Intel Core i5-12400 im Test: Effizienz/OC/Fazit
Auf Seite 2 des Tests zum Core i5 12400 beschäftigen wir uns mit der Effizienz, dem RAM-OC und dem abschließenden Fazit inklusive Wertung.
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In Zeiten von 250-Watt-Prozessoren wird die Effizienz immer wichtiger. Warum sollten Sie 100 Watt mehr verbrauchen, wenn es gar nicht nötig ist? Wir legen daher jetzt noch mehr Wert auf die Leistungsaufnahme. Zu diesem Zweck haben wir das PCGH-Testlabor mit einem Power Measure Device (PMD) sowie einer SPI/UART/I2C-Brücke mit USB-Anschluss (EVC2X) erweitert. Beides stammt vom Entwickler Elmorlabs. Damit ist es uns möglich, auf Hardwareebene die Leistungsaufnahme der Test-CPU direkt abzugreifen. In die Daten fließt die Leistungsaufnahme der Spannungswandler mit ein. Üblicherweise liegt deren Verbrauch höher, je mehr sich der Prozessor genehmigt. Bei Spielen erfolgt die Messung während des 20-sekündigen Benchmarks, bei Anwendungen über den kompletten Zeitraum. So greifen wir sowohl temporäre Boosts, als auch den Dauerlastzustand eines Prozessors ab. Egal, welchen Wert Sie sehen, wir geben immer den Mittelwert an. Entsprechend wird der Wert in der Wertung berücksichtigt. Prozessoren, die für die "letzten fünf Prozent" überdurchschnittlich viel verbrauchen, werden durch unser überarbeitetes Wertungssystem in der Eigenschaftsnote dafür abgestraft. Einen Bonus erhalten dagegen Prozessoren, die ein hohes Fps-pro-Watt-Verhältnis aufweisen. Der Leerlauf-Verbrauch spielt auch mit in diese Wertung ein, wohingegen bei Anwendungen gilt: viel hilft viel.
Intel Core i5-12400 im Test: Durchschnittliche Leistungsaufnahme in Spielen/Anwendungen (Update)
Beim Nichtstun zeigt sich der Konkurrent AMD Ryzen 5 5600X von seiner besten Seite, Intels Core i5-12400 verschlingt dabei mehr als doppelt so viel Energie. Im Durchschnitt bei 14 Spielen zeigt sich der Intel-Sechskerner dann aber sehr sparsam und agiert mit 67 Watt im Schnitt minimal unter dem Vorgänger Core i5-11400F mit 69 Watt. Unter den Sechskernern reicht das trotzdem nur für den vorletzten Platz. In Anwendungen zeigt sich hingegen der erste sparsame Alder-Lake-Prozessor. Die Werte erhalten mehr Gewicht, wenn wir uns die Fps pro Watt pro genauer ansehen.
Intel Core i5-12400 im Test: Fps pro Watt, Durchschnitt, 14 Spiele (Update)
| Prozessor | Konfiguration | Fps pro Watt, Durchschnitt, 14 Spiele |
|---|---|---|
| Core i5-10400F | 4,0 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2666 | 1,874 |
| Ryzen 5 5600X | 4,7 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-3200 | 1,651 |
| Core i7-8700K | 4,3 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2666 | 1,403 |
| Core i5 12400 | 4,0 GHz – 6c/12t – DDR5-4400 (G2) | 1,334 |
| Ryzen 5 3600 | 4,1 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-3200 | 1,286 |
| Ryzen 7 5800X | 4,7 GHz – 12c/24t – 2× DDR4-3200 | 1,259 |
| Core i9-9900K | 4,7 GHz – 8c/16t – 2× DDR4-2666 | 1,194 |
| Ryzen 7 3700X | 4,0 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-3200 | 1,184 |
| Ryzen 7 3800XT | 4,5 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-3200 | 1,161 |
| Core i5-12600K | 4,5/3,4 GHz – 10c/16t – DDR5-4400 (G2) | 1,159 |
| Core i7-10700K | 4,7 GHz – 8c/16t – 2× DDR4-2933 | 1,147 |
| Core i5-10600K | 4,5 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2666 | 1,135 |
| Core i9-10900K | 4,9 GHz – 10c/20t – 2× DDR4-2933 | 1,122 |
| Ryzen 5 3600XT | 4,4 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-3200 | 1,119 |
| Core i5-11400F | 3,8 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2933 (G1) | 1,092 |
| Ryzen 9 5900X | 4,7 GHz – 12c/24t – 2× DDR4-3200 | 1,061 |
| Ryzen 9 3900X | 4,3 GHz – 12c/24t – 2× DDR4-3200 | 1,057 |
| Ryzen 9 3950X | 4,25 GHz – 16c/32t – 2× DDR4-3200 | 0,969 |
| Core i7-12700K | 4,7/3,6 GHz – 12c/20t – DDR5-4400 (G2) | 0,955 |
| Core i5-11600K | 4,6 GHz – 6c/12t, 2× DDR4-2933 (G1) | 0,893 |
| Core i9-12900K | 4,9/3,7 GHz – 16c/24t – DDR5-4400 (G2) | 0,893 |
| Core i7-11700K | 4,6 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-2933 (G1) | 0,812 |
| Core i9-11900K | 4,8 GHz – 8c/16t, 2× DDR4-3200 (G1) | 0,724 |
In Sachen Spiele-Effizienz muss sich Intel mit dem neuen Alder-Lake-Abkömmling gegenüber der Konkurrenz geschlagen geben, steht sich aber vor allem selbst im Weg: Ein Core i5-10400F mag nicht mehr ganz taufrisch sein, liefert aber die höchste Fps-pro-Watt-Angabe aller bisher getesteten Prozessoren ab. Wir haben die Effizienz-Angabe dabei über 14 Spiele gemittelt, welche ganz unterschiedliche Anforderungen an den Prozessor stellen. Die Angaben beziehen sich dabei auf den Prozessor allein, fügen allerdings in geringem Maße auch die Qualität der Spannungswandler mit in das Ergebnis ein.
Intel Core i5-12400 im Test: RAM-OC auf B660 ausprobiert
Egal, ob DDR4 oder DDR5: Schnelleren Speicher zu verbauen, kann sich in Sachen Leistung und Effizienz lohnen. Normalerweise testen wir zum Zweck der Vergleichbarkeit alle Alder-Lake-CPUs (und dessen Nachfolger Raptor Lake) mit dem gleichen Mainboard, ein MSI Z690 Unify. Allerdings adressiert der geringe Kaufpreis des Core i5-12400 eine ganz andere Käuferschicht, die nicht fast 600 Euro allein für ein Mainboard ausgeben möchte oder kann. Auch DDR5-Speicher ist immer noch sehr teuer und gute, schnelle Kits sind schwer zu ergattern. Wir schalten daher einen Gang herunter und haben uns ein günstiges MSI B660 Tomahawk mit DDR4-Unterstützung geschnappt, damit CP 2077 in 720p und maximalen Details ohne AF getestet.
| Cyberpunk 2077 | Fps/P1 | Fps pro Watt |
|---|---|---|
| DDR4-3200 Gear 1 | 102,1/65,3 (Basis) | 1,376 |
| DDR4-3600 Gear 1 | 107,1/67,7 (+4,9 %) | 1,426 |
| DDR4-3733 Gear 1 | 110,5/70,8 (+8,2 %) | 1,467 |
| DDR4-4400 Gear 2 | 112,0/71,8 (+9,7 %) | 1,473 |
| DDR5-4400 Gear 2 | 105,4/67,5 (+3,2 %) | 1,534 |
Als Arbeitsspeicher verwenden wir ein Thermaltake Toughram DDR4-4400 16-GiByte Kit (R009D408GX2-4400C19AURF00262) und belassen die Timings dabei auf der Vorgabe des XMP von Thermaltake, angepasst haben wir "nur" die Taktfrequenz. Wir konnten in dem Atemzug auch direkt die Leistungsfähigkeit des integrierten Speichercontrollers des Core i5-12400 abklopfen. Der erste Test erfolgt nach Herstellervorgabe: DDR4-3200 bei Gear 1. Mit 102,1 Fps rechnet die CPU dabei etwas langsamer gegenüber der Intel-Vorgabe bei einem DDR5-Mainboard. Dabei sollte aber beachtet werden, dass das Speicher-Kit von Thermaltake über einen Single-Ranked-Aufbau verfügt. Diese Einstellung weist auch die geringste Effizienz in Fps pro Watt auf. Wir können diesen Umstand mit einer leichten Anhebung auf DDR4-3600 entgegenwirken, rund fünf Prozent mehr Leistung lassen sich in Cyberpunk 2077 freischaufeln. Mit DDR4-3733 haben wir schließlich das Ende der Fahnenstange im Gear-1-Modus erreicht, ab DDR4-3800 bootet das System nicht mehr.
Gegenüber dem Standardwert erhalten Sie über acht Prozent mehr Fps. Noch etwas mehr Leistung konnten wir mit den im XM-Profil angedachten DDR4-4400 erreichen. Dafür muss der Speichercontroller in den Gear-2-Modus schalten, die Frequenz beträgt jetzt also nur noch 1.100 MHz - 500 MHz weniger, als beim Test mit DDR4-3200 im Gear-1-Modus. Trotzdem steigt die Leistung weiter an, knapp zehn Prozent mehr Fps zeigt unser Benchmark. Der Vergleich zum Standard-Preset mit DDR5 in der letzten Zeile zeigt, dass Sie in speicherintensiven Spielen wie Cyberpunk 2077 bereits mit DDR4-3600 im Gear-1-Modus schneller, jedoch nicht unbedingt effizienter unterwegs sein können. Die Werte zeigen, dass Sie nicht zwingend auf DDR5 aufrüsten müssen, vor allem dann nicht, wenn Sie noch über einen hochwertigen DDR4-Speicher verfügen. Nach allem, was bisher bekannt ist, soll auch der Nachfolger von Alder Lake, Raptor Lake, noch DDR4-Speicher unterstützen.
Quelle: PCGH
Der neue Boxed-Kühler verfügt über einen Kupferkern und versteckt seine Kühlfinnen unter einer Kunststoff-Haube, die zur Dekoration dient.
Intel Core i5-12400 im Test: Fazit und Wertung
Wir können dem Core i5-12400 nicht viel vorwerfen, denn der Preis und die Effizienz passen zur Leistung. Man kann sich höchstens die Frage stellen, warum Intel so lange gebraucht hat, um ein Konkurrenz-Produkt zum AMD Ryzen 5 5600X in petto zu haben. Der Zen-3-Prozessor kam bereits im November 2020 auf den Markt und ist trotzdem in jedem Punkt besser als ein Core i5-12400, wenn auch nur minimal. Da wundert es nicht, warum AMD den Preis des 5600X nicht reduzieren will, sie brauchen es schlicht nicht. Das macht den Core i5-12400 aber keinesfalls schlechter als er ist.
Für rund 210 Euro (oder im Falle des i5-12400F, ohne IGP, sogar für rund 180 Euro) erhalten Sie eine sehr schnelle CPU für Spiele-Rechner und müssen sich auch nicht vor Multitasking fürchten. Am besten kombiniert man den Sechskerner mit einem B660- oder H670-Mainboard. Diese lassen zwar kein CPU-OC zu, aber das kann ein Core i5-12400 wegen des fehlenden offenen Multiplikators ohnehin nicht. Seit Rocket Lake, oder eher gesagt den B560 und H570-PCHs lässt Intel aber offiziell RAM-OC zu. Mit dem richtigen Arbeitsspeicher, egal ob DDR4 oder DDR5, entlocken Sie dem i5-12400 noch mehr Leistung, insbesondere im CPU-Limit. Letzteres müssen Sie aber erst einmal erreichen. Mit über 400 Fps in Doom Eternal oder knapp 200 Fps in Halo Infinite legt die CPU die Messlatte sehr weit oben an und Ihre Grafikkarte muss da erst mal mithalten können. Die Mehrleistung wird von Nutzern mit >240-Hz-Monitoren jedoch freudig mitgenommen und obendrein sind Sie mit einem aktuellen Sockel-1700-Mainboard auch schon für den Nachfolger Raptor Lake gerüstet, der bereits Ende 2022 erscheinen soll.
Intel Core i5-12400 im Test: Testtabelle
| Prozessor | Intel Core i5-12400 |
|---|---|
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2659494 |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 210,-/sehr gut |
| Für Mainboards mit … | Sockel 1700 |
| Codename | Alder Lake S |
| Anzahl Kerne/Threads | 6c/12t |
| Basistakt (Turbo für alle und einen Kern) | 2,5 GHz, (4-4,4 GHz) |
| L1-Cache (Daten/Befehle, je Kern) | 48 KiByte / 32 KiByte |
| L2-Cache (je Kern)/LLC (gesamt) | 1.250 KiByte / 18,00 MiByte |
| Heatspreader, Fertigung | Metall (verlötet), Intel 7 (10 nm) |
| Ausstattung (20 % der Endnote) | 2,06 |
| Grafikeinheit | Alder Lake Xe-LP |
| Befehlssätze und Erweiterungen (Auswahl) | VT-x, VT-d, TSX-NI, SSE4.2, AVX2, AES-NI |
| Integrierte PCI-Express-Lanes | 16x PCI-Express 5.0 |
| Eigenschaften (20 % der Endnote) | 1,22 |
| Offener Multiplikator* | Nicht vorhanden |
| Speicherkanäle (u. max. Geschw.*/**) | 4× DDR5-4800 G2/DDR4-3200 G1 |
| ECC-Support | Nicht unterstützt |
| TDP laut Hersteller** | 65 Watt |
| TDP (Boost) | 117 Watt |
| Leistungsaufnahme: CPU Leerlauf | 23 Watt |
| Leistungsaufnahme (Ascent/F1 2021/Troy)** | 67,09/69,62/83,23 Watt |
| Leistungsaufnahme Spiele (Durchschnitt)** | 67 Watt |
| Leistungsaufnahme Anwendungen (Durchschnitt)** | 88 Watt |
| Leistung (60 % der Endnote) | 2,46 |
| Spiele-Index | 80 % |
| Anwendungs-Index | 47,2 % |
| Endnote | Wertung: 2,13 |
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Laut meines Infos 2tes Halbjahr dieses Jahres also ja unter Umständen kann es dann auch erst Nov wieder sein