Comet Lake-S: Gaming-Benchmarks zum Core i5-10400 gegen Vorgänger gesichtet

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Comet Lake-S: Gaming-Benchmarks zum Core i5-10400 gegen Vorgänger gesichtet (1)
Quelle: Intel

Obwohl Intel seine neuen Comet Lake-Prozessoren schon vorgestellt hat, wird man sich auf offizielle Tests noch gedulden müssen. Aus Asien kommen dennoch schon einige Benchmark-Ergebnisse. Verglichen wurde der Core i5-10400 mit dem Core i5 9400F und dem Intel Core i7 9700F.

Vor wenigen Tagen hat Intel Comet Lake-S offiziell präsentiert. Die CPUs laufen wieder in 14 Nanometern vom Band, werden aber auf bis zu zehn Kerne aufgestockt, erhalten (bis auf eine Hand voll Celerons) durchgängig SMT und einige Verbesserungen im Detail. Das Test-Embargo hält Intel zwar noch aufrecht, nichtsdestotrotz finden sich im Netz bereits erste Benchmark-Ergebnisse zum Core i5-10400. Der Vergleich gilt dem Core i5 9400F und dem Intel Core i7 9700F, zwei Vorgängern mit sechs beziehungsweise acht Kernen und ebenso vielen Threads.

Der neue Core i5-10400 kann sich mit sechs Kernen und doppelt so vielen virtuellen Rechenherzen bereits auf dem Papier von seinen Vorgängern absetzen. Was den Takt angeht, überflügelt man den Core i5-9400F leicht. Statt wieder einem Basistakt von 2,9, einem Single-Core-Boost von 4,1 und einem All-Core-Boost von 3,9 GHz anzubieten, beschleunigt Intel den Neuling auf 2,9, 4,3 und 4,0 GHz. Die TDP liegt in beiden Fällen bei 65 Watt.

CPU Cores/Threads Base Clock Boost Clock (Single-Core) Boost Clock (All-Core) Cache TDP Price
Intel Core i5-10400 6/12 2.90 GHz 4.30 GHz 4.00 GHz 12 MB 65W $182 US
Intel Core i7-9700F 8/8 3.00 GHz 4.70 GHz 4.40 GHz 12 MB 65W $310 US
Intel Core i5-9400F 6/6 2.90 GHz 4.10 GHz 3.90 GHz 9 MB 65W $157 US

Bei mehr Threads und leicht erhöhten Taktraten wundert es nicht, dass sich der Core i5-10400 vom Core i5-9400F absetzt. Im Cinebench R15 (Single-Core) lässt Comet Lake-S den Coffee Lake-S Refresh mit 196 zu 172 Punkten hinter sich. Im Cinebench R15 (Multi-Theading) fällt der Zuwachs, vermutlich bedingt durch Hyperthreading, noch eine ganze Spur größer aus. Während der Core i5-10400 1.351 Punkte erreicht, langt es beim Core i5-9400F nur für 969. Unerreicht bleibt der Core i7 9700F. Acht vollwertige Kerne erweisen sich auch beim Multithreading als wertvoller als zwölf virtuelle. 1.496 Punkte deklassieren den Neuling allerdings auch nicht.

Comet Lake-S mit höherer Gamingleistung

Beim Gaming kann Comet Lake-S ebenfalls punkten. Bilibili hat GTA 5 und Assassins Creed Odyssey zum Test zitiert - Grand Theft Auto sogar zweimal für unterschiedliche Detailstufen. In GTA 5 (Durchschnittliche FPS, Maxed Out) kam der Core i5-10400 auf 129 Bilder pro Sekunde, der Core i7 9700F auf 128 und der Core i5-9400F auf 122. Bei 1080p und zweifachem MSAA erreicht der Neuling im Schnitt 175,16 Fps, der Core i5-9400F 169,85 Fps und der Core i7 9700F das beste Ergebnis mit 177,71 Fps.

Mehr zum Thema: 32 Mal Intel Comet Lake-S: Kometeneinschlag der Core i-10000-Prozessoren [Update]

Nah beieinander liegen die Prozessoren auch in Assassins Creed Odyssey (AVG Fps, 1080p). Der Core i5-9400F liefert 63, der Core i5-10400 65 und Core i7 9700F 67 Bilder pro Sekunde. Ebenfalls interessant ist, dass Comet Lake-S im direkten Vergleich wohl auch heißer wird. Die Chinesen wollen unter Last fast 80 Grad Celsius gemessen haben - der Core i5-9400F habe sich jedoch nur auf 57,3 °C erhitzt. Die Genauigkeit des Auslesetools sei mal dahingestellt, außerdem lassen sich die Chips nicht 1:1 vergleichen, da der Core i5-9400F keine aktive Grafikeinheit bietet.

Viele weitere Benchmark-Ergebnisse finden Sie im Video bei Bilibili - da dort Chinesisch gesprochen wird, bleiben jedoch einige Unklarheiten.

Quelle: Bilibili via WCCF-Tech

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Ja, schon irgendwie. Im Desktop hat man sich dann eben auf hohe Taktraten und die Leistung in Spielen konzentriert. Für Anwendungen gabs dann ja "plötzlich" den HEDT. Für 1 GHz mehr brauchts dann nunmal eine höhere Spannung/TDP/whatever. (Den exakten internen Aufbau einer CPU kennt nur Intel/AMD)
        Joa, und dann kam Zen 2 um die Ecke und liefert im Desktop einfach mal HEDT-Anwendungsleistung.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Ja, schon irgendwie. Im Desktop hat man sich dann eben auf hohe Taktraten und die Leistung in Spielen konzentriert. Für Anwendungen gabs dann ja "plötzlich" den HEDT. Für 1 GHz mehr brauchts dann nunmal eine höhere Spannung/TDP/whatever. (Den exakten internen Aufbau einer CPU kennt nur Intel/AMD)
        Joa, und dann kam Zen 2 um die Ecke und liefert im Desktop einfach mal HEDT-Anwendungsleistung.
      • Von Threshold Großmeister(in) des Flüssigheliums
        Zitat von PCGH_Dave
        Ab Kaby Lake stieg die Leistungsaufnahme bei Intel CPUs immer weiter an, zulasten der Effizienz.
        Man könnte meinem, dass Intel es dann mehr um den Takt ging. Hauptsache eine große Zahl um die Werbeflyer zu bedienen.
      • Von PCGH_Dave Lötkolbengott/-göttin
        Ein Core i7-5775c hat nur eine geringe TDP von 65 Watt und füllt diese, zumindest was unseren Parcours angeht, nicht voll aus. Die Leistung dieser CPU liegt allerdings knapp über bzw. unter der eines 7700K. Letzterer hat eine TDP von 91 Watt. Es geht dabei weder um Kerne, noch um die Aktualität einer CPU. Es geht nur darum, wie viele Fps sie aus ihrem Energiebudget rausquetscht. In dieser Situation war Broadwell was besonderes. Ab Kaby Lake stieg die Leistungsaufnahme bei Intel CPUs immer weiter an, zulasten der Effizienz.
      • Von Registrierzwang Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Dave
        Ich habe keine Ahnung wovon du redest

        CPU-Verbrauch 2020: Der Effizienz-Index für Prozessoren
        Räusper ... ok, erstmal ja, der Hinweis war gut. Allerdings erstaunt mich etwas das Ergebnis - eine im zweiten Quartal 2015 erschienene CPU (= Core i7 5775C) liegt mit an der Spitze der Effizienz (auf Spiele bezogen) ? Kann ich nicht nachvollziehen. Ist das eventuell ein Fehler des benutzten Tools (HWiNFOx64) ?

        Davon abgesehen wird in den Artikeln sonst (also abgesehen vom o.g. Spezial) das mit der Energieeffizienz weiterhin nicht sonderlich hervorgehoben, dabei bleibe ich.
      • Von JanJake BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von 4thVariety

        Cinebench R20 (Multi-Core) CPU benchmark list
        Cinebench R20 (Single-Core) CPU benchmark list


        De-Fakto ist ein Intel Kern so schnell wie ein Ryzen 3000 Kern und das ohne dass 7nm dazu nötig wären. Irgendwann hat AMD halt CPUs mit noch mehr Kernen und Intel nicht. Ob man jetzt 8/16 von Intel hat oder von AMD wird der normale Zocker nicht merken, da kommt es weitaus mehr auf die Grafikkarte an. Ryzen 4000 hat das Potential Intel hinter sich zu lassen.

        Was machen Kometen doch gleich? Ach ja, sie verglühen schon vor dem Einschlag. Konzeptkunst pur von Intel.


        Nein, Intel ist defakto langsamer und das sogar viel deutlicher als gedacht! Würde sagen gut 20% hängt Intel hinter AMD zurück.

        Zur Erklärung: Du vergleichst jetzt einen 10900K mit 539 Punkten gegen einen 3950X mit 531 Punkten. Die 8 Punkte machen aber keinen Unterschied also beide in etwa gleich auf.

        Intel CPU @ 5,3GHz auf einem Kern

        AMD CPU @ 4,4- 4,7GHz auf einem Kern, eher 4,4GHz.

        Heißt umgekehrt, Intel braucht zwischen 600 und 900MHz mehr Takt um bei AMD gleich zu ziehen.

        Damit ist der Intel rein nach Leistung Pro Takt, deutlich hinter AMD. Fast schon so viel wie früher einst.

        Geht man jetzt aber nach Standard Settings der CPU, stimmt es natürlich, der Intel ist in etwa genauso schnell auf einem Kern wie AMD. Aber Intel braucht wesentlich mehr resourcen um die gleiche Leistung zu erzielen.
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