Core Ultra 200: Tipps für optimale Leistung
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Core Ultra 200: Tipps für optimale Leistung

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Core Ultra 200: Application Optimizer nutzen

Mit dem Raptor-Lake-Refresh hat Intel vor einem Jahr ein neues Optimierungstool eingeführt, um Spiele zu beschleunigen: Application Optimization (kurz APO). Das Programm ist keine Allzweck-Waffe, sondern arbeitet mithilfe von Profilen. Sprich, es werden nicht alle Spiele auf wundersame Weise beschleunigt. Der dahinterstehende Aufwand seitens Intel ist groß: Mögliche APO-Einstellungen werden, je CPU-Modell, mit verschiedenen GPUs getestet, mittlerweile für 50+ Spiele, und das immer wieder, um Updates seitens der Spieleentwickler zu berücksichtigen.

Intel betonte im Rahmen der Performance-Diskussionen rund um Arrow Lake, dass APO ausdrücklich empfohlen werde, um die neuen Prozessoren optimal anzusteuern. Im Tool kann die Optimierung auf Wunsch für jedes einzelne Spiel (de-)aktiviert werden. Zwar haben wir keine Zahlen für Core Ultra 200 vorliegen, bei der 14. Core-Generation sprach Intel jedoch von Verbesserungen von bis zu 16 Prozent. Auf Reddit findet sich sogar ein Bericht, der in Rainbow Six Siege von knapp 32 Prozent und in Metro Exodus von rund 24 Prozent Leistungsvorteil spricht. Im Einzelfall, je nach System und Spiel, kann der Vorteil also offenbar drastisch sein.

Intel Core Ultra 200 zu langsam? Diese Tipps helfen!

Core Ultra 200: ReBAR-Status prüfen

Bei vereinzelten Mainboards, welche für die Launch-Tests wie üblich mit Vorserien-Firmwares bespielt wurden, stand der Eintrag Resizable BAR auf "off" (aus). Wenngleich diese PCI-Express-Funktion nicht durchgängig für ein Leistungsplus sorgt, sollte sie dennoch im UEFI der Hauptplatine aktiviert werden; der Grafikkartentreiber erledigt den Rest. Ob ReBAR ordnungsgemäß funktioniert, können Sie zuverlässig mit diversen Tools auslesen. Auch die Grafiktreiber von AMD, Intel und Nvidia geben Auskunft (Intel- und MTT-GPUs laufen ausdrücklich nur mit Resizable BAR optimal). Wir gehen davon aus, dass dieses Problem in künftigen Firmware-Updates kein Thema mehr sein wird.

Der Status von ResizableBAR, ReBAR, SAM und wie das Feature sonst noch genannt wird, lässt sich an vielen Stellen auslesen. Quelle: PCGH Der Status von ResizableBAR, ReBAR, SAM und wie das Feature sonst noch genannt wird, lässt sich an vielen Stellen auslesen.

Core Ultra 200: Windows-Version

Zum Abschluss kommen wir nicht umhin, einige Worte über Windows 11 zu verlieren. Microsofts Betriebssystem ist mit großem Abstand die Nummer 1 für Gaming-PCs, in letzter Zeit häufen sich jedoch die Probleme, gerade in Kombination mit neuen Prozessorarchitekturen. AMD kann ein Lied davon singen und selbst der Marktführer Intel ist nicht vor Problemen gefeit. Im Kern geht es darum, wie der Windows-Scheduler - der Befehlsverteiler - mit den verfügbaren CPU-Ressourcen umgeht. Früher ging es nur darum, die Arbeit möglichst auf mehrere Kerne zu verteilen. Heutzutage verfügen Prozessoren nicht nur über mehr, sondern außerdem über unterschiedliche Kerne. Physisch? Logisch? Performance? Efficiency? Je nach Workload muss das Richtige getan werden - wird es jedoch nicht immer.

Parallel zur Veröffentlichung von Arrow Lake spielte Microsoft das Windows-11-Update auf Version 24H2 aus. Zwar existieren Berichte, wonach die neue Windows-Version für optimale Leistung der Core-Ultra-200-Prozessoren sorgt, wir haben jedoch das glatte Gegenteil erlebt. Grundsätzlich muss hier zwischen Applikations- und Spiele-Leistung unterschieden werden. Während die App-Leistung keine Wünsche übrig lässt, hat die Windows-Version Auswirkungen auf die Bildraten in Spielen. Wir haben mit Windows 11 23H2 die beste Leistung zu Gesicht bekommen, während 24H2 zu vielen Problemen führte. Neben den üblichen Kinderkrankheiten wie Bluescreens und Boot-Schleifen sank die Leistung unserer Arrow-Lake-CPUs in diversen Spielen, teils deutlich, während nicht eines nennenswert von 24H2 profitierte. Hinzu gesellen sich Probleme mit dem Programm Easy Anti-Cheat, das derzeit unter Windows 11 24H2 nicht funktioniert - Neustarts des Rechners sind die Folge. Wir raten daher bis auf Weiteres zu 23H2.

Ihre Windows-Version sehen Sie unter Einstellungen - System (hier: Windows 11 Version 24H2) Quelle: PCGH Ihre Windows-Version sehen Sie unter Einstellungen - System (hier: Windows 11 Version 24H2) Was denken Sie über Intels neue Prozessor-Generation? Die PCGH-Redaktion freut sich über Ihre Meinung und Fragen in den Kommentaren zu diesem Artikel. Um zu kommentieren, müssen Sie auf PCGH.de oder im Extreme-Forum eingeloggt sein. Sollten Sie noch keinen Account haben, könnten Sie sich hier unverbindlich registrieren. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die gültigen Forenregeln.

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Man sollte einer KI nur so weit trauen, wie man sie werfen kann.^^
        Zu den Gründen, warum die Werte diverser Benchmarks (und auch der AIDA-Test ist letztlich ein solcher) bei Arrow Lake hinten und vorne nicht passen, muss ich an Intel verweisen. Aber die scheinen auch händeringend nach Antworten zu suchen.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Man sollte einer KI nur so weit trauen, wie man sie werfen kann.^^
        Zu den Gründen, warum die Werte diverser Benchmarks (und auch der AIDA-Test ist letztlich ein solcher) bei Arrow Lake hinten und vorne nicht passen, muss ich an Intel verweisen. Aber die scheinen auch händeringend nach Antworten zu suchen.
      • Von Edelhamster BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        E-Cluster hatten schon immer einen gemeinsamen L2.
        Stimmt, du hast recht.
        Hab mich da dann scheinbar von der Co-Pilot Aussage fehlleiten lassen, die 0,5 MB je Kern für die 13. und 14. Gen ausgab^^
        Bleibt die Frage, wieso die Transferraten des L2 sich stellenweise halbiert haben.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Edelhamster
        Wenn man sich die im Verhältnis zum Intel 13900KS und Ryzen 9 9 dramatisch schlecht erscheinenden L2 Cache Stats des Core Ultra ansieht, könnte man auf die Idee kommen, dass die neu gestaltete Cache Zuordnung, bei der sich nun einzelne E-Core Cluster erstmalig einen gemeinsamen L2-Cache-Pool teilen und nicht mehr jeder eigene CPU-Kern auf seinen ganz eigenen (0,5MB großen) L2-Cache zurückgreifen kann, wie es eben vorab oder auch bei AMD gehandhabt wird, womöglich einen konzeptionellen Schwachpunkt darstellt.
        Der Zugriff mehrerer Kerne auf einen shared L3-Cache scheint da unkritischer zu sein. Jedenfalls machen das sowohl AMD als auch Intel und beide liegen irgendwo in grob vergleichbaren Bereichen was Transferraten und Latenzen betrifft.
        Die Transferraten beim L2 des Core Ultra erscheinen nur halt echt mal derbe mies.
        Beim Lesen erreicht dieser hier nur noch rund 50% des Leistungswertes eines 13900KS. (765GB/s vs 1539GB/s).
        Is it a Bug or a Feature?^^
        Fällt mir halt besonders ins Auge auf Grund der vermeintlichen "Verschlechterung" im direkten Vergleich zu einem hauseigenen Vorgänger-Modell.
        E-Cluster hatten schon immer einen gemeinsamen L2.
      • Von Strunzel Freizeitschrauber(in)
        Die beste Stellschraube ist wohl einfach Intel Core Ultra 200 nicht zu kaufen.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Selbst wenn man 100 Dinge ändert und Ultra 200 dann endlich so performt wie Intel das möchte, ich will ein System bauen, nix herumspielen mit der Software, es soll out of the box gut funktionieren.
        Panther kommt nicht für den Desktop wie es aussieht, Nova frühestens 2026. Wird eine längere Durststrecke für Intel.
        Spannend sind die Probleme mit dem Windows Scheduler wenn man bedenkt wie lange vorab Intel support liefert bei Linux, warum haut das bei Windows nicht hin?
        Und: bringen AMD und Intel überhaupt neue Prozessoren aus nächstes Jahr? Ist ja gar nichnt notwendig, MS bringt einfach ein Update raus und BAM haben wir 15% mehr Leistung.
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