Core i5-4570T im Test: Das teure Kürzel - Lohnt sich eine Stromspar-CPU?
Von vielen CPU-Modellen existieren besonders sparsame Modelle. Meist sind diese an einem Buchstabenkürzel und einem deutlich erhöhten Preis verglichen mit ähnlich leistungsstarken Standard-Varianten erkennbar. PC Games Hardware hat ausprobiert, wieviel Ersparnis von den 49 Watt nominellen Unterschieds zwischen i5-4570T (35 Watt) und i7-4770K (84 Watt) in der Praxis übrig bleiben.
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Quelle: PC Games Hardware
Stromspar-CPU: Lohnt sich der Aufpreis?
Schon seit einiger Zeit bieten Intel und AMD spezielle Versionen ihrer CPUs an, die sich besonders gut auf's Stromsparen verstehen sollen. Diese Sondermodelle sind meist mit einem Buchstabenkürzel wie "e" bei AMD und "T" bei Intel gekennzeichnet. Im Falle des Core i5-4570T, den wir uns heute anschauen wollen, handelt es sich anders als der Name vielleicht impliziert, um einen Zweikernprozessor, welcher über eine Thermal Design Power (TDP) von 35 Watt verfügt - das sind rund 42 Prozent der schnellsten i5- und -i7-CPUs aus Intels aktueller Haswell-Generation.
Dank Hyperthreading-Technik tritt er Betriebssystem und Anwendungen gegenüber als Vierkerner auf, muss die vier gleichzeitigen Aufgaben aber mit den Ressourcen aus seinen zwei echten Kernen bearbeiten. Das bedeutet, dass er niemals so flott arbeiten kann, wie ein entsprechender, echter Vierkerner, wie es die normalen Core-i5-Modelle inklusive des 45-Watt-Modells i5-4670T sind.
Preislich jedoch liegt er mit rund 170 Euro beinahe auf dem Niveau unserer aktuellen Empfehlung für Zocker, dem i5-4670K. Letzterer verfügt zudem über einen freien Multiplikator für einfaches Übertakten, was beim i5-4570T de facto nicht möglich ist. Er läuft ab Werk mit 800 MHz im Leerlauf und taktet bei Bedarf bis 2,9 GHz hoch. Die Turbo-Funktion, aufgrund welcher Intel ihn vermutlich den i5- anstelle den i3-Prozessoren zuordnet, gibt bei Last auf allen Kernen noch einmal 400 MHz obendrauf (also 3,3 GHz All-Core-Turbo), der maximale Single-Core-Turbo liegt bei 3,6 GHz.
Core i5-i5-4570T im Test: Messwerte mit Überraschungen
Etwas verdutzt waren wir ob der Leistungsaufnahme im Leerlauf - wie im Video auch zu sehen. Denn hier unterscheidet der i5-4570T sich in Sachen Leistungsaufnahme augenscheinlich nicht vom wesentlich potenteren i7-4770K (einem echten Vierkerner mit zusätzlichen Hyperthreading). Doch nach Abschluss der Dreharbeiten für das Video zeigte sich der Schuldige: Offenbar initialisiert unser Test-Mainboard, das Asus Maximus VI Extreme, die CPUs immer mal etwas unterschiedlich. In einem späteren Testlauf erreichten wir dann immerhin 53 Watt im Leerlauf - 3-4 Watt weniger als beim i7-4770K.
Aus diesem Grund haben wir noch einmal ein paar Screenshots des Tools HWMonitor zum Vergleich angefertigt, welche die Leistungsaufnahme der CPU aufschlüsseln:
- das gesamte Package (also alles, was im Sockel steckt)
- der Uncore-Bereich (Speichercontroller, Grafik, Ringbus, Last-Level-Cache)
- die IA-Cores, also die CPU-Kerne selbst
Hier sieht man sehr schön die geringere Leistungsaufnahme des T-Modells: Mit nur 0,27 Watt liegen die beiden Kerne bei gerade einmal einem Siebtel der vier i-7-4470K-Kerne, während der gesamte Chip mit 7,7 zu 13,5 rund 43 Prozent sparsamer ruht. Auch unter leichter Last, in unserem Falle hervorgerufen durch den integrierten Benchmark des Tools 7-Zip (Anm.: Nicht vergleichbar mit den Einstellungen, welche wir für die Benchmarks heranziehen!), arbeitet der i5-4570T wesentlich sparsamer als der i7-4770K. Das wird allerdings auch durch einen weniger als halb so hohen Durchsatz beim Multithreading-Anwendungen erkauft - die kompletten Benchmarks finden Sie in unserem Test des i5-4570T, welchen wir bereits zuvor veröffentlicht haben.
Doch "was zählt, ist auf'm Platz" - also die erreichbare Spieleleistung. Steht den CPUs eine High-End-Grafikkarte zur Verfügung, stellt sich die Frage meist erst gar nicht: Natürlich ist hier ein Vierkerner mit 2,4-facher TDP und höherem Takt wesentlich flotter. Doch in diesem Test wollen wir dem Stromspar-Gedanken ein wenig mehr Rechnung tragen und haben eine ab rund 150 Euro erhältliche Radeon HD 7850/2G zur Seite gestellt. Diese haben wir zuvor separat mit einer Leistungsaufnahme von maximal rund 100 Watt unter Spielelast vermessen, damit passt sie wesentlich besser zum Konzept eines Stromspar-Systems als eine stromdurstige High-End-Grafikkarte. Auf der anderen Seite beschränkt sie allerdings auch die Leistungsentfaltung des Prozessors, da die Grafikleistung natürlich geringer ausfällt.
Diesen Effekt sehen wir recht gut in zwei unserer drei Spiele-Benchmarks - hier kann sich der mächtige Vierkern-Prozessor i7-4770K trotz mäßig intensiver Einstellungen kaum von unserer Stromspar-CPU absetzen. Lediglich der Benchmark mit Max Payne 3 und Rockstars hauseigener AG-Engine, welche wohl auch bei GTA 5 zum Einsatz kommen wird, zeigt das Potenzial der größeren und die Grenzen der kleineren CPU. Hier ist allerdings auch der Unterschied bei der Spiele-Leistungsaufnahme mit einer einer Differenz von 25 Watt am größten.
In heftigen Multiplayer-Gefechten oder anspruchsvollen Strategietiteln wird sich ein ähnliches Bild einstellen, wenn auch unsere Benchmarks in Anno 2070 sowie Star Craft 2: HotS den i5-4570T noch in vergleichsweise positivem Licht darstellen.
Core i5-i5-4570T im Test: Fazit - Lohnt sich eine Stromspar-CPU?
Überraschend deutlich lässt sich diese Frage aus Spielersicht mit "Nein" beantworten: Die Stromersparnis ist in vielen Fällen selbst gegenüber einer deutlich flotteren CPU auf das gesamte System gesehen nicht der Rede wert und der Aufpreis gegenüber den technisch am ehesten vergleichbaren Core-i3-CPUs (Zweikerner mit Hyperthreading) somit nicht gerechtfertigt.
Doch wie bei fast jedem "Nein" gibt es auch hier ein einschränkendes "aber": Planen Sie ein besonders kompaktes, aber dennoch spieletaugliches System, bei dem jedes Watt potenzieller Abwärme aus Lärmschutzgründen vermieden werden soll, gibt es im Moment kaum eine Alternative zum i5-4570T mit seinen 35 Watt TDP - denn immerhin erreicht er im PCGH-Parcours noch rund drei Viertel der Spieleleistung eines i7-3960X oder i7-4470K. Nur für extremes Multithreading wie in massiven Multiplayer-Schlachten ist in Zweikern-Prozessor von Natur aus nicht geeignet.

Zum Test habe ich eine Frage:
Ich möchte einen Mini PC bauen, wobei die Basis ein Inter-Tech E-i7 silber oder ein MS-Tech 80BL sein soll. Der PC soll für Office, Internet und Streaming über Monitor und ab und zu über meinen 55 Zoll TV angeschlossen werden. Kann ich bei Verwendung eines skythe big shuriken und einer itx asus oder gigabyte h87 platine mit einem 4570 ein einigermaßen leises System unter Beachtung des externen 90 Watt Netzteiles erzielen oder muß ich doch eher zu einem 4570T oder 4670T oder sogar zu einem i3 3245/3220 greifen. Auf eine separate Grafikkarte möchte ich verzichten.
Für eine eventuelle Beantwortung der Frage danke ich im Voraus.
Denn warum werden 2 von der Leistung verschiedene Prozessoren getestet? In einem Game passiert nämlich folgendes: Dadurch, dass ihr die Auflössung herabsetzt damit die CPU voll ausgelastet ist, liegt ein CPU-Limit an. Wenn die CPU in dem einen System schneller ist als in dem anderen mit dem Stromsparprozessoir, lastet die CPU die Grafikkarte auch besser aus und das ganze System verbraucht automatisch mehr.
Hier wäre ein theoretischer Vergleich mit Prime besser gewesen. In einem Game gibt es zu viele Faktoren. Außerdem müssen die Prozessoren bis auf das Stromsparfeature identisch sein, sonst ist es ein Porsche-Kleinwagen-Vergleich. "Guck mal, der 20Jahre alte Polo verbraucht viel weniger als der neue Porsche"
Erlaube mir, kurz anzumerken, dass wir mit voller Absicht hier nicht die synthetische Verlustleistung der CPU-Kerne allein gemessen haben, sondern das, was in der Praxis davon überhaupt ankommt (und hier eben eine für einen stromsparenden PC sinnvolle, aber spieletaugliche Grafikkarte gewählt haben).
Die reine Single- oder Multithread-CPU-Leistung ohne Einwirkung der Grafikkarten haben wir nämlich bereits im „normalen“ Test des i5-4570T ermittelt. Dieser Test hier stellt einen bewussten Kontrast dazu dar, eine andere Perspektive, wenn du so willst.
Der Vergleich ist zwar interessant, aber das Testsetup total unbrauchbar. Sicherlich ist es gut wenn man aufzeigen will wieviel ein System im tatsächlichen Spielebetrieb verbraucht, aber man kann jetzt keine brauchbaren Rückschlüsse ziehen wie groß der Unterschied wirklich ist.
Denn warum werden 2 von der Leistung verschiedene Prozessoren getestet? In einem Game passiert nämlich folgendes: Dadurch, dass ihr die Auflössung herabsetzt damit die CPU voll ausgelastet ist, liegt ein CPU-Limit an. Wenn die CPU in dem einen System schneller ist als in dem anderen mit dem Stromsparprozessoir, lastet die CPU die Grafikkarte auch besser aus und das ganze System verbraucht automatisch mehr.
Hier wäre ein theoretischer Vergleich mit Prime besser gewesen. In einem Game gibt es zu viele Faktoren. Außerdem müssen die Prozessoren bis auf das Stromsparfeature identisch sein, sonst ist es ein Porsche-Kleinwagen-Vergleich. "Guck mal, der 20Jahre alte Polo verbraucht viel weniger als der neue Porsche"
btw: könntet ihr mal Testen, wie groß der Unterschied zwischen Mainboards ist. Im sinne von "Lohnt sich ein Stromsparboard"?
Das Magazin c't hat hier einige Boards für Haswell verglichen und 20 Watt Unterschied bei der Leistungsaufnahme festgestellt etwa zwischen Fujitsu (10 Watt im Idle) und Asus (weit mehr, je nach Modell).
Auch bei den Bootzeiten (bis Metro) sind massive Unterschiede festzustellen, manche Boards brauchen hier 3x so lange wie andere
ausserdem werden 2 verschiedene i5 CPUS verglichen, die in der selben Preisregion sind. Finde ich durchaus Inordnung.