benchmarks (Spiele + Anwendungen)
  3. Seite 3 Core i9-13900KS im Test: Effizienz und Fps pro Watt
  4. Seite 4 Core i9-13900KS im Test: Unser Fazit + Wertung
    • Kommentare (92)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        Zitat von PCGH_Dave
        Seite? Kanal? Du weißt doch was ich meine.
        Ne, ich bin getagged worden in einem RAM OC War inkl. Sinnkrise auf Twitter, wo eure Benchmarks verwendet werden. ^^
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        Zitat von PCGH_Dave
        Seite? Kanal? Du weißt doch was ich meine.
        Ne, ich bin getagged worden in einem RAM OC War inkl. Sinnkrise auf Twitter, wo eure Benchmarks verwendet werden. ^^
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Du siehst schon, ich nutze den Kram nicht
        Seite? Kanal? Du weißt doch was ich meine.
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        Zitat von PCGH_Dave
        Meinst du mit "Im Internet" deinen Twitter-Kanal?
        Kanal?

        Danke für die Info!
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Zer0Strat
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Im Internet geht's gerade wie hoch her. ^^ Eine Frage zu dem Test. Der 13900KS OC mit DDR5-7200, habt ihr da auch die Subtimings optimiert?
        Meinst du mit "Im Internet" deinen Twitter-Kanal?
        Ich habe dafür das XMP dieses Kits genommen: Klick mich so hart wie du kannst
        Weiter optimiert habe ich die natürlich nicht, weil ich dafür gar keine Zeit habe.
      • Von Gelöschtes Mitglied 217606
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] Im Internet geht's gerade wie hoch her. ^^ Eine Frage zu dem Test. Der 13900KS OC mit DDR5-7200, habt ihr da auch die Subtimings optimiert?
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk