Core i5-7600K im Vergleich mit i5-6600K: Kaby Lake unter 300 Euro im Test
Nach dem neuen Sockel-1151-Top-Modell Core i7-7700K präsentieren wir nun auch den direkten Vergleich des i5-7600K mit seinem Vorgänger Core i5-6600K. Auch hier gilt: PC Games Hardware schaut sich die Performance der beiden 14-nm-CPUs im Vergleich an - auch mit identischer Speicher-Taktrate. Zudem prüfen wir, wieviel Extra-Performance das Übertakten des Core i5-7600K realistischerweise verspricht.
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Intels siebte Core-Generation mit Codenamen Kaby Lake ist nunmehr auch offiziell komplett, nachdem sie bereits seit Langem in einschlägigen Kreisen und seit mehr als zwei Wochen sogar schon im regulären Online-Handel erhältlich war.
Nach dem Direktvergleich zwischen Core i7-7700K und i7-6700K nehmen wir uns nun anhand der übertaktbaren K-Modelle des Segments unter 300 Euro an und beantworten die Frage: Wie viel besser ist der Core i5-7600K gegenüber dem i5-6600K?
Vorab schon einmal soviel: Die CPU-Architektur unterscheidet sich zwischen Kaby Lake und Skylake nicht - lediglich an der integrierten Grafik wurde ein wenig geschraubt, sie kann jetzt HDR-Ausgabe mit 10 Bit, VP9-Beschleunigung bis 4K und ist Playready-3.0-SL3000-kompatibel, was wichtig etwa für Netflix' 4K-Streams ist.
Wie für den 7700K gilt auch beim 7600K, dass sich beim Overclocking etwas getan hat - denn tatsächlich sind die Kaby-Lake-Modelle teils deutlich taktfreudiger als Skylake, das bestätigen auch unsere beiden Muster des i5-7600K. Intel gibt einen "14nm+"-Prozess an, konkrete Verbesserungen gegenüber der klassischen 14-nm-Herstellung bei Intel: Fehlanzeige. Reichen also allein die Verbesserungen über den gereiften Prozess für alltagstaugliches, das heißt stabiles und mittelfristig sicheres Überwinden der 5-GHz-Marke?
Den kompletten Test inklusive aller Benchmarks, vieler Vergleichs-CPUs sowie einem Überblick zu Plattform und Test aktueller Z270-Oberklasse-Mainboards - die vielleicht spannendere Neuerung? - finden Sie in der PC Games Hardware Printausgabe 02/2017, ab dem 4. Januar im Handel.
Intel Core i5-7600K vs. i5-6600K: Im Grunde gleiche Technik
Der größte Unterschied zwischen i5-7600K und i5-6600K liegt in den Taktraten, dem offiziell unterstützten DDR4-Speicher und der integrierten Grafik. Der Takt liegt dabei besonders im Turbo-Bereich mit mehr als zwei Kernen (also beim 3- und 4-Kern-Turbo) mehr als 10 Prozent über dem des Vorgängers, der Speicher darf mit DDR4-2400 12,5 Prozent höher takten - sofern Sie den Übertakter-Prozessor Core i5-7600K überhaupt im Rahmen der Intel-Spezifikation betreiben möchten.
| Turbo 1 Core | Turbo 2 Core | Turbo 3 Core | Turbo 4 Core | Basistakt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Core i5-7600K | 4,2 GHz | 4,1 GHz | 4,1 GHz | 4,0 GHz | 3,8 GHz |
| Core i5-6600K | 3,9 GHz | 3,8 GHz | 3,7 GHz | 3,6 GHz | 3,5 GHz |
| Zuwachs (Takt) | +300 MHz/+7,7 % | +300 MHz/+7,9 % | +400 MHz/+10,8% | +400 MHz/+11,1 % | +300 MHz/+8,6 % |
Wie bereits beschrieben gibt es in Sachen IPC, also der berühmten Pro-MHz-Leistung, nicht viel zu vermelden. Unsere Messungen im Cinebench R15 zeigten lediglich Unterschiede im Rahmen der üblichen Schwankungen von Durchlauf zu Durchlauf und auch andere Tests wie etwa 7-Zip (reale Kompression von Daten, nicht der integrierte Benchmark) reagierten stärker auf Faktoren wie Speicher-Typ, -Timing und -Geschwindigkeit als darauf, ob nun ein Sky- oder Kaby-Lake-Prozessor den Daten Beine machte. Wir konzentrieren uns weiter unten also auf die reale Leistung. Bis hierhin soweit bekannt aus dem Vergleich von 7700K und 6700K.
Und natürlich gilt auch für den i5-7600K, dass für die meisten Sockel-1151-Boards mit einem PCH der 100er-Reihe (z. B. Z170) ein einfaches UEFI-Update genügt, damit die neuen Prozessoren laufen. Es muss also nicht unbedingt ein teures Board aus dem aktuellen Refresh-Zyklus sein, sofern Sie sich einen Skylake-Prozessor für das UEFI-Update organisieren können. Überhaupt scheint der Fortschritt bei den Mainboards größer zu sein als bei den Prozessoren - doch da verweisen wir aus unseren Mainboard-Test in der PC Games Hardware Printausagabe 02/2017.
Wie alle Kaby Lakes bekommt auch der i5-7600K optional einen separaten AVX2-Multiplikator, der den Takt automatisch niedriger halten (und damit natürlich auch die Performance senken!) kann, sofern der entsprechende Programmcode für die Vektoreinheiten zum Einsatz kommt. Der lässt nämlich Sky- wie Kaby-Lake-CPUs ordentlich heißlaufen, was speziell beim OC eher hinderlich ist. Im Default-Betrieb liegt der Multi-Offset bei 0, ist also deaktiviert.
| Merkmal | Core i5 7600K | Core i5 6600K | Core i5 5675C | Core i5 4690K |
|---|---|---|---|---|
| Codename | Kaby Lake-S | Skylake-S | Broadwell-K | Haswell DT-RF |
| Sockel | LGA 1151 | LGA 1151 | LGA 1150 | LGA 1150 |
| Kerne physikalisch/logisch | 4/4 | 4/4 | 4/4 | 4/4 |
| Kerntakt | 3.800 MHz | 3.500 MHz | 3.100 MHz | 3.500 MHz |
| Turbomodus | 4.200 MHz | 3.900 MHz | 3.600 MHz | 3.900 MHz |
| TDP | 91 Watt | 91 Watt | 65 Watt | 88 Watt |
| Fertigungs-Prozess | 14 nm | 14 nm | 14 nm | 22 nm Tri-Gate |
| Preisvergleich | PCGH-Preisvergleich | PCGH-Preisvergleich | PCGH-Preisvergleich | PCGH-Preisvergleich |
Intel Core i5-7600K vs. i5-6600K: Benchmarks und Leistung
Die Leistungsunterschiede zwischen Core i5-7600K und Core i5-6600K kommen am ehesten durch den Kern-Takt, aber wie schon beim Top-Modell-Vergleich auch durch den schnelleren Speicher zustande. Die Performance im Normal-Betrieb, also mit Speicher-Einstellungen laut CPU-Spezifikation, zeigen unsere folgenden Diagramme: 7600K vs. 6600K in Spielen und Anwendungen, allerdings unter dem Vorbehalt des schnelleren RAMs bei Kaby Lake: Wie sein großer Bruder darf der i5-7600K nämlich auf DDR4-2400 zugreifen und hat damit einen rechnerischen 12,5-Prozent-Vorteil gegenüber dem Core i5-6600K, der mit DDR4-2133 auskommen muss. Wie viel das im Einzelnen ausmacht, zeigt unsere Vergleichstabelle im Anschluss.
Wir haben für die initiale Darstellung nur den i5-7600K und den i5-6600K aktiviert - Sie können weitere CPUs problemlos als Vergleiche dazuklicken.
Hinweis: Jeweils zwei zusätzliche Spiele und Anwendungen finden Sie in der PC Games Hardware Printausgabe 02/2017, die ab dem 4. Januar im Handel erhältlich ist.
| Vergleich bei DDR4-2133 | Core i5-7600K | Core i5-6600K | Gewinn |
|---|---|---|---|
| Assassin's Creed Syndicate | 97,6 | 89,1 | +9,5 % |
| Crysis 3 | 100,8 | 89,2 | +13,0 % |
| Dragon Age: Inquisition | 108,9 | 97,3 | +11,9 % |
| F1 2015 | 64,5 | 58,8 | +9,7 % |
| Far Cry 4 | 113,6 | 105,9 | +7,3 % |
| The Witcher 3 | 91,5 | 83,5 | +9,6 % |
Zieht man den Speichervorteil ab, bleibt dem i5-7600K in Spielen (inklusive der hier nicht abgedruckten!) noch ein Performance-Plus von durchschnittlich knapp 12 Prozent gegenüber dem i5-6600K - eine gute Quote aus mehr Kern- und Speichertakt von maximal +12,5 Prozent.
