Intel Core i7-12700 im Test: Effizienz und Fazit
Auf Seite 2 des Tests zum Core i7-12700 beschäftigen wir uns mit der Effizienz und dem abschließenden Fazit inklusive Wertung.
In diesem Artikel
In Zeiten von 250-Watt-Prozessoren wird die Effizienz immer wichtiger. Wir legen daher jetzt noch mehr Wert auf die Leistungsaufnahme. Zu diesem Zweck haben wir das PCGH-Testlabor mit einem Power Measure Device (PMD) sowie einer SPI/UART/I2C-Brücke mit USB-Anschluss (EVC2X) erweitert. Beides stammt vom Entwickler Elmorlabs. Damit ist es uns möglich, auf Hardwareebene die Leistungsaufnahme der Test-CPU direkt abzugreifen. In die Daten fließt die Leistungsaufnahme der Spannungswandler mit ein. Üblicherweise liegt deren Verbrauch höher, je mehr sich der Prozessor genehmigt.
Bei Spielen erfolgt die Messung während des 20-sekündigen Benchmarks, bei Anwendungen über den kompletten Zeitraum. So greifen wir sowohl temporäre Boosts als auch den Dauerlastzustand eines Prozessors ab. Egal, welchen Wert Sie sehen, wir geben immer den Mittelwert an. Entsprechend wird der Wert in der Wertung berücksichtigt. Prozessoren, die für die "letzten fünf Prozent" überdurchschnittlich viel verbrauchen, werden durch unser überarbeitetes Wertungssystem in der Eigenschaftsnote dafür abgestraft. Einen Bonus erhalten dagegen Prozessoren, die ein hohes Fps-pro-Watt-Verhältnis aufweisen. Der Leerlauf-Verbrauch spielt auch mit in diese Wertung ein, wohingegen bei Anwendungen gilt: Viel hilft viel.
Intel Core i7-12700 im Test: Durchschnittliche Leistungsaufnahme in Spielen/Anwendungen
Auf dem Windows-Desktop reiht sich ein Core i7-12700 bei den anderen Alder-Lake-CPUs ein und hat keine Überraschungen parat. Im Durchschnitt bei 14 Spielen zeigt sich der 12-Kerner dann durchaus sparsam und agiert mit 94 Watt im Bereich unterhalb des 12-Kerners Ryzen 9 5900X von AMD. In Anwendungen dirigiert dann die TDP-Klasse das Geschehen. Im Fall des i7-12700 limitieren die 65 Watt sehr schnell und geben den Ton an. Der nur kaum langsamere i5-12400 sowie der flottere AMD Ryzen 7 3700X sind aber beide sparsamer. In Spielen umgemünzt auf die Fps pro Watt ergibt sich folgendes Bild:
Intel Core i7-12700 im Test: Fps pro Watt, Durchschnitt, 14 Spiele
Obwohl ein 12700 nur mit einer TDP von 65 Watt daher kommt, ist die Effizienz sehr gering. Das liegt daran, dass die Leistung sehr stark unter Last einbricht, weil die Kerne wegen des geringen TDP-Budgets heruntertakten müssen. Das kostet bare Leistung und verschlechtert somit die Effizienz-Wertung. Wir haben die Effizienz-Angabe dabei über 14 Spiele gemittelt, welche ganz unterschiedliche Anforderungen an den Prozessor stellen. Die Angaben beziehen sich dabei auf die CPU allein, fügen allerdings in geringem Maße auch die Qualität der Spannungswandler mit in das Ergebnis ein.
Alle von uns getesteten CPUs auf einen Blick finden Sie auch im PCGH-Ratgeber CPU.
Intel Core i7-12700 im Test: Fazit und Wertung
Ein Fazit fällt gar nicht so leicht. Die CPU hat definitiv Stärken: Im Vergleich zum i7-12700K erhält der Käufer einen Prozessor für einen geringeren Preis, der in Sachen Spielleistung dem großen Bruder in kaum etwas nachsteht. Das große Problem ist aber die Performance, wenn es darauf ankommt. Wer mit Blender oder Handbrake unterwegs ist, wird mit dem i7-12700 keinen Spaß haben, weil die Taktfrequenzen so stark abfallen, dass ein anderer Prozessor die bessere Wahl darstellt, auch wenn dieser auf dem Blatt Papier langsamer aussehen sollte. Zum aktuellen Zeitpunkt können wir den 12-Kerner nur bedingt für Spiele-PCs empfehlen, raten aber dann eher zu einem Core i5-12400 zu greifen, der nicht nur effizienter, sondern vor allem dazu in der Lage ist, seine Leistung auf die Straße zu bringen.
Intel Core i7-12700 im Test: Tabelle mit Endnote
| Prozessor | Intel Core i7-12700 |
|---|---|
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2659489 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 360,-/gut |
| Für Mainboards mit … | Sockel 1700 |
| Codename | Alder Lake S |
| Anzahl Kerne/Threads | 12c/20t |
| Basistakt (Turbo für alle und einen Kern) | 2,10/1,60 GHz, (4,50/3,40-4,90/3,60 GHz) |
| L1-Cache (Daten/Befehle, je Kern) | 48 KiByte / 32 KiByte |
| L2-Cache (je Kern)/LLC (gesamt) | 1280 + 2048 KiByte / 25,00 MiByte |
| Heatspreader, Fertigung | Metall (verlötet), Intel 7 (10 nm) |
| Ausstattung (20 % der Endnote) | 1,26 |
| Grafikeinheit | Alder Lake GT1 |
| Befehlssätze und Erweiterungen (Auswahl) | VT-x, VT-d, TSX-NI, SSE4.2, AVX2, AES-NI |
| Integrierte PCI-Express-Lanes | 16x PCI-Express 5.0 |
| Eigenschaften (20 % der Endnote) | 3,24 |
| Offener Multiplikator* | Nicht vorhanden |
| Speicherkanäle (u. max. Geschw.*/**) | 4× DDR5-4800 G2/DDR4-3200 G1 |
| ECC-Support | Nicht unterstützt |
| TDP laut Hersteller** | 65 Watt |
| TDP (Boost) | 180 Watt |
| Leistungsaufnahme: CPU Leerlauf | 21 Watt |
| Leistungsaufnahme (Ascent/F1 2021/Troy)** | 101,55/111,21/92,24 Watt |
| Leistungsaufnahme Spiele (Durchschnitt)** | 94 Watt |
| Leistungsaufnahme Anwendungen (Durchschnitt)** | 98 Watt |
| Leistung (60 % der Endnote) | 2,44 |
| Spiele-Index | 87,9 % |
| Anwendungs-Index | 48 % |
| Endnote | Wertung: 2,36 |
* Setzt Unterstützung durch das Mainboard voraus, **Angabe dient nur der Information, gewertet wird die Effizienz über alle Spiele und Anwendungen.
Die Gesamtnote setzt sich aus jeweils 20 Prozent der Ausstattungs- und Eigenschaftsnote zusammen und zu 60 Prozent aus der Leistungsnote. Die Leistungsnote setzt sich wiederum zu 60 Prozent aus der Spielleistung und zu 40 Prozent aus der Anwendungsleistung zusammen. Alle Werte sind normiert.

Einfach XMP aktivieren fertig !
Ein nicht übertakteter 5900x schafft so 21600 Punkte im cinebench, mein i7 12700 schafft 21710 punkte.
Die E -Cores sind schon ok, die sollte man nicht so schlecht reden.
Wie gesagt, kann dir nur den 12700 non K empfehlen und hast noch eine IGP wenn mal nötig.
im 3DMark Time Spy Extreme - CPU benchmarkt, befindet meiner sich so bei 7450 Punkten.
Adler Lake hat eine gute Architektur mit Luft nach oben , was ich zum AM4 Sockel nicht mehr sagen kann.
DDR5 und so, ist nur teuer.
Bei PC-Empfehlungen beschränke ich mich derzeit gerne auf Budget-Lösungen mit Core i5 12400 / 12500 und 32 GB DDR4-RAM. DDR5-Arbeitsspeicher kostet noch immer recht viel und bringt dabei kaum Vorteile, vor allem bei diesen CPUs. Diese Leistung ist vollkommen ausreichend und man hat mehr Geld für eine Grafikkarte alá RTX 3060 (Ti) / RX 6700 XT übrig.
Mit den sinkenden Preisen werden auch AM4-Ryzen wieder interessant. Die Plattform-Kosten sind für halbwegs ausgestattete Mainboards günstig und mittlerweile recht ausgereift
1) Anwendungsbenchmarks ohne E-Kerne
2) Stellungnahme von Intel zu dem Thema
Wenn die E-Kerne die P-Kerne abwürgen klingt das am Ende schon mehr nach behebbarem Bug im Powermanagement als dauerhafter Einschränkung der Hardware.
Überhaupt decken sich die Verbräuche auch nicht ansatzweise mit anderen Tests, in denen die aktuellen Intel-CPUs effizienter sind als die Gegenspieler von AMD.
Schaust du einfach auf ein Tool, was angeblich die "wahren" Angaben zu einen CPU anzeigen können will?
Und falls jemand anderer einfach ein Hardwareauslesegerät an die Steckdose klemmt und den Gesamt-Idle-Verbraucht abliest und dann auf 24 Watt kommt, dann sind das schon einmal 2 abweichende Faktoren.
Außerdem sind Idle-Verbrauchswerte einen feuchten Fz wert, denn niemand startet einen PC, nur um dann stundenlang weg zu gehen.
Und wer sich darüber schon aufregt, der darf gar keinen Intel Prozessor kaufen, der so oder so viel zu viel Strom frisst, oder aber seine Leistung wie hier dann beim 12700er stark drosseln muss, sobald man eine Anwendung startet.
Ich finde es übrigens immer wieder köstlich, dass ein Teil der User hier PCGH unterstellen von Intel "gekauft" worden zu sein, während aber auch eben so viele meinen, man würde AMD absolut gesehen bevorzugen.
Eigentlich kann man nur jedem empfehlen, sich mindestens eine zweite Meinung einzuholen, vor allem, wenn man mit der Art der Tests nicht einverstanden ist, oder sein Wunschprodukt nicht so gut abgeschnitten hat, wie vorher gedacht.
Wenn man dann genau das attestiert bekommt, was man sich eigentlich auch kaufen will, soll man beruhigt zuschlagen und gut is.