Intel Core i5-7600K vs. i5-6600K: Overclocking
OC-Profis haben im Vorfeld des Kaby-Lake-Launches mit einem i7-7700K bereits die 7-GHz-Marke geknackt. Doch flüssiger Stickstoff und aus Dutzenden CPUs selektierte "Golden Samples" sind recht praxisfern - wir wollten hingegen wissen, ob wir mit dem i5-7600K die 5-GHz-Marke bei Luftkühlung knacken können.
Im Gegensatz zu unseren Bemühungen beim i7-7700K gelang dies mit einem unserer beiden i5-7600K tatsächlich, der andere war nur zu stabilen 4,8 GHz zu überreden. Das bessere der beiden Exemplare benötigte nur 1,35 Volt fest eingestellter Spannung im UEFI, um jeweils mindestens eine halbe Stunde Witcher 3 und Crysis 3 bei glatten 5,0 GHz zu überstehen - mit einem Scythe Kabuto im Freiluftaufbau samt flottem Enermax Twister-Storm-Propeller UCTS12A.
AVX2-Last hingegen beförderte die Temperaturen in wenigen Sekunden über die Schmerzgrenze und die x86-Cores mussten sich ab mehr als 99° C drosseln. Hier ist dann der Ansatzpunkt für unseren geplanten Tuning-Artikel inklusive Wasserkühlung, der in einer der kommenden PCGH-Printausgaben nach der 02/17 Platz finden wird. Benchmark-Runs wie etwa mit dem Cinebench R15 schafften beide Exemplare auch bei 5,0 (eines auch bei 5,2) GHz noch, doch spätestens bei Blender wurden wir mit Programmabbrüchen und Fehlermeldungen beworfen.
Wenig überraschend stellten wir auch beim i5-7600K keine Verbesserung des Wärmeübergangs zwischen Heat-Spreader und Die im Vergleich zu Skylake fest, ein Tausch der Wärmeleitpaste nach vorherigem Köpfen hat nach Forenberichten eine Temperaturverbesserung von 10-20 Grad zur Folge gehabt.
Sofern Sie in der Lage sind, mehrere Prozessoren durchzuprobieren und in eine bessere Kühlung, vorzugsweise mit Flüssigkeit als Wärmetransporteur zu investieren, stehen auch Werten deutlich jenseits der 5-GHz-Marke mit einem Core i5-7600K nichts im Wege - reine Benchmark-Runs mögen auch noch ein ordentliches Stückchen höher möglich sein.
| Core i5-6600K @ default | Core i5-7600K @ default | Core i5-7600K @ 5,0 GHz | Gewinn vs. Core i5-6600K | Gewinn vs. Core i5-7600K | |
|---|---|---|---|---|---|
| Cinebench R15 (pts.) | 611 | 676 | 818 | +33,9 % | +21,0 % |
| Crysis 3 (Min-Fps) | 77 | 88 | 104 | +35,1 % | +18,2 % |
| Crysis 3 (Ø-Fps) | 89,2 | 101,5 | 118,4 | +32,7 % | +16,7 % |
Rund 17 Prozent Leistungsplus in Spielen und bis zu 21 Prozent in Anwendungen allein durch Übertakten des Core i5-7600K mit Luftkühlung sind - unter halbwegs realistischen Bedingungen und der bereits ab Werk anliegenden >4 GHz ein sehr gutes Ergebnis.
Weitere hörens- und sehenswerte OC-Tipps zum Core i5-7600K gibt's auch im Youtube-Video von PCGHX-Moderator und OC-Profi der8auer!
Intel Core i5-7600K vs. i5-6600K: Fazit
Intels Preisliste sieht zwar - wie auch beim i7-7700K vs. i7-6700K - offiziell einen Gleichstand zwischen i5-7600K und i5-6600K, doch im Vorfeld des Launches waren noch rund 35 Euro oder circa 12 Prozent Aufpreis für den Kaby-Lake-Quadcore fällig. Da die Leistung im Durchschnitt ebenfalls um diesen Prozentsatz steigt, lohnt sich der Griff zum Kaby Lake spätestens, wenn sich die Preise ein paar Tage nach dem Launch angeglichen haben. Denn im Gegensatz zum i7-7700K arbeitet der i5-7600K in unserem Test nicht nur schneller, sondern auch effizienter als sein Vorgänger, dem i5-6600K. Entweder haben wir gleich mehrere gute Samples erwischt oder es liegt daran, dass Intel dem 7600K für den Taktanstieg nicht soviel Extra-Spannung mitgeben muss wie noch dem i7-7700K, der ab Werk näher am Limit läuft.
Auch beim Betrieb außerhalb der Spezifikation zeigt Kaby Lake Vorteile. So einfach wie beim i5-7600K haben wir 5 GHz mit Luftkühlung bisher noch nicht erreicht. Dass der Prozessor dabei mit relativ moderater Spannung auch außerhalb eines Cinebench- oder 3DMark-Durchlaufs stabil bleibt, setzen wir voraus. Langzeiterfahrungen mit größeren Sample-Mengen stehen zwar noch aus, doch für ein paar Hundert Megahertz mehr als Skylake scheinen die Kaby-Lake Modelle gut zu sein - wie immer gilt natürlich, dass dabei die Systemumgebung und auch das Quäntchen Glück eine entscheidende Rolle spielen.
Auf der anderen Seite des Tellerrands steht AMD mit seiner neuen Architektur Zen und den CPUs "Ryzen" in den Startlöchern. Selbst wenn Sie aus welchen Gründen auch immer AMD nicht in Erwägung ziehen, kann sich deren Launch doch zumindest auf die Preise günstig, sprich senkend auswirken. Warten lohnt sich also (wieder einmal) - schon der zweite Euro heute fürs Phrasenschwein.
Anzeige: Ab dem 05.01.2017 um 18 Uhr sind die Kaby-Lake-CPUs offiziell bei Alternate und Caseking lieferbar.

Dieser Moment, wenn du deinen "alten" übertakteten 3570k in Cinebench testest und dieser 640 Punkte erreicht.
Immer noch besser als einen Stock 6600k.
Und ich dachte ich müsste bald mal aufrüsten.
Irgendwie war der 5775C ein echter Knaller.
Man merke: Nicht immer auf lustige Prozentangaben schauen und vorher checken in was für Settings die Benchmarks durchgeführt wurden. KEIN Mensch spielt in 720p bei Low Details, nur weil da die Prozessorunterschiede besser sichtbar sind.
Im Übrigen testet man CPUs nicht mit "Low Details @ 720p", sondern mit "Max Details @ 720p". Du reduzierst nur die Sachen, die ausschließlich die Grafikkarte belasten - sprich die Auflösung und ggf. das Antialiasing. Eine Redaktion, die CPUs mit minimalen Details testet, legt ihre eigene Inkompetenz offen.
Hier wird mal wieder stark pauschalisiert.
Unter "Normalen" Bedingungen, unter "optimalen" Bedingungen, "in der Regel limitiert" die GPU, "die GPU ist entscheidend", "In Realität sind das keine spürbaren Unterschiede. Und das gilt für sehr viele Spiele.".
Wenn ich mir hier die Frametimes anschaue: Core i5 7600K Stock/4.2GHz vs Core i5 6600K/ 2500K Gaming Benchmarks - YouTube
Es hat sich wesentlich mehr getan, als man vermuten würde.
Das Hyperthreading hab ich dabei bewusst außer Acht gelassen, da es mir um den Gewinn der effektiven Rohleistung ging.
Du hast natürlich Recht das in der Praxis immer (im Idealfall) die GPU limitiert, grade weil ich wqhd spiele.
Wie gesagt würde ich nie von einem quasi i7 zu einem i5 wechseln das sagt schon der logische Menschenverstand. Aber trotzdem ist es schon toll das es durch immer kleiner werdenden shrinks und Fertigungstechniken noch mehr Leistung "rausgekitzelt" werden kann.
Es ist eben immer schwierig die persönliche Mitte zwischen maximaler Leistung und dem Budget zu finden. Da war damals der Xeon für mich erste Wahl. Gut OC ist nicht möglich, dafür läuft er IMMER stabil und kühl